Bestellungen
Die Aufgabe Bestellungen importieren holt bezahlte Bestellungen aus dem Shop und legt sie als Beleg in der SelectLine an.

Welche Bestellungen abgeholt werden
Abgeholt wird eine Bestellung, wenn sie im Shop den Status offen hat und ihre Zahlung bestätigt ist. Sobald FINN.ghost sie verarbeitet hat, setzt die Schnittstelle sie im Shop auf in Bearbeitung; damit ist sie erledigt und wird nicht erneut geholt.
Für Zahlungsarten ohne Zahlungsbestätigung — Rechnung, Nachnahme — muss der Haken Import gesetzt sein, siehe Zahlungs- und Versandarten.
Eine Bestellung, deren Zahlung im Shop noch aussteht, bleibt liegen und wird beim nächsten Lauf erneut geprüft. Das ist gewollt: So gelangen unbezahlte Bestellungen nicht in die Auftragsbearbeitung.
Welcher Beleg entsteht
Der Belegtyp richtet sich nach der Zahlungsart: Vorkasse-Zahlarten gehen in den Belegtyp Vorkasse, alle anderen in den Belegtyp Bestellungen. Beides wird pro Verkaufskanal eingestellt.
Der Beleg trägt die Shop-Bestellnummer im Feld Ihr Auftrag, mit dem Vorsatz
sw6_. Daran erkennt die Schnittstelle den Beleg später wieder, und daran findet man
in der SelectLine die Bestellung zu einer Shop-Nummer.
Was im Belegkopf landet
| Im Beleg | Aus der Bestellung |
|---|---|
| Ihr Auftrag | Bestellnummer mit Vorsatz sw6_ |
| Kunde und Rechnungsadresse | Rechnungsadresse der Bestellung |
| Lieferadresse | nur wenn sie von der Rechnungsadresse abweicht |
| Währung | Währung der Bestellung |
| Preistyp | brutto, netto oder steuerfrei, je nach Bestellung |
| Zahlungsbedingung, Bankbezug | über die Zuordnung der Zahlungsarten |
| Lieferbedingung | über die Zuordnung der Versandarten |
| Kopftext | Kundenkommentar aus dem Shop |
| Zahlungsreferenz | Referenz des Zahlungsdienstleisters |
Namen und Firmenbezeichnungen werden auf die Feldlängen der SelectLine gekürzt: Firma und Nachname auf 80, Vorname auf 40 Zeichen.
Bei EU-Lieferungen wird zusätzlich die passende Kontengruppe gesetzt — abhängig vom Lieferland und davon, ob eine USt-IdNr. vorliegt.
Zusätzliche Felder im Beleg
Auf Wunsch werden nach der Beleganlage weitere Angaben nachgetragen:
| Angabe | Zweck |
|---|---|
| Shop-Kundennummer | Nachvollziehbarkeit, welcher Shop-Kunde bestellt hat |
| Bestell-E-Mail | Versand von Belegen an die im Shop hinterlegte Adresse |
| Affiliate-Code | Auswertung von Partner- und Werbekanälen |
Welche Belegfelder dafür verwendet werden, wird bei der Einrichtung festgelegt.
Positionen
Jede Position der Bestellung wird zu einer Belegposition. Positionen ohne Artikelnummer — Rabatte, Promotionen — werden auf den Promotion-Artikel gebucht.
Ist kein Promotion-Artikel hinterlegt, werden solche Positionen stillschweigend übersprungen und der Beleg ist teurer als die Bestellung. Das ist die häufigste Ursache für Betragsabweichungen. Siehe Zahlungs- und Versandarten.
Zusatzangaben zu einer Position — etwa aus einem Konfigurator im Shop — werden als Memo an die Position geschrieben.
Versandkosten
Fallen Versandkosten an, entsteht eine zusätzliche Position auf dem Versandartikel mit der Bezeichnung Versandkosten. Der Steuersatz richtet sich nach dem überwiegenden Warenwert der Bestellung; liegt dieser im ermäßigten Bereich, wird der ermäßigte Versandartikel verwendet.
Doppelte Bestellungen
Existiert zu einer Bestellnummer schon ein Beleg, wird die Bestellung übersprungen und im Protokoll vermerkt.
Für den Fall eines abgebrochenen Imports gibt es das Feld für ImportCheck im Beleg. Es wird am Ende eines erfolgreichen Imports gesetzt. Ein Beleg, bei dem es fehlt und der noch im Status offen ist, gilt als unvollständig und wird beim nächsten Lauf neu aufgebaut.
Ohne dieses Feld lässt sich ein halb fertiger Beleg nicht von einem fertigen unterscheiden. Es einzurichten ist deshalb dringend zu empfehlen.
Wenn beim Import etwas schiefgeht
Jede Bestellung wird für sich verarbeitet. Läuft eine auf einen Fehler, wird der angefangene Beleg wieder gelöscht und die nächste Bestellung bearbeitet. Der Fehler steht im Protokoll.
Ein Sonderfall verdient Aufmerksamkeit: Tritt der Fehler erst nach dem Statuswechsel im Shop auf — etwa in einem Makro —, ist die Bestellung im Shop schon „in Bearbeitung" und wird nie wieder abgeholt. Sie fehlt dann dauerhaft in der SelectLine. Wie man das findet, steht unter Wenn etwas nicht im Shop ankommt.