FINN.AI MCP für SelectLine

FINN.AI MCP gibt KI-Assistenten wie Claude oder Copilot einen kontrollierten Zugang zur SelectLine. Benutzerhandbuch zu Einrichtung, Arbeiten mit dem Assistenten, Sicherheit und Betrieb.

Überblick

FINN.AI MCP gibt einem KI-Assistenten einen kontrollierten Zugang zu Ihren SelectLine-Mandanten. Fragen lassen sich damit in normaler Sprache stellen, und auf Wunsch darf der Assistent auch Daten anlegen.

Der vollständige Produktname lautet FINN.AI MCP für SelectLine; im Text steht kurz FINN.AI MCP. In der Anwendung ist der Menüpunkt derzeit noch mit FINN.MCP beschriftet — gemeint ist dasselbe Modul.

Was das Modul kann

Wofür es typischerweise eingesetzt wird

Fall Was das Modul dabei leistet
Auswertungen ohne Bericht Fragen zu Beständen, Umsätzen oder Verträgen beantworten, ohne vorher eine Auswertung zu bauen
Datenpflege im Dialog Adressen und Belege anlegen lassen, statt Masken durchzuklicken
Artikel aus einer Produktseite Angaben von einer Lieferantenseite übernehmen und daraus einen Artikel anlegen

Was das im Alltag bedeutet

Statt eine Auswertung zu bauen oder jemanden im Büro zu fragen, fragt man:

Der Assistent liest dazu direkt im Mandanten und formuliert die Antwort. Er arbeitet auf denselben Daten wie die SelectLine — es gibt keine Kopie und keinen nächtlichen Abgleich.

Umfang im Einzelnen

Bereich Umfang
Auskunft Artikel, Kunden, Interessenten, Lieferanten, Belege, Projekte, freie CRM-Adressen
Verträge Wartungs- und Kundenverträge samt Abrechnungszyklus und Jahreswert
Stammdaten anlegen Kunden, Interessenten, Lieferanten mit Ansprechpartnern und Lieferadressen, Artikel, Projekte, Adressen; Interessent in Kunden wandeln
Belege anlegen, ändern, Positionen pflegen, Nachfolgebelege erzeugen, als PDF ausgeben, löschen, einem Projekt zuordnen, manuell erledigen
Bestände ein-, aus- und umlagern über eine manuelle Lagerung, auch mit Lagerplätzen, Serien- und Chargennummern
CRM-Journal Notizen, Telefonate, Besuche und Wiedervorlagen eintragen
Artikelpflege ändern, etwa inaktiv setzen oder die Artikelgruppe umhängen; Preis setzen, Lieferant verknüpfen, Bild hinterlegen
Auswertung freie Abfragen über den gesamten Mandanten, nur lesend
Rechnungswesen auf Wunsch: Buchungen, Kontensalden, Kostenrechnung und Anlagen lesen, je Wirtschaftsjahr

Siehe Fragen stellen und Daten anlegen und ändern.

Woher er weiß, wo er suchen muss

Zwei Dinge unterscheiden FINN.AI MCP von einem Assistenten, der einfach auf eine Datenbank zugreift:

Ein beschriebener Katalog. Zu 429 Tabellen und Sichten der SelectLine und 6.338 Feldern ist hinterlegt, was darin steht; 776 Felder tragen zusätzlich den Verweis auf die Tabelle, über die sich ein Code oder Kürzel in Klartext auflösen lässt. Der Assistent schlägt darin nach, statt Feldnamen zu erraten.

Hinterlegte Auswertungsregeln. Für die Fragen, bei denen man in der SelectLine leicht falsch rechnet, sind die Regeln fest hinterlegt — etwa dass sich Mengen erst über die Belegkette ergeben, dass Belegarten je Mandant anders heißen, und was in der SelectLine der Unterschied zwischen Umsatz, Erlös, Aufwand und Einkaufspreis ist.

Das ist der Grund, weshalb gleiche Fragen gleiche Antworten geben. Ohne diese Regeln zählt ein Assistent beim zweiten Mal anders als beim ersten — und beides sieht plausibel aus.

Wer darauf zugreift

Der Zugang ist nicht an einen bestimmten Assistenten gebunden. Jede Verbindung weist sich mit demselben API-Schlüssel aus; unterschiedlich ist nur, wo der Assistent läuft:

Weg Für wen
Zugang im eigenen Netz Assistenten auf einem Rechner im Firmennetz
Zugang von außen Assistenten im Internet — etwa der Connector in Claude oder ein Agent in Copilot Studio

Siehe Zugang im eigenen Netz und Zugang von außen.

Das Wichtigste vorweg

Es gibt keine abgestuften Rechte. Wer sich verbinden darf, darf alles, was der Assistent kann — auch schreiben und löschen. Der Zugang ist damit so schützenswert wie ein Administratorzugang zur SelectLine.

Bevor Sie ihn freigeben, sollten drei Fragen geklärt sein:

  1. Wer nutzt den Zugang?
  2. Darf er schreiben, oder soll zunächst nur gelesen werden?
  3. Beginnen wir in einem Testmandanten?

Siehe Sicherheit und Verantwortung.

Voraussetzungen

Weiter

Einstellungen

Einrichtung

Einstellungen, die beiden Zugangswege, die Voraussetzungen für Copilot Studio und die Erstinbetriebnahme.

Einrichtung

Einstellungen

Unter FINN.MCP → Einstellungen stehen drei Angaben: API-Schlüssel, Port und öffentliche Adresse. Für den Zugang selbst genügen die ersten beiden; die öffentliche Adresse braucht es nur für Download-Links hinter einem Reverse-Proxy.

API-Schlüssel

Das Geheimnis, mit dem sich eine Verbindung ausweist. Es wird beim ersten Start der Anwendung selbst erzeugt — steht das Feld leer, ist die Anwendung noch nicht neu gestartet.

Der Schlüssel lässt sich über das Augensymbol anzeigen und über das Kopiersymbol in die Zwischenablage legen. Ändern lässt er sich hier nicht.

Im Assistenten wird er als Kopfzeile eingetragen, entweder als x-api-key oder als Authorization: Bearer. Beides führt zum selben Ergebnis; welche der beiden Varianten ein Programm anbietet, hängt vom Programm ab.

Es gibt einen Schlüssel für die Installation, und er gilt für jeden Zugangsweg — im eigenen Netz genauso wie von außen. Beide öffnen denselben Werkzeugkasten, deshalb gibt es auch nur ein Geheimnis.

Der Schlüssel gehört behandelt wie ein Administratorkennwort: nicht per E-Mail versenden, nicht in einem Ticket hinterlegen, nicht in einer Konfigurationsdatei auf einem geteilten Laufwerk ablegen. Wer ihn hat, hat vollen Zugriff auf den Mandanten.

Port

Der Port, auf dem der Zugang lauscht. Vorbelegt ist 3000.

Zu ändern ist er nur, wenn der Port auf dem Server schon belegt ist.

Öffentliche Adresse

Die Adresse, unter der der Zugang von außen erreichbar ist. Aus ihr entstehen die Download-Links für Beleg-PDFs, die der Assistent erzeugt (siehe Daten anlegen und ändern). Sie beginnt mit http:// oder https://.

Nötig ist sie nur, wenn ein Reverse-Proxy davorliegt und die Adresse nach außen deshalb eine andere ist. Bleibt das Feld leer, setzt der Zugang sie aus Adresse und Port des Zertifikats zusammen.

Unter den Feldern steht, unter welcher Adresse die Download-Links entstehen und wie viele Minuten sie gelten — vorbelegt sind zehn. In dieser Zeit ist ein Link ohne Anmeldung zu öffnen, danach wird auch die Datei gelöscht.

Ist weder eine öffentliche Adresse noch ein Zertifikat für eine Adresse hinterlegt, gibt es keine Download-Links. Das PDF liegt dann nur als Datei auf dem Rechner, auf dem FINN.ghost läuft — und auch dort nur bis zum Ablauf der Frist.

Der Endpoint

Unterhalb der Felder zeigt die Oberfläche die Adresse an, die in den Assistenten eingetragen wird. Sie besteht aus dem Servernamen, dem Port und endet immer auf /mcp.

Ob dort https oder http steht, hängt am Zertifikat: Der Zugang benutzt dasselbe wie die Oberfläche von FINN.ghost. Liegt eines vor, ist die Verbindung verschlüsselt — auch auf diesem Port. Fehlt es, steht auf der Seite ein Hinweis.

Ohne Zertifikat läuft der Schlüssel im Klartext über die Leitung. Im eigenen Netz ist das vertretbar, für einen Zugang aus dem Internet nicht. Ein Zertifikat lässt sich in den Einstellungen von FINN.ghost automatisch beziehen (Let's Encrypt).

Diese Adresse gilt im eigenen Netz. Soll sich ein Assistent aus dem Internet verbinden, ist der Port freizugeben oder ein Webserver vorzuschalten — die Adresse endet in beiden Fällen auf /mcp. Siehe Zugang von außen.

Speichern startet die Anwendung neu

Der Port wird beim Start der Anwendung gebunden. Beim Speichern wird deshalb ein Neustart angestoßen — auch wenn nur die öffentliche Adresse geändert wurde. Für einige Sekunden sind alle Module von FINN.ghost nicht erreichbar.

Das gehört also nicht in die Mittagspause der Kommissionierer. Für alles andere gilt: Der Schlüssel bleibt über den Neustart erhalten, bestehende Verbindungen melden sich von selbst neu an.

Weiter

Zugang im eigenen Netz

Einrichtung

Zugang im eigenen Netz

Der einfachere der beiden Wege: Das Programm auf dem Arbeitsplatz sendet den API-Schlüssel mit, und der Zugang steht. Es ist nichts weiter einzurichten — der Schlüssel entsteht beim ersten Start.

Wann dieser Weg passt

Für den ersten Versuch ist das der richtige Weg: kein Webserver davor, keine Freigabe nach außen, jederzeit abschaltbar. Wenn dabei klar wird, dass der Zugang taugt, kann man ihn danach nach außen öffnen.

Was einzutragen ist

Im Assistenten wird hinterlegt:

Angabe Wert
Adresse die in den Einstellungen angezeigte lokale Adresse, endet auf /mcp
Kopfzeile x-api-key mit dem API-Schlüssel aus den Einstellungen

Statt x-api-key geht auch Authorization: Bearer mit demselben Wert. Wie das Feld im jeweiligen Programm heißt, ist unterschiedlich — verwendet wird immer der unveränderte Schlüssel.

Leerzeichen am Anfang oder Ende sind der Klassiker. Den Schlüssel über das Kopiersymbol übernehmen, nicht abschreiben.

Siehe Einstellungen.

Beispiel: Claude Desktop

Claude Desktop bindet Zugänge im eigenen Netz über eine Konfigurationsdatei ein, nicht über die Konnektoren in den Einstellungen — die sind für Adressen aus dem Internet gedacht. Die Verbindung stellt dabei das kleine Hilfsprogramm mcp-remote her: Claude Desktop startet es auf dem Arbeitsplatz, und es reicht die Anfragen mit dem API-Schlüssel an FINN.ghost weiter.

Dafür muss auf dem Arbeitsplatz Node.js installiert sein. mcp-remote selbst wird beim ersten Start automatisch aus dem Internet geladen, eine eigene Installation ist nicht nötig.

Die Konfigurationsdatei

Die Datei liegt unter:

%APPDATA%\Claude\claude_desktop_config.json

Am einfachsten öffnet man sie aus Claude Desktop heraus, über Einstellungen → Entwickler → Konfiguration bearbeiten (englisch Settings → Developer → Edit Config). Darin wird der Abschnitt mcpServers ergänzt:

{
  "mcpServers": {
    "finn": {
      "command": "npx",
      "args": [
        "-y", "mcp-remote",
        "https://<server>:3000/mcp",
        "--header", "X-API-Key:${FINN_TOKEN}"
      ],
      "env": {
        "FINN_TOKEN": "<API-Schlüssel>"
      }
    }
  }
}
Stelle Einzutragen
finn ein frei wählbarer Name, unter dem der Zugang in Claude erscheint
https://<server>:3000/mcp die Adresse aus den Einstellungen von FINN.ghost, unverändert übernommen
<API-Schlüssel> der API-Schlüssel aus den Einstellungen

Steht in der Datei schon etwas, etwa ein Abschnitt preferences, wird mcpServers daneben eingefügt — durch ein Komma getrennt, innerhalb der äußeren geschweiften Klammern. Gibt es mcpServers schon, kommt nur der Eintrag finn dazu. Eine fehlerhafte Datei verwirft Claude Desktop beim Start.

Der Schlüssel steht in env und wird über ${FINN_TOKEN} in die Kopfzeile eingesetzt. Nach dem Doppelpunkt kommt kein Leerzeichen — genau so wie im Beispiel.

Der API-Schlüssel steht in dieser Datei im Klartext. Sie gehört nur auf den eigenen Arbeitsplatz, nicht in ein Netzlaufwerk und nicht in eine Vorlage, die an andere Rechner verteilt wird.

Danach neu starten

Claude Desktop vollständig beenden — auch das Symbol im Infobereich der Taskleiste — und neu starten. Erst dann liest es die Datei neu ein. Unter Einstellungen → Entwickler ist danach zu sehen, ob der Zugang läuft oder mit welchem Fehler er nicht starten konnte.

Wenn das Zertifikat nicht zum Servernamen passt

Mit https prüft mcp-remote das Zertifikat. Ist es auf einen anderen Namen ausgestellt als den, unter dem der Server im eigenen Netz angesprochen wird — etwa auf die öffentliche Domain aus Let's Encrypt, während intern der Rechnername verwendet wird —, kommt keine Verbindung zustande.

Am saubersten ist es, in der Adresse den Namen aus dem Zertifikat zu verwenden, sofern er im eigenen Netz aufgelöst wird. Geht das nicht, lässt sich die Prüfung in env abschalten:

"env": {
  "FINN_TOKEN": "<API-Schlüssel>",
  "NODE_TLS_REJECT_UNAUTHORIZED": "0"
}

Damit ist die Verbindung weiterhin verschlüsselt, aber nicht mehr geprüft: Ein anderer Rechner im Netz, der sich als FINN.ghost ausgibt, bekäme den Schlüssel. Das ist nur im eigenen, vertrauenswürdigen Netz vertretbar — und auch dort eine Notlösung.

Claude Code

Claude Code spricht die Adresse direkt an und braucht mcp-remote nicht. Eingerichtet wird der Zugang einmal auf der Kommandozeile:

claude mcp add --transport http --scope user finn https://<server>:3000/mcp --header "X-API-Key: <API-Schlüssel>"

Mit --scope user gilt er für alle Projekte auf diesem Arbeitsplatz. Angezeigt und neu verbunden wird er in Claude Code über /mcp.

Erkennbar im Protokoll

Jeder Aufruf steht im Protokoll von FINN.ghost, und daran hängt der Name des Programms, das sich verbunden hat — etwa claude-code. Diesen Namen meldet der Assistent beim Verbinden selbst.

Erkennbar ist damit das Programm, nicht die Person und nicht der Arbeitsplatz. Wo mehrere Personen mit demselben Schlüssel arbeiten, ist nicht unterscheidbar, wer eine Abfrage ausgelöst hat.

Weiter

Zugang von außen

Einrichtung

Zugang von außen

Damit sich ein Assistent von außerhalb des Firmennetzes verbinden kann, bekommt der Zugang eine eigene, über HTTPS erreichbare Adresse. Das ist der Weg für den Connector in Claude und für einen Agenten in Copilot Studio — für Letzteren steht unter Voraussetzungen für Copilot Studio eine vollständige Checkliste.

In der Anwendung ist dafür nichts einzustellen: Es gibt nur den Schlüssel und den Port. Die Arbeit steckt darin, diesen Port verschlüsselt nach außen erreichbar zu machen.

Was vorher stehen muss

Dieser Schritt braucht Zutun der IT: eine Adresse, ein Zertifikat und eine Freigabe nach außen. Ohne diese Vorarbeit kommt keine Verbindung zustande, und die Fehlermeldungen der Assistenten sind dabei wenig hilfreich.

Erforderlich sind:

  1. Eine Adresse, etwa mcp.kunde.de, die auf Ihren Server zeigt.
  2. Ein Zertifikat für diese Adresse.
  3. Die Adresse muss aus dem Internet erreichbar sein, damit der Assistent sie erreicht.

Für Punkt 2 und 3 gibt es zwei Wege:

Weg Wann Was zu tun ist
FINN.ghost verschlüsselt selbst in der Regel Zertifikat in den Einstellungen von FINN.ghost beziehen (Let's Encrypt) und den Port des Zugangs nach außen freigeben. Die Adresse lautet dann https://mcp.kunde.de:3000/mcp — mit dem Port aus den Einstellungen.
Webserver davor wenn schon einer steht, oder eine Adresse ohne Port gewünscht ist Der Webserver beendet die Verschlüsselung und leitet /mcp und /download/ an den Port des Zugangs weiter. Die Adresse lautet dann https://mcp.kunde.de/mcp.

Der Zugang benutzt dasselbe Zertifikat wie die Oberfläche von FINN.ghost (data/ssl). Ein Zertifikat gilt für den Servernamen und nicht für einen einzelnen Port — es ist also nichts doppelt zu beschaffen und nichts doppelt zu erneuern. Nach außen gegeben wird trotzdem nur der Port des Zugangs, nicht der der Anwendung.

Liegt kein Zertifikat vor, spricht der Zugang unverschlüsseltes HTTP — und weist eine unverschlüsselte Verbindung nicht von sich aus ab. Dann läuft der Schlüssel im Klartext über die Leitung, und mit ihm die Mandantendaten. Die Einstellungsseite von FINN.MCP weist darauf hin, und im Protokoll steht beim Start eine Warnung.

Beim Weg über einen Webserver sollten nur /mcp und /download/ weitergeleitet werden, nicht die ganze Domain. Über /download/ laufen die Links auf Beleg-PDFs — fehlt die Weiterleitung, steht die Verbindung, aber jeder Download-Link führt ins Leere. Der Zugang beantwortet daneben ein /health für die Überwachung — und zwar ohne Schlüssel. Wer die ganze Domain durchleitet, verrät damit nach außen, dass hier ein KI-Zugang läuft. Wird die Überwachung von außen gebraucht, ist /health gezielt zusätzlich freizugeben.

Einrichten

  1. Den gewählten Weg von oben einrichten: Zertifikat in FINN.ghost und Freigabe des Ports, oder die Weiterleitung von /mcp und /download/ im Webserver. Beim Weg über den Webserver zusätzlich die Öffentliche Adresse in den Einstellungen eintragen, sonst entstehen keine Download-Links.
  2. Im Assistenten die Adresse als Verbindung hinterlegen — sie endet immer auf /mcp.
  3. Dort den API-Schlüssel aus den Einstellungen als Kopfzeile x-api-key eintragen.

Danach steht die Verbindung, und der Assistent kennt die verfügbaren Funktionen.

Der Connector-Dialog in Claude hat ein Feld für eigene Kopfzeilen — deshalb genügt hier derselbe Schlüssel wie im eigenen Netz.

Wurde ein Connector früher über eine eigene Anmeldeseite eingerichtet, verbindet er sich nach einem Update nicht mehr. Er ist einmal neu einzurichten: dieselbe Adresse, den Schlüssel diesmal als Kopfzeile.

Nur für den Proxy erreichbar machen

Diese Möglichkeit gilt nur für den Weg über einen Webserver: Läuft er auf demselben Rechner wie FINN.ghost, muss der Port des Zugangs im Firmennetz gar nicht offen sein. Der Zugang lauscht standardmäßig auf allen Netzwerkschnittstellen; über die Einstellung mcp.host in der Konfiguration lässt sich das auf 127.0.0.1 begrenzen.

Vorbelegt ist 0.0.0.0, also alle Schnittstellen. Die Änderung ist eine Sache für den Support oder die IT, kein Feld in der Oberfläche — und sie schließt den Zugang im eigenen Netz aus. Wer FINN.ghost selbst verschlüsseln lässt, darf sie nicht setzen: Dann kommt auch der Assistent aus dem Internet nicht mehr an.

Wie lange die Verbindung hält

Laufende Verbindung gilt, solange der Schlüssel gilt
Nach einem Neustart der Anwendung die nächste Anfrage geht ohne Zutun wieder durch
Ohne Aktivität kein Ablauf — auch nach einer langen Pause im Gespräch geht es direkt weiter

Jede Anfrage des Assistenten steht für sich, eine Sitzung, die ablaufen oder verloren gehen könnte, gibt es nicht. Ein Neustart von FINN.ghost — etwa nach einem Update — trifft deshalb höchstens eine Anfrage, die genau in diesem Moment läuft.

Schutz gegen Ausprobieren

Vor dem Zugang steht ein einzelnes Geheimnis. Wird es falsch mitgesendet, antwortet der Zugang mit nicht autorisiert und schreibt eine Warnung samt Adresse des Aufrufers ins Protokoll.

Diese Adresse stimmt nur, wenn die Anzahl der Proxy-Schritte richtig eingestellt ist. Vorbelegt ist ein Schritt (mcp.trustProxy) — also genau ein vorgeschalteter Webserver. Stehen mehrere hintereinander, etwa noch ein Lastverteiler, protokolliert der Zugang sonst dessen Adresse statt der des Aufrufers.

Gebremst werden Fehlversuche dabei nicht — das kann die Anwendung selbst nicht. Ist der Zugang öffentlich erreichbar und soll das Durchprobieren begrenzt werden, braucht es dafür einen vorgeschalteten Webserver.

Der Schlüssel selbst ist ein zufällig erzeugter Wert und nicht zu erraten. Gefährlich wird es erst, wenn er weitergegeben wurde.

Nachvollziehbar, wer verbunden ist

Am Zugang hängt der Name des Programms, das sich verbunden hat, etwa claude-ai. Er steht in jeder Protokollzeile des Aufrufs. In gemischtem Betrieb ist damit erkennbar, welche Verbindung eine Abfrage ausgelöst hat — nicht aber, welche Person.

Zugang wieder entziehen

Drei Möglichkeiten, je nach Anlass:

Anlass Vorgehen
eine Verbindung soll enden im Assistenten die Verbindung trennen
von außen soll nichts mehr erreichbar sein die Freigabe des Ports zurücknehmen, oder die Weiterleitung im Webserver abschalten
der Schlüssel ist in falsche Hände geraten Support ansprechen; ein neuer Schlüssel entwertet alle bestehenden Verbindungen

Ein neuer Schlüssel trifft alle Verbindungen, auch die im eigenen Netz. Danach ist er überall neu einzutragen.

Siehe Sicherheit und Verantwortung.

Weiter

Voraussetzungen für Copilot Studio

Einrichtung

Voraussetzungen für Copilot Studio

Ein Agent in Microsoft Copilot Studio läuft in der Microsoft-Cloud, nicht auf einem Rechner in Ihrem Haus. Er erreicht FINN.AI MCP deshalb nur über den Zugang von außen — eine Adresse im Internet, verschlüsselt über HTTPS. Diese Seite ist die Checkliste dafür: was vor dem Einrichtungstermin bei Ihnen stehen muss und was wir dann auf dem Server einrichten.

Die meisten Punkte brauchen Ihre IT oder Ihren IT-Dienstleister: Domain, Firewall und die Verwaltung von Microsoft 365. Fehlt einer davon, kommt keine Verbindung zustande — und Copilot Studio meldet dann selten, woran es liegt.

So sieht die Verbindung aus

Copilot Studio (Microsoft-Cloud)
        │  https://mcp.ihre-firma.de/mcp
        ▼
Ihre Firewall: Ports 80 und 443 weitergeleitet
        ▼
Webserver auf dem FINN.ghost-Server (Caddy): Zertifikat, Weiterleitung
        ▼
FINN.AI MCP

Der Webserver bezieht das Zertifikat für die Adresse selbst und erneuert es selbst. Nach außen liegt damit nur er — weder die Oberfläche von FINN.ghost noch die SelectLine sind aus dem Internet erreichbar.

Internetanschluss, Domain und Firewall

Voraussetzung Worauf es ankommt
Feste öffentliche IPv4-Adresse Bei einer wechselnden Adresse zeigt der DNS-Eintrag nach dem nächsten Wechsel ins Leere.
Eigene IPv4-Adresse am Anschluss Anschlüsse ohne eigene IPv4-Adresse (DS-Lite, Carrier-Grade-NAT, häufig bei Kabelanbietern) erlauben keine Weiterleitung von außen. Dann geht es nur mit einem anderen Anschluss oder einer zusätzlichen festen Adresse vom Anbieter.
DNS-Eintrag Eine eigene Subdomain, etwa mcp.ihre-firma.de, als A-Eintrag auf die öffentliche Adresse. Einen AAAA-Eintrag (IPv6) nur, wenn er ebenfalls auf diesen Server führt — ein falscher AAAA-Eintrag kann die Ausstellung des Zertifikats scheitern lassen.
Port 443 von außen frei Auf 443 liegen oft schon Exchange/Outlook im Web, ein Remotedesktop-Gateway, ein SSL-VPN oder die Anmeldeseite der Firewall. Ist der Port belegt, braucht es eine zweite öffentliche Adresse oder eine Verteilung nach Adressnamen auf dem vorhandenen System — das vorher klären.
Weiterleitung 80 und 443 Beide Ports in der Firewall auf den FINN.ghost-Server weiterleiten, auf zwei freie Ports dort. Welche das sind, legen wir beim Termin gemeinsam fest.
Port 80 dauerhaft Nicht nur zur Einrichtung: Das Zertifikat wird regelmäßig erneuert, und dafür muss der Webserver über Port 80 erreichbar bleiben.
Windows-Firewall Auf dem Server eingehend die beiden Ports freigeben, auf die weitergeleitet wird.
Kein Filter, der Microsoft aussperrt Die Anfragen kommen aus den Rechenzentren von Microsoft, nicht vom Rechner des Anwenders. Eine Länder- oder Adresssperre in der Firewall darf diese nicht abweisen.

„Nur im Firmennetz" ist mit Copilot Studio nicht möglich: Auch wenn alle Anwender im Büro sitzen, stellt Microsoft die Verbindung her.

Wer den Zugang nicht ins Internet stellen möchte, nutzt stattdessen einen Assistenten auf dem Arbeitsplatz, siehe Zugang im eigenen Netz.

Server und FINN.ghost

Microsoft 365 und Copilot Studio

Voraussetzung Worauf es ankommt
Zugang zu Copilot Studio Wer den Agenten anlegt, muss unter https://copilotstudio.microsoft.com Agenten erstellen dürfen, also in einer Power-Platform-Umgebung die Berechtigung dazu haben. Welche Umgebung dafür vorgesehen ist, entscheidet der Power-Platform-Administrator.
Kontingent Copilot Studio rechnet über Copilot Credits ab — als Kapazitätspaket oder nutzungsabhängig über ein Azure-Abonnement. Der Verbrauch hängt davon ab, wie viel mit dem Agenten gearbeitet wird.
Datenrichtlinie lässt den Connector zu Copilot Studio verbindet MCP-Server über einen Power-Platform-Connector. Eine Datenrichtlinie (DLP) im Power Platform Admin Center gilt deshalb auch für FINN.AI MCP. Sind eigene Connectoren dort gesperrt, funktioniert der Agent nicht.
Anmeldeinformationen des Erstellers erlaubt Der API-Schlüssel soll einmal im Agenten hinterlegt werden, nicht bei jedem Anwender. Dafür muss die Umgebung vom Ersteller bereitgestellte Anmeldeinformationen zulassen. Das ist die Voreinstellung, lässt sich im Power Platform Admin Center aber abschalten — dann fragt der Agent jeden Anwender selbst nach dem Schlüssel, und jeder müsste ihn kennen.
Freigabe in Teams Soll der Agent in Microsoft Teams oder Microsoft 365 Copilot bereitstehen, muss die Veröffentlichung dort gegebenenfalls vom Administrator freigegeben werden.

Datenrichtlinie und Anmeldeinformationen sind die häufigsten Stolpersteine, und beides kann nur der Power-Platform-Administrator ändern. Am besten vorab klären, ob in der gewählten Umgebung eigene Connectoren und die Anmeldeinformationen des Erstellers erlaubt sind.

Im Haus zu klären

Frage Warum sie zählt
Ist der Datenschutz geklärt? Die Antworten des Agenten entstehen in der Microsoft-Cloud. Dorthin fließen die Daten, die er für eine Antwort abfragt — auch Adressen und Ansprechpartner. Das gehört vorher mit dem Datenschutzbeauftragten besprochen.
Mit wem wird der Agent geteilt? Der Schlüssel ist einmal im Agenten hinterlegt. Jeder, mit dem der Agent geteilt ist, arbeitet damit — mit vollem Zugriff, auch schreibend. Die Freigabe des Agenten ist damit die Rechtevergabe.
Darf geschrieben werden? Technisch ist alles erlaubt, was der Zugang kann. Einzelne Werkzeuge lassen sich im Agenten abschalten, etwa alle, die löschen.
Wer ist Ansprechpartner? Für den Termin braucht es jemanden mit Zugriff auf DNS, Firewall und die Verwaltung von Microsoft 365 — oder den jeweiligen Dienstleister.

Siehe Sicherheit und Verantwortung.

Was wir einrichten

  1. Den Webserver auf dem FINN.ghost-Server: Er bezieht das Zertifikat für Ihre Adresse, erneuert es selbst und leitet die Anfragen an FINN.AI MCP weiter — die Verbindung ebenso wie die Download-Links für Beleg-PDFs.
  2. Unter FINN.MCP → Einstellungen die Öffentliche Adresse, etwa https://mcp.ihre-firma.de. Ohne sie gibt es keine Download-Links. Siehe Einstellungen.
  3. Den Agenten in Copilot Studio, gemeinsam mit Ihnen:
    • Unter Tools → Tool hinzufügen → Neues Tool → Model Context Protocol (in der deutschen Oberfläche Modellkontextprotokoll) den Zugang eintragen: Server-URL https://mcp.ihre-firma.de/mcp, als Authentifizierung API-Schlüssel, Typ Header, Name x-api-key.
    • Beim Anlegen der Verbindung den API-Schlüssel aus den Einstellungen eintragen und für das Tool die Anmeldeinformationen des Erstellers wählen.
    • Die generative Orchestrierung des Agenten muss eingeschaltet sein — ohne sie nutzt Copilot Studio keine MCP-Werkzeuge.
  4. Eine Probeverbindung: drei Fragen, deren Antwort Sie kennen. Siehe Erstinbetriebnahme.

Copilot Studio weist darauf hin, wenn ein Tool mit den Anmeldeinformationen des Erstellers arbeitet. Das ist hier beabsichtigt: FINN.AI MCP kennt ohnehin nur einen Schlüssel für die Installation.

Der Zugang bringt 25 Werkzeuge mit. Ist das Rechnungswesen freigeschaltet, kommen zwei dazu, für das freie Schreiben per SQL drei. Microsoft empfiehlt für einen Agenten höchstens 25 bis 30, erlaubt aber bis zu 128. Werden die Antworten unzuverlässig, lassen sich Werkzeuge, die im Alltag nicht gebraucht werden, im Agenten einzeln abschalten.

Seltener gebrauchte Funktionen wie Lieferadressen, Ansprechpartner oder Verträge stehen nicht einzeln in der Liste. Der Agent findet sie über das Werkzeug fachfunktionen und führt sie über fachfunktion_lesen, fachfunktion_anlegen bzw. fachfunktion_aendern aus. Abschalten lassen sie sich deshalb nur gemeinsam, getrennt danach, ob sie lesen, anlegen oder ändern. Die löschenden Werkzeuge stehen weiter einzeln in der Liste.

Weiter

Erstinbetriebnahme

Einrichtung

Erstinbetriebnahme

Diese Seite ist die Reihenfolge für den ersten Tag — bewusst vorsichtig, weil der Zugang schreiben darf.

1. Im Testmandanten beginnen

Der Assistent schreibt in echte Mandanten. Ein angelegter Beleg ist ein Beleg, ein geänderter Preis ist geändert. Es gibt kein Rückgängig.

Wenn ein Testmandant vorhanden ist, gehört der erste Versuch dorthin. Dort lässt sich in Ruhe ausprobieren, wie der Assistent formuliert und was er tut, ohne dass eine falsch verstandene Anweisung Folgen hat.

2. Lizenz und Zugriff prüfen

Erscheint FINN.MCP im Menü? Wenn nicht:

3. Schlüssel holen

FINN.MCP → Einstellungen. Steht das Feld API-Schlüssel leer, die Anwendung einmal neu starten — der Schlüssel wird beim Start erzeugt. Danach über das Kopiersymbol übernehmen.

Siehe Einstellungen.

4. Erst im eigenen Netz verbinden

Für den ersten Versuch keine Adresse nach außen einrichten. Ein Assistent auf einem Rechner im Firmennetz genügt, um zu sehen, ob der Zugang tut, was er soll — etwa Claude Desktop oder Claude Code.

Siehe Zugang im eigenen Netz, dort mit fertigen Beispielen für beide.

5. Mit Fragen anfangen, nicht mit Anweisungen

Die ersten Fragen sollten nur lesen. Bewährt hat sich, drei Dinge zu fragen, deren Antwort man schon kennt:

Der Sinn ist nicht, den Assistenten zu prüfen, sondern sich selbst: Man lernt daran, wie eine Frage gestellt sein muss, damit die Antwort stimmt.

Siehe Fragen stellen.

6. Eine Auswertung gegenrechnen

Danach eine Frage, deren Antwort sich in der SelectLine nachrechnen lässt — etwa die verkaufte Menge eines Artikels in einem Monat. Stimmt die Zahl, stimmt in der Regel das Verständnis der Belegkette.

Weicht sie ab, nicht die Zahl korrigieren, sondern die Frage präzisieren: Bestellt, geliefert oder berechnet? Über welchen Zeitraum? Welche Belegarten? Das sind in der SelectLine verschiedene Dinge.

7. Erst dann schreiben lassen

Der erste Schreibvorgang sollte klein und prüfbar sein — ein Interessent mit Anschrift, ein Projekt. Danach in der SelectLine nachsehen, ob der Datensatz so aussieht, wie man ihn von Hand angelegt hätte.

Siehe Daten anlegen und ändern.

8. Zugang nach außen, wenn nötig

Erst wenn all das sitzt, lohnt der Aufwand mit Adresse, Zertifikat und Webserver.

Siehe Zugang von außen.

9. Vorher im Haus klären

Bevor der Zugang in den Alltag geht, sollten drei Dinge entschieden sein:

Frage Warum sie zählt
Wer darf den Zugang nutzen? es gibt keine abgestuften Rechte
Wo wird der Schlüssel aufbewahrt? er ist gleichwertig zu einem Administratorkennwort
Was darf geschrieben werden? technisch ist alles erlaubt, die Grenze ist eine Absprache

Siehe Sicherheit und Verantwortung.

Weiter

Fragen stellen

Arbeiten mit dem Assistenten

Was der Assistent lesen und schreiben kann, typische Abläufe und wo seine Grenzen liegen.

Arbeiten mit dem Assistenten

Fragen stellen

Der Assistent liest im Mandanten und antwortet in Sätzen. Diese Seite sagt, was er findet und wie eine Frage gestellt sein muss, damit die Antwort stimmt.

Was er lesen kann

Alles, was im Mandanten steht — nicht nur die Bereiche, für die es eigene Funktionen gibt:

Bereich Beispiele
Adressen Kunden, Interessenten, Lieferanten, Ansprechpartner, freie CRM-Adressen
Artikel Stammdaten, Preise, Lieferantenbeziehungen, Bestände
Belege Angebote, Aufträge, Lieferscheine, Rechnungen, Bestellungen und deren Positionen
Projekte Projektdaten und die zugeordneten Belege
Verträge Wartungs- und Kundenverträge, siehe Verträge auswerten
CRM Journale, Notizen, Anrufe, Nachrichten
Rechnungswesen auf Wunsch: Buchungen, Kontensalden, Kostenrechnung, Anlagen — siehe unten

Rechnungswesen

Das Rechnungswesen der SelectLine ist nicht standardmäßig Teil des Zugangs. Es wird auf Wunsch für die Installation freigeschaltet; danach liest der Assistent Buchungen und Kontensalden, Kostenstellen, Kostenträger und Budgets sowie die Anlagenbuchhaltung.

Jedes Wirtschaftsjahr liegt in der SelectLine in einer eigenen Datenbank. Nennen Sie deshalb das Jahr — ohne Angabe nimmt der Assistent das aktuelle Wirtschaftsjahr. Vergleiche mit dem Vorjahr sind möglich, ebenso die Verbindung zur Warenwirtschaft: die Buchungen zu einer Rechnung, die offenen Posten eines Kunden neben seinem Konto.

Wie steht das Bankkonto 1200 Ende August?

Welche Erlöse hatten wir im ersten Halbjahr je Monat, verglichen mit dem Vorjahr?

Auch für das Rechnungswesen ist hinterlegt, was in den Tabellen steht — 58 Tabellen und 28 Sichten, dazu die Regeln, an denen eine Auswertung sonst scheitert: wie Soll und Haben gespeichert sind, dass Stornos paarweise herausfallen und dass ein Personenkonto und sein Sammelkonto denselben Betrag tragen. Für Salden nimmt der Assistent die fertigen Sichten der SelectLine.

Der Zugang zum Rechnungswesen ist nur lesend: Buchen, Umbuchen oder Stornieren gehört weiter in die SelectLine.

Wie er sich orientiert

Zu 429 Tabellen und Sichten und 6.338 Feldern ist hinterlegt, was darin steht. Bei 776 Feldern steht zusätzlich, über welche Tabelle sich ein Code auflösen lässt — etwa dass die einstellige Belegart über die Belegartentabelle in ihre Bezeichnung übersetzt wird. Der Assistent schlägt dort nach, bevor er sucht.

In diesen Beschreibungen steckt auch Erfahrungswissen: dass Belegarten mandantenspezifisch sind, dass Belegnummernpräfix und Bezeichnung nichts miteinander zu tun haben, dass ein Begriff aus der Frage erst aufgelöst werden muss. Das ist der Grund, weshalb eine Frage nach „Tickets" funktioniert, obwohl die SelectLine keine Tickets kennt.

Zusätzlich sind für neun Themen die Auswertungsregeln fest hinterlegt — genau für die Fragen, bei denen man in der SelectLine leicht falsch rechnet:

Thema Worum es geht
Groß- und Kleinschreibung jede Suche nach Firma, Name, Bezeichnung
Mengen über die Belegkette eingekauft, verkauft, bestellt, geliefert sind verschiedene Dinge
Belegarten sind mandantenspezifisch was bei Ihnen „Ticket" oder „Service" heißt
CRM-Journal Nachrichten, Kontakte, Anrufe, Notizen
Beleg und Projekt wie beides zusammenhängt
Umsatz, Erlös, Aufwand, Einkaufspreis in der SelectLine vier verschiedene Felder
Ansprechpartner und Dubletten wie Kontaktpersonen gefunden werden
Wiederkehrende Verträge Zyklus, Jahres- und Monatswert
Die wichtigsten Tabellen Einstieg, wenn nichts anderes passt

Deshalb geben gleiche Fragen gleiche Antworten. Ohne diese Regeln zählt ein Assistent beim zweiten Mal anders als beim ersten — und beides sieht plausibel aus.

Wie eine gute Frage aussieht

Der häufigste Grund für eine unerwartete Antwort ist keine falsche Auswertung, sondern eine Frage mit zwei möglichen Bedeutungen.

Statt Besser
„Wie viel haben wir von 4711?" „Wie viel Bestand hat Artikel 4711, je Lager?"
„Was hat Kunde Meier gekauft?" „Welche Rechnungspositionen hat Kunde 10023 in 2026?"
„Was ist mit Auftrag 1234?" „Welchen Bearbeitungsstatus hat Auftrag 1234, und welche Positionen sind offen?"
„Umsatz letztes Jahr?" „Rechnungsumsatz netto 2025, je Monat"

Drei Angaben lohnen fast immer:

Bei Namen ist Groß- und Kleinschreibung kein Problem, und Teiltreffer genügen. Bei Belegarten hilft es zu wissen, dass sie je Mandant anders heißen können — der Assistent sieht die Bezeichnungen Ihres Mandanten und nimmt sie.

Nachfragen ist erlaubt

Der Assistent behält den Verlauf des Gesprächs. Auf eine Antwort lässt sich aufbauen:

Welche offenen Aufträge hat Kunde 10023? → Liste Von welchen davon fehlt noch Ware? → Teilmenge Und was ist der Gesamtwert?

Das ist der Unterschied zu einer Auswertung: Man muss nicht vorher wissen, was man fragen will.

Wenn eine Antwort abgeschnitten ist

Große Ergebnisse werden begrenzt. Der Assistent weist darauf hin, dass die Liste unvollständig ist.

Dieser Hinweis ist wichtig: Ohne ihn hielte man einen Ausschnitt für das vollständige Ergebnis. Kommt er, sollte die Frage eingegrenzt werden — Zeitraum, Belegart, Standort — statt die Liste als Ganzes zu nehmen.

Zahlen gegenrechnen

Bei Kennzahlen, die in eine Auswertung oder ein Angebot wandern, lohnt der Gegencheck in der SelectLine — jedenfalls beim ersten Mal je Fragetyp. Stimmt die Zahl, kann man dieser Art von Frage künftig vertrauen.

Der Assistent nennt auf Wunsch, woraus er gerechnet hat. Danach zu fragen ist der schnellste Weg, eine Zahl zu prüfen.

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Daten anlegen und ändern

Arbeiten mit dem Assistenten

Daten anlegen und ändern

Der Assistent kann nicht nur lesen. Er legt Stammdaten und Belege an, ändert sie und löscht sie — mit denselben Regeln, die auch in der SelectLine gelten.

Jeder Schreibvorgang geht sofort in den Mandanten. Es gibt keinen Zwischenstand, den man verwirft, und kein Rückgängig. Was falsch angelegt wurde, muss in der SelectLine korrigiert oder gelöscht werden.

Was er anlegen kann

Bereich Umfang
Kunden anlegen, ändern, Ansprechpartner und Lieferadressen anlegen und ändern
Interessenten dasselbe, dazu in einen Kunden wandeln
Lieferanten dasselbe wie Kunden
Artikel anlegen samt Beschreibung, ändern, Preis setzen, Lieferant verknüpfen, Bild hinterlegen
Belege anlegen, ändern, Positionen anlegen, ändern, löschen, als Alternativposition kennzeichnen, als PDF ausgeben, einem Projekt zuordnen, manuell erledigen
Belegkette Nachfolgebeleg erzeugen, etwa Auftrag zu Lieferschein
Bestände ein-, aus- und umlagern über eine manuelle Lagerung, manuell erledigen
Projekte anlegen
CRM-Adressen freie Adressen anlegen
CRM-Journal Notiz, Telefonat, Besuch, Termin oder Wiedervorlage eintragen

Nummern

Wird keine Nummer angegeben, vergibt der Assistent sie über den Nummernkreis der SelectLine — dieselbe Nummer, die die SelectLine bei einer Neuanlage von Hand vergeben würde.

Ist der Nummernkreis für Artikel nicht auf automatische Vergabe eingestellt, zählt der Assistent die zuletzt angelegte Artikelnummer weiter. Er rechnet dabei mit derselben Übertragsregel wie die SelectLine — aus ART-00999 wird ART-01000, aus AZ wird BA — und zählt weiter, falls die Folgenummer schon vergeben ist.

Eine Nummer lässt sich auch vorab vorschlagen lassen, ohne dass etwas angelegt wird.

Ein Vorschlag ist nicht reserviert. Zwischen Vorschlag und Anlage kann jemand anderes dieselbe Nummer bekommen — bei der eigentlichen Anlage wird sie deshalb erneut bestimmt.

Dubletten

Bevor ein Kunde, Interessent oder Lieferant angelegt wird, prüft der Zugang, ob es ihn schon gibt: dieselbe Firma — bei Privatpersonen derselbe Name — oder dieselbe E-Mail-Adresse. Groß- und Kleinschreibung spielen dabei keine Rolle.

Gibt es einen solchen Datensatz, wird nicht angelegt. Der Assistent nennt die Treffer mit Nummer und Ort und klärt mit Ihnen, ob einer davon gemeint ist. Erst wenn Sie bestätigen, dass trotzdem ein neuer Datensatz entstehen soll, legt er ihn an.

Verglichen wird innerhalb derselben Art: Ein Interessent, der Kunde werden soll, ist keine Dublette. Und verglichen wird die Schreibweise, nicht die Ähnlichkeit — Muster GmbH und Muster GmbH & Co. KG gelten als verschieden. Wer ähnliche Namen finden will, fragt vorher danach.

Standardwerte des Mandanten

Neu angelegte Datensätze bekommen die Vorschlagswerte Ihres Mandanten — also dieselben Grundeinstellungen, die auch die SelectLine-Oberfläche bei einer Neuanlage setzt. Das gilt für Artikel, Projekte und Adressen genauso wie für Kunden, Interessenten, Lieferanten und Belege: Lager, Land, Sprache, Währung, Zahlungsbedingung und Ihre eigenen Kennzeichen stehen danach am Datensatz. Was im Gespräch ausdrücklich genannt wurde, hat Vorrang und wird nicht überschrieben.

Das ist der Unterschied zu einem Datensatz, der über eine Schnittstelle hineingeschrieben wurde: Der Artikel sieht aus wie von Hand angelegt, mit Warengruppe, Steuerschlüssel und Kennzeichen nach Ihren Vorgaben.

Ein Projekt übernimmt außerdem Währung und Preistyp des Kunden — ohne Kunden die Mandantenwährung und netto. Sonst ließen sich die Belege des Kunden dem Projekt später nicht zuordnen.

Lieferadressen

Zu Kunden, Interessenten und Lieferanten legt der Assistent weitere Lieferadressen an und ändert sie — etwa eine Baustelle oder ein Außenlager. Beim Ändern werden nur die genannten Angaben ersetzt, alles andere an der Lieferadresse bleibt stehen.

Interessent in einen Kunden wandeln

Hat ein Interessent bestellt, wandelt der Assistent ihn um — so wie in der SelectLine. Der neue Kunde übernimmt die Adresse samt Ansprechpartnern und CRM-Journal; die Kundennummer kommt aus dem Nummernkreis oder wird vorgegeben. Der Interessent wird danach inaktiv gesetzt und für Belege gesperrt, auf Wunsch nur inaktiv gesetzt oder aktiv gelassen.

Ist der Interessent schon umgewandelt, nennt der Assistent den bestehenden Kunden, statt es ein zweites Mal zu versuchen. Einen neuen Kunden anzulegen, wäre der falsche Weg: Das ergibt eine Dublette ohne die Vorgeschichte des Interessenten.

Artikel ändern

Einen bestehenden Artikel ändert der Assistent Feld für Feld: Nur die genannten Angaben werden ersetzt, alles andere bleibt stehen. Typische Fälle sind, einen Artikel inaktiv oder wieder aktiv zu setzen, ihn in eine andere Artikelgruppe umzuhängen oder Bezeichnung, Zusatz und Mengeneinheit zu korrigieren. Eine Artikelgruppe, die es in der SelectLine nicht gibt, weist er ab.

Eine neue Produktbeschreibung ersetzt den bisherigen Langtext vollständig.

Eine in der SelectLine gesetzte Formatierung des Langtexts geht dabei verloren.

Die Artikelnummer und ob ein Artikel Lagerartikel ist, ändert der Assistent nicht — beides nur in der SelectLine. Preis, Lieferant und Bild sind eigene Schritte, siehe Artikel aus einer Produktseite anlegen.

Belege

Belege entstehen über die Belegfunktionen der SelectLine, nicht durch direktes Schreiben in die Tabellen. Damit gelten die üblichen Regeln: Preisfindung, Steuerermittlung, Nummernkreise, Belegsperren.

Möglich ist der ganze Ablauf:

  1. Beleg zu einem Kunden anlegen
  2. Positionen hinzufügen
  3. Beleg oder Positionen ändern
  4. Nachfolgebeleg erzeugen — etwa vom Auftrag zum Lieferschein

Eine Position lässt sich beim Anlegen oder nachträglich als Alternativ- bzw. optionale Position kennzeichnen. Sie steht dann im Beleg, zählt aber nicht zur Belegsumme; die Summe wird danach neu gerechnet. Das Kennzeichen lässt sich auch wieder zurücknehmen.

Ein bestehender Beleg lässt sich auch mit seiner Belegnummer allein ansprechen. Belegnummer und Belegart hängen in der SelectLine nicht zusammen; fehlt die Belegart, ermittelt der Zugang sie zur Nummer.

Der Assistent kann Belege auch löschen. Bei einem Beleg, der bereits in der Belegkette weitergeführt wurde, ist das selten die richtige Antwort auf einen Fehler — dort gilt dasselbe wie in der SelectLine.

Projekt zuordnen

Ein Beleg lässt sich einem Projekt zuordnen, die Zuordnung ersetzen oder entfernen. Geprüft wird wie in der SelectLine-Oberfläche: Kunde, Preistyp und Währung von Beleg und Projekt müssen übereinstimmen, und das Projekt darf nicht erledigt sein. Passt etwas nicht, nennt der Assistent den Grund, und eine bisherige Zuordnung bleibt bestehen.

Manuell erledigen

Einen offenen Beleg setzt der Assistent auf manuell erledigt und prüft danach, ob der Status tatsächlich übernommen wurde.

Wieder öffnen lässt sich ein manuell erledigter Beleg über diesen Zugang nicht — nur in der SelectLine. Andere Status wie geparkt setzt der Assistent nicht.

CRM-Journal

Gespräche, Telefonate und Besuche trägt der Assistent ins CRM-Journal ein — etwa die Zusammenfassung eines Gesprächs, das er gerade mit Ihnen durchgegangen ist. Ein Eintrag hängt an mindestens einem Bezug, auf Wunsch an mehreren zugleich:

Bezug Wo der Eintrag erscheint
Kunde, Interessent, Lieferant im Journal des Geschäftspartners
Ansprechpartner, freie Adresse im Journal der Adresse
Beleg im Journal des Belegs
Projekt im Journal des Projekts
Artikel im Journal des Artikels

Ohne weitere Angabe wird es eine Notiz mit dem aktuellen Zeitpunkt; ebenso möglich sind Telefonat (Eingang und Ausgang), Besuch, Termin und die weiteren Kontaktarten Ihres Mandanten. Mit einem Termin und einem zuständigen Kollegen wird daraus eine Wiedervorlage. Zuständig ist sonst der Benutzer, mit dem FINN.ghost bei der SelectLine angemeldet ist.

Ein Eintrag, der nur am Beleg hängt, erscheint nicht im Journal des Kunden. Soll er dort auch stehen, den Kunden mitnennen.

Belege als PDF

Zu einem bestehenden Beleg erzeugt der Assistent das PDF und gibt einen Download-Link aus. Der Link gilt nur wenige Minuten — vorbelegt sind zehn — und ist in dieser Zeit ohne Anmeldung zu öffnen; danach wird die Datei gelöscht. Ein Link entsteht nur, wenn in den Einstellungen eine öffentliche Adresse oder ein Zertifikat für eine Adresse hinterlegt ist.

Die Druckvorlage ermittelt der Zugang selbst: die zuletzt für den Beleg verwendete, sonst die Standardvorlage der Belegart, sonst deren einzige Vorlage. Kommen mehrere in Frage, fragt der Assistent nach. Als gedruckt gekennzeichnet wird der Beleg nur auf ausdrücklichen Wunsch.

Der erste Belegdruck nach einem Start der SelectLine-Anwendung kann eine Minute und länger dauern, weil deren Druckengine erst hochfährt. Jeder weitere dauert nur noch Sekunden.

Bestände buchen

Bestand bucht der Assistent über eine manuelle Lagerung — denselben Beleg, den man in der SelectLine dafür anlegt. Eine Lagerung kann mehrere Artikel enthalten, und eine noch offene lässt sich später weiterführen.

Vorgang Was passiert
Einlagern Zugang in ein Lager oder auf einen Lagerplatz
Auslagern Abgang aus einem Lager oder von einem Lagerplatz
Umlagern von einem Lager oder Lagerplatz auf ein anderes

Beim Anlegen lassen sich Belegdatum, Mitarbeiter und ein Kopftext mitgeben — etwa der Grund der Buchung wie Retoure oder Bruch.

Vor dem Buchen prüft der Zugang die Angaben und fragt nach, was fehlt:

Die Prüfung ist nötig, weil die Schnittstelle der SelectLine hier nachgiebiger ist als die Oberfläche: Ein Lager, das sie nicht zuordnen kann, bucht sie ohne Fehlermeldung in das Standardlager des Artikels, und Lagersperren beachtet sie nicht.

Gebucht wird Position für Position. Scheitert eine — etwa weil nicht genug Bestand da ist —, nennt der Assistent, was bereits gebucht ist und was nicht, und wie viel auf welchem Platz liegt. Nach dem Buchen meldet er den neuen Bestand je Artikel und Lager.

Am Ende lässt sich die Lagerung manuell erledigen. Danach nimmt sie keine Buchungen mehr an.

Eine Buchung wirkt sofort auf den Bestand. Rückgängig machen heißt gegenbuchen — gelöscht wird eine Lagerung über diesen Zugang nicht.

Wie man eine Anweisung formuliert

Beim Schreiben zählt Genauigkeit mehr als beim Lesen. Bewährt hat sich, in einem Satz zu sagen, was entstehen soll und woran es hängt:

Leg einen Interessenten an: Firma Muster GmbH, Musterstraße 1, 12345 Musterstadt, Ansprechpartner Frau Schmidt, Telefon 0123 456789.

Erzeuge zu Kunde 10023 ein Angebot mit 3× Artikel 4711 und 1× Artikel 4712.

Trag bei Kunde 10023 das Telefonat mit Frau Schmidt ein: Sie ruft wegen des Angebots am Freitag zurück. Leg mir dazu eine Wiedervorlage für Freitag an.

Lager 2× Artikel 4711 vom Hauptlager in den Verkaufsraum um.

Stehen die Angaben auf einer Website, genügt die Adresse — der Assistent liest das Impressum selbst, übernimmt den Betreiber samt Anschrift, Telefon und USt-IdNr. und nennt in seiner Antwort, was er übernommen hat. Dafür braucht er Zugriff auf das Internet; hat er keinen, lässt sich der Text des Impressums ins Gespräch kopieren.

Lassen Sie sich vor dem Schreiben zusammenfassen, was angelegt wird — besonders bei Belegen mit mehreren Positionen. Ein Satz mehr im Gespräch ist billiger als ein Beleg, der storniert werden muss.

Was er nicht anlegen kann

Siehe Grenzen.

Nachvollziehbarkeit

Jeder Schreibvorgang steht im Protokoll von FINN.ghost, beim Zugang von außen mit dem Namen der Verbindung.

In der SelectLine selbst ist am Datensatz nicht erkennbar, dass ein Assistent ihn angelegt hat — es sieht aus wie eine Anlage über die Schnittstelle. Wer das unterscheiden will, muss ins Protokoll von FINN.ghost sehen.

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Artikel aus einer Produktseite anlegen

Arbeiten mit dem Assistenten

Artikel aus einer Produktseite anlegen

Der Ablauf, an dem der Nutzen am schnellsten sichtbar wird: Ein Lieferant hat einen neuen Artikel, es gibt eine Produktseite im Netz — und daraus entsteht ein vollständiger Artikel im Mandanten.

Der Ablauf

Hier ist die Produktseite: . Leg den Artikel an, Lieferant ist 70001, und setz den Verkaufspreis mit 40 Prozent Aufschlag.

Der Assistent geht dann der Reihe nach vor:

  1. Produktseite auswerten — er ruft die Seite ab und liest den Preis, die Adresse des Hauptbildes und die Produktbeschreibung heraus.
  2. Artikelnummer bestimmen — aus dem Nummernkreis der SelectLine.
  3. Artikel anlegen — mit den Standardvorgaben Ihres Mandanten und einer Produktbeschreibung als Langtext.
  4. Lieferanten verknüpfen — samt Einkaufspreis aus der Seite.
  5. Verkaufspreis setzen.
  6. Bild hinterlegen — es wird geladen und am Artikel gespeichert.

Jeder Schritt ist einzeln steuerbar. Man kann auch nur die Seite auswerten lassen und den Rest selbst entscheiden.

Was von der Seite gelesen wird

Angabe Verwendung
Preis als Einkaufspreis beim Lieferanten oder als Verkaufspreis
Hauptbild wird am Artikel hinterlegt
Beschreibung Vorlage für den Langtext des Artikels

Nicht jede Seite gibt alles her. Fehlt der Preis, bleibt er leer und muss anders ermittelt werden — der Assistent erfindet ihn nicht. Genau hinsehen sollte man bei Seiten mit Staffelpreisen oder Aktionspreisen: Gelesen wird, was auf der Seite als Preis steht, nicht notwendigerweise der, den Sie bezahlen.

Produktbeschreibung

Der Assistent füllt beim Anlegen nach Möglichkeit auch den Langtext des Artikels. Er formuliert ihn aus dem, was belegt ist: der Beschreibung auf der Produktseite, Angaben des Herstellers oder dem, was Sie ihm dazu sagen. Werbesätze des Shops wie Versandhinweise oder „jetzt bestellen" lässt er weg, technische Daten erfindet er nicht.

Der Langtext ist unformatierter Text mit Absätzen und Aufzählungen, so wie er auch in der SelectLine von Hand eingegeben wird. Shop-Anbindungen übernehmen ihn wie jeden anderen Langtext.

Die Beschreibung einer fremden Seite ist ein Entwurf. Vor der Freigabe lohnt ein Blick darauf, ob sie zu Ihrem Sortiment und Ihrem Ton passt — und ob Sie den Text des Herstellers überhaupt übernehmen dürfen.

Preise und Lieferant

Der Einkaufspreis landet an zwei Stellen, je nachdem, was gemeint ist: bei der Lieferantenbeziehung als Preis dieses Lieferanten, in der Kalkulation als Einkaufspreis des Artikels.

Der Verkaufspreis wird nur geändert, wenn er ausdrücklich genannt ist. Einzige Ausnahme: Hat der Artikel in dieser Preisstufe noch gar keinen Verkaufspreis, übernimmt der Zugang den Einkaufspreis als Ausgangswert.

Diesen Ausgangswert gleich ersetzen — etwa mit „setz den Verkaufspreis mit 40 Prozent Aufschlag". Sonst steht der Artikel zum Einkaufspreis im Verkauf.

Beim Verknüpfen wird der Lieferant zum Standardlieferanten des Artikels, wenn der noch keinen hat. Ist schon einer eingetragen, bleibt er es; der Assistent weist darauf hin und ersetzt ihn nur auf ausdrücklichen Wunsch. Ein zweiter Lieferant als Ausweichquelle stellt Bestellvorschläge und Belege damit nicht stillschweigend um.

Bilder

Das Bild wird aus dem Netz geladen und am Artikel gespeichert — entweder aus der direkten Adresse einer Bilddatei oder ermittelt aus der Produktseite. Bis 15 MB.

Ein an derselben Stelle vorhandenes Bild wird ersetzt, sofern man das nicht ausschließt.

Rechte an Bildern klärt der Assistent nicht. Ob ein Herstellerbild im eigenen Shop verwendet werden darf, bleibt eine Frage an den Lieferanten.

Warum das mehr ist als Tippen sparen

Bei einem einzelnen Artikel ist der Gewinn überschaubar. Er zeigt sich bei einer Serie: zehn neue Artikel eines Lieferanten, jeweils mit Beschreibung, Preis, Lieferantenbeziehung und Bild. Von Hand sind das zehn Masken mit je fünf Reitern.

Weil die Standardvorgaben des Mandanten greifen, sehen die Artikel danach aus wie von Hand angelegt — nicht wie importiert.

Grenzen

Ein so angelegter Artikel ist ein Entwurf im Sinne Ihres Ablaufs, kein freigegebener Artikel. Wer Artikel automatisch an einen Shop überträgt, sollte das im Blick behalten: Ohne Freigabekennzeichen geht er nicht in den Shop — mit Kennzeichen sofort.

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Verträge auswerten

Arbeiten mit dem Assistenten

Verträge auswerten

Wiederkehrende Verträge — Wartung, Service, Pflege — sind in der SelectLine als wiederkehrende Belege abgebildet. Der Assistent kann sie auswerten und dabei etwas, das von Hand mühsam ist: Er rechnet die Abrechnungszyklen auf Jahres- und Monatswerte um.

Was gefragt werden kann

Die Umrechnung

In der SelectLine ergibt sich die Abrechnungsperiode aus Zyklus und Zykluszahl — die Einheit allein sagt noch nichts. Der Assistent löst beides zusammen auf und benennt die Periode so, wie man sie im Gespräch nennt:

Ergibt sich Wird genannt
1 Monat monatlich
2 Monate zweimonatlich
3 Monate quartalsweise
6 Monate halbjährlich
12 Monate jährlich

Erkannt werden außerdem tägliche und wöchentliche Zyklen. Auf dieser Grundlage werden die Beträge auf Jahr und Monat normiert — erst damit sind Verträge mit verschiedenen Zyklen vergleichbar oder summierbar.

Das ist die Rechnung, die von Hand am häufigsten schiefgeht: Ein quartalsweise abgerechneter Vertrag über 300 € ist nicht 300 € Jahreswert, und ein Vertrag mit Zykluszahl 2 auf „monatlich" wird alle zwei Monate abgerechnet, nicht monatlich.

Wenn eine Angabe nicht eindeutig ist

Teilen sich in Ihrem Mandanten zwei Belegarten dieselbe Belegnummer, ist ein Vertrag nicht eindeutig zuzuordnen. Der Assistent meldet das als mehrdeutig, statt die Summen still zu verdoppeln. Eingrenzen lässt es sich über die Belegart.

Diese Meldung ist ein gutes Zeichen, kein Fehler: Sie bedeutet, dass die Zahl nicht heimlich falsch ist.

Was ausgewertet wird — und was nicht

Grundlage sind die wiederkehrenden Belege, also das, was tatsächlich abgerechnet wird — nicht die CRM-Vertragsverwaltung.

Wer Verträge im CRM pflegt, ohne dass daraus wiederkehrende Belege entstehen, findet sie in dieser Auswertung nicht. Das ist Absicht: Gefragt ist der Umsatz, der wiederkehrt, nicht die Zahl der Papiere.

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Grenzen

Arbeiten mit dem Assistenten

Grenzen

Was der Zugang nicht tut — damit niemand darauf wartet.

Kein Ersatz für die Module

Aufgabe Wo sie hingehört
Inventur, Kommissionierung FINN.lager — einzelne Bestände ein-, aus- und umlagern kann der Assistent
Artikel in einen Shop übertragen die jeweilige Shop-Anbindung
Belege auf einen Drucker schicken oder versenden SelectLine — ein PDF erzeugt der Assistent
Zahlungen, Mahnwesen, Buchungen erfassen SelectLine — das Rechnungswesen liest der Assistent auf Wunsch, bucht aber nicht
Mandanten- und Systemeinstellungen SelectLine bzw. FINN.ghost

Der Zugang ist für Auskunft und Datenpflege gedacht, nicht als zweite Bedienoberfläche für die Warenwirtschaft.

Keine abgestuften Rechte

Es gibt keine Rollen und keine Einschränkung auf einzelne Bereiche. Wer sich verbinden darf, darf alles, was der Assistent kann — lesen, anlegen, ändern, löschen, im gesamten Mandanten. Eine Beschränkung auf „nur lesen" für einen einzelnen Benutzer ist nicht einstellbar.

Die Grenze ist damit organisatorisch, nicht technisch: Sie entsteht dadurch, wer den Schlüssel bekommt. Siehe Sicherheit und Verantwortung.

Kein Rückgängig

Jeder Schreibvorgang wirkt sofort. Es gibt keinen Entwurfsstand und keine Sammelbuchung, die sich verwerfen ließe. Korrigiert wird in der SelectLine — das gilt auch für einen Beleg, der manuell erledigt wurde: Wieder öffnen lässt er sich nur dort. Eine Bestandsbuchung korrigiert man durch eine Gegenbuchung.

Der Assistent kennt Ihr Haus nicht

Er kennt die Daten, nicht die Absprachen. Er weiß nicht,

Solche Regeln muss man in der Anweisung mitgeben. Sonst tut er das Naheliegende — was fachlich richtig aussieht und in Ihrem Ablauf trotzdem falsch ist.

Antworten können unvollständig sein

Große Ergebnisse werden begrenzt — nach Anzahl der Zeilen und nach Umfang der Antwort. Darauf wird hingewiesen. Eine begrenzte Liste ist kein vollständiges Ergebnis. Siehe Fragen stellen.

Bilder und Dokumente liest er nicht aus der Datenbank

Über eine freie Abfrage bekommt der Assistent keine Binärinhalte — hinterlegte Bilder und Dokumente erscheinen dort nur mit der Angabe ihrer Größe.

Das ist Absicht: Ein einzelnes Artikelbild ist schnell ein halbes Megabyte, zehn davon sprengen jede Antwort. Ein Bild hinterlegen kann er trotzdem — siehe Artikel aus einer Produktseite anlegen.

Zahlen bleiben prüfbedürftig

Der Assistent rechnet auf den Regeln, die hinterlegt sind — das macht Antworten reproduzierbar, aber nicht unfehlbar. Eine Frage kann anders gemeint sein, als sie gestellt ist.

Für Zahlen, die in ein Angebot, eine Auswertung für die Geschäftsführung oder eine Meldung an Dritte gehen, gilt dasselbe wie für jede andere Auswertung: einmal gegenrechnen, bevor man sich darauf verlässt.

Web-Abrufe sind eingeschränkt

Produktseiten und Artikelbilder ruft der Zugang selbst aus dem Internet ab. Adressen im eigenen Netz sind dabei ausgeschlossen. Angaben aus einem Impressum liest der Assistent dagegen selbst und nennt in seiner Antwort, was er davon übernommen hat.

Das ist eine Schutzmaßnahme: Sonst ließe sich der Zugang benutzen, um interne Systeme abzufragen, die von außen nicht erreichbar sind.

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Sicherheit und Verantwortung

Sicherheit und Betrieb

Verantwortung, Fehlersuche und häufige Fragen.

Sicherheit und Betrieb

Sicherheit und Verantwortung

Diese Seite ist die wichtigste des Buchs. Der Zugang ist mächtig, und ein Teil der Absicherung ist eine Frage der Organisation, nicht der Einstellungen.

Der Schlüssel ist der Zugang

Ein einzelnes Geheimnis öffnet den gesamten Mandanten — lesend und schreibend. Es ist gleichwertig zu einem Administratorkennwort der SelectLine und gehört genauso behandelt.

Daraus folgt:

Was technisch abgesichert ist

Bereich Absicherung
Lesen nur Abfragen, die nichts verändern; Schreibbefehle und Anweisungen, die die Datenbankverbindung umstellen, werden abgewiesen
Datenbanken nur die eigene Mandantendatenbank und die Benutzerdaten der SelectLine, das Rechnungswesen nur, wenn es freigeschaltet ist — andere Mandanten auf demselben SQL-Server bleiben außen vor
Datenbankverbindung eigene Verbindungen, getrennt von denen der übrigen Module und nach jeder Abfrage zurückgesetzt — eine Abfrage des Assistenten kann Lager, Shops oder Mail2SL nicht stören
Schreiben über geprüfte Funktionen; Tabellen- und Spaltennamen werden gegen den Systemkatalog geprüft, berechnete Felder abgewiesen. Freies Schreiben in beliebige Tabellen gibt es nur, wenn es für die Installation freigeschaltet ist
Zugang ein zufällig erzeugtes Geheimnis, zeitkonstant geprüft; Fehlversuche werden protokolliert
Übertragung verschlüsselt, sobald ein Zertifikat vorliegt — der Zugang benutzt dasselbe wie die Oberfläche. Fehlt es, ist die Verbindung unverschlüsselt
Schlüssel verschlüsselt in der Konfiguration abgelegt, nie im Protokoll
Web-Abrufe Adressen im eigenen Netz ausgeschlossen, Größe begrenzt
Beleg-PDFs nur über signierte Links mit kurzer Frist; danach wird auch die Datei gelöscht
Sitzungen keine — jede Anfrage steht für sich und wird für sich geprüft, es bleibt nichts offen

Was nicht abgesichert ist

Es gibt keine abgestuften Rechte. Der Zugang kennt kein „nur lesen" für einzelne Benutzer und keine Beschränkung auf Bereiche. Wer verbunden ist, kann alles, was der Assistent kann.

Ebenso wenig bremst der Zugang Fehlversuche: Ein falscher Schlüssel wird protokolliert, aber nicht gesperrt. Ist der Zugang von außen erreichbar, gehört eine Begrenzung der Versuche in einen vorgeschalteten Webserver — die Anwendung selbst kann das nicht. Siehe Zugang von außen.

Wer eine Trennung braucht, löst sie über die Umgebung:

Empfehlung für den Anfang

  1. Testmandant.
  2. Nur im eigenen Netz.
  3. Nur Fragen, keine Anweisungen.
  4. Erst danach schreiben, erst danach nach außen.

Siehe Erstinbetriebnahme.

Was im Haus geklärt sein sollte

Frage Warum
Wer nutzt den Zugang? es gibt keine Rechteverwaltung
Wo liegt der Schlüssel? er ist der ganze Zugang
Darf geschrieben werden, und was? technisch ist alles erlaubt
Wer prüft Zahlen, die weitergegeben werden? Antworten sind reproduzierbar, aber nicht unfehlbar
Wer bemerkt Ungewöhnliches? das Protokoll wird nicht von sich aus gelesen

Nachvollziehbarkeit

Jeder Aufruf steht im Protokoll von FINN.ghost, und daran hängt der Name des Programms, das sich verbunden hat — auf beiden Zugangswegen gleichermaßen. Welche Person gefragt hat, steht dort nicht: Es gibt nur einen Schlüssel für die Installation.

Am Datensatz in der SelectLine ist nicht erkennbar, dass ein Assistent ihn angelegt hat. Wer das unterscheiden möchte, muss ins Protokoll von FINN.ghost sehen.

Weiter

Wenn die Verbindung nicht zustande kommt

Sicherheit und Betrieb

Wenn die Verbindung nicht zustande kommt

Die Meldungen der Assistenten sind an dieser Stelle wenig aussagekräftig — meist heißt es nur, dass keine Verbindung möglich ist. Diese Seite geht die Ursachen in der Reihenfolge durch, in der sie auftreten.

Der Menüpunkt FINN.MCP fehlt

  1. Modul lizenziert? Ohne Lizenz erscheint der Bereich nicht.
  2. Als Administrator angemeldet? Der Bereich ist nur für Administratoren sichtbar.

Das Feld API-Schlüssel ist leer

Der Schlüssel entsteht beim Start der Anwendung. Ist das Feld leer, wurde die Anwendung seit der Freischaltung des Moduls nicht neu gestartet.

Siehe Einstellungen.

Der Zugang im eigenen Netz antwortet nicht

Prüfpunkt Hinweis
Läuft FINN.ghost? der Zugang gehört zur Anwendung
Richtige Adresse samt Port? die Oberfläche zeigt sie an, sie endet auf /mcp
Port belegt? ein anderes Programm auf dem Server kann ihn halten
Firewall auf dem Server? der Port muss im eigenen Netz erreichbar sein
Schlüssel unverändert übernommen? Leerzeichen am Anfang oder Ende sind der Klassiker

Der Zugang von außen kommt nicht zustande

Der häufigste Fall, und fast immer liegt es am Weg dorthin, nicht am Zugang selbst.

1. Kommt der Aufruf überhaupt an?

Ist der Port des Zugangs nach außen freigegeben? Steht ein Webserver davor, muss er /mcp an diesen Port weiterleiten.

Das ist die Ursache Nummer eins. Ein Aufruf, der schon in der Firewall oder beim Webserver hängen bleibt, erreicht FINN.ghost nie — im Protokoll der Anwendung steht dann auch nichts. Wer nicht weiterkommt, prüft zuerst dort.

2. Ist die Adresse über HTTPS erreichbar?

Das Zertifikat muss gültig und zur Adresse passend sein — egal, ob es in FINN.ghost selbst liegt oder im vorgeschalteten Webserver. Über eine unverschlüsselte Adresse verbinden sich Assistenten aus dem Internet nicht.

Verschlüsselt FINN.ghost selbst, zeigt die Einstellungsseite von FINN.MCP die Adresse mit https an, und im Protokoll steht beim Start lauscht auf https://…. Steht dort http, fehlt das Zertifikat.

3. Ist die Adresse von außen erreichbar?

Der Assistent verbindet sich aus dem Internet. Eine Adresse, die nur im Firmennetz auflöst, genügt nicht.

4. Kommt der Schlüssel als Kopfzeile mit?

Im Assistenten muss der API-Schlüssel als x-api-key hinterlegt sein, alternativ als Authorization: Bearer. Fehlt er oder stimmt er nicht, antwortet der Zugang mit nicht autorisiert und schreibt eine Warnung samt Adresse des Aufrufers ins Protokoll.

5. Lauscht der Zugang auf der erwarteten Schnittstelle?

Ist die Einstellung mcp.host auf 127.0.0.1 gesetzt, erreicht ihn nur ein Webserver auf demselben Rechner. Vorbelegt ist 0.0.0.0, also jede Schnittstelle.

Siehe Zugang von außen.

Der Zugang antwortet mit „nicht autorisiert"

Die Verbindung bricht immer wieder ab

Ursache Erkennbar an
Anwendung wurde neu gestartet eine einzelne Anfrage schlägt fehl, die nächste geht wieder durch
Zertifikat wurde erneuert ebenso — die Erneuerung startet die Anwendung neu

Beides ist normaler Betrieb und braucht kein Zutun. Lange Pausen im Gespräch spielen keine Rolle: Der Zugang arbeitet ohne Sitzungen, es gibt nichts, das ablaufen könnte.

Der Assistent findet Daten nicht

Dann ist es meist keine Verbindungsfrage, sondern die Frage selbst — Zeitraum, Belegart oder Nummer fehlen. Siehe Fragen stellen.

Eine Zahl stimmt nicht

Präzisieren statt korrigieren: Bestellt, geliefert oder berechnet? Welcher Zeitraum? Welche Belegarten? Das sind in der SelectLine verschiedene Dinge. Nachfragen, woraus gerechnet wurde, ist der schnellste Weg zur Ursache.

Wenn es dabei bleibt

Wenden Sie sich an den Support und halten Sie bereit:

Weiter

Häufige Fragen

Sicherheit und Betrieb

Häufige Fragen

Gehen unsere Daten dabei irgendwohin?

Der Assistent bekommt genau die Daten, die er für die Antwort abfragt — sie fließen in das Gespräch ein. Wo dieses Gespräch verarbeitet wird, entscheidet der Assistent, den Sie verbinden, nicht FINN.ghost.

Diese Frage gehört vor der Freigabe geklärt, nicht danach — am besten gemeinsam mit dem Datenschutzbeauftragten und mit Blick auf die Bedingungen des jeweiligen Anbieters.

Kann ich einstellen, dass nur gelesen wird?

Nein, es gibt keine abgestuften Rechte. Wer verbunden ist, kann auch schreiben. Die praktikable Trennung führt über die Umgebung: ein Testmandant zum Ausprobieren, den echten Mandanten erst danach. Siehe Grenzen.

Wer hat welche Frage gestellt?

In jeder Protokollzeile steht der Name des Programms, das sich verbunden hat — etwa claude-ai oder claude-code, auf beiden Zugangswegen gleichermaßen. Welche Person gefragt hat, steht dort nicht: Es gibt nur einen Schlüssel für die Installation.

Sieht man in der SelectLine, dass ein Assistent etwas angelegt hat?

Nein, am Datensatz nicht. Es sieht aus wie eine Anlage über die Schnittstelle. Erkennbar ist es nur im Protokoll von FINN.ghost.

Braucht jeder Mitarbeiter einen eigenen Schlüssel?

Es gibt nur einen Schlüssel für die Installation. Mehrere Personen können ihn nutzen; getrennt auswerten lässt sich das nicht.

Muss FINN.ghost dafür ins Internet?

Nur für den Zugang von außen. Im eigenen Netz genügt der Port ohne jede Freigabe nach außen. Siehe Zugang im eigenen Netz.

Warum startet die Anwendung beim Speichern neu?

Der Port wird beim Start gebunden. Der API-Schlüssel bleibt dabei erhalten, verbundene Assistenten arbeiten danach ohne Zutun weiter.

Nach einem Update meldet der Assistent eine veraltete Werkzeugliste

Ein Update von FINN.ghost kann Werkzeuge hinzufügen, umbenennen oder entfernen. Manche Assistenten merken sich die Werkzeugliste aber und rufen sie nicht von selbst neu ab, Claude im Browser und in der Desktop-App zum Beispiel. Sie arbeiten dann mit dem alten Stand weiter.

FINN.ghost erkennt das beim nächsten Werkzeugaufruf und gibt dem Assistenten einen Hinweis mit, den er weitergibt:

Fall Was passiert
Werkzeug gibt es nicht mehr der Aufruf wird abgewiesen, mit Hinweis
Angabe gibt es nicht mehr der Aufruf wird abgewiesen, mit Hinweis — statt die Angabe stillschweigend zu übergehen
Werkzeuge ergänzt oder geändert der Aufruf läuft, der Hinweis kommt mit dem Ergebnis
Werkzeug in die Fachfunktionen umgezogen der Aufruf läuft unter dem alten Namen weiter, der Hinweis kommt mit dem Ergebnis

Abhilfe: In Claude unter Einstellungen → Konnektoren den Konnektor öffnen und die Tools aktualisieren, notfalls trennen und neu verbinden. Danach eine neue Unterhaltung beginnen. In Claude Code /mcp aufrufen und neu verbinden.

Ergänzte oder geänderte Werkzeuge erkennt FINN.ghost erst bei Assistenten, die ihre Werkzeugliste nach dem Update von 10/2026 abgerufen haben. Wer die Liste länger nicht aktualisiert hat, bekommt den Hinweis nur, wenn ein Werkzeug oder eine Angabe fehlt.

Was sind die „Ressourcen" im Connector-Dialog?

Drei Nachschlagewerke, die der Zugang mitbringt: eine Übersicht, was sich hier erledigen lässt, die hinterlegten Auswertungsregeln und das Verzeichnis der SelectLine-Tabellen. Einzurichten ist daran nichts — der Assistent holt sich diese Texte von selbst, wenn eine Frage sie braucht.

Wie ein Assistent mit Ressourcen umgeht, ist seine Sache: Mancher zeigt sie nur an, in anderen lassen sie sich fest an ein Gespräch heften. Für die Arbeit mit dem Zugang ist beides nicht nötig.

Kann der Assistent die Buchhaltung lesen?

Auf Wunsch. Das Rechnungswesen ist nicht standardmäßig Teil des Zugangs und wird für die Installation freigeschaltet. Danach liest der Assistent Buchungen, Kontensalden, Kostenrechnung und Anlagen, je Wirtschaftsjahr — buchen kann er dort nicht. Siehe Fragen stellen.

Kann der Assistent Felder ändern, für die es keine eigene Funktion gibt?

Nur, wenn das freie Schreiben für die Installation freigeschaltet ist. Im Standard schreibt der Assistent ausschließlich über Funktionen, die Tabelle und Felder selbst festlegen. Ist das freie Schreiben freigeschaltet, kann er Zeilen in beliebige Tabellen einfügen und ändern. Er wählt Tabelle, Felder und Filter dann selbst, an der Geschäftslogik der SelectLine vorbei.

Vor jedem solchen Schreibvorgang zeigt der Assistent eine Warnung und eine Vorschau. Beim Ändern gehören dazu die Zahl der betroffenen Zeilen und ihre bisherigen Werte. Geschrieben wird erst, wenn Sie ausdrücklich zustimmen, und nur für genau die Angaben der Vorschau. Treffen sie beim Ausführen andere Zeilen als in der Vorschau, wird nichts geändert. Ihr Assistent fragt zusätzlich selbst nach, bevor er schreibt, wenn das bei ihm nicht auf „immer erlauben“ steht.

Lesen Sie die Vorschau, bevor Sie zustimmen. Vor einem falschen Wert oder der falschen Tabelle schützt sie nur, wenn jemand hinsieht.

Freischalten nur, wenn es einen konkreten Bedarf gibt und jemand die Änderungen im Blick hat — am besten zuerst im Testmandanten. Fehlt eine Funktion für einen wiederkehrenden Fall, ist eine eigene Funktion der bessere Weg.

Kann der Assistent Bestände buchen?

Einzelne Bestände ja: Ein-, Aus- und Umlagern bucht er über eine manuelle Lagerung, auch mit Lagerplätzen, Serien- und Chargennummern. Inventur und Kommissionierung laufen weiter über FINN.lager. Siehe Daten anlegen und ändern.

Kann er Belege drucken oder versenden?

Ein PDF erzeugt er: Zu einem Beleg kommt ein Download-Link, der wenige Minuten gilt. Auf einen Drucker schicken oder per E-Mail versenden kann er nicht — das bleibt in der SelectLine. Siehe Daten anlegen und ändern.

Kann er einen Beleg löschen?

Ja. Bei einem Beleg, der in der Belegkette schon weitergeführt wurde, ist das selten die richtige Antwort auf einen Fehler — dort gelten dieselben Überlegungen wie in der SelectLine.

Woher kennt er unsere Belegarten?

Er liest die Bezeichnungen Ihres Mandanten. Dass Belegarten je Mandant anders heißen, ist als Regel hinterlegt — nach „Ticket" oder „Service" zu fragen funktioniert deshalb, wenn es diese Belegart bei Ihnen gibt.

Warum ist eine Liste unvollständig?

Große Ergebnisse werden begrenzt; darauf wird hingewiesen. Dann die Frage eingrenzen — Zeitraum, Belegart, Standort. Siehe Fragen stellen.

Kann ich dem Assistenten eigene Auswertungen beibringen?

Die hinterlegten Auswertungsregeln sind Teil der Anwendung. Wenn in Ihrem Haus eine Kennzahl regelmäßig anders gerechnet wird, lohnt das Gespräch mit der DAKO-IT GmbH — solche Regeln lassen sich ergänzen.

Was kostet der Zugang?

FINN.AI MCP ist ein eigenes, lizenzpflichtiges Modul. Auskunft dazu gibt der Vertrieb.

Wie schalte ich ihn wieder ab?

Die Weiterleitung im vorgeschalteten Webserver abschalten — dann ist der Zugang von außen zu, im eigenen Netz bleibt er erreichbar. Vollständig abgeschaltet wird er über die Lizenz.

Womit fange ich an?

Testmandant, Zugang im eigenen Netz, drei Fragen, deren Antwort Sie schon kennen. Siehe Erstinbetriebnahme.