Sicherheit und Verantwortung
Diese Seite ist die wichtigste des Buchs. Der Zugang ist mächtig, und ein Teil der Absicherung ist eine Frage der Organisation, nicht der Einstellungen.
Der Schlüssel ist der Zugang
Ein einzelnes Geheimnis öffnet den gesamten Mandanten — lesend und schreibend. Es ist gleichwertig zu einem Administratorkennwort der SelectLine und gehört genauso behandelt.
Daraus folgt:
- Nicht per E-Mail, Chat oder Ticket versenden.
- Nicht in einer Datei auf einem geteilten Laufwerk ablegen.
- Nur an Personen geben, die den Zugang wirklich brauchen.
- Bei Verdacht auf Weitergabe erneuern lassen — das entwertet alle bestehenden Verbindungen.
Was technisch abgesichert ist
| Bereich | Absicherung |
|---|---|
| Lesen | nur Abfragen, die nichts verändern; Schreibbefehle werden abgewiesen |
| Schreiben | über geprüfte Funktionen; Tabellen- und Spaltennamen werden gegen den Systemkatalog geprüft, berechnete Felder abgewiesen |
| Anmeldung von außen | verschlüsselte Verbindung erforderlich, Fehlversuche werden gebremst |
| Verbindungsdaten | Anmeldungen verschlüsselt, Zugangsmerkmale nur als Prüfsumme gespeichert |
| Web-Abrufe | Adressen im eigenen Netz ausgeschlossen, Größe begrenzt |
| Sitzungen | nach 30 Minuten ohne Aktivität geschlossen, höchstens 50 gleichzeitig |
Was nicht abgesichert ist
Es gibt keine abgestuften Rechte. Der Zugang kennt kein „nur lesen" für einzelne Benutzer und keine Beschränkung auf Bereiche. Wer verbunden ist, kann alles, was der Assistent kann.
Wer eine Trennung braucht, löst sie über die Umgebung:
- Testmandant für alles, was ausprobiert wird
- Zugang nur im eigenen Netz, solange es keinen Grund für den Zugang von außen gibt
- öffentliche Adresse leeren, wenn der Zugang von außen pausieren soll
Empfehlung für den Anfang
- Testmandant.
- Nur im eigenen Netz.
- Nur Fragen, keine Anweisungen.
- Erst danach schreiben, erst danach nach außen.
Siehe Erstinbetriebnahme.
Was im Haus geklärt sein sollte
| Frage | Warum |
|---|---|
| Wer nutzt den Zugang? | es gibt keine Rechteverwaltung |
| Wo liegt der Schlüssel? | er ist der ganze Zugang |
| Darf geschrieben werden, und was? | technisch ist alles erlaubt |
| Wer prüft Zahlen, die weitergegeben werden? | Antworten sind reproduzierbar, aber nicht unfehlbar |
| Wer bemerkt Ungewöhnliches? | das Protokoll wird nicht von sich aus gelesen |
Nachvollziehbarkeit
Jeder Aufruf steht im Protokoll von FINN.ghost. Beim Zugang von außen hängt der Name der Verbindung daran, beim Zugang im eigenen Netz nicht.
Am Datensatz in der SelectLine ist nicht erkennbar, dass ein Assistent ihn angelegt hat. Wer das unterscheiden möchte, muss ins Protokoll von FINN.ghost sehen.