Artikel aus einer Produktseite anlegen
Der Ablauf, an dem der Nutzen am schnellsten sichtbar wird: Ein Lieferant hat einen neuen Artikel, es gibt eine Produktseite im Netz — und daraus entsteht ein vollständiger Artikel im Mandanten.
Der Ablauf
Hier ist die Produktseite: . Leg den Artikel an, Lieferant ist 70001, und setz den Verkaufspreis mit 40 Prozent Aufschlag.
Der Assistent geht dann der Reihe nach vor:
- Produktseite auswerten — er ruft die Seite ab und liest den Preis, die Adresse des Hauptbildes und die Produktbeschreibung heraus.
- Artikelnummer bestimmen — aus dem Nummernkreis der SelectLine.
- Artikel anlegen — mit den Standardvorgaben Ihres Mandanten und einer Produktbeschreibung als Langtext.
- Lieferanten verknüpfen — samt Einkaufspreis aus der Seite.
- Verkaufspreis setzen.
- Bild hinterlegen — es wird geladen und am Artikel gespeichert.
Jeder Schritt ist einzeln steuerbar. Man kann auch nur die Seite auswerten lassen und den Rest selbst entscheiden.
Was von der Seite gelesen wird
| Angabe | Verwendung |
|---|---|
| Preis | als Einkaufspreis beim Lieferanten oder als Verkaufspreis |
| Hauptbild | wird am Artikel hinterlegt |
| Beschreibung | Vorlage für den Langtext des Artikels |
Nicht jede Seite gibt alles her. Fehlt der Preis, bleibt er leer und muss anders ermittelt werden — der Assistent erfindet ihn nicht. Genau hinsehen sollte man bei Seiten mit Staffelpreisen oder Aktionspreisen: Gelesen wird, was auf der Seite als Preis steht, nicht notwendigerweise der, den Sie bezahlen.
Produktbeschreibung
Der Assistent füllt beim Anlegen nach Möglichkeit auch den Langtext des Artikels. Er formuliert ihn aus dem, was belegt ist: der Beschreibung auf der Produktseite, Angaben des Herstellers oder dem, was Sie ihm dazu sagen. Werbesätze des Shops wie Versandhinweise oder „jetzt bestellen" lässt er weg, technische Daten erfindet er nicht.
Der Langtext ist unformatierter Text mit Absätzen und Aufzählungen, so wie er auch in der SelectLine von Hand eingegeben wird. Shop-Anbindungen übernehmen ihn wie jeden anderen Langtext.
Die Beschreibung einer fremden Seite ist ein Entwurf. Vor der Freigabe lohnt ein Blick darauf, ob sie zu Ihrem Sortiment und Ihrem Ton passt — und ob Sie den Text des Herstellers überhaupt übernehmen dürfen.
Preise und Lieferant
Der Einkaufspreis landet an zwei Stellen, je nachdem, was gemeint ist: bei der Lieferantenbeziehung als Preis dieses Lieferanten, in der Kalkulation als Einkaufspreis des Artikels.
Der Verkaufspreis wird nur geändert, wenn er ausdrücklich genannt ist. Einzige Ausnahme: Hat der Artikel in dieser Preisstufe noch gar keinen Verkaufspreis, übernimmt der Zugang den Einkaufspreis als Ausgangswert.
Diesen Ausgangswert gleich ersetzen — etwa mit „setz den Verkaufspreis mit 40 Prozent Aufschlag". Sonst steht der Artikel zum Einkaufspreis im Verkauf.
Beim Verknüpfen wird der Lieferant zum Standardlieferanten des Artikels, wenn der noch keinen hat. Ist schon einer eingetragen, bleibt er es; der Assistent weist darauf hin und ersetzt ihn nur auf ausdrücklichen Wunsch. Ein zweiter Lieferant als Ausweichquelle stellt Bestellvorschläge und Belege damit nicht stillschweigend um.
Bilder
Das Bild wird aus dem Netz geladen und am Artikel gespeichert — entweder aus der direkten Adresse einer Bilddatei oder ermittelt aus der Produktseite. Bis 15 MB.
Ein an derselben Stelle vorhandenes Bild wird ersetzt, sofern man das nicht ausschließt.
Rechte an Bildern klärt der Assistent nicht. Ob ein Herstellerbild im eigenen Shop verwendet werden darf, bleibt eine Frage an den Lieferanten.
Warum das mehr ist als Tippen sparen
Bei einem einzelnen Artikel ist der Gewinn überschaubar. Er zeigt sich bei einer Serie: zehn neue Artikel eines Lieferanten, jeweils mit Beschreibung, Preis, Lieferantenbeziehung und Bild. Von Hand sind das zehn Masken mit je fünf Reitern.
Weil die Standardvorgaben des Mandanten greifen, sehen die Artikel danach aus wie von Hand angelegt — nicht wie importiert.
Grenzen
- Der Assistent legt Artikel an, keine Varianten und keine Stücklisten.
- Sachmerkmale und Fremdbezeichnungen bleiben Sache der SelectLine.
- Was in Ihrem Haus vor der Freigabe eines Artikels zu passieren hat — Warengruppe prüfen, Kalkulation, Shopfreigabe — passiert nicht automatisch.
Ein so angelegter Artikel ist ein Entwurf im Sinne Ihres Ablaufs, kein freigegebener Artikel. Wer Artikel automatisch an einen Shop überträgt, sollte das im Blick behalten: Ohne Freigabekennzeichen geht er nicht in den Shop — mit Kennzeichen sofort.