Erstinbetriebnahme
Diese Seite ist die Reihenfolge für den ersten Tag. Sie ist so sortiert, dass jeder Schritt auf dem vorigen aufbaut — wer sie von oben nach unten abarbeitet, muss nichts nachholen.
1. In der SelectLine vorbereiten
Bevor FINN.lager überhaupt sinnvoll aufgerufen werden kann, müssen in der SelectLine einige Dinge stimmen:
| Was | Warum |
|---|---|
| Standorte und Läger gepflegt | FINN.lager filtert alles über den Standort |
| Lagerplätze angelegt, wo mit Plätzen gearbeitet wird | sonst gibt es nur das Lager als Ganzes |
| Mitarbeiter mit Benutzerkürzel | ohne Kürzel keine Rechtevergabe und kein Nachweis, wer gebucht hat |
| Belegarten festgelegt | jedes Modul erzeugt eine bestimmte Belegart |
| Formulare und Makros importiert, Drucker eingerichtet | ohne Drucker im Formular kein Druck |
Der häufigste Stolperstein in diesem Schritt sind fehlende Lagerplätze. Solange ein Lager keine Plätze hat, kann FINN.lager nur auf das Lager buchen — Laufwegoptimierung und Lagerinfo bleiben dann grob.
2. Mitarbeiter aufnehmen und Rechte setzen
Administration → Rechteverwaltung. Zuerst einen Mitarbeiter aufnehmen, dann die Module freigeben. Sinnvoll ist, mit einer kleinen Gruppe zu beginnen und erst danach alle aufzunehmen.
Siehe Rechte vergeben.
3. Standort und Lagerort prüfen
Sich mit einem Testzugang anmelden und im Menü oben rechts prüfen, ob Standort und Lagerort gesetzt sind. Ist beim Mitarbeiter in der SelectLine ein Lagerort hinterlegt, übernimmt FINN.lager ihn.
Siehe Standort, Lagerort und Kostenstelle.
4. Belegarten je Modul festlegen
Administration → Konfiguration. Jedes Modul, das Belege erzeugt, braucht die Belegart, mit der es arbeiten soll:
| Modul | Belegart |
|---|---|
| Wareneingang | die Belegart für den Wareneingang |
| Anlieferungsboard | die Belegarten der Bestellungen — gilt auch für die Bestellsuche im Wareneingang |
| Artikel bestellen | die Belegart der Bestellung |
| Lieferantenretoure | die Belegart für Rücksendungen |
| Abholung | Lieferschein oder Auftrag |
| Kommission | von welchen Belegarten aus kommissioniert wird und was dabei entsteht |
| Inventur | die Belegart der Inventur |
| Dispositionsboard | die Belegart der Aufträge |
Diese Zuordnungen sind die eigentliche Einrichtungsarbeit. Sie entscheiden, welche Belege in der SelectLine entstehen, und sollten mit dem kaufmännischen Bereich abgestimmt sein — nicht allein im Lager.
5. Druckformulare hinterlegen
Je Modul, je Standort. Siehe Druckformulare und Makros.
6. Allgemeine Einstellungen durchgehen
Anmeldung, Darstellung, Artikelsuche, Massendruck. Siehe Allgemeine Einstellungen.
7. Laufwegoptimierung entscheiden
Sie ist optional und braucht Vorarbeit in der SelectLine. Für den ersten Tag genügt es, sie aus zu lassen; die Kommission funktioniert auch ohne. Siehe Laufwegoptimierung.
8. Mit einem Modul anfangen
Bewährt hat sich, nicht alles gleichzeitig einzuführen. Zwei Reihenfolgen, die sich in der Praxis bewährt haben:
Für Handelsbetriebe:
- Artikelinfo — ungefährlich, weil sie nur zeigt, und jeder versteht sofort den Nutzen
- Wareneingang
- Kommission
- die Boards
Für Fertigungsbetriebe:
Die Artikelinfo zuerst freizugeben hat einen praktischen Grund: Sie bucht nichts. Das Lager kann sich an Gerät, Scan und Bedienung gewöhnen, ohne dass ein Fehlgriff Folgen hat.
9. Einen Probelauf machen
Vor dem ersten Echtbetrieb einmal komplett durchspielen:
- einen Artikel scannen und die Bestände mit der SelectLine vergleichen
- eine kleine Lieferung im Wareneingang annehmen und den Beleg in der SelectLine ansehen
- einen Auftrag kommissionieren und prüfen, was aus ihm geworden ist
- ein Etikett drucken
Wenn möglich im Testmandanten. Buchungen aus FINN.lager sind echte Buchungen in der SelectLine und lassen sich nicht mit einem Klick zurücknehmen.