Voraussetzungen für Copilot Studio
Ein Agent in Microsoft Copilot Studio läuft in der Microsoft-Cloud, nicht auf einem Rechner in Ihrem Haus. Er erreicht FINN.AI MCP deshalb nur über den Zugang von außen — eine Adresse im Internet, verschlüsselt über HTTPS. Diese Seite ist die Checkliste dafür: was vor dem Einrichtungstermin bei Ihnen stehen muss und was wir dann auf dem Server einrichten.
Die meisten Punkte brauchen Ihre IT oder Ihren IT-Dienstleister: Domain, Firewall und die Verwaltung von Microsoft 365. Fehlt einer davon, kommt keine Verbindung zustande — und Copilot Studio meldet dann selten, woran es liegt.
So sieht die Verbindung aus
Copilot Studio (Microsoft-Cloud)
│ https://mcp.ihre-firma.de/mcp
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Ihre Firewall: Ports 80 und 443 weitergeleitet
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Webserver auf dem FINN.ghost-Server (Caddy): Zertifikat, Weiterleitung
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FINN.AI MCP
Der Webserver bezieht das Zertifikat für die Adresse selbst und erneuert es selbst. Nach außen liegt damit nur er — weder die Oberfläche von FINN.ghost noch die SelectLine sind aus dem Internet erreichbar.
Internetanschluss, Domain und Firewall
| Voraussetzung | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Feste öffentliche IPv4-Adresse | Bei einer wechselnden Adresse zeigt der DNS-Eintrag nach dem nächsten Wechsel ins Leere. |
| Eigene IPv4-Adresse am Anschluss | Anschlüsse ohne eigene IPv4-Adresse (DS-Lite, Carrier-Grade-NAT, häufig bei Kabelanbietern) erlauben keine Weiterleitung von außen. Dann geht es nur mit einem anderen Anschluss oder einer zusätzlichen festen Adresse vom Anbieter. |
| DNS-Eintrag | Eine eigene Subdomain, etwa mcp.ihre-firma.de, als A-Eintrag auf die öffentliche Adresse. Einen AAAA-Eintrag (IPv6) nur, wenn er ebenfalls auf diesen Server führt — ein falscher AAAA-Eintrag kann die Ausstellung des Zertifikats scheitern lassen. |
| Port 443 von außen frei | Auf 443 liegen oft schon Exchange/Outlook im Web, ein Remotedesktop-Gateway, ein SSL-VPN oder die Anmeldeseite der Firewall. Ist der Port belegt, braucht es eine zweite öffentliche Adresse oder eine Verteilung nach Adressnamen auf dem vorhandenen System — das vorher klären. |
| Weiterleitung 80 und 443 | Beide Ports in der Firewall auf den FINN.ghost-Server weiterleiten, auf zwei freie Ports dort. Welche das sind, legen wir beim Termin gemeinsam fest. |
| Port 80 dauerhaft | Nicht nur zur Einrichtung: Das Zertifikat wird regelmäßig erneuert, und dafür muss der Webserver über Port 80 erreichbar bleiben. |
| Windows-Firewall | Auf dem Server eingehend die beiden Ports freigeben, auf die weitergeleitet wird. |
| Kein Filter, der Microsoft aussperrt | Die Anfragen kommen aus den Rechenzentren von Microsoft, nicht vom Rechner des Anwenders. Eine Länder- oder Adresssperre in der Firewall darf diese nicht abweisen. |
„Nur im Firmennetz" ist mit Copilot Studio nicht möglich: Auch wenn alle Anwender im Büro sitzen, stellt Microsoft die Verbindung her.
Wer den Zugang nicht ins Internet stellen möchte, nutzt stattdessen einen Assistenten auf dem Arbeitsplatz, siehe Zugang im eigenen Netz.
Server und FINN.ghost
- Der Server läuft dauerhaft. Der Agent antwortet nur, solange FINN.ghost läuft — ist der Server nachts aus, ist es der Agent auch.
- FINN.AI MCP ist lizenziert. Das Rechnungswesen ist nicht Teil des Standardumfangs und wird auf Wunsch zusätzlich freigeschaltet.
- SelectLine ab Version 24.2 mit lizenzierter SelectLine-API. Wer FINN.ghost schon für ein anderes Modul einsetzt, hat beides bereits.
- Fernzugriff mit Administratorrechten auf den Server für den Einrichtungstermin — wir installieren den Webserver dort als Dienst.
Microsoft 365 und Copilot Studio
| Voraussetzung | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Zugang zu Copilot Studio | Wer den Agenten anlegt, muss unter https://copilotstudio.microsoft.com Agenten erstellen dürfen, also in einer Power-Platform-Umgebung die Berechtigung dazu haben. Welche Umgebung dafür vorgesehen ist, entscheidet der Power-Platform-Administrator. |
| Kontingent | Copilot Studio rechnet über Copilot Credits ab — als Kapazitätspaket oder nutzungsabhängig über ein Azure-Abonnement. Der Verbrauch hängt davon ab, wie viel mit dem Agenten gearbeitet wird. |
| Datenrichtlinie lässt den Connector zu | Copilot Studio verbindet MCP-Server über einen Power-Platform-Connector. Eine Datenrichtlinie (DLP) im Power Platform Admin Center gilt deshalb auch für FINN.AI MCP. Sind eigene Connectoren dort gesperrt, funktioniert der Agent nicht. |
| Anmeldeinformationen des Erstellers erlaubt | Der API-Schlüssel soll einmal im Agenten hinterlegt werden, nicht bei jedem Anwender. Dafür muss die Umgebung vom Ersteller bereitgestellte Anmeldeinformationen zulassen. Das ist die Voreinstellung, lässt sich im Power Platform Admin Center aber abschalten — dann fragt der Agent jeden Anwender selbst nach dem Schlüssel, und jeder müsste ihn kennen. |
| Freigabe in Teams | Soll der Agent in Microsoft Teams oder Microsoft 365 Copilot bereitstehen, muss die Veröffentlichung dort gegebenenfalls vom Administrator freigegeben werden. |
Datenrichtlinie und Anmeldeinformationen sind die häufigsten Stolpersteine, und beides kann nur der Power-Platform-Administrator ändern. Am besten vorab klären, ob in der gewählten Umgebung eigene Connectoren und die Anmeldeinformationen des Erstellers erlaubt sind.
Im Haus zu klären
| Frage | Warum sie zählt |
|---|---|
| Ist der Datenschutz geklärt? | Die Antworten des Agenten entstehen in der Microsoft-Cloud. Dorthin fließen die Daten, die er für eine Antwort abfragt — auch Adressen und Ansprechpartner. Das gehört vorher mit dem Datenschutzbeauftragten besprochen. |
| Mit wem wird der Agent geteilt? | Der Schlüssel ist einmal im Agenten hinterlegt. Jeder, mit dem der Agent geteilt ist, arbeitet damit — mit vollem Zugriff, auch schreibend. Die Freigabe des Agenten ist damit die Rechtevergabe. |
| Darf geschrieben werden? | Technisch ist alles erlaubt, was der Zugang kann. Einzelne Werkzeuge lassen sich im Agenten abschalten, etwa alle, die löschen. |
| Wer ist Ansprechpartner? | Für den Termin braucht es jemanden mit Zugriff auf DNS, Firewall und die Verwaltung von Microsoft 365 — oder den jeweiligen Dienstleister. |
Siehe Sicherheit und Verantwortung.
Was wir einrichten
- Den Webserver auf dem FINN.ghost-Server: Er bezieht das Zertifikat für Ihre Adresse, erneuert es selbst und leitet die Anfragen an FINN.AI MCP weiter — die Verbindung ebenso wie die Download-Links für Beleg-PDFs.
- Unter FINN.MCP → Einstellungen die Öffentliche Adresse, etwa
https://mcp.ihre-firma.de. Ohne sie gibt es keine Download-Links. Siehe Einstellungen. - Den Agenten in Copilot Studio, gemeinsam mit Ihnen:
- Unter Tools → Tool hinzufügen → Neues Tool → Model Context Protocol
(in der deutschen Oberfläche Modellkontextprotokoll) den Zugang eintragen:
Server-URL
https://mcp.ihre-firma.de/mcp, als Authentifizierung API-Schlüssel, Typ Header, Namex-api-key. - Beim Anlegen der Verbindung den API-Schlüssel aus den Einstellungen eintragen und für das Tool die Anmeldeinformationen des Erstellers wählen.
- Die generative Orchestrierung des Agenten muss eingeschaltet sein — ohne sie nutzt Copilot Studio keine MCP-Werkzeuge.
- Unter Tools → Tool hinzufügen → Neues Tool → Model Context Protocol
(in der deutschen Oberfläche Modellkontextprotokoll) den Zugang eintragen:
Server-URL
- Eine Probeverbindung: drei Fragen, deren Antwort Sie kennen. Siehe Erstinbetriebnahme.
Copilot Studio weist darauf hin, wenn ein Tool mit den Anmeldeinformationen des Erstellers arbeitet. Das ist hier beabsichtigt: FINN.AI MCP kennt ohnehin nur einen Schlüssel für die Installation.
Der Zugang bringt gut 40 Werkzeuge mit. Microsoft empfiehlt für einen Agenten höchstens 25 bis 30, erlaubt aber bis zu 128. Werden die Antworten unzuverlässig, lassen sich Werkzeuge, die im Alltag nicht gebraucht werden, im Agenten einzeln abschalten.