Preise
Die SelectLine kennt Preisgruppen, Zeiträume, Mengenstaffeln, Aktionspreise, Kundenpreise und Rabattgruppen. Shopware kennt einen Grundpreis je Artikel und beliebig viele weitere Preise, die jeweils an eine Preisregel gebunden sind. FINN.ghost übersetzt das eine in das andere und legt die nötigen Preisregeln im Shop selbst an.
Die von der Schnittstelle erzeugten Preisregeln beginnen im Shop mit „SL " und sind dadurch leicht erkennbar. Regeln, die man selbst im Shop anlegt, werden nicht angefasst.
Grundpreis
Preisgruppe
Bestimmt, welche Preisgruppe der SelectLine als Grundpreis im Shop erscheint. Zur Auswahl stehen die Preise aus der Artikelmaske.
Abweichende Preisgruppe je Artikel
Über das Extrafeld _SW6PG lässt sich die Preisgruppe für einzelne Artikel
überschreiben.
Preisverweis
Ist in der Artikelmaske ein Preisverweis eingetragen, werden die Preise des verwiesenen Artikels verwendet.
Was zusätzlich übertragen wird
| Preisart der SelectLine | Im Shop sichtbar für |
|---|---|
| Geltungspreise | alle, im hinterlegten Zeitraum |
| Mengenstaffeln | alle, ab der jeweiligen Menge |
| Aktionspreise | alle, im Aktionszeitraum, mit Streichpreis |
| Kundenpreise | den jeweiligen angemeldeten Kunden |
| Rabattgruppen | Kunden der jeweiligen Rabattgruppe |
| weitere Preisgruppen | angemeldete Kunden der jeweiligen Preisgruppe |
Die Mengenstaffeln werden zu zusammenhängenden Bereichen umgerechnet: Die Obergrenze einer Stufe ist die Untergrenze der nächsten. Abgelaufene Zeiträume werden nicht übertragen.
Kunden- und Preisgruppenpreise greifen im Shop nur bei angemeldeten Kunden — sie hängen an den Kundenfeldern, die beim Kundenexport mitgegeben werden. Siehe Kunden.
Streichpreise
Bei Aktionspreisen wird der zugehörige reguläre Preis als Streichpreis mitgegeben. Im Shop erscheint er durchgestrichen neben dem Aktionspreis.
Listenpreis als Streichpreis verwenden
Alternativ kann der Listenpreis aus der SelectLine als Streichpreis dienen, statt der Aktionspreis-Logik zu folgen.
Niedrigster Preis der letzten 30 Tage
Für Rabattauszeichnungen verlangt die Preisangabenverordnung die Angabe des niedrigsten Preises der letzten 30 Tage. FINN.ghost führt dazu eine eigene Historie: Jeder Übertragungslauf merkt sich die gesetzten Preise, und der günstigste Wert des Zeitraums wird als Vergleichspreis an den Shop übergeben.
Die Historie beginnt mit dem ersten Übertragungslauf und ist nur so vollständig wie die Läufe. Nach einem Serverumzug oder einer Neuinstallation startet sie neu — in den ersten 30 Tagen danach ist der Vergleichspreis also noch nicht belastbar.
Grundpreisangabe
Für Artikel, die nach Inhalt ausgezeichnet werden müssen — etwa „12,90 € / Liter" — gibt es die Grundpreisangabe. Sie wird eingeschaltet und auf einem von zwei Wegen gefüllt.
Über die Mengenumrechnung: Ein Kennzeichen in der Mengenumrechnung markiert die zu verwendende Mengeneinheit. Faktor und Basis der Umrechnung ergeben die Angabe.
Über zwei Artikelfelder: Ein Feld enthält Referenzmenge und Einheit im Format
100 ml, ein zweites den Inhalt als Zahl. Voreingestellt sind FreierText2 und
FreieZahl3.
Fehlt die Einheit im Shop, wird sie automatisch angelegt.
Einfache Preise
Einfache Preise verwenden (keine Preisregeln)
Übertragen wird dann nur der Grundpreis, ohne Staffeln, Aktionen, Kunden- und Gruppenpreise. Sinnvoll für einfache Endkundenshops, in denen für alle derselbe Preis gilt — der Shop bleibt dadurch übersichtlich und die Übertragung deutlich schneller.
Preise beim Bestellimport
Preise aus SelectLine bei Belegimport verwenden
Normalerweise übernimmt der Beleg die Preise aus der Bestellung, damit Shop und Beleg denselben Betrag zeigen. Mit dieser Einstellung rechnet stattdessen die SelectLine die Positionspreise selbst.
FINN.ghost vergleicht dann den Belegbetrag mit dem Bestellbetrag und protokolliert Abweichungen. Auf Wunsch wird die Abweichung zusätzlich in ein Belegfeld geschrieben, sodass sie in einer SelectLine-Auswertung sichtbar wird.
Der Beleg wird bei einer Abweichung nicht korrigiert und nicht verworfen — die Meldung ist ein Hinweis, keine Sperre.
Steuern
Standardmäßig wird der Steuersatz des Artikels verwendet und im Shop die passende Steuer gesucht. Für Fernverkäufe innerhalb der EU gibt es zusätzlich die Möglichkeit, die Steuern über die Erfolgskontengruppen und damit je Land abzubilden. Diese Betriebsart wird bei der Einrichtung eingestellt und erfordert eine Namenskonvention bei den Kontengruppen — hier hilft der Support weiter.