Anpassungen über die config.json
Alle Einstellungen von FINN.ghost stehen in einer Datei: der config.json im
Installationsordner. Fast alles darin wird über die Oberfläche gepflegt — für einige
Sonderfälle gibt es keine Maske.
Diese Datei enthält die gesamte Konfiguration einschließlich der verschlüsselten Kennwörter. Änderungen von Hand nur mit angehaltenem Dienst und nur mit einer Kopie der bisherigen Datei — eine ungültige Datei verhindert den Start.
Wo sie liegt
C:\DAKO\SelectLine.ghost\config.json
Der Pfad richtet sich nach dem gewählten Installationsordner.
| Beim Update | wird nicht überschrieben |
| Kennwortfelder | werden verschlüsselt gespeichert |
config.json.tmp |
Sicherheitskopie |
Die Sicherheitskopie
Im gleichen Verzeichnis liegt config.json.tmp. Sie wird stündlich von der Systemaufgabe
Backup Config geschrieben.
Sie ist damit der Stand der letzten vollen Stunde — nicht der Stand unmittelbar vor der letzten Änderung. Wer eine Einstellung zurücknehmen will, findet dort den Stand von vorher nur, wenn seit der letzten Sicherung noch nichts geändert wurde.
Vor größeren Änderungen deshalb selbst eine Kopie anlegen und mit Datum benennen. Das kostet nichts und erspart im Zweifel viel.
Siehe Wartung und Systemaufgaben.
Vorgehen bei Änderungen von Hand
- Windows-Dienst
SL_<Ordnername>anhalten. - Kopie der
config.jsonanlegen. - Ändern und die Datei als gültiges JSON speichern.
- Dienst starten.
- Im Protokoll prüfen, dass er gestartet ist.
Wird bei laufendem Dienst geändert, geht die Änderung verloren: Die Anwendung hält die Einstellungen im Speicher und schreibt die Datei beim nächsten Speichern komplett neu.
Dateien im Dateisystem ablegen
Standardmäßig legt FINN.ghost die Dateien von Journalen in der Datenbank ab. Sollen sie stattdessen im Dateisystem liegen, wird der Pfad zum SYSTEM-Ordner der SelectLine hinterlegt:
{
"systemPath": "\\sql03\SelectLineSQL2022_SRV\SYSTEM"
}
Läuft FINN.ghost nicht auf demselben System wie die SelectLine, muss es ein Netzwerkpfad sein. Im JSON werden Backslashes doppelt geschrieben — \ statt \.
Der Benutzer, unter dem der Windows-Dienst läuft, braucht Schreibrechte auf diesen Pfad. Läuft der Dienst als lokales Systemkonto, hat er auf einem Netzwerkpfad in der Regel keine Rechte — dann gehört dem Dienst ein Domänenkonto zugewiesen.
Datenbank oder Dateisystem
| Datenbank (Standard) | Dateisystem | |
|---|---|---|
| In der Datensicherung | enthalten | nur wenn der Ordner mitgesichert wird |
| Größe der Datenbank | wächst mit den Dateien | bleibt klein |
| Zugriff | nur über die SelectLine | auch direkt im Ordner |
Bei FINN.mail2SL lohnt die Überlegung: Dort entsteht je abgelegter Mail eine Datei. Über Jahre summiert sich das in der Datenbank deutlich.
Einstellungen, die es nur hier gibt
Ein Teil der Einstellungen hat keine Maske: eigene Abfragen für die Bestandsermittlung, Zuordnungen einzelner Felder und Sonderfälle der einzelnen Module. Welche das sind und was sie bewirken, steht im Kapitel Einstellungen ohne Maske.
Was hier nicht geändert werden sollte
Alles, wofür es eine Maske gibt, gehört über die Oberfläche geändert — dort werden Werte geprüft, Kennwörter verschlüsselt und nötige Neustarts ausgelöst. Der direkte Eingriff ist für die Fälle gedacht, die keine Maske haben.
Eine Ausnahme ist der Notfall: Hat man sich durch die eingeschaltete Benutzeranmeldung ausgesperrt, lässt sie sich hier zurücksetzen. Siehe Server und Oberfläche.