Einrichtung
Sprachen in der SelectLine, DeepL-Konto, Einstellungen und Glossare.
Vorbereitung in der SelectLine
Damit eine Übersetzung ein Ziel hat, braucht die SelectLine die passende Sprache. Das ist die einzige Vorarbeit auf der Warenwirtschaftsseite.
Die Sprachen
FINN.translate schreibt die Übersetzung als Fremdsprachentext am Artikel — in die Sprache, die im Dialog ausgewählt wird. Zur Auswahl stehen genau die Sprachen, die in der SelectLine angelegt sind.
Fehlt die Sprache in der SelectLine, erscheint sie im Auswahlfeld Selectline Sprache auswählen nicht — und die Übersetzung lässt sich nicht starten. Die Sprache gehört also vorher angelegt.
Die Sprachen der SelectLine sind unabhängig von den Sprachen bei DeepL. Man kann eine deutsche Übersetzung in eine Sprache mit dem Kürzel EN schreiben — dass das zusammenpasst, prüft niemand. Die Zuordnung wird im Dialog zweimal getroffen: einmal welche Sprache DeepL übersetzen soll und einmal in welche SelectLine-Sprache das Ergebnis geht.
Siehe Übersetzung konfigurieren.
Wo die Texte landen
Am Artikel unter den Fremdsprachentexten der gewählten Sprache. Dieselbe Stelle, an der man sie auch von Hand pflegen würde — und dieselbe, aus der Belege und die Shopanbindungen sie lesen.
| Übersetztes Feld | In der SelectLine |
|---|---|
| Bezeichnung | Bezeichnung der Fremdsprache |
| Zusatz | Zusatz der Fremdsprache |
| Langtext | Langtext der Fremdsprache |
| Bestelltext | Bestelltext der Fremdsprache |
| Langtext (HTML) | HTML-Fassung des Langtexts |
| Bestelltext (HTML) | HTML-Fassung des Bestelltexts |
Existiert für Artikel und Sprache schon ein Fremdsprachentext, wird er überschrieben. Existiert er nicht, wird er angelegt. Von Hand gepflegte Übersetzungen gehen dabei verloren — deshalb vor dem Import prüfen, welche Artikel ausgewählt sind.
Siehe Prüfen und importieren.
Zeichengrenzen
Bezeichnung und Zusatz fasst die SelectLine auf 80 Zeichen. Längere Übersetzungen werden beim Import auf 80 Zeichen gekürzt.
Das trifft in der Praxis vor allem Englisch → Deutsch und Übersetzungen ins Französische, die gerne länger werden als das Original. Eine Bezeichnung, die im Deutschen 78 Zeichen hat, kann übersetzt abgeschnitten werden — ohne Meldung. Bei langen Bezeichnungen lohnt der Blick in die Ergebnisliste, wo sich der Text vor dem Import noch kürzen lässt.
Für Langtext und Bestelltext gilt diese Grenze nicht.
Rechte
Der SQL-Benutzer aus den Einstellungen von FINN.ghost schreibt die Texte. Er braucht Schreibrechte auf die Artikeltabellen des Mandanten — was er für den Betrieb von FINN.ghost ohnehin hat.
Siehe Datenbank im Systemhandbuch.
Nächster Schritt
Das DeepL-Konto
Übersetzt wird über die API von DeepL. Dafür braucht es ein Konto bei DeepL mit API-Zugang — die Schnittstelle bringt keinen eigenen Zugang mit.
Ein normales DeepL-Abo für die Weboberfläche genügt nicht. Gebraucht wird ein Tarif mit API-Zugang; nur der liefert einen API-Schlüssel.
Free oder Pro
DeepL bietet zwei API-Zugänge, und beide sprechen unterschiedliche Adressen an. Welcher verwendet wird, entscheidet die Einstellung API Typ.
| API Typ | Für wen |
|---|---|
| Free | zum Ausprobieren; monatlich begrenztes Zeichenkontingent |
| Pro | für den Regelbetrieb; abgerechnet nach übersetzten Zeichen |
Der API-Schlüssel gehört zum Tarif. Ein Free-Schlüssel funktioniert nicht am Pro-Zugang und umgekehrt — beides ergibt eine Anmeldemeldung von DeepL. Wer von Free auf Pro wechselt, muss beides ändern: Schlüssel und API Typ.
Am Schlüssel selbst ist der Tarif erkennbar: Free-Schlüssel enden auf :fx.
Den API-Schlüssel holen
Im DeepL-Konto unter den Einstellungen des Kontos im Bereich für die API. Dort steht der Authentifizierungsschlüssel, der in FINN.ghost eingetragen wird.
Der Schlüssel ist ein Zugang zu einem kostenpflichtigen Dienst. Er gehört nicht in eine Mail und nicht in ein Ticket. In FINN.ghost wird er verschlüsselt gespeichert.
Siehe Einstellungen.
Was das Übersetzen verbraucht
DeepL rechnet nach übersetzten Zeichen. Verbraucht wird bei jedem Start einer Übersetzung, für jeden Text jedes ausgewählten Artikels.
| Beispiel | Rechnung | Zeichen |
|---|---|---|
| 100 Artikel, nur Bezeichnung (ca. 40 Zeichen) | 100 × 40 | 4.000 |
| 100 Artikel, Bezeichnung und Langtext (ca. 600 Zeichen) | 100 × 640 | 64.000 |
| 1.000 Artikel, alle sechs Texte | grob 1.000 × 1.500 | 1.500.000 |
Die dritte Zeile ist der Fall, der schiefgeht: Ein Vollsortiment mit allen Texten sprengt das Kontingent eines Free-Zugangs bei Weitem. Vor dem großen Durchgang deshalb erst mit einer Handvoll Artikel prüfen, ob das Ergebnis taugt — und nur die Texte auswählen, die wirklich gebraucht werden.
Ein zweiter Durchgang über dieselben Artikel kostet erneut. Der Filter Nur Artikel ganz ohne Übersetzung ist deshalb nicht nur Bequemlichkeit, sondern spart Geld.
Siehe Der erweiterte Filter.
Grenzen je Übersetzung
| Größe einer Anfrage | 128 KB an Text je Start |
| Wartezeit | 20 Sekunden, dann bricht der Aufruf ab |
Wird die Größe überschritten, meldet FINN.ghost das und übersetzt nichts. Dann gehört die Auswahl geteilt — etwa in zwei Durchgänge über je die halbe Artikelmenge. Bei langen Langtexten ist die Grenze schneller erreicht, als es die Artikelanzahl vermuten lässt: 128 KB sind rund 130.000 Zeichen.
Was DeepL zurückliefert
| Erkannte Quellsprache | wird je Text mitgeliefert und angezeigt |
| HTML bleibt HTML | Auszeichnungen werden erkannt und nicht übersetzt |
| Qualität vor Geschwindigkeit | FINN.translate fragt das qualitätsorientierte Modell an |
Dass HTML als HTML behandelt wird, ist der Grund, weshalb die HTML-Texte mitgehen können: Tags und Attribute bleiben stehen, nur der Text zwischen ihnen wird übersetzt.
Nächster Schritt
Einstellungen
Drei Angaben, und das Modul ist einsatzbereit. Zu finden über Übersetzen → Einstellungen.
Die Felder
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| API Schlüssel | der Authentifizierungsschlüssel aus dem DeepL-Konto |
| API Typ | Free oder Pro — muss zum Schlüssel passen |
| Glossar | optional; ein bei DeepL angelegtes Glossar |
Siehe Das DeepL-Konto.
Der API Typ gehört zum Schlüssel. Passt beides nicht zusammen, lehnt DeepL die Anmeldung ab. Free-Schlüssel enden auf :fx.
Nach dem Speichern lädt die Seite neu
Speichern meldet den Erfolg und lädt die Oberfläche kurz darauf neu.
Das ist gewollt: Erst danach werden die Glossare von DeepL geholt, und erst danach lässt die Startseite eine Übersetzung zu. Bis dahin wäre der neue Schlüssel nur halb wirksam.
Das Glossar-Feld bleibt gesperrt
Solange kein API-Schlüssel eingetragen ist, ist die Auswahl Glossar nicht bedienbar; im Hinweis darunter steht Konfigurieren Sie die API um Glossare anzuzeigen.
Der Grund: Die Glossare kommen von DeepL selbst. Ohne Schlüssel gibt es nichts anzuzeigen. Also erst Schlüssel und API Typ eintragen, speichern — und dann das Glossar wählen.
Siehe Glossare.
Ohne Schlüssel geht es nicht weiter
Wird Artikel übersetzen ohne eingetragenen Schlüssel aufgerufen, erscheint der Hinweis Bitte API Schlüssel in den Einstellungen setzen, und die Oberfläche wechselt selbst in die Einstellungen.
Das ist kein Fehler, sondern der eingebaute Wegweiser: Ohne Schlüssel kann die Startseite nichts anbieten.
Wo die Angaben gespeichert werden
In der Konfiguration von FINN.ghost, unter translate. Der Schlüssel wird dabei
verschlüsselt abgelegt.
Siehe Anpassungen über die config.json im Systemhandbuch.
Nächster Schritt
Glossare
Ein Glossar legt fest, wie bestimmte Begriffe übersetzt werden — und wie nicht. Für einen Artikelstamm ist das der Unterschied zwischen brauchbaren und unbrauchbaren Übersetzungen.
Der klassische Fall sind Eigennamen und Fachbegriffe: Ein Produktname wie Gleitlager Typ K soll nicht übersetzt werden, Nennweite immer gleich heißen und die eigene Marke unverändert bleiben. Ohne Glossar entscheidet DeepL das je Satz neu.
Angelegt wird es bei DeepL
Glossare werden im DeepL-Konto angelegt und gepflegt, nicht hier. FINN.translate zeigt nur die Glossare zur Auswahl, die dort schon existieren.
Ein Glossar besteht aus Begriffspaaren für eine Sprachrichtung — etwa Deutsch → Englisch.
Auswählen
In den Einstellungen im Feld Glossar. Die Liste kommt beim Aufruf direkt von DeepL.
Ein Glossar erscheint nur, wenn es mindestens ein Begriffspaar enthält. Ein gerade angelegtes, noch leeres Glossar fehlt in der Liste — das ist kein Fehler der Schnittstelle.
Das Feld lässt sich leeren. Dann wird ohne Glossar übersetzt.
Siehe Einstellungen.
Die Folge: die Quellsprache muss angegeben werden
Sobald ein Glossar ausgewählt ist, verlangt der Übersetzungsdialog zusätzlich eine Quellsprache.
Das ist keine Schikane, sondern eine Vorgabe von DeepL: Ein Glossar gilt für eine Sprachrichtung, also muss die Ausgangssprache bekannt sein. Ohne Glossar erkennt DeepL die Quellsprache selbst; mit Glossar nicht mehr.
Vorbelegt ist Deutsch. Siehe Übersetzung konfigurieren.
Die angegebene Quellsprache muss zur Sprachrichtung des Glossars passen — und zu den Texten. Steht das Glossar auf Deutsch → Englisch und wird als Quellsprache Englisch gewählt, greift es nicht.
Nur ein Glossar auf einmal
Es lässt sich genau ein Glossar hinterlegen, und es gilt für alle Übersetzungen.
Wer in mehrere Sprachen übersetzt und je Sprache ein Glossar braucht, wechselt die Einstellung zwischen den Durchgängen — erst alle Artikel nach Englisch mit dem englischen Glossar, dann die Einstellung ändern und nach Französisch.
Wenn kein Glossar erscheint
| Ursache | Abhilfe |
|---|---|
| kein API-Schlüssel eingetragen | Schlüssel eintragen und speichern |
| Glossar hat kein Begriffspaar | im DeepL-Konto mindestens ein Paar anlegen |
| Glossar erst nach dem Aufruf angelegt | Einstellungen neu laden |
| Schlüssel gehört zu einem anderen Konto | Schlüssel prüfen |
Siehe Wenn etwas nicht klappt.