Verkaufskanal
Ein Shopware-Shop kann mehrere Verkaufskanäle haben, zum Beispiel einen für Endkunden und einen für Händler. FINN.ghost kann mehrere davon gleichzeitig versorgen. Alles, was sich von Kanal zu Kanal unterscheiden kann, wird deshalb pro Verkaufskanal eingestellt.
Der Bereich liegt unter Shopware 6 → Einstellungen → Verkaufskanäle. Oben wählt man den Kanal aus, darunter erscheinen dessen Einstellungen.

Artikelfreigabe
Zuweisung
Das wichtigste Feld der ganzen Einrichtung. Hier wird ein Kennzeichen aus der
Artikelmaske ausgewählt, das bestimmt, ob ein Artikel in diesem Verkaufskanal
angeboten wird. In der Praxis ist das ein Extrafeld vom Typ Kennzeichen in der
Tabelle ART, etwa ShopAktiv.
Nur Artikel mit gesetztem Kennzeichen werden übertragen. Das Feld steuert außerdem, welche Artikelgruppen als Kategorien angelegt werden und welche Zubehör- und Alternativartikel als Cross-Selling erscheinen.
Ist bei keinem Verkaufskanal eine Zuweisung eingetragen, brechen Artikel-, Bestands- und Kategorieübertragung sofort ab. Das ist die häufigste Ursache dafür, dass „überhaupt nichts läuft".
Standardsichtbarkeit
Legt fest, wo ein freigegebener Artikel im Shop auftaucht:
| Sichtbarkeit | Bedeutung |
|---|---|
| Überall | in Listen, in der Suche und über den direkten Link erreichbar |
| Suche | nur über die Suche und den direkten Link |
| Link | nur über den direkten Link |
Voreingestellt ist Überall.
Sichtbarkeit
Soll die Sichtbarkeit je Artikel abweichen können, wird hier ein Extrafeld aus der Artikelmaske ausgewählt, das den gewünschten Wert enthält.
Das Feld muss genau einen der drei zulässigen Werte enthalten. Ist es leer oder enthält es etwas anderes, gilt die Standardsichtbarkeit.
Belegtypen
Diese vier Einstellungen verbinden den Shop mit der SelectLine-Belegkette. Zur Auswahl stehen jeweils alle Verkaufsbelege der SelectLine.
Belegtyp Bestellungen
In diesen Belegtyp wird der Warenkorb aus dem Shop übertragen.
Belegtyp Vorkasse
Bestellungen mit einer Vorkasse-Zahlungsart landen stattdessen in diesem Belegtyp. Welche Zahlungsarten als Vorkasse gelten, wird unter Zahlungs- und Versandarten festgelegt.
Belegtyp Versand
Erreicht ein Beleg diesen Belegtyp in der Belegkette — üblicherweise der Lieferschein —, meldet die Schnittstelle die Bestellung im Shop als versendet und überträgt die Paketnummern aus der Paketverwaltung.
Belegtyp Rechnung
Erreicht ein Beleg diesen Belegtyp, wird die Bestellung im Shop abgeschlossen.
Kunden
Shopkunde
Ein bestehender SelectLine-Kunde, der als Vorlage für neu angelegte Shop-Kunden dient. Legt der Shop eine Bestellung eines unbekannten Kunden vor, übernimmt FINN.ghost die Vorbelegungen dieses Musterkunden — Preisgruppe, Kontengruppe, Zahlungsbedingung und ähnliches — und füllt die Adressdaten aus der Bestellung.
Es lohnt sich, hier einen sauber gepflegten Musterkunden zu hinterlegen. Alles, was dort steht, erbt später jeder Shop-Kunde.
Ohne Shopkunden werden Bestellungen dieses Verkaufskanals nicht importiert. Im Protokoll erscheint dann ein Hinweis, dass der Shopkunde nicht definiert ist.
Der Shopkunde wird außerdem direkt als Bestellkunde verwendet, wenn gar kein Kundenkonto angelegt werden soll — siehe Kunden.
ShopAktiv-Feld (Kunde)
Das Gegenstück zur Zuweisung, nur für Kunden: Ein Kennzeichen im Kundenstamm, das bestimmt, ob der Kunde in diesen Verkaufskanal übertragen wird.
Rechnungen
Für den Rechnungsversand im Shop gibt es zwei Wege, die sich gegenseitig ausschließen.
Archiv Druckvorlage Rechnungsversand
Wird hier eine Druckvorlage ausgewählt, lädt FINN.ghost das archivierte PDF aus der SelectLine in den Shop. Der Kunde findet in seinem Konto damit genau das Dokument aus der SelectLine — gleiche Nummer, gleiches Layout.
Dafür muss der FINN.ghost-Dienst den Archivpfad lesen können. Liegt das Archiv auf einem Netzlaufwerk, darf der Dienst nicht unter dem lokalen Systemkonto laufen.
Rechnungen in SW erstellen
Alternativ erzeugt Shopware die Rechnung selbst und übernimmt lediglich die Belegnummer aus der SelectLine. Diese Option ist gesperrt, sobald eine Archiv-Druckvorlage ausgewählt ist.
Makros
Zwei Stellen, an denen ein SelectLine-Makro angestoßen werden kann.
Bestellung angelegt
Läuft, nachdem der Beleg vollständig aufgebaut ist. Der übliche Platz für alles, was mit einem fertigen Shop-Beleg passieren soll — Kommission anstoßen, Felder füllen, Beleg drucken. Übergeben werden Belegtyp und Belegnummer.
Läuft das Makro auf einen Fehler, wird der gerade angelegte Beleg wieder gelöscht. Die Bestellung gilt im Shop aber bereits als in Bearbeitung und wird nicht erneut abgeholt — sie muss dann von Hand nachgetragen werden. Makros an dieser Stelle sollten ihre Fehler daher selbst abfangen.
Kunde angelegt
Läuft, nachdem ein neuer Kunde aus einer Bestellung entstanden ist. Übergeben wird die Kundennummer. Bei reinen Aktualisierungen bestehender Kunden läuft kein Makro.
Mehrere Verkaufskanäle
Wird ein zweiter Kanal eingerichtet, bekommt er sein eigenes Freigabekennzeichen, seine eigenen Belegtypen und seinen eigenen Shopkunden. Ein Artikel kann in beiden Kanälen erscheinen, wenn beide Kennzeichen gesetzt sind.
Bei Kunden ist das anders: Ein Kunde wird dem ersten Kanal zugeordnet, dessen Kundenkennzeichen gesetzt ist, und erscheint nur dort.