Grundlagen
Die meisten Einstellungen von FINN.ghost haben eine Maske in der Oberfläche. Ein Teil hat
keine — sie entstanden für einzelne Installationen und werden ausschließlich in der
config.json gepflegt. Dieses Kapitel führt sie auf.
Diese Einstellungen sind bewusst nicht in der Oberfläche. Sie greifen tief in den Ablauf einer Übertragung ein, und ein falscher Wert fällt oft erst auf, wenn im Shop falsche Bestände oder falsche Preise stehen. Wer sie setzt, sollte wissen, was der jeweilige Lauf sonst tun würde.
Wie sie eingetragen werden
Der Schlüssel steht in der config.json unter dem Abschnitt des Moduls. Der Teil vor dem
Punkt ist der Abschnitt, der Teil dahinter der Name in diesem Abschnitt:
{
"sw6": {
"customStock": "SELECT ... AS Bestand FROM ...",
"ignoreReserved": true
},
"shopify": {
"zeroStockField": "_KEINBESTAND"
}
}
Die Abschnitte der Module:
| Abschnitt | Modul |
|---|---|
sw6 |
Shopware 6 |
shopify |
Shopify |
shop |
FINN.webshop |
gmi |
GetMyInvoices |
mail2sl |
FINN.mail2SL |
mcp |
FINN.AI MCP |
| ohne Abschnitt | gilt für die ganze Installation |
Geändert wird nur bei angehaltenem Dienst und nur mit einer Kopie der bisherigen Datei. Bei laufendem Dienst geht die Änderung verloren, weil die Anwendung die Einstellungen im Speicher hält und die Datei beim nächsten Speichern komplett neu schreibt. Das Vorgehen steht unter Anpassungen über die config.json.
Was die Werte bedeuten
Die Tabellen dieses Kapitels nennen je Einstellung den Typ. Vier kommen vor:
| Typ | Bedeutung |
|---|---|
| Schalter | true oder false. Fehlt der Schlüssel, gilt die Vorgabe. |
| Feldname | Name einer Spalte oder eines Extrafelds in der SelectLine — zeichengenau, ohne Tabellenpräfix. |
| Abfrage | vollständige SQL-Abfrage als Text, mit Platzhalter (siehe Bestand und Bestellmenge). |
| Wert | eine Zahl oder ein Text, etwa eine Preisgruppe oder ein Belegtyp. |
Bei den Einstellungen vom Typ Feldname wird ein Flag in der SelectLine ausgewertet. Gemeint ist dabei durchgängig ein Ja/Nein-Extrafeld, das als Text True gespeichert wird — so legt die SelectLine Ja/Nein-Extrafelder ab.
Ein Feldname, den es in der Mandantendatenbank nicht gibt, führt zu einem Fehler in der Abfrage — nicht zu einer Meldung in der Oberfläche. Steht ein Lauf plötzlich mit einem SQL-Fehler im Protokoll, ist ein Tippfehler in einem dieser Felder die erste Vermutung.
Aufbau des Kapitels
| Seite | Inhalt |
|---|---|
| Bestand und Bestellmenge | eigene Abfragen für Bestand und maximale Bestellmenge, für alle drei Shops |
| Shopware 6 | Artikel, Artikelgruppen, Kunden, Belege |
| Shopify | Artikel, Belege, Kunden, B2B |
| Weitere Module | FINN.webshop, Bilder, Oberfläche, SelectLine, GMI, mail2SL, MCP |
Vieles, was diese Einstellungen leisten, geht auch mit einem Makro — und ein Makro ist in der Oberfläche sichtbar und dokumentiert sich damit selbst. Wo beides möglich ist, ist das Makro der bessere Weg. Siehe Makros.