FINN.AI MCP für SelectLine
Benutzerhandbuch zum KI-Zugang von FINN.ghost: Einrichtung, Arbeiten mit dem Assistenten, Sicherheit und Betrieb. Quelle ist das Repository FINN.ghost unter docs/mcp – Änderungen bitte dort vornehmen, Bearbeitungen in BookStack werden beim nächsten Sync überschrieben.
- Überblick
- Einrichtung
- Arbeiten mit dem Assistenten
- Fragen stellen
- Daten anlegen und ändern
- Artikel aus einer Produktseite anlegen
- Verträge auswerten
- Grenzen
- Sicherheit und Betrieb
Überblick
FINN.AI MCP gibt einem KI-Assistenten einen kontrollierten Zugang zu Ihren SelectLine-Mandanten. Fragen lassen sich damit in normaler Sprache stellen, und auf Wunsch darf der Assistent auch Daten anlegen.
Der vollständige Produktname lautet FINN.AI MCP für SelectLine; im Text steht kurz FINN.AI MCP. In der Anwendung ist der Menüpunkt derzeit noch mit FINN.MCP beschriftet — gemeint ist dasselbe Modul.
Was das im Alltag bedeutet
Statt eine Auswertung zu bauen oder jemanden im Büro zu fragen, fragt man:
- Welche offenen Aufträge hat Kunde 10023?
- Welche Wartungsverträge laufen im Oktober aus, und was ist der Jahreswert?
- Wie viel haben wir von Artikel 4711 im letzten Quartal verkauft?
- Leg mir zu dieser Produktseite einen Artikel an, mit Lieferant und Einkaufspreis.
Der Assistent liest dazu direkt im Mandanten und formuliert die Antwort. Er arbeitet auf denselben Daten wie die SelectLine — es gibt keine Kopie und keinen nächtlichen Abgleich.
Was er kann
| Bereich | Umfang |
|---|---|
| Auskunft | Artikel, Kunden, Interessenten, Lieferanten, Belege, Projekte, freie CRM-Adressen |
| Verträge | Wartungs- und Kundenverträge samt Abrechnungszyklus und Jahreswert |
| Stammdaten anlegen | Kunden, Interessenten, Lieferanten mit Ansprechpartnern, Artikel, Projekte, Adressen |
| Belege | anlegen, ändern, Positionen pflegen, Nachfolgebelege erzeugen, löschen |
| Artikelpflege | Preis setzen, Lieferant verknüpfen, Bild hinterlegen |
| Auswertung | freie Abfragen über den gesamten Mandanten, nur lesend |
Siehe Fragen stellen und Daten anlegen und ändern.
Woher er weiß, wo er suchen muss
Zwei Dinge unterscheiden FINN.AI MCP von einem Assistenten, der einfach auf eine Datenbank zugreift:
Ein beschriebener Katalog. Zu 398 Tabellen der SelectLine und 5.206 Feldern ist hinterlegt, was darin steht; 640 Felder tragen zusätzlich den Verweis auf die Tabelle, über die sich ein Code oder Kürzel in Klartext auflösen lässt. Der Assistent schlägt darin nach, statt Feldnamen zu erraten.
Hinterlegte Auswertungsregeln. Für die Fragen, bei denen man in der SelectLine leicht falsch rechnet, sind die Regeln fest hinterlegt — etwa dass sich Mengen erst über die Belegkette ergeben, dass Belegarten je Mandant anders heißen, und was in der SelectLine der Unterschied zwischen Umsatz, Erlös, Aufwand und Einkaufspreis ist.
Das ist der Grund, weshalb gleiche Fragen gleiche Antworten geben. Ohne diese Regeln zählt ein Assistent beim zweiten Mal anders als beim ersten — und beides sieht plausibel aus.
Wer darauf zugreift
Der Zugang ist nicht an einen bestimmten Assistenten gebunden. Es gibt zwei Wege hinein:
| Weg | Für wen |
|---|---|
| Zugang im eigenen Netz | Programme, die einen Schlüssel mitsenden können |
| Zugang von außen | Verbindungen, die sich anmelden — etwa der Connector in Claude |
Siehe Zugang im eigenen Netz und Zugang von außen.
Das Wichtigste vorweg
Es gibt keine abgestuften Rechte. Wer sich verbinden darf, darf alles, was der Assistent kann — auch schreiben und löschen. Der Zugang ist damit so schützenswert wie ein Administratorzugang zur SelectLine.
Bevor Sie ihn freigeben, sollten drei Fragen geklärt sein:
- Wer nutzt den Zugang?
- Darf er schreiben, oder soll zunächst nur gelesen werden?
- Beginnen wir in einem Testmandanten?
Siehe Sicherheit und Verantwortung.
Voraussetzungen
- FINN.AI MCP ist ein eigenes, lizenzpflichtiges Modul. Ohne Lizenz erscheint der Menüpunkt nicht.
- Die Einstellungen sind ausschließlich für Administratoren sichtbar, unter FINN.MCP → Einstellungen.
- Für den Zugang von außen wird eine eigene, über HTTPS erreichbare Adresse gebraucht.
Weiter
Einrichtung
Einstellungen, die beiden Zugangswege und die Erstinbetriebnahme.
Einstellungen
Unter FINN.MCP → Einstellungen stehen drei Angaben. Mehr braucht der Zugang nicht.
API-Schlüssel
Das Geheimnis, mit dem sich eine Verbindung ausweist. Es wird beim ersten Start der Anwendung selbst erzeugt — steht das Feld leer, ist die Anwendung noch nicht neu gestartet.
Der Schlüssel lässt sich über das Augensymbol anzeigen und über das Kopiersymbol in die Zwischenablage legen. Ändern lässt er sich hier nicht.
Es gibt einen Schlüssel für beide Zugangswege: Programme im eigenen Netz senden ihn mit, und auf der Anmeldeseite des Zugangs von außen wird derselbe Wert als Kennwort eingegeben. Beide Wege öffnen denselben Werkzeugkasten, deshalb gibt es auch nur ein Geheimnis.
Der Schlüssel gehört behandelt wie ein Administratorkennwort: nicht per E-Mail versenden, nicht in einem Ticket hinterlegen, nicht in einer Konfigurationsdatei auf einem geteilten Laufwerk ablegen. Wer ihn hat, hat vollen Zugriff auf den Mandanten.
Port
Der Port, auf dem der Zugang lauscht. Vorbelegt ist 3000.
Zu ändern ist er nur, wenn der Port auf dem Server schon belegt ist.
Öffentliche Adresse
Das Feld entscheidet, welcher der beiden Zugangswege aktiv ist:
| Feld | Wirkung |
|---|---|
| leer | Nur der Zugang im eigenen Netz über den Schlüssel. Siehe Zugang im eigenen Netz. |
| gefüllt | Zusätzlich der Zugang von außen mit Anmeldeseite. Siehe Zugang von außen. |
Einzutragen ist die Adresse, unter der der Zugang von außen erreichbar ist — also die des
vorgeschalteten Webservers, nicht die des lokalen Ports. Beispiel:
https://mcp.kunde.de.
Die Adresse muss über HTTPS erreichbar sein. Eine unverschlüsselte Adresse wird abgelehnt — über diese Verbindung laufen Mandantendaten.
Der Endpoint
Unterhalb der Felder zeigt die Oberfläche die Adresse an, die in den Assistenten eingetragen
wird. Sie endet immer auf /mcp:
- mit öffentlicher Adresse:
https://mcp.kunde.de/mcp - ohne: die lokale Adresse samt Port, nur im eigenen Netz erreichbar
Speichern startet die Anwendung neu
Port und öffentliche Adresse werden beim Start der Anwendung festgelegt. Beim Speichern wird deshalb ein Neustart angestoßen — für einige Sekunden sind alle Module von FINN.ghost nicht erreichbar.
Das gehört also nicht in die Mittagspause der Kommissionierer. Für alles andere gilt: Der Schlüssel bleibt über den Neustart erhalten, bestehende Verbindungen melden sich von selbst neu an.
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Zugang im eigenen Netz
Der einfachere der beiden Wege: Das Programm auf dem Arbeitsplatz sendet den API-Schlüssel mit, und der Zugang steht. Es ist nichts weiter einzurichten — der Schlüssel entsteht beim ersten Start.
Wann dieser Weg passt
- Der Assistent läuft auf einem Rechner im Firmennetz.
- Das Programm kann eine eigene Angabe zur Anmeldung mitsenden. Werkzeuge für Entwickler und Kommandozeilen-Assistenten können das in der Regel.
- Es soll nichts von außen erreichbar sein.
Für den ersten Versuch ist das der richtige Weg: kein Webserver davor, keine Freigabe nach außen, jederzeit abschaltbar. Wenn dabei klar wird, dass der Zugang taugt, kann man ihn danach nach außen öffnen.
Was einzutragen ist
Im Assistenten wird hinterlegt:
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Adresse | die in den Einstellungen angezeigte lokale Adresse, endet auf /mcp |
| Anmeldung | der API-Schlüssel aus den Einstellungen |
Wie die Anmeldung genau heißt, hängt vom Programm ab; üblich sind ein Feld für einen Schlüssel oder eine zusätzliche Kopfzeile. Verwendet wird jeweils der unveränderte Schlüssel.
Siehe Einstellungen.
Was dieser Weg nicht kann
Verbindungen, die sich über eine Anmeldeseite ausweisen wollen — etwa der Connector in Claude — kommen hierüber nicht hinein. Sie haben kein Feld für einen Schlüssel. Dafür braucht es den Zugang von außen.
Siehe Zugang von außen.
Erkennbar im Protokoll
Bei diesem Weg trägt eine Anfrage keinen Namen — im Protokoll bleibt das Feld für die Verbindung leer. Es ist also nicht unterscheidbar, welcher Arbeitsplatz eine Abfrage ausgelöst hat.
Wo mehrere Personen mit dem Zugang arbeiten und nachvollziehbar bleiben soll, wer was gefragt hat, ist der Zugang von außen die bessere Wahl: Dort hängt der Name der Verbindung am Zugang und steht in jeder Protokollzeile.
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Zugang von außen
Damit sich ein Assistent von außerhalb des Firmennetzes verbinden kann, bekommt der Zugang eine eigene, über HTTPS erreichbare Adresse und eine Anmeldeseite. Das ist der Weg für den Connector in Claude.
Was vorher stehen muss
Dieser Schritt braucht Zutun der IT: eine Adresse, ein Zertifikat und einen vorgeschalteten Webserver. Ohne diese Vorarbeit kommt keine Verbindung zustande, und die Fehlermeldungen der Assistenten sind dabei wenig hilfreich.
Erforderlich sind:
- Eine Adresse, etwa
mcp.kunde.de, die auf Ihren Server zeigt. - Ein Zertifikat für diese Adresse. Der vorgeschaltete Webserver beendet die Verschlüsselung.
- Der Webserver leitet die gesamte Adresse an den Port des Zugangs weiter — nicht nur
den Teil
/mcp. - Die Adresse muss aus dem Internet erreichbar sein, damit der Assistent sie erreicht.
Punkt 3 ist der häufigste Fehler bei der Einrichtung. Wird nur /mcp weitergeleitet, scheitert der Verbindungsaufbau, weil die Schritte der Anmeldung über eigene Adressen laufen. Der Assistent meldet dann lediglich, dass die Verbindung nicht möglich ist.
Einrichten
- In den Einstellungen die öffentliche Adresse eintragen, etwa
https://mcp.kunde.de, und speichern. Die Anwendung startet neu. - Im Protokoll steht danach eine Zeile, dass der Zugang von außen aktiv ist, samt der Adresse, die einzutragen ist.
- Im Assistenten die Adresse als Verbindung hinterlegen — sie endet auf
/mcp, alsohttps://mcp.kunde.de/mcp. - Felder für eine Kennung oder ein Geheimnis der Anwendung bleiben leer. Der Assistent meldet sich selbst an.
- Es öffnet sich die Seite Zugriff auf SelectLine erlauben. Dort den API-Schlüssel aus den Einstellungen eingeben und bestätigen.
Danach steht die Verbindung, und der Assistent kennt die verfügbaren Funktionen.
Wie lange die Verbindung hält
| Laufende Verbindung | wird automatisch erneuert |
| Ohne Nutzung | nach 90 Tagen muss im Assistenten erneut bestätigt werden |
| Nach einem Neustart der Anwendung | der Assistent verbindet sich selbst neu |
| Ohne Aktivität | nach 30 Minuten wird die Sitzung geschlossen und beim nächsten Aufruf neu geöffnet |
Ein Neustart von FINN.ghost — etwa nach einem Update — unterbricht die Verbindung also nicht dauerhaft. Wer mitten in einem Gespräch ist, merkt höchstens eine Verzögerung.
Gleichzeitig sind bis zu 50 Verbindungen möglich. Das reicht für jede Belegschaft; der Wert ist eine Schranke gegen Fehlkonfiguration, nicht eine Lizenzgrenze.
Schutz gegen Ausprobieren
Vor dem Zugang steht ein einzelnes Kennwort. Deshalb bremst die Anmeldeseite Fehlversuche:
- fünf Fehlversuche je Anmeldevorgang, danach bricht er ab
- zehn Fehlversuche innerhalb von 15 Minuten, danach ist die Anmeldeseite für 15 Minuten geschlossen
Ist die Seite gesperrt, hilft nur warten — auch für den, der das Kennwort kennt. Das ist gewollt: Ohne die zweite Schranke ließe sich die erste mit immer neuen Anmeldevorgängen umgehen.
Nachvollziehbar, wer verbunden ist
Bei diesem Weg hängt der Name des Assistenten am Zugang, etwa Claude. Er steht in jeder Protokollzeile des Aufrufs. In gemischtem Betrieb ist damit erkennbar, welche Verbindung eine Abfrage ausgelöst hat.
Zugang wieder entziehen
Drei Möglichkeiten, je nach Anlass:
| Anlass | Vorgehen |
|---|---|
| eine Verbindung soll enden | im Assistenten die Verbindung trennen |
| alle Verbindungen sollen enden | öffentliche Adresse leeren und speichern |
| der Schlüssel ist in falsche Hände geraten | Support ansprechen; ein neuer Schlüssel entwertet alle bestehenden Verbindungen |
Siehe Sicherheit und Verantwortung.
Weiter
Erstinbetriebnahme
Diese Seite ist die Reihenfolge für den ersten Tag — bewusst vorsichtig, weil der Zugang schreiben darf.
1. Im Testmandanten beginnen
Der Assistent schreibt in echte Mandanten. Ein angelegter Beleg ist ein Beleg, ein geänderter Preis ist geändert. Es gibt kein Rückgängig.
Wenn ein Testmandant vorhanden ist, gehört der erste Versuch dorthin. Dort lässt sich in Ruhe ausprobieren, wie der Assistent formuliert und was er tut, ohne dass eine falsch verstandene Anweisung Folgen hat.
2. Lizenz und Zugriff prüfen
Erscheint FINN.MCP im Menü? Wenn nicht:
- ist das Modul lizenziert?
- sind Sie als Administrator angemeldet? Der Bereich ist nur für Administratoren sichtbar.
3. Schlüssel holen
FINN.MCP → Einstellungen. Steht das Feld API-Schlüssel leer, die Anwendung einmal neu starten — der Schlüssel wird beim Start erzeugt. Danach über das Kopiersymbol übernehmen.
Siehe Einstellungen.
4. Erst im eigenen Netz verbinden
Für den ersten Versuch keine Adresse nach außen einrichten. Ein Assistent auf einem Rechner im Firmennetz genügt, um zu sehen, ob der Zugang tut, was er soll.
Siehe Zugang im eigenen Netz.
5. Mit Fragen anfangen, nicht mit Anweisungen
Die ersten Fragen sollten nur lesen. Bewährt hat sich, drei Dinge zu fragen, deren Antwort man schon kennt:
- eine Kundenanschrift, die man auswendig weiß
- den Bestand eines Artikels, den man gerade in der SelectLine offen hat
- die Anzahl der offenen Aufträge eines bestimmten Kunden
Der Sinn ist nicht, den Assistenten zu prüfen, sondern sich selbst: Man lernt daran, wie eine Frage gestellt sein muss, damit die Antwort stimmt.
Siehe Fragen stellen.
6. Eine Auswertung gegenrechnen
Danach eine Frage, deren Antwort sich in der SelectLine nachrechnen lässt — etwa die verkaufte Menge eines Artikels in einem Monat. Stimmt die Zahl, stimmt in der Regel das Verständnis der Belegkette.
Weicht sie ab, nicht die Zahl korrigieren, sondern die Frage präzisieren: Bestellt, geliefert oder berechnet? Über welchen Zeitraum? Welche Belegarten? Das sind in der SelectLine verschiedene Dinge.
7. Erst dann schreiben lassen
Der erste Schreibvorgang sollte klein und prüfbar sein — ein Interessent mit Anschrift, ein Projekt. Danach in der SelectLine nachsehen, ob der Datensatz so aussieht, wie man ihn von Hand angelegt hätte.
Siehe Daten anlegen und ändern.
8. Zugang nach außen, wenn nötig
Erst wenn all das sitzt, lohnt der Aufwand mit Adresse, Zertifikat und Webserver.
Siehe Zugang von außen.
9. Vorher im Haus klären
Bevor der Zugang in den Alltag geht, sollten drei Dinge entschieden sein:
| Frage | Warum sie zählt |
|---|---|
| Wer darf den Zugang nutzen? | es gibt keine abgestuften Rechte |
| Wo wird der Schlüssel aufbewahrt? | er ist gleichwertig zu einem Administratorkennwort |
| Was darf geschrieben werden? | technisch ist alles erlaubt, die Grenze ist eine Absprache |
Siehe Sicherheit und Verantwortung.
Weiter
Arbeiten mit dem Assistenten
Was der Assistent lesen und schreiben kann, typische Abläufe und wo seine Grenzen liegen.
Fragen stellen
Der Assistent liest im Mandanten und antwortet in Sätzen. Diese Seite sagt, was er findet und wie eine Frage gestellt sein muss, damit die Antwort stimmt.
Was er lesen kann
Alles, was im Mandanten steht — nicht nur die Bereiche, für die es eigene Funktionen gibt:
| Bereich | Beispiele |
|---|---|
| Adressen | Kunden, Interessenten, Lieferanten, Ansprechpartner, freie CRM-Adressen |
| Artikel | Stammdaten, Preise, Lieferantenbeziehungen, Bestände |
| Belege | Angebote, Aufträge, Lieferscheine, Rechnungen, Bestellungen und deren Positionen |
| Projekte | Projektdaten und die zugeordneten Belege |
| Verträge | Wartungs- und Kundenverträge, siehe Verträge auswerten |
| CRM | Journale, Notizen, Anrufe, Nachrichten |
Wie er sich orientiert
Zu 398 Tabellen und 5.206 Feldern ist hinterlegt, was darin steht. Bei 640 Feldern steht zusätzlich, über welche Tabelle sich ein Code auflösen lässt — etwa dass die einstellige Belegart über die Belegartentabelle in ihre Bezeichnung übersetzt wird. Der Assistent schlägt dort nach, bevor er sucht.
In diesen Beschreibungen steckt auch Erfahrungswissen: dass Belegarten mandantenspezifisch sind, dass Belegnummernpräfix und Bezeichnung nichts miteinander zu tun haben, dass ein Begriff aus der Frage erst aufgelöst werden muss. Das ist der Grund, weshalb eine Frage nach „Tickets" funktioniert, obwohl die SelectLine keine Tickets kennt.
Zusätzlich sind für neun Themen die Auswertungsregeln fest hinterlegt — genau für die Fragen, bei denen man in der SelectLine leicht falsch rechnet:
| Thema | Worum es geht |
|---|---|
| Groß- und Kleinschreibung | jede Suche nach Firma, Name, Bezeichnung |
| Mengen über die Belegkette | eingekauft, verkauft, bestellt, geliefert sind verschiedene Dinge |
| Belegarten sind mandantenspezifisch | was bei Ihnen „Ticket" oder „Service" heißt |
| CRM-Journal | Nachrichten, Kontakte, Anrufe, Notizen |
| Beleg und Projekt | wie beides zusammenhängt |
| Umsatz, Erlös, Aufwand, Einkaufspreis | in der SelectLine vier verschiedene Felder |
| Ansprechpartner und Dubletten | wie Kontaktpersonen gefunden werden |
| Wiederkehrende Verträge | Zyklus, Jahres- und Monatswert |
| Die wichtigsten Tabellen | Einstieg, wenn nichts anderes passt |
Deshalb geben gleiche Fragen gleiche Antworten. Ohne diese Regeln zählt ein Assistent beim zweiten Mal anders als beim ersten — und beides sieht plausibel aus.
Wie eine gute Frage aussieht
Der häufigste Grund für eine unerwartete Antwort ist keine falsche Auswertung, sondern eine Frage mit zwei möglichen Bedeutungen.
| Statt | Besser |
|---|---|
| „Wie viel haben wir von 4711?" | „Wie viel Bestand hat Artikel 4711, je Lager?" |
| „Was hat Kunde Meier gekauft?" | „Welche Rechnungspositionen hat Kunde 10023 in 2026?" |
| „Was ist mit Auftrag 1234?" | „Welchen Bearbeitungsstatus hat Auftrag 1234, und welche Positionen sind offen?" |
| „Umsatz letztes Jahr?" | „Rechnungsumsatz netto 2025, je Monat" |
Drei Angaben lohnen fast immer:
- Welche Nummer — Kunden-, Artikel-, Belegnummer statt Name, wenn bekannt
- Welcher Zeitraum
- Welche Belegart — Angebot, Auftrag, Lieferschein, Rechnung
Bei Namen ist Groß- und Kleinschreibung kein Problem, und Teiltreffer genügen. Bei Belegarten hilft es zu wissen, dass sie je Mandant anders heißen können — der Assistent sieht die Bezeichnungen Ihres Mandanten und nimmt sie.
Nachfragen ist erlaubt
Der Assistent behält den Verlauf des Gesprächs. Auf eine Antwort lässt sich aufbauen:
Welche offenen Aufträge hat Kunde 10023? → Liste Von welchen davon fehlt noch Ware? → Teilmenge Und was ist der Gesamtwert?
Das ist der Unterschied zu einer Auswertung: Man muss nicht vorher wissen, was man fragen will.
Wenn eine Antwort abgeschnitten ist
Große Ergebnisse werden begrenzt. Der Assistent weist darauf hin, dass die Liste unvollständig ist.
Dieser Hinweis ist wichtig: Ohne ihn hielte man einen Ausschnitt für das vollständige Ergebnis. Kommt er, sollte die Frage eingegrenzt werden — Zeitraum, Belegart, Standort — statt die Liste als Ganzes zu nehmen.
Zahlen gegenrechnen
Bei Kennzahlen, die in eine Auswertung oder ein Angebot wandern, lohnt der Gegencheck in der SelectLine — jedenfalls beim ersten Mal je Fragetyp. Stimmt die Zahl, kann man dieser Art von Frage künftig vertrauen.
Der Assistent nennt auf Wunsch, woraus er gerechnet hat. Danach zu fragen ist der schnellste Weg, eine Zahl zu prüfen.
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Daten anlegen und ändern
Der Assistent kann nicht nur lesen. Er legt Stammdaten und Belege an, ändert sie und löscht sie — mit denselben Regeln, die auch in der SelectLine gelten.
Jeder Schreibvorgang geht sofort in den Mandanten. Es gibt keinen Zwischenstand, den man verwirft, und kein Rückgängig. Was falsch angelegt wurde, muss in der SelectLine korrigiert oder gelöscht werden.
Was er anlegen kann
| Bereich | Umfang |
|---|---|
| Kunden | anlegen, ändern, Ansprechpartner anlegen und ändern |
| Interessenten | dasselbe |
| Lieferanten | dasselbe |
| Artikel | anlegen, Preis setzen, Lieferant verknüpfen, Bild hinterlegen |
| Belege | anlegen, ändern, Positionen anlegen, ändern, löschen |
| Belegkette | Nachfolgebeleg erzeugen, etwa Auftrag zu Lieferschein |
| Projekte | anlegen |
| CRM-Adressen | freie Adressen anlegen |
Nummern
Wird keine Nummer angegeben, vergibt der Assistent sie über den Nummernkreis der SelectLine — dieselbe Nummer, die die SelectLine bei einer Neuanlage von Hand vergeben würde. Ist dort keine automatische Vergabe eingerichtet, leitet er sie aus dem Muster der bestehenden Nummern ab.
Eine Nummer lässt sich auch vorab vorschlagen lassen, ohne dass etwas angelegt wird.
Ein Vorschlag ist nicht reserviert. Zwischen Vorschlag und Anlage kann jemand anderes dieselbe Nummer bekommen — bei der eigentlichen Anlage wird sie deshalb erneut bestimmt.
Standardwerte des Mandanten
Neu angelegte Artikel und Projekte bekommen die Vorschlagswerte Ihres Mandanten — also dieselben Grundeinstellungen, die auch die SelectLine-Oberfläche bei einer Neuanlage setzt.
Das ist der Unterschied zu einem Datensatz, der über eine Schnittstelle hineingeschrieben wurde: Der Artikel sieht aus wie von Hand angelegt, mit Warengruppe, Steuerschlüssel und Kennzeichen nach Ihren Vorgaben.
Belege
Belege entstehen über die Belegfunktionen der SelectLine, nicht durch direktes Schreiben in die Tabellen. Damit gelten die üblichen Regeln: Preisfindung, Steuerermittlung, Nummernkreise, Belegsperren.
Möglich ist der ganze Ablauf:
- Beleg zu einem Kunden anlegen
- Positionen hinzufügen
- Beleg oder Positionen ändern
- Nachfolgebeleg erzeugen — etwa vom Auftrag zum Lieferschein
Der Assistent kann Belege auch löschen. Bei einem Beleg, der bereits in der Belegkette weitergeführt wurde, ist das selten die richtige Antwort auf einen Fehler — dort gilt dasselbe wie in der SelectLine.
Wie man eine Anweisung formuliert
Beim Schreiben zählt Genauigkeit mehr als beim Lesen. Bewährt hat sich, in einem Satz zu sagen, was entstehen soll und woran es hängt:
Leg einen Interessenten an: Firma Muster GmbH, Musterstraße 1, 12345 Musterstadt, Ansprechpartner Frau Schmidt, Telefon 0123 456789.
Erzeuge zu Kunde 10023 ein Angebot mit 3× Artikel 4711 und 1× Artikel 4712.
Lassen Sie sich vor dem Schreiben zusammenfassen, was angelegt wird — besonders bei Belegen mit mehreren Positionen. Ein Satz mehr im Gespräch ist billiger als ein Beleg, der storniert werden muss.
Was er nicht anlegen kann
- Bestandsbuchungen. Ein- und Auslagern, Umlagern, Inventur laufen nicht über diesen Zugang. Dafür gibt es FINN.lager.
- Belege drucken oder versenden. Das bleibt in der SelectLine.
- Mandanten- und Systemeinstellungen.
Siehe Grenzen.
Nachvollziehbarkeit
Jeder Schreibvorgang steht im Protokoll von FINN.ghost, beim Zugang von außen mit dem Namen der Verbindung.
In der SelectLine selbst ist am Datensatz nicht erkennbar, dass ein Assistent ihn angelegt hat — es sieht aus wie eine Anlage über die Schnittstelle. Wer das unterscheiden will, muss ins Protokoll von FINN.ghost sehen.
Weiter
Artikel aus einer Produktseite anlegen
Artikel aus einer Produktseite anlegen
Der Ablauf, an dem der Nutzen am schnellsten sichtbar wird: Ein Lieferant hat einen neuen Artikel, es gibt eine Produktseite im Netz — und daraus entsteht ein vollständiger Artikel im Mandanten.
Der Ablauf
Hier ist die Produktseite: <Adresse>. Leg den Artikel an, Lieferant ist 70001, und setz den Verkaufspreis mit 40 Prozent Aufschlag.
Der Assistent geht dann der Reihe nach vor:
- Produktseite auswerten — er ruft die Seite ab und liest den Preis sowie die Adresse des Hauptbildes heraus.
- Artikelnummer bestimmen — aus dem Nummernkreis der SelectLine.
- Artikel anlegen — mit den Standardvorgaben Ihres Mandanten.
- Lieferanten verknüpfen — samt Einkaufspreis aus der Seite.
- Verkaufspreis setzen.
- Bild hinterlegen — es wird geladen und am Artikel gespeichert.
Jeder Schritt ist einzeln steuerbar. Man kann auch nur die Seite auswerten lassen und den Rest selbst entscheiden.
Was von der Seite gelesen wird
| Angabe | Verwendung |
|---|---|
| Preis | als Einkaufspreis beim Lieferanten oder als Verkaufspreis |
| Hauptbild | wird am Artikel hinterlegt |
Nicht jede Seite gibt beides her. Fehlt der Preis, bleibt er leer und muss anders ermittelt werden — der Assistent erfindet ihn nicht. Genau hinsehen sollte man bei Seiten mit Staffelpreisen oder Aktionspreisen: Gelesen wird, was auf der Seite als Preis steht, nicht notwendigerweise der, den Sie bezahlen.
Bilder
Das Bild wird aus dem Netz geladen und am Artikel gespeichert — entweder aus der direkten Adresse einer Bilddatei oder ermittelt aus der Produktseite. Bis 15 MB.
Ein an derselben Stelle vorhandenes Bild wird ersetzt, sofern man das nicht ausschließt.
Rechte an Bildern klärt der Assistent nicht. Ob ein Herstellerbild im eigenen Shop verwendet werden darf, bleibt eine Frage an den Lieferanten.
Warum das mehr ist als Tippen sparen
Bei einem einzelnen Artikel ist der Gewinn überschaubar. Er zeigt sich bei einer Serie: zehn neue Artikel eines Lieferanten, jeweils mit Preis, Lieferantenbeziehung und Bild. Von Hand sind das zehn Masken mit je fünf Reitern.
Weil die Standardvorgaben des Mandanten greifen, sehen die Artikel danach aus wie von Hand angelegt — nicht wie importiert.
Grenzen
- Der Assistent legt Artikel an, keine Varianten und keine Stücklisten.
- Sachmerkmale und Fremdbezeichnungen bleiben Sache der SelectLine.
- Was in Ihrem Haus vor der Freigabe eines Artikels zu passieren hat — Warengruppe prüfen, Kalkulation, Shopfreigabe — passiert nicht automatisch.
Ein so angelegter Artikel ist ein Entwurf im Sinne Ihres Ablaufs, kein freigegebener Artikel. Wer Artikel automatisch an einen Shop überträgt, sollte das im Blick behalten: Ohne Freigabekennzeichen geht er nicht in den Shop — mit Kennzeichen sofort.
Weiter
Verträge auswerten
Wiederkehrende Verträge — Wartung, Service, Pflege — sind in der SelectLine als wiederkehrende Belege abgebildet. Der Assistent kann sie auswerten und dabei etwas, das von Hand mühsam ist: Er rechnet die Abrechnungszyklen auf Jahres- und Monatswerte um.
Was gefragt werden kann
- Welche Verträge hat Kunde 10023, und was ist der Jahreswert?
- Welche Wartungsverträge laufen im Oktober aus?
- Wie hoch ist der monatlich wiederkehrende Umsatz insgesamt?
- Welche Positionen enthält Vertrag 20456?
Die Umrechnung
In der SelectLine ergibt sich die Abrechnungsperiode aus Zyklus und Zykluszahl — die Einheit allein sagt noch nichts. Der Assistent löst beides zusammen auf und benennt die Periode so, wie man sie im Gespräch nennt:
| Ergibt sich | Wird genannt |
|---|---|
| 1 Monat | monatlich |
| 2 Monate | zweimonatlich |
| 3 Monate | quartalsweise |
| 6 Monate | halbjährlich |
| 12 Monate | jährlich |
Erkannt werden außerdem tägliche und wöchentliche Zyklen. Auf dieser Grundlage werden die Beträge auf Jahr und Monat normiert — erst damit sind Verträge mit verschiedenen Zyklen vergleichbar oder summierbar.
Das ist die Rechnung, die von Hand am häufigsten schiefgeht: Ein quartalsweise abgerechneter Vertrag über 300 € ist nicht 300 € Jahreswert, und ein Vertrag mit Zykluszahl 2 auf „monatlich" wird alle zwei Monate abgerechnet, nicht monatlich.
Wenn eine Angabe nicht eindeutig ist
Teilen sich in Ihrem Mandanten zwei Belegarten dieselbe Belegnummer, ist ein Vertrag nicht eindeutig zuzuordnen. Der Assistent meldet das als mehrdeutig, statt die Summen still zu verdoppeln. Eingrenzen lässt es sich über die Belegart.
Diese Meldung ist ein gutes Zeichen, kein Fehler: Sie bedeutet, dass die Zahl nicht heimlich falsch ist.
Was ausgewertet wird — und was nicht
Grundlage sind die wiederkehrenden Belege, also das, was tatsächlich abgerechnet wird — nicht die CRM-Vertragsverwaltung.
Wer Verträge im CRM pflegt, ohne dass daraus wiederkehrende Belege entstehen, findet sie in dieser Auswertung nicht. Das ist Absicht: Gefragt ist der Umsatz, der wiederkehrt, nicht die Zahl der Papiere.
Weiter
Grenzen
Was der Zugang nicht tut — damit niemand darauf wartet.
Kein Ersatz für die Module
| Aufgabe | Wo sie hingehört |
|---|---|
| Bestände buchen, Inventur, Kommissionierung | FINN.lager |
| Artikel in einen Shop übertragen | die jeweilige Shop-Anbindung |
| Belege drucken oder versenden | SelectLine |
| Zahlungen, Mahnwesen, Buchhaltung | SelectLine |
| Mandanten- und Systemeinstellungen | SelectLine bzw. FINN.ghost |
Der Zugang ist für Auskunft und Datenpflege gedacht, nicht als zweite Bedienoberfläche für die Warenwirtschaft.
Keine abgestuften Rechte
Es gibt keine Rollen und keine Einschränkung auf einzelne Bereiche. Wer sich verbinden darf, darf alles, was der Assistent kann — lesen, anlegen, ändern, löschen, im gesamten Mandanten. Eine Beschränkung auf „nur lesen" für einen einzelnen Benutzer ist nicht einstellbar.
Die Grenze ist damit organisatorisch, nicht technisch: Sie entsteht dadurch, wer den Schlüssel bekommt. Siehe Sicherheit und Verantwortung.
Kein Rückgängig
Jeder Schreibvorgang wirkt sofort. Es gibt keinen Entwurfsstand und keine Sammelbuchung, die sich verwerfen ließe. Korrigiert wird in der SelectLine.
Der Assistent kennt Ihr Haus nicht
Er kennt die Daten, nicht die Absprachen. Er weiß nicht,
- welche Kunden Sonderkonditionen haben, die nicht im Mandanten stehen,
- dass eine bestimmte Belegart bei Ihnen nur die Buchhaltung anlegt,
- dass ein Artikel erst nach Prüfung freigegeben werden darf.
Solche Regeln muss man in der Anweisung mitgeben. Sonst tut er das Naheliegende — was fachlich richtig aussieht und in Ihrem Ablauf trotzdem falsch ist.
Antworten können unvollständig sein
Große Ergebnisse werden begrenzt; darauf wird hingewiesen. Eine begrenzte Liste ist kein vollständiges Ergebnis. Siehe Fragen stellen.
Zahlen bleiben prüfbedürftig
Der Assistent rechnet auf den Regeln, die hinterlegt sind — das macht Antworten reproduzierbar, aber nicht unfehlbar. Eine Frage kann anders gemeint sein, als sie gestellt ist.
Für Zahlen, die in ein Angebot, eine Auswertung für die Geschäftsführung oder eine Meldung an Dritte gehen, gilt dasselbe wie für jede andere Auswertung: einmal gegenrechnen, bevor man sich darauf verlässt.
Web-Abrufe sind eingeschränkt
Produktseiten und Impressumsangaben ruft der Assistent aus dem Internet ab. Adressen im eigenen Netz sind dabei ausgeschlossen.
Das ist eine Schutzmaßnahme: Sonst ließe sich der Zugang benutzen, um interne Systeme abzufragen, die von außen nicht erreichbar sind.
Weiter
Sicherheit und Betrieb
Verantwortung, Fehlersuche und häufige Fragen.
Sicherheit und Verantwortung
Diese Seite ist die wichtigste des Buchs. Der Zugang ist mächtig, und ein Teil der Absicherung ist eine Frage der Organisation, nicht der Einstellungen.
Der Schlüssel ist der Zugang
Ein einzelnes Geheimnis öffnet den gesamten Mandanten — lesend und schreibend. Es ist gleichwertig zu einem Administratorkennwort der SelectLine und gehört genauso behandelt.
Daraus folgt:
- Nicht per E-Mail, Chat oder Ticket versenden.
- Nicht in einer Datei auf einem geteilten Laufwerk ablegen.
- Nur an Personen geben, die den Zugang wirklich brauchen.
- Bei Verdacht auf Weitergabe erneuern lassen — das entwertet alle bestehenden Verbindungen.
Was technisch abgesichert ist
| Bereich | Absicherung |
|---|---|
| Lesen | nur Abfragen, die nichts verändern; Schreibbefehle werden abgewiesen |
| Schreiben | über geprüfte Funktionen; Tabellen- und Spaltennamen werden gegen den Systemkatalog geprüft, berechnete Felder abgewiesen |
| Anmeldung von außen | verschlüsselte Verbindung erforderlich, Fehlversuche werden gebremst |
| Verbindungsdaten | Anmeldungen verschlüsselt, Zugangsmerkmale nur als Prüfsumme gespeichert |
| Web-Abrufe | Adressen im eigenen Netz ausgeschlossen, Größe begrenzt |
| Sitzungen | nach 30 Minuten ohne Aktivität geschlossen, höchstens 50 gleichzeitig |
Was nicht abgesichert ist
Es gibt keine abgestuften Rechte. Der Zugang kennt kein „nur lesen" für einzelne Benutzer und keine Beschränkung auf Bereiche. Wer verbunden ist, kann alles, was der Assistent kann.
Wer eine Trennung braucht, löst sie über die Umgebung:
- Testmandant für alles, was ausprobiert wird
- Zugang nur im eigenen Netz, solange es keinen Grund für den Zugang von außen gibt
- öffentliche Adresse leeren, wenn der Zugang von außen pausieren soll
Empfehlung für den Anfang
- Testmandant.
- Nur im eigenen Netz.
- Nur Fragen, keine Anweisungen.
- Erst danach schreiben, erst danach nach außen.
Siehe Erstinbetriebnahme.
Was im Haus geklärt sein sollte
| Frage | Warum |
|---|---|
| Wer nutzt den Zugang? | es gibt keine Rechteverwaltung |
| Wo liegt der Schlüssel? | er ist der ganze Zugang |
| Darf geschrieben werden, und was? | technisch ist alles erlaubt |
| Wer prüft Zahlen, die weitergegeben werden? | Antworten sind reproduzierbar, aber nicht unfehlbar |
| Wer bemerkt Ungewöhnliches? | das Protokoll wird nicht von sich aus gelesen |
Nachvollziehbarkeit
Jeder Aufruf steht im Protokoll von FINN.ghost. Beim Zugang von außen hängt der Name der Verbindung daran, beim Zugang im eigenen Netz nicht.
Am Datensatz in der SelectLine ist nicht erkennbar, dass ein Assistent ihn angelegt hat. Wer das unterscheiden möchte, muss ins Protokoll von FINN.ghost sehen.
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Wenn die Verbindung nicht zustande kommt
Wenn die Verbindung nicht zustande kommt
Die Meldungen der Assistenten sind an dieser Stelle wenig aussagekräftig — meist heißt es nur, dass keine Verbindung möglich ist. Diese Seite geht die Ursachen in der Reihenfolge durch, in der sie auftreten.
Der Menüpunkt FINN.MCP fehlt
- Modul lizenziert? Ohne Lizenz erscheint der Bereich nicht.
- Als Administrator angemeldet? Der Bereich ist nur für Administratoren sichtbar.
Das Feld API-Schlüssel ist leer
Der Schlüssel entsteht beim Start der Anwendung. Ist das Feld leer, wurde die Anwendung seit der Freischaltung des Moduls nicht neu gestartet.
Siehe Einstellungen.
Der Zugang im eigenen Netz antwortet nicht
| Prüfpunkt | Hinweis |
|---|---|
| Läuft FINN.ghost? | der Zugang gehört zur Anwendung |
| Richtige Adresse samt Port? | die Oberfläche zeigt sie an, sie endet auf /mcp |
| Port belegt? | ein anderes Programm auf dem Server kann ihn halten |
| Firewall auf dem Server? | der Port muss im eigenen Netz erreichbar sein |
| Schlüssel unverändert übernommen? | Leerzeichen am Anfang oder Ende sind der Klassiker |
Der Zugang von außen kommt nicht zustande
Der häufigste Fall, und fast immer liegt es am vorgeschalteten Webserver.
1. Ist die öffentliche Adresse gesetzt und gespeichert?
Ohne diese Angabe gibt es keine Anmeldeseite. Nach dem Speichern startet die Anwendung neu; danach steht im Protokoll eine Zeile mit der Adresse, die einzutragen ist.
2. Leitet der Webserver die ganze Adresse weiter?
Das ist die Ursache Nummer eins. Der Verbindungsaufbau läuft über mehrere Adressen, nicht nur über /mcp. Wird nur /mcp weitergeleitet, bricht er ohne brauchbare Meldung ab. Es muss der gesamte Adressbereich der Domain an den Port des Zugangs gehen.
3. Ist die Adresse über HTTPS erreichbar?
Eine unverschlüsselte Adresse wird abgelehnt. Das Zertifikat muss gültig und zur Adresse passend sein.
4. Ist die Adresse von außen erreichbar?
Der Assistent verbindet sich aus dem Internet. Eine Adresse, die nur im Firmennetz auflöst, genügt nicht.
5. Wurden Kennung und Geheimnis eingetragen?
Diese Felder bleiben leer. Der Assistent meldet sich selbst an.
Siehe Zugang von außen.
Die Anmeldeseite nimmt das Kennwort nicht
- Es ist der API-Schlüssel aus den Einstellungen, kein SelectLine-Kennwort.
- Nach zu vielen Fehlversuchen ist die Seite 15 Minuten geschlossen — dann hilft nur warten, auch mit richtigem Kennwort.
- Wurde der Schlüssel erneuert, gilt der alte nicht mehr.
Die Verbindung bricht immer wieder ab
| Ursache | Erkennbar an |
|---|---|
| Anwendung wurde neu gestartet | der Assistent verbindet sich selbst neu, kurze Verzögerung |
| lange Pause im Gespräch | die Sitzung wird nach 30 Minuten geschlossen und neu geöffnet |
| 90 Tage ohne Nutzung | die Verbindung muss im Assistenten erneut bestätigt werden |
| viele gleichzeitige Verbindungen | es sind höchstens 50 möglich |
Die ersten beiden Fälle sind normaler Betrieb und brauchen kein Zutun.
Der Assistent findet Daten nicht
Dann ist es meist keine Verbindungsfrage, sondern die Frage selbst — Zeitraum, Belegart oder Nummer fehlen. Siehe Fragen stellen.
Eine Zahl stimmt nicht
Präzisieren statt korrigieren: Bestellt, geliefert oder berechnet? Welcher Zeitraum? Welche Belegarten? Das sind in der SelectLine verschiedene Dinge. Nachfragen, woraus gerechnet wurde, ist der schnellste Weg zur Ursache.
Wenn es dabei bleibt
Wenden Sie sich an den Support und halten Sie bereit:
- welcher Zugangsweg — eigenes Netz oder von außen
- die eingetragene Adresse
- den Wortlaut der Meldung im Assistenten
- den Auszug aus dem Protokoll von FINN.ghost zum Zeitpunkt des Versuchs
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Häufige Fragen
Gehen unsere Daten dabei irgendwohin?
Der Assistent bekommt genau die Daten, die er für die Antwort abfragt — sie fließen in das Gespräch ein. Wo dieses Gespräch verarbeitet wird, entscheidet der Assistent, den Sie verbinden, nicht FINN.ghost.
Diese Frage gehört vor der Freigabe geklärt, nicht danach — am besten gemeinsam mit dem Datenschutzbeauftragten und mit Blick auf die Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
Kann ich einstellen, dass nur gelesen wird?
Nein, es gibt keine abgestuften Rechte. Wer verbunden ist, kann auch schreiben. Die praktikable Trennung führt über die Umgebung: ein Testmandant zum Ausprobieren, den echten Mandanten erst danach. Siehe Grenzen.
Wer hat welche Frage gestellt?
Beim Zugang von außen steht der Name der Verbindung in jeder Protokollzeile. Beim Zugang im eigenen Netz nicht — dort ist nicht unterscheidbar, welcher Arbeitsplatz gefragt hat.
Sieht man in der SelectLine, dass ein Assistent etwas angelegt hat?
Nein, am Datensatz nicht. Es sieht aus wie eine Anlage über die Schnittstelle. Erkennbar ist es nur im Protokoll von FINN.ghost.
Braucht jeder Mitarbeiter einen eigenen Schlüssel?
Es gibt nur einen Schlüssel für die Installation. Mehrere Personen können ihn nutzen; getrennt auswerten lässt sich das nicht.
Muss FINN.ghost dafür ins Internet?
Nur für den Zugang von außen. Im eigenen Netz genügt der Port ohne jede Freigabe nach außen. Siehe Zugang im eigenen Netz.
Warum startet die Anwendung beim Speichern neu?
Port und öffentliche Adresse werden beim Start festgelegt. Der API-Schlüssel bleibt dabei erhalten, laufende Verbindungen melden sich selbst neu an.
Kann der Assistent Bestände buchen?
Nein. Ein- und Auslagern, Umlagern und Inventur laufen über FINN.lager, nicht über diesen Zugang.
Kann er Belege drucken oder versenden?
Nein. Er legt Belege an und ändert sie; Druck und Versand bleiben in der SelectLine.
Kann er einen Beleg löschen?
Ja. Bei einem Beleg, der in der Belegkette schon weitergeführt wurde, ist das selten die richtige Antwort auf einen Fehler — dort gelten dieselben Überlegungen wie in der SelectLine.
Woher kennt er unsere Belegarten?
Er liest die Bezeichnungen Ihres Mandanten. Dass Belegarten je Mandant anders heißen, ist als Regel hinterlegt — nach „Ticket" oder „Service" zu fragen funktioniert deshalb, wenn es diese Belegart bei Ihnen gibt.
Warum ist eine Liste unvollständig?
Große Ergebnisse werden begrenzt; darauf wird hingewiesen. Dann die Frage eingrenzen — Zeitraum, Belegart, Standort. Siehe Fragen stellen.
Kann ich dem Assistenten eigene Auswertungen beibringen?
Die hinterlegten Auswertungsregeln sind Teil der Anwendung. Wenn in Ihrem Haus eine Kennzahl regelmäßig anders gerechnet wird, lohnt das Gespräch mit der DAKO-IT GmbH — solche Regeln lassen sich ergänzen.
Was kostet der Zugang?
FINN.AI MCP ist ein eigenes, lizenzpflichtiges Modul. Auskunft dazu gibt der Vertrieb.
Wie schalte ich ihn wieder ab?
Öffentliche Adresse leeren und speichern — dann ist der Zugang von außen zu. Vollständig abgeschaltet wird er über die Lizenz.
Womit fange ich an?
Testmandant, Zugang im eigenen Netz, drei Fragen, deren Antwort Sie schon kennen. Siehe Erstinbetriebnahme.