FINN.GMI Handbuch
Benutzerhandbuch zur Eingangsrechnungsverarbeitung mit GetMyInvoices: Einrichtung, Schlagworte im Portal, der Ablauf vom Portal bis zur Eingangsrechnung und laufender Betrieb. Quelle ist das Repository FINN.ghost unter docs/gmi – Änderungen bitte dort vornehmen, Bearbeitungen in BookStack werden beim nächsten Sync überschrieben.
- Überblick
- Einrichtung
- Vorbereitung in der SelectLine
- Zugang zum Portal
- Belegzuordnung
- Archivierung
- Archivierung in docuvita einrichten
- Schlagworte im Portal
- Erstinbetriebnahme
- Der Ablauf
- Was bei einem Lauf passiert
- Rechnung mit Vorgängerbeleg
- Wiederkehrende Rechnung über eine Vorlage
- Rechnung ohne Bezug
- Von der Inbox in die Eingangsrechnung
- Laufender Betrieb
Überblick
FINN.GMI holt Eingangsrechnungen aus dem Portal GetMyInvoices und macht daraus Belege in der SelectLine. Wer Rechnungen bisher ausgedruckt, abgeheftet und von Hand erfasst hat, erfasst sie damit nur noch dort, wo es Entscheidungen braucht.
Der Ablauf in einem Satz
Jede Rechnung landet zuerst in einem Inbox-Beleg. Von dort wird sie in die Eingangsrechnung übergeben — sofort, wenn sie geprüft ist, oder erst nach Nachbearbeitung.
Die Zwischenstufe ist der Kern der Sache: Sie trennt importiert von geprüft. Was noch jemand ansehen muss, bleibt in der Inbox liegen und stört die Buchhaltung nicht.
Was die Zuordnung möglich macht
FINN.ghost erkennt nicht am Rechnungsbild, wohin eine Rechnung gehört. Die Zuordnung kommt aus Schlagworten, die im Portal an der Rechnung oder direkt am Lieferanten hängen:
| Schlagwort | Bedeutung |
|---|---|
OK |
geprüft — darf bis in die Eingangsrechnung durchlaufen |
ZB |
zu bearbeiten — bleibt im Inbox-Beleg liegen |
LNR… |
zu welchem Lieferanten der SelectLine die Rechnung gehört |
ANR… |
welcher Artikel verwendet wird, wenn es keinen Bezug gibt |
KNR… |
welcher Artikel eine Betragsabweichung ausgleicht |
Hängen die Schlagworte am Lieferanten im Portal, erbt jede neue Rechnung dieses Lieferanten sie automatisch. Bei Lieferanten, deren Rechnungen selten Rückfragen auslösen, ist danach kein Handanlegen mehr nötig.
Alles zu den Schlagworten steht unter Schlagworte im Portal.
Die drei Ausgangslagen
Womit eine Rechnung verknüpft wird, hängt davon ab, was das Portal mitliefert:
| Ausgangslage | Was FINN.ghost tut |
|---|---|
| Bestellnummer gefüllt, Vorgängerbeleg vorhanden | übergibt den Vorgängerbeleg — etwa den Wareneingang — in die Inbox |
| Bestellnummer gefüllt, Vorlage vorhanden | kopiert die Vorlage, etwa einen Lieferantenvertrag |
| Bestellnummer leer | legt einen Beleg mit dem Artikel aus dem Schlagwort ANR an |
Der ideale Fall ist der erste: Dann steht der Rechnung eine Bestellung oder ein Wareneingang gegenüber, und die Beträge lassen sich vergleichen. Siehe Rechnung mit Vorgängerbeleg.
Was mit dem PDF passiert
Die Rechnung selbst wird mit abgelegt — als Journal am Beleg, im Archiv der SelectLine oder über docuvita. Welcher Weg der richtige ist, entscheidet sich bei der Einrichtung, siehe Archivierung.
In allen drei Fällen ist die Rechnung später am Beleg auffindbar. Der Unterschied liegt darin, wo sie gespeichert wird und ob sie in der Archivverwaltung der SelectLine erscheint.
Was im Portal bleibt
- Rechnungen einsammeln — aus Postfächern, Portalen, per Upload
- Rechnungen auslesen — Betrag, Datum, Rechnungsnummer, Bestellnummer
- Schlagworte setzen, damit die Zuordnung möglich ist
FINN.ghost liest die Daten so, wie sie im Portal stehen. Erkennt das Portal einen Betrag falsch, wird der falsche Betrag übernommen — nicht aber unbemerkt gebucht: Ein Betrag, der nicht zum Vorgängerbeleg passt, hält den Beleg in der Inbox zurück.
Was in der SelectLine bleibt
Prüfen, kontieren, buchen und zahlen. FINN.ghost erzeugt die Belege; die kaufmännische Verantwortung bleibt dort, wo sie hingehört.
Noch kein Konto bei GetMyInvoices?
Für den Einstieg gibt es zwei Angebote:
- 14 Tage kostenlos testen — Registrierung über den Partnerzugang der DAKO-IT GmbH.
- Kostenlosen Einrichtungstermin buchen — eine Einweisung durch einen GetMyInvoices-Experten.
Beides betrifft das Portal selbst, nicht die Schnittstelle. Die Einrichtung von FINN.GMI in der SelectLine begleitet die DAKO-IT GmbH.
Aufbau dieses Handbuchs
| Kapitel | Inhalt |
|---|---|
| Einrichtung | Belegarten, Zugang, Zuordnung, Archivierung, Schlagworte |
| Der Ablauf | was bei einem Lauf passiert, die drei Ausgangslagen, die Übergabe |
| Laufender Betrieb | Zeitplan, Fehlersuche, häufige Fragen |
Wer die Schnittstelle neu einrichtet, arbeitet das Kapitel Einrichtung von vorne nach hinten durch und folgt dann der Erstinbetriebnahme.
Einrichtung
Vorbereitung in der SelectLine, Zugang zum Portal, Belegzuordnung, Archivierung, Schlagworte und Erstinbetriebnahme.
Vorbereitung in der SelectLine
Bevor die Schnittstelle etwas tun kann, brauchen sie in der SelectLine ihre Belegarten. Das ist der Teil der Einrichtung, der mit der Buchhaltung abgestimmt sein sollte.
Die Inbox-Belegart
Die wichtigste Vorarbeit: eine eigene Belegart als Eingangskorb. Jede Rechnung landet zuerst dort und wird erst von dort in die Eingangsrechnung übergeben.
Warum eine eigene Belegart und nicht direkt die Eingangsrechnung? Weil eine importierte Rechnung noch keine geprüfte Rechnung ist. Der Inbox-Beleg ist der Ort, an dem eine Rechnung liegen darf, ohne dass sie in der Buchhaltung auftaucht.
Anzulegen ist sie wie eine normale Belegart im Einkauf.
Die Schnittstelle bietet in ihren Einstellungen nur Belegarten des Einkaufs zur Auswahl an. Eine im Verkauf angelegte Belegart erscheint dort nicht.
Die Eingangsrechnung
Die Belegart, in die geprüfte Rechnungen übergeben werden. In der Regel ist das die vorhandene Eingangsrechnung des Mandanten — hier ist nichts Neues anzulegen.
Optional: die Vorgängerbelegart
Damit Rechnungen mit ihrem Vorgang verknüpft werden können, braucht die Schnittstelle die Belegart, in der der Vorgang steht. Üblich sind Bestellung oder Wareneingang.
Das ist der Fall, in dem die Schnittstelle am meisten leistet: Sie übergibt den vorhandenen Wareneingang in die Inbox, sodass Positionen, Konten und Beträge schon stehen — und vergleicht den Bruttobetrag der Rechnung mit dem des Vorgängers.
Siehe Rechnung mit Vorgängerbeleg.
Optional: die Vorlagebelegart
Für wiederkehrende Rechnungen — Telefon, Internet, Wartung, Miete — lohnt eine eigene Belegart als Vorlage. Man legt den Beleg einmal vollständig an; bei jeder neuen Rechnung dieses Lieferanten wird er kopiert.
Häufig heißt diese Belegart im Mandanten Lieferantenvertrag. Sie wird nie abgeschlossen — sie ist eine Schablone, kein Vorgang.
Siehe Wiederkehrende Rechnung über eine Vorlage.
Welche Felder die Schnittstelle nutzt
Damit später nichts überrascht: Die Schnittstelle schreibt in einige Belegfelder mit.
| Feld | Wofür |
|---|---|
| Lieferantenbelegnummer | die Rechnungsnummer aus dem Portal |
| Belegdatum | das Rechnungsdatum |
| Ihr Auftrag vom | das jeweils andere der beiden Daten |
| Unser Zeichen | bei Vorlagen die Belegnummer der Vorlage |
| Freier Text 1 | Bemerkung aus dem Portal und Statushinweise |
| Freier Text 2 | die Kennung der Rechnung im Portal |
Wird eines dieser Felder im Mandanten schon anders benutzt, muss das vor der Einrichtung geklärt werden. Besonders Freier Text 1 und Freier Text 2 sind betroffen: Dort führt die Schnittstelle Buch darüber, welche Rechnung bereits übergeben wurde und zu welchem Portaldokument ein Beleg gehört.
Welches Feld die Statushinweise aufnimmt, lässt sich abweichend festlegen — dafür bitte den Support ansprechen.
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Zugang zum Portal
FINN.ghost meldet sich am Portal mit einem API-Schlüssel an. Er wird im Portal erzeugt und in den Einstellungen von FINN.ghost hinterlegt.
Den Schlüssel im Portal erzeugen
- Im Portal von GetMyInvoices anmelden.
- Oben rechts im Menü den Bereich für den API-Zugriff öffnen.
- Über die Schaltfläche mit dem Plus einen neuen Schlüssel anlegen.
- Als Berechtigung Vollzugriff wählen.
- Den Schlüssel kopieren.
Ohne Vollzugriff scheitert der Ablauf mitten drin: Die Schnittstelle darf Rechnungen dann zwar lesen, aber nicht als erledigt kennzeichnen. Die Folge wären Rechnungen, die bei jedem Lauf erneut importiert werden.
In FINN.ghost eintragen
Unter FINN.GMI → Einstellungen im Bereich Zugang:
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| AccessToken | der kopierte Schlüssel aus dem Portal |
| ID | die Kennung Ihres Portalkontos, beginnt mit G- |
Die ID dient der Kennzeichnung der Zugriffe. Sie steht im Portal bei den Kontodaten.
Der Schlüssel ist ein Zugang zu allen Rechnungen Ihres Portalkontos. Er gehört behandelt wie ein Kennwort — nicht per E-Mail versenden und nicht in einem Ticket hinterlegen.
Was FINN.ghost aus dem Portal holt
Bei jedem Lauf werden die Rechnungen abgefragt, die
- vom Typ Eingangsrechnung sind,
- im Portal nicht archiviert sind,
- das Schlagwort
OKoderZBtragen, - und seit dem letzten Lauf neu oder geändert sind.
Alles andere bleibt unangetastet. Eine Rechnung ohne diese Schlagworte wird nicht abgeholt — auch nicht später, bis sie eines bekommt.
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Belegzuordnung
Hier wird festgelegt, welche Belegarten die Schnittstelle verwendet. Das ist die eigentliche Einrichtungsarbeit — alles andere folgt daraus.
Zu finden unter FINN.GMI → Einstellungen im Bereich Beleg Zuordnung.
Die vier Belegarten
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Belegtyp Inbox | Hier landet jede Rechnung zuerst. Pflichtangabe. |
| Belegtyp Eingangsrechnung | Dorthin wird übergeben, wenn die Rechnung geprüft ist. Pflichtangabe. |
| Belegtyp Vorgänger | Wo nach einem Vorgang gesucht wird — Bestellung oder Wareneingang. Optional. |
| Belegtyp Vorlage | Wo nach einer Schablone gesucht wird — der Lieferantenvertrag. Optional. |
Vorgänger und Vorlage lassen sich einzeln leer lassen. Ohne Vorgängerbelegart entfällt der Abgleich mit Bestellungen; ohne Vorlagebelegart entfällt die Kopiervorlage für wiederkehrende Rechnungen. Beides zusammen leer bedeutet: Jede Rechnung wird als neuer Beleg mit dem Artikel aus dem Schlagwort ANR angelegt.
Zur Auswahl stehen nur Belegarten des Einkaufs. Siehe Vorbereitung in der SelectLine.
Zwei Schalter dazu
Bearbeitungsstatus der Eingangsrechnung offen lassen
Legt fest, ob die erzeugte Eingangsrechnung als offen gilt oder gleich weiter im Status läuft.
Wer nach dem Import noch einmal draufschauen will, lässt sie offen. Wer den Import als abschließenden Schritt versteht, nicht. Das ist eine Frage des Ablaufs in Ihrem Haus, nicht eine technische.
Rechnungsdatum in das Feld Ihr Auftrag vom
Vertauscht, in welches Feld das Rechnungsdatum aus dem Portal geschrieben wird und in welches das Datum des Imports:
| Schalter | Belegdatum | Ihr Auftrag vom |
|---|---|---|
| aus | Rechnungsdatum | Datum des Imports |
| ein | Datum des Imports | Rechnungsdatum |
Diese Wahl wirkt auf die Buchhaltung: Sie entscheidet, mit welchem Datum der Beleg in der SelectLine erscheint. Sie gehört mit der Buchhaltung abgestimmt und danach nicht mehr geändert — sonst liegen alte und neue Belege auf verschiedenen Datumslogiken.
Was die Schnittstelle nicht entscheidet
Kontierung, Steuerschlüssel und Sachkonten kommen aus dem Vorgängerbeleg, aus der Vorlage oder vom Artikel — nicht aus dem Portal.
Daraus folgt die praktische Empfehlung: Je besser Vorgänger und Vorlagen gepflegt sind, desto weniger bleibt am Inbox-Beleg zu tun. Ein Lieferantenvertrag mit korrekten Konten spart bei jeder monatlichen Rechnung Handarbeit.
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Archivierung
Die Rechnung selbst — das PDF — wird zusammen mit dem Beleg abgelegt. Drei Wege stehen zur Wahl. Sie unterscheiden sich darin, wo die Datei landet und wie sie später gefunden wird.
Journal
Die Rechnung wird als Journaleintrag am Inbox-Beleg abgelegt. Der einfachste Weg: keine Pfade, keine Zusatzsoftware.
Der Journaleintrag trägt die Rechnungsnummer als Bezeichnung und einen Verweis auf die Rechnung im Portal. Ob die Datei selbst mit angehängt wird, ist über Datei ablegen einstellbar.
Ohne angehängte Datei bleibt der Journaleintrag mit dem Portalverweis — man landet mit einem Klick bei der Rechnung im Portal, hat sie aber nicht in der SelectLine liegen. Das hält den Mandanten klein, macht die Rechnung aber vom Portal abhängig.
Archiv
Die Rechnung wird in der Archivverwaltung der SelectLine abgelegt und ist dort wie jedes andere archivierte Dokument auffindbar.
Dafür ist der Netzwerkpfad zum SYSTEM-Ordner der SelectLine-Installation einzutragen.
Der Pfad muss vom Server aus erreichbar und beschreibbar sein, auf dem FINN.ghost läuft. Fehlt er, wird nichts abgelegt — der Beleg entsteht trotzdem, nur ohne Rechnung daran.
Zusätzlich gibt es hier die Einstellung DatevExport: Damit wird der Archiveintrag beim Übergeben mit an die Eingangsrechnung gehängt, sodass er in der Übergabe an DATEV mitgeht.
Ohne diese Einstellung hängt die Rechnung nur am Inbox-Beleg. In der Eingangsrechnung — dem Beleg, der in die Buchhaltung geht — fehlt sie dann.
docuvita
Die Rechnung wird an docuvita übergeben und ist von dort aus im Archiv der SelectLine einsehbar. Einzutragen ist der Netzwerkpfad zum Importordner von docuvita.
FINN.ghost legt dort zwei Dateien ab: die Rechnung und eine Beschreibungsdatei mit Belegart, Belegnummer, Lieferant, Betrag, Datum und den Sachkonten der Positionen.
Dieser Weg braucht eine eigene Einrichtung auf der docuvita-Seite — Lizenzen für docuvita und dessen Importmodul, einen Importbenutzer, eine Importstrecke und ein Skript, das den Archiveintrag in der SelectLine erzeugt. Das ist ein Projekt für die IT, nicht eine Einstellung.
Die vollständige Anleitung dazu steht unter Archivierung in docuvita einrichten.
Übergeben werden nur PDF-Dateien. Eine Rechnung, die im Portal als Bilddatei vorliegt, wird bei diesem Weg übersprungen und im Protokoll vermerkt.
Eine Einstellung für alle drei Wege
Datei erst in Eingangsrechnung ablegen verschiebt den Zeitpunkt: Die Rechnung wird dann nicht am Inbox-Beleg abgelegt, sondern erst an der Eingangsrechnung.
Sinnvoll, wenn der Inbox-Beleg als reiner Durchlauf verstanden wird und im Archiv nur der Beleg erscheinen soll, der auch gebucht wird. Nachteil: Solange eine Rechnung in der Inbox liegt, ist das PDF nicht am Beleg — für die Nachbearbeitung muss man ins Portal.
Welcher Weg für wen
| Weg | Passt, wenn |
|---|---|
| Journal | schnell starten, keine Archivverwaltung im Einsatz |
| Archiv | die Archivverwaltung der SelectLine genutzt wird, Übergabe an DATEV gewünscht |
| docuvita | docuvita bereits im Haus ist und dort archiviert wird |
Weiter
Archivierung in docuvita einrichten — oder direkt weiter zu den Schlagworten im Portal.
Archivierung in docuvita einrichten
Diese Seite beschreibt die Einrichtung des Archivierungswegs über docuvita. Sie ist technischer als der übrige Teil des Handbuchs — die Schritte gehören in die Hände der IT oder des Systembetreuers.
Benötigt werden Lizenzen für FINN.ghost, docuvita und den docuvita.Autoprofiler. Ohne den Autoprofiler ist dieser Weg nicht möglich.
Wer nur eine einfache Ablage der Rechnung braucht, ist mit Journal oder Archiv besser bedient. Siehe Archivierung.
Voraussetzungen
Auf dem Server, auf dem der docuvita.Autoprofiler läuft, muss ein MSSQL-ODBC-Treiber installiert sein. Für weitergehende Anpassungen kann zusätzlich ein PostgreSQL-ODBC-Treiber nötig sein.
Die Arbeitsschritte im Überblick
- Importstrecke in den docuvita.Autoprofiler laden und anpassen
- Ordner für die Ablage anlegen und in FINN.ghost hinterlegen
- Ordner für die Verknüpfung von docuvita und SelectLine anlegen
- Importbenutzer in docuvita einrichten
- Objekttyp-Definitionen in docuvita heraussuchen
- Skript zur Erstellung des Archiveintrags in der SelectLine einrichten
1. Importstrecke laden und anpassen
Die vorbereitete Konfiguration steht als Anhang bereit: GMI.cfg.
Im docuvita.Autoprofiler in den Reiter Autoprofiler wechseln, unten im Fenster auf den Pfeil nach links klicken, die heruntergeladene Datei auswählen und öffnen. Damit liegt die Basiskonfiguration im Autoprofiler und muss noch angepasst werden.
Reiter Eigenschaften
Benutzername und Passwort auf die Werte des Importbenutzers setzen, den Sie in Schritt 4 anlegen.
Reiter Konfigurationswerte
Hier werden die Werte an Ihre Installation von FINN.ghost, docuvita und SelectLine angepasst.
| Schlüssel | Was einzutragen ist |
|---|---|
| Belegbezeichnung | der Name des Belegobjekttyps, häufig BELEG statt LIEFERANTENBELEG_DAKOIT |
IMPORTFOLDER |
der Basispfad der Ablage — nicht der Unterordner in |
POSTIMPORTSKRIPT |
der Ablagepfad des Skripts aus Schritt 6 |
CSVFOLDER |
der Basispfad aus Schritt 3 |
CONNECTIONSL |
der Verbindungsstring zur SelectLine-Datenbank |
Beim IMPORTFOLDER weichen die beiden Seiten bewusst ab: Legt FINN.ghost die Dateien unter D:\dvImport\GetMyInvoices\in ab, lautet der Wert im Autoprofiler D:\dvImport\GetMyInvoices — also ohne in. Der Autoprofiler ergänzt seine Unterordner selbst.
Für beide Verbindungsstrings sind in der Konfiguration Beispiele hinterlegt.
2. Ablageordner anlegen und in FINN.ghost hinterlegen
Im Ordner, in dem die Rechnungen abgelegt werden, müssen vier Unterordner existieren:
| Unterordner | Zweck |
|---|---|
in |
hier legt FINN.ghost die Dateien ab |
error |
fehlgeschlagene Verarbeitungen |
log |
Protokolle des Autoprofilers |
target |
verarbeitete Dateien |
FINN.ghost schreibt in den Unterordner in, zum Beispiel C:\GMI\GMI\in. Genau dieser
Pfad wird in den Einstellungen von FINN.ghost hinterlegt.
Siehe Archivierung.
Fehlt einer der vier Unterordner, arbeitet der Autoprofiler nicht. Er legt sie nicht selbst an.
3. Ordner für die Verknüpfung mit der SelectLine
Das Skript aus Schritt 6 erzeugt CSV-Dateien und braucht denselben Ordneraufbau. Also einen
weiteren Ordner — etwa C:\GMI\SL — mit den Unterordnern in, error, log und target.
Für das Skript selbst empfiehlt sich eine Ablage daneben, etwa
C:\GMI\GMI\CreateCSVForSL.cs.
4. Importbenutzer in docuvita einrichten
Um einen Importbenutzer anlegen zu können, brauchen Sie ein Konto, das Mitglied der Rechtegruppe Importadmingruppe ist.
In docuvita anmelden, in den Reiter Importe wechseln und auf Hinzufügen klicken.
Benutzername und Passwort eintragen — diese Daten brauchen Sie in Schritt 1. Alle anderen Felder können leer bleiben.
Über eingetragene E-Mail-Adressen lassen sich Benachrichtigungen im Fehlerfall versenden. Das funktioniert nur, wenn im docuvita-System ein zentrales E-Mail-Konto konfiguriert ist.
5. Objekttyp-Definitionen heraussuchen
Als Administrator an docuvita anmelden, in den Reiter Administration wechseln und im Konfigurationsbaum Objekttypen auswählen.
Benötigt werden die Namen von drei Objekttypen — im Beispiel
LIEFERANTENAKTE_DAKOIT, LIEFERANTENORDNER_DAKOIT und LIEFERANTENBELEG_DAKOIT.
Diese Bezeichnungen hängen von Ihrer docuvita-Konfiguration ab und lauten bei Ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit anders. Sie müssen aus dem eigenen System abgelesen werden.
Die Importstrecke geht davon aus, dass das Schlüsselfeld der Lieferantenakten AdressNumber heißt. Ist das nicht der Fall, muss das Import-Template im docuvita.Autoprofiler angepasst werden.
6. Skript für den Archiveintrag in der SelectLine
Das Skript steht als Anhang bereit: CreateCSVForSL.cs.
Darin muss der Ausgabepfad auf den Unterordner in des Ordners aus Schritt 3 zeigen. Im
Beispiel C:\GMI\SL\in.
Zu ändern ist die Zeile mit File.WriteAllText. Sie lautet danach: File.WriteAllText(@"C:\GMI\SL\in\" + Guid.NewGuid() + ".csv", xmlString);
Was FINN.ghost dabei liefert
Zu jeder Rechnung legt FINN.ghost zwei Dateien im Ordner in ab: die Rechnung als PDF und
eine Beschreibungsdatei mit Belegart, Belegnummer, Lieferantennummer und -name, Bruttobetrag,
Belegdatum sowie den Sachkonten der Belegpositionen.
Übergeben werden ausschließlich PDF-Dateien. Liegt eine Rechnung im Portal in einem anderen Format vor, wird sie bei diesem Archivierungsweg übersprungen und im Protokoll vermerkt.
Weiter
Schlagworte im Portal
Die Schlagworte sind das Steuerpult der Schnittstelle. Ohne sie passiert nichts; mit ihnen läuft der Import ohne Zutun.
Die beiden Steuerworte
| Schlagwort | Wirkung |
|---|---|
OK |
Die Rechnung läuft durch bis in die Eingangsrechnung. |
ZB |
Die Rechnung wird importiert, bleibt aber im Inbox-Beleg liegen. |
ZB steht für zu bearbeiten.
Ohne OK oder ZB wird eine Rechnung überhaupt nicht abgeholt. Das ist die Schranke, die verhindert, dass jedes Dokument im Portal in der SelectLine landet.
Die Zuordnungsworte
| Schlagwort | Wofür |
|---|---|
LNR + Lieferantennummer |
zu welchem Lieferanten der SelectLine die Rechnung gehört |
ANR + Artikelnummer |
welcher Artikel verwendet wird, wenn es keinen Bezug gibt |
KNR + Artikelnummer + % + Zahl |
welcher Artikel eine Betragsabweichung ausgleicht, und bis zu welchem Prozentsatz |
Beispiele: LNR70001, ANR9000, KNR9010%5.
Ohne LNR wird die Rechnung nicht importiert — die Schnittstelle weiß dann nicht, wessen Rechnung es ist. Die Nummer muss außerdem in der SelectLine existieren; eine Nummer, die es nicht gibt, führt zum selben Ergebnis.
Am Lieferanten statt an der Rechnung
Der entscheidende Handgriff bei der Einrichtung: Schlagworte lassen sich im Portal am Lieferanten hinterlegen. Jede neue Rechnung dieses Lieferanten erbt sie dann.
Damit wird aus laufender Arbeit eine Einmalarbeit. Für einen Lieferanten, dessen Rechnungen immer stimmen, hinterlegt man LNR… und OK am Lieferanten — danach laufen dessen Rechnungen ohne Zutun bis in die Eingangsrechnung.
Empfehlung für den Anfang: Zunächst nur LNR am Lieferanten und ZB als Vorgabe. Wenn nach
einigen Wochen klar ist, welche Lieferanten unauffällig sind, dort auf OK umstellen.
Der Korrekturartikel
Der Fall, für den KNR gedacht ist: Die Rechnung weicht geringfügig vom Vorgängerbeleg ab —
Rundung, Kleinmengenzuschlag, Frachtanteil.
KNR9010%5 bedeutet: Weicht der Bruttobetrag um bis zu 5 Prozent ab, wird eine Position
mit dem Artikel 9010 über die Differenz angelegt. Der Beleg stimmt danach und läuft weiter.
Ist die Abweichung größer als der erlaubte Prozentsatz, wird nichts ausgeglichen: Die Schnittstelle verwirft das OK, notiert die Abweichung in Prozent am Beleg und lässt ihn in der Inbox liegen. Ohne KNR passiert dasselbe bei jeder Abweichung.
Der Prozentsatz ist die eigentliche Entscheidung. Er beantwortet die Frage: Bis zu welcher Differenz wollen wir nicht hinsehen?
Das Schlagwort, das die Schnittstelle selbst setzt
Scheitert ein Import, setzt FINN.ghost im Portal das Schlagwort ImportError an die
Rechnung und entfernt den halb angelegten Inbox-Beleg wieder.
Eine so gekennzeichnete Rechnung wird bei den folgenden Läufen übersprungen — auch dann, wenn die Ursache behoben ist. Nach der Korrektur muss das Schlagwort im Portal entfernt werden, damit die Rechnung erneut versucht wird.
Das ist gewollt: Ohne diese Kennzeichnung würde eine fehlerhafte Rechnung bei jedem Lauf erneut scheitern und das Protokoll fluten.
Siehe Wenn eine Rechnung nicht ankommt.
Weiter
Erstinbetriebnahme
Die Reihenfolge für die ersten Tage. Sie ist bewusst vorsichtig: Die Schnittstelle erzeugt Belege in einem echten Mandanten.
1. Mit der Buchhaltung abstimmen
Vor der ersten Einstellung, nicht danach:
| Frage | Warum sie zuerst kommt |
|---|---|
| Welche Belegart wird der Eingangskorb? | sie muss angelegt werden |
| Mit welchem Datum sollen Belege erscheinen? | die Wahl gilt dauerhaft |
| Soll die Eingangsrechnung offen bleiben? | betrifft den Prüfablauf |
| Wo soll die Rechnung archiviert werden? | Journal, Archiv oder docuvita |
| Wer entfernt Rechnungen aus der Inbox, die dort nicht hingehören? | es gibt Fälle, die niemand automatisch lösen kann |
2. Belegarten anlegen
Inbox-Belegart, gegebenenfalls Vorlagebelegart. Siehe Vorbereitung in der SelectLine.
3. Zugang einrichten
API-Schlüssel im Portal mit Vollzugriff erzeugen und samt ID eintragen. Siehe Zugang zum Portal.
4. Belegzuordnung setzen
Die vier Belegarten und die beiden Schalter. Siehe Belegzuordnung.
5. Archivierung wählen
Siehe Archivierung.
6. Einen Lieferanten vorbereiten
Nicht alle — einen. Am besten einen mit wiederkehrenden, gleichförmigen Rechnungen.
Im Portal am Lieferanten hinterlegen: LNR mit seiner SelectLine-Nummer. Noch kein OK.
7. Eine einzelne Rechnung mit ZB durchspielen
Eine Rechnung dieses Lieferanten im Portal mit ZB versehen und den Lauf von Hand starten.
Dann in der SelectLine nachsehen:
- Ist ein Inbox-Beleg entstanden?
- Steht der richtige Lieferant darauf?
- Stimmen Betrag und Datum?
- Ist die Rechnung als Journal oder im Archiv am Beleg zu finden?
Mit ZB ist dieser Versuch harmlos: Der Beleg bleibt in der Inbox und geht nicht in die Buchhaltung. Wenn etwas nicht stimmt, löscht man ihn und korrigiert die Einstellung.
8. Danach eine Rechnung mit OK
Erst wenn Schritt 7 sauber war. Jetzt läuft der ganze Weg bis zur Eingangsrechnung — und ist in der SelectLine zu prüfen: Ist die Eingangsrechnung entstanden, mit den erwarteten Positionen, Konten und dem erwarteten Datum?
Siehe Von der Inbox in die Eingangsrechnung.
9. Den Vorgängerfall testen
Wenn mit Bestellungen oder Wareneingängen gearbeitet wird: eine Rechnung, zu der es einen Vorgang gibt. Im Portal die Bestellnummer füllen und prüfen, ob der Vorgängerbeleg gefunden und übergeben wird.
Dazu gehört der Gegentest: eine Rechnung mit einem Betrag, der nicht passt. Sie muss in der Inbox liegen bleiben, mit einem Hinweis auf die Abweichung.
Siehe Rechnung mit Vorgängerbeleg.
10. Zeitplan setzen
Erst jetzt die Aufgabe in der Zeitsteuerung einplanen. Siehe Zeitplan.
11. Lieferanten schrittweise dazunehmen
Weitere Lieferanten mit LNR und ZB versehen. Auf OK umstellen erst dann, wenn deren
Rechnungen mehrfach unauffällig durchgelaufen sind.
Der häufigste Fehler bei der Einführung ist, gleich alle Lieferanten auf OK zu setzen. Dann landen Rechnungen in der Buchhaltung, die noch niemand gesehen hat — und die Korrektur ist aufwendiger als die Vorsicht.
Weiter
Der Ablauf
Was mit einer Rechnung vom Portal bis zur Eingangsrechnung passiert — in den drei Ausgangslagen.
Was bei einem Lauf passiert
Ein Lauf besteht aus zwei Teilen: Erst werden neue Rechnungen aus dem Portal geholt, dann werden fertige Inbox-Belege in die Eingangsrechnung übergeben.
Teil 1: Rechnungen holen
Abgefragt werden Rechnungen, die
- vom Typ Eingangsrechnung sind,
- im Portal nicht archiviert sind,
- das Schlagwort
OKoderZBtragen, - seit dem letzten Lauf neu oder geändert wurden.
Der Zeitpunkt des letzten Laufs wird gespeichert. Beim allerersten Lauf beginnt die Zählung mit dem Moment des Starts — vorhandene alte Rechnungen im Portal werden also nicht nachgeholt. Wer sie will, muss sie im Portal berühren, damit sie als geändert gelten.
Rechnungen mit dem Schlagwort ImportError werden übersprungen. Siehe
Schlagworte im Portal.
Je Rechnung: die Reihenfolge
- Lieferant bestimmen aus dem Schlagwort
LNR. Fehlt es oder gibt es die Nummer in der SelectLine nicht, bricht die Verarbeitung dieser Rechnung ab. - Dublette prüfen. Existiert in der Inbox schon ein Beleg mit derselben Rechnungsnummer, demselben Lieferanten und demselben Datum, wird die Rechnung im Portal archiviert und übersprungen.
- Bezug suchen — Vorgängerbeleg, dann Vorlage. Siehe Rechnung mit Vorgängerbeleg und Wiederkehrende Rechnung über eine Vorlage.
- Ohne Bezug: neuer Beleg mit dem Artikel aus
ANR. Siehe Rechnung ohne Bezug. - Rechnung ablegen als Journal oder im Archiv.
- Bei
OK: den Inbox-Beleg zur Übergabe freigeben. - Im Portal archivieren, damit die Rechnung beim nächsten Lauf nicht wieder erscheint.
Schritt 2 ist der Grund, weshalb ein doppelter Lauf nichts kaputt macht. Wer unsicher ist, ob eine Rechnung schon drin ist, kann die Aufgabe gefahrlos erneut starten.
Wenn eine Rechnung scheitert
Dann wird der Fehler protokolliert, im Portal das Schlagwort ImportError gesetzt und ein
bereits angelegter Inbox-Beleg wieder entfernt.
Das ist die wichtigste Eigenschaft des Ablaufs: Es bleibt kein halber Beleg zurück. Entweder die Rechnung ist vollständig als Inbox-Beleg vorhanden, oder sie ist es nicht.
Der Lauf macht mit der nächsten Rechnung weiter — eine gescheiterte Rechnung hält die übrigen nicht auf.
Die Bemerkung aus dem Portal
Eine im Portal hinterlegte Bemerkung wird in den Beleg übernommen, gekürzt auf 80 Zeichen.
Teil 2: Übergeben
Nach dem Holen sieht die Schnittstelle die Inbox durch und übergibt alles, was zur Übergabe freigegeben ist, in die Eingangsrechnung. Siehe Von der Inbox in die Eingangsrechnung.
Das passiert in jedem Lauf, unabhängig davon, ob neue Rechnungen im Portal lagen. Ein in der Inbox freigegebener Beleg wird deshalb auch dann übergeben, wenn er dort schon länger liegt.
Weiter
Rechnung mit Vorgängerbeleg
Der beste Fall: Zur Rechnung gibt es in der SelectLine schon einen Vorgang — eine Bestellung oder einen Wareneingang. Dann muss niemand Positionen erfassen, und die Beträge lassen sich vergleichen.
Was dafür im Portal stehen muss
Das Feld Bestellnummer an der Rechnung. Es ist der Schlüssel, mit dem FINN.ghost den Vorgang sucht.
Häufig steht die Nummer auf der Rechnung des Lieferanten und wird vom Portal erkannt. Wo das nicht klappt, kann sie im Portal von Hand nachgetragen werden.
Wo gesucht wird
Gesucht wird beim passenden Lieferanten in diesen Feldern:
| Feld |
|---|
| Belegnummer |
| Ihr Zeichen |
| Ihr Auftrag |
| Unser Zeichen |
| Lieferantenbelegnummer |
| Freier Text 1 und 2 |
Diese Breite ist Absicht: Die Nummer, die der Lieferant auf seine Rechnung schreibt, ist nicht immer Ihre Belegnummer. Oft ist es Ihre Bestellnummer in seinem Feld, manchmal eine Auftragsnummer. Es genügt, dass die Nummer in einem dieser Felder steht.
Berücksichtigt werden nur Belege, die gedruckt und nicht abgeschlossen sind.
Über die Belegkette hinweg
Findet sich die Nummer nicht in der eingerichteten Vorgängerbelegart, sucht FINN.ghost sie in anderen Belegarten desselben Lieferanten — und folgt von dort der Belegkette zu einem Nachfolger der richtigen Belegart.
Damit funktioniert der häufige Fall: Der Lieferant nennt Ihre Bestellnummer, gearbeitet wird aber mit dem Wareneingang. FINN.ghost findet die Bestellung, folgt zum Wareneingang und nimmt diesen.
Was dann passiert
Der gefundene Beleg wird in die Inbox übergeben — mit allen Positionen, Konten, Steuerschlüsseln und Mengen. Anschließend werden Rechnungsnummer und Datum aus dem Portal eingetragen.
Der Betragsvergleich
Jetzt kommt der Teil, der die Prüfung ersetzt: Der Bruttobetrag der Rechnung wird mit dem des Vorgängerbelegs verglichen.
| Ergebnis | Was passiert |
|---|---|
| Beträge stimmen | der Beleg läuft weiter |
Abweichung innerhalb der KNR-Toleranz |
eine Korrekturposition über die Differenz wird angelegt, der Beleg läuft weiter |
Abweichung darüber, oder kein KNR |
das OK wird verworfen, die Abweichung in Prozent am Beleg notiert, der Beleg bleibt liegen |
Der letzte Fall ist der wichtigste des ganzen Moduls: Eine Rechnung, die nicht zum Vorgang passt, wird nicht in die Buchhaltung übergeben. Sie bleibt in der Inbox, mit dem Prozentsatz der Abweichung im Belegfeld. Dort muss jemand hinsehen.
Für den Vergleich liegt die Rechnung am Beleg — als Journal oder im Archiv. Siehe Archivierung.
Wenn die Nummer nicht gefunden wird
Findet sich zu einer gefüllten Bestellnummer kein Beleg, wird die Rechnung nicht
importiert, sondern mit einer Meldung abgewiesen und im Portal als ImportError markiert.
Auch das ist gewollt: Eine Rechnung, die sich auf einen Vorgang beruft, den es nicht gibt, ist ein Fall für einen Menschen.
Siehe Wenn eine Rechnung nicht ankommt.
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Wiederkehrende Rechnung über eine Vorlage
Wiederkehrende Rechnung über eine Vorlage
Telefon, Internet, Miete, Wartung, Reinigung: Rechnungen, die jeden Monat gleich aussehen. Dafür legt man den Beleg einmal an, und jede neue Rechnung kopiert ihn.
Die Vorlage anlegen
In der Vorlagebelegart — häufig Lieferantenvertrag genannt — einen Beleg mit allem anlegen, was jeden Monat gleich ist:
- der Lieferant
- die Positionen mit Artikel, Menge und Preis
- die Sachkonten und Steuerschlüssel
- gegebenenfalls Rabatte
Hier lohnt sich Sorgfalt am meisten: Was in der Vorlage richtig steht, steht ab dann in jeder monatlichen Rechnung richtig — inklusive Kontierung. Genau das spart der Buchhaltung die Arbeit.
Die Vorlage wird nicht abgeschlossen. Sie ist eine Schablone und bleibt liegen.
Wie die Zuordnung entsteht
Im Portal muss an der Rechnung die Bestellnummer stehen, und sie muss zu einem dieser Felder der Vorlage passen:
| Feld der Vorlage |
|---|
| Belegnummer |
| Ihr Zeichen |
| Ihr Auftrag |
| Unser Zeichen |
| Lieferantenbelegnummer |
| Freier Text 1 und 2 |
In der Praxis trägt man dafür die Kunden- oder Vertragsnummer ein, die der Lieferant auf seine Rechnungen schreibt — etwa die Kundennummer beim Telefonanbieter. Diese Nummer bleibt über Jahre gleich, steht auf jeder Rechnung und ist damit der natürliche Schlüssel.
Am bequemsten hinterlegt man die Bestellnummer im Portal am Lieferanten, dann erbt sie jede neue Rechnung. Siehe Schlagworte im Portal.
Was beim Import passiert
Die Vorlage wird kopiert, nicht übergeben — sie bleibt also für den nächsten Monat erhalten. Übernommen werden je Position:
Artikel, Bezeichnung, Menge, Einzelpreis, Sachkonto, Steuerschlüssel und Steuersatz sowie Rabatte.
In den neuen Beleg schreibt FINN.ghost zusätzlich die Rechnungsnummer aus dem Portal und die Belegnummer der Vorlage — damit ist später erkennbar, aus welchem Vertrag der Beleg entstanden ist.
Der Betragsvergleich
Wie beim Vorgängerbeleg wird der Bruttobetrag verglichen — hier mit dem Betrag der Vorlage.
| Ergebnis | Was passiert |
|---|---|
| Beträge stimmen | der Beleg läuft weiter |
Abweichung innerhalb der KNR-Toleranz |
eine Korrekturposition über die Differenz wird angelegt |
Abweichung darüber, oder kein KNR |
das OK wird verworfen, der Beleg bleibt in der Inbox liegen |
Bei wiederkehrenden Rechnungen ist genau das der Nutzen: Solange die Telefonrechnung wie immer aussieht, läuft sie durch. Sobald sie sich ändert, sieht jemand hin.
Ändert sich der Betrag dauerhaft — etwa nach einer Preiserhöhung —, gehört die Vorlage angepasst. Sonst bleibt ab dann jede Rechnung mit einer Abweichung liegen.
Reihenfolge der Suche
FINN.ghost sucht zuerst einen Vorgängerbeleg und erst danach eine Vorlage. Wird ein Vorgang gefunden, kommt die Vorlage nicht zum Einsatz.
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Rechnung ohne Bezug
Der Tankbeleg, die Bewirtungsrechnung, der Kassenzettel aus dem Baumarkt: Rechnungen, zu denen es keine Bestellung und keinen Vertrag gibt.
Was dafür im Portal stehen muss
Zwei Dinge:
- Die Bestellnummer bleibt leer. Sie ist das Signal, dass es keinen Bezug gibt.
- Die Rechnung braucht ein Schlagwort
ANRmit der Artikelnummer, auf die gebucht wird.
Steht eine Bestellnummer drin, zu der sich kein Beleg finden lässt, wird die Rechnung abgewiesen — nicht als Beleg ohne Bezug angelegt. Die Schnittstelle geht davon aus, dass eine genannte Bestellnummer auch gefunden werden soll.
Was entsteht
Ein neuer Inbox-Beleg mit
- dem Lieferanten aus dem Schlagwort
LNR, - einer Position mit dem Artikel aus
ANR, Menge 1, - dem Bruttobetrag der Rechnung als Preis.
Gerechnet wird dabei mit Bruttopreisen.
Die Steueraufteilung kommt vom Artikel, nicht aus dem Portal. Deshalb lohnt es, für diesen Zweck eigene Artikel je Steuersatz und Aufwandskonto anzulegen — etwa einen für Bewirtung, einen für Kraftstoff, einen für Büromaterial.
Der Artikel ist die Kontierung
Weil die Position den Artikel trägt, entscheidet der Artikel über Sachkonto und Steuer. Das ist der Hebel für diesen Fall:
Mit gut gewählten Artikeln wird aus jedem Kassenzettel ein korrekt kontierter Beleg — ohne dass jemand ein Konto eintippt. Das Schlagwort ANR am Lieferanten hinterlegt bedeutet: Alle Rechnungen dieser Tankstelle landen automatisch auf dem Kraftstoffkonto.
Kein Betragsvergleich
Es gibt keinen Vorgang, gegen den verglichen werden könnte. Der Betrag aus dem Portal wird übernommen, wie er ist.
Damit hängt die Richtigkeit an der Erkennung im Portal. Für diesen Fall ist ZB statt OK die sichere Wahl: Die Belege sammeln sich in der Inbox, und jemand sieht sie in Ruhe durch, bevor sie in die Buchhaltung gehen.
Fehlt das Schlagwort
Ohne gültiges ANR wird die Rechnung nicht importiert und im Portal als ImportError
gekennzeichnet. Dasselbe gilt, wenn die genannte Artikelnummer in der SelectLine nicht
existiert.
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Von der Inbox in die Eingangsrechnung
Von der Inbox in die Eingangsrechnung
Der zweite Teil jedes Laufs. Er ist unabhängig davon, ob neue Rechnungen im Portal lagen: Die Schnittstelle sieht immer die Inbox durch.
Wann ein Beleg übergeben wird
Übergeben wird jeder Inbox-Beleg, der
- zur Übergabe freigegeben ist — das passiert beim Import durch das Schlagwort
OKoder später von Hand in der SelectLine, - und noch nicht übergeben wurde.
Dass ein Beleg schon übergeben wurde, merkt sich die Schnittstelle im Beleg selbst. Ein zweites Mal wird er deshalb nicht übergeben — auch nicht, wenn der Lauf mehrfach startet.
Nachbearbeitete Belege freigeben
Der übliche Weg im Alltag: Eine Rechnung kam mit ZB und liegt in der Inbox. Jemand prüft
sie, ergänzt Konten oder korrigiert eine Position — und gibt sie dann in der SelectLine frei.
Beim nächsten Lauf wird sie übergeben.
Das ist der Grund, weshalb die Zwischenstufe existiert: Die Nachbearbeitung findet in der SelectLine statt, mit den gewohnten Masken. Niemand muss dafür ins Portal zurück.
Was übergeben wird
Es entsteht eine Eingangsrechnung als Nachfolgebeleg des Inbox-Belegs — mit allen Positionen und der ganzen Belegkette. Zusätzlich werden übernommen:
- das Belegdatum des Inbox-Belegs, damit die Rechnung mit ihrem Datum in der Buchhaltung erscheint und nicht mit dem Datum der Übergabe
- der Vermerk aus Unser Zeichen, also bei Vorlagen der Verweis auf den Vertrag
Ob die Eingangsrechnung offen bleibt, hängt an der Einstellung Bearbeitungsstatus offen lassen. Siehe Belegzuordnung.
Das Archiv wandert mit
Bei der Archivierung über das Archiv der SelectLine und eingeschalteter Einstellung DatevExport wird der Archiveintrag des Inbox-Belegs zusätzlich an die Eingangsrechnung gehängt.
Damit hängt die Rechnung an dem Beleg, der in die Buchhaltung geht — und geht bei der Übergabe an DATEV mit. Ohne diese Einstellung bleibt sie nur am Inbox-Beleg.
Siehe Archivierung.
Was der Inbox-Beleg danach ist
Er bleibt bestehen — als Nachweis, woher die Eingangsrechnung kommt, mit dem Verweis auf die Rechnung im Portal und dem Vermerk, dass er übergeben wurde.
Inbox-Belege sammeln sich also mit der Zeit an. Das ist gewollt und der Grund, weshalb es eine eigene Belegart ist: Sie lässt sich getrennt auswerten und getrennt aufräumen, ohne die Eingangsrechnungen zu berühren.
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Laufender Betrieb
Zeitplan, Fehlersuche und häufige Fragen.
Zeitplan
Die Schnittstelle hat genau eine Aufgabe in der Zeitsteuerung: GMI synchronisieren. Sie holt neue Rechnungen und übergibt fertige Inbox-Belege — beides in einem Durchgang.
Zu finden unter der Kategorie System in der Zeitsteuerung.
Wie oft
| Betrieb | Empfehlung |
|---|---|
| wenige Rechnungen am Tag | zwei- bis dreimal täglich zu festen Zeiten |
| laufender Rechnungseingang | stündlich |
| mit Nachbearbeitung in der Inbox | stündlich, damit freigegebene Belege zügig übergeben werden |
Häufiger als stündlich bringt selten etwas: Rechnungen erreichen das Portal nicht im Minutentakt, und die Nachbearbeitung in der Inbox braucht ohnehin länger.
Was ein Start von Hand bewirkt
Derselbe Ablauf, sofort. Sinnvoll,
- wenn im Portal gerade eine Rechnung freigegeben wurde und man das Ergebnis sehen will,
- nachdem in der Inbox Belege nachbearbeitet und freigegeben wurden,
- beim Einrichten und Testen.
Ein zusätzlicher Lauf ist gefahrlos: Rechnungen, die schon importiert sind, werden anhand von Rechnungsnummer, Lieferant und Datum erkannt und übersprungen.
Die Aufgaben laufen nacheinander
Wie in FINN.ghost üblich arbeiten die Aufgaben nicht gleichzeitig. Läuft ein umfangreicher Lauf eines anderen Moduls, wartet die GMI-Aufgabe.
Bei Installationen mit großen nächtlichen Läufen — etwa einem Shop-Vollexport — lohnt es, die GMI-Aufgabe nicht in dieselbe Stunde zu legen.
Was im Protokoll steht
Je Rechnung eine Zeile mit dem angelegten Inbox-Beleg, je Übergabe eine Zeile mit der entstandenen Eingangsrechnung. Fehler stehen mit der Rechnungsnummer dabei.
Ein Lauf gilt als beendet, auch wenn einzelne Rechnungen gescheitert sind. Der Abschluss allein sagt also nicht, dass alles angekommen ist — dafür muss man ins Protokoll sehen.
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Wenn eine Rechnung nicht ankommt
Wenn eine Rechnung nicht ankommt
Die Ursachen sind überschaubar und liegen fast immer im Portal. Diese Seite geht sie in der Reihenfolge durch, in der sie auftreten.
Die Rechnung wird gar nicht abgeholt
1. Fehlt das Schlagwort OK oder ZB?
Ohne eines der beiden wird die Rechnung nicht abgeholt. Das ist die häufigste Ursache überhaupt.
2. Ist sie im Portal schon archiviert?
Archivierte Rechnungen werden nicht mehr abgefragt. Nach einem erfolgreichen Import ist das der Normalfall — die Rechnung ist dann schon in der SelectLine.
3. Trägt sie das Schlagwort ImportError?
Dann ist der Import schon einmal gescheitert. Sie wird übersprungen, bis das Schlagwort entfernt wird.
Das ist der Punkt, der am häufigsten übersehen wird: Die Ursache zu beheben genügt nicht. Solange ImportError an der Rechnung hängt, versucht die Schnittstelle es nicht erneut.
4. Ist sie älter als der erste Lauf?
Beim ersten Lauf beginnt die Zählung mit dem Zeitpunkt des Starts. Ältere Rechnungen werden nicht nachgeholt — sie müssen im Portal geändert werden, damit sie als neu gelten.
5. Ist es überhaupt eine Eingangsrechnung?
Abgefragt werden nur Dokumente, die im Portal als Eingangsrechnung geführt sind.
Die Rechnung wird abgeholt, aber abgewiesen
| Meldung im Protokoll | Ursache | Abhilfe |
|---|---|---|
| Lieferant nicht gefunden | LNR fehlt oder die Nummer gibt es in der SelectLine nicht |
Schlagwort prüfen, am besten am Lieferanten hinterlegen |
| Artikel nicht gefunden | ANR fehlt oder die Artikelnummer gibt es nicht |
Schlagwort prüfen |
| Beleg zur Bestellnummer nicht gefunden | die Bestellnummer aus dem Portal passt zu keinem Beleg | Nummer im Portal prüfen, oder Feld leeren und über ANR buchen |
| Beleg existiert bereits | dieselbe Rechnungsnummer, derselbe Lieferant, dasselbe Datum | keine — die Rechnung ist schon drin |
Bei allen Fällen außer dem letzten wird im Portal ImportError gesetzt. Nach der Korrektur also nicht vergessen, es wieder zu entfernen.
Der Beleg ist da, geht aber nicht in die Eingangsrechnung
Trägt die Rechnung nur ZB?
Dann ist das so gewollt: Sie bleibt zur Nachbearbeitung liegen. In der SelectLine freigeben, beim nächsten Lauf wird sie übergeben.
Steht ein Hinweis auf eine Betragsabweichung am Beleg?
Dann passt der Bruttobetrag der Rechnung nicht zum Vorgänger oder zur Vorlage. Am Beleg steht die Abweichung in Prozent.
Zu klären ist dann die kaufmännische Frage, nicht eine technische:
| Situation | Vorgehen |
|---|---|
| Rechnung ist korrekt, Vorgang veraltet | Vorgang oder Vorlage anpassen |
| Rechnung ist falsch | beim Lieferanten reklamieren |
| Differenz ist erwartbar und klein | Schlagwort KNR mit Toleranz einrichten |
Siehe Schlagworte im Portal.
Die Rechnung hängt nicht am Beleg
| Prüfpunkt | Hinweis |
|---|---|
| Welcher Archivierungsweg ist gewählt? | Journal, Archiv oder docuvita |
| Bei Journal: ist Datei ablegen eingeschaltet? | sonst gibt es nur den Portalverweis |
| Bei Archiv: ist der Systempfad eingetragen und erreichbar? | fehlt er, wird nichts abgelegt |
| Bei docuvita: ist es eine PDF-Datei? | andere Formate werden übersprungen |
| Ist Datei erst in Eingangsrechnung ablegen aktiv? | dann hängt sie nicht am Inbox-Beleg |
Siehe Archivierung.
Die Rechnung fehlt in der Eingangsrechnung, ist aber am Inbox-Beleg
Bei der Archivierung im Archiv der SelectLine: Ist die Einstellung DatevExport eingeschaltet? Nur dann wandert der Archiveintrag mit an die Eingangsrechnung.
Dieselbe Rechnung ist zweimal drin
Die Dublettenprüfung vergleicht Rechnungsnummer, Lieferant und Belegdatum. Weicht eines davon ab — etwa weil die Rechnungsnummer im Portal korrigiert wurde —, gilt sie als neue Rechnung.
Der doppelte Beleg lässt sich in der SelectLine löschen. Damit er nicht wiederkommt, sollte die Rechnung im Portal archiviert werden.
Der Zugang funktioniert nicht
| Prüfpunkt | Hinweis |
|---|---|
| Schlüssel vollständig kopiert? | Leerzeichen am Anfang oder Ende sind der Klassiker |
| Berechtigung Vollzugriff? | mit weniger scheitert das Archivieren im Portal |
| Schlüssel im Portal noch gültig? | ein gelöschter Schlüssel wird abgewiesen |
Siehe Zugang zum Portal.
Wenn es dabei bleibt
Wenden Sie sich an den Support und halten Sie bereit:
- die Rechnungsnummer im Portal und den Lieferanten
- welche Schlagworte an Rechnung und Lieferant hängen
- ob die Bestellnummer im Portal gefüllt ist
- den Auszug aus dem Protokoll zum Zeitpunkt des Laufs
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Häufige Fragen
Muss jede Rechnung im Portal angefasst werden?
Nein, und das ist der Sinn der Sache. Werden die Schlagworte am Lieferanten hinterlegt, erbt jede neue Rechnung sie. Bei Lieferanten mit gleichförmigen Rechnungen ist danach kein Handanlegen mehr nötig. Siehe Schlagworte im Portal.
Warum der Umweg über einen Inbox-Beleg?
Weil eine importierte Rechnung noch keine geprüfte Rechnung ist. Die Inbox trennt beides: Was noch jemand ansehen muss, liegt dort und erscheint nicht in der Buchhaltung.
Kann ich direkt in die Eingangsrechnung importieren?
Nein. Der Weg führt immer über die Inbox — allerdings in einem Zug, wenn die Rechnung das
Schlagwort OK trägt.
Was passiert bei einer falsch erkannten Summe?
Bei einer Rechnung mit Vorgänger oder Vorlage wird die Abweichung erkannt: Der Beleg bleibt in
der Inbox liegen, mit dem Prozentsatz der Abweichung am Beleg. Ohne Bezug gibt es nichts zu
vergleichen — dort ist ZB die sichere Wahl.
Wie gehe ich mit Kleinstabweichungen um?
Mit dem Schlagwort KNR: Es nennt einen Artikel und eine Toleranz in Prozent. Innerhalb der
Toleranz entsteht eine Korrekturposition, darüber bleibt der Beleg liegen. Siehe
Schlagworte im Portal.
Kann die Schnittstelle kontieren?
Nicht selbst. Die Kontierung kommt aus dem Vorgängerbeleg, aus der Vorlage oder vom Artikel. Wer für Rechnungen ohne Bezug eigene Artikel je Aufwandskonto anlegt, bekommt die Kontierung damit trotzdem automatisch. Siehe Rechnung ohne Bezug.
Was ist mit Rechnungen aus der Zeit vor der Einführung?
Die werden nicht nachgeholt. Der erste Lauf beginnt mit dem Zeitpunkt des Starts. Wer alte Rechnungen einsammeln will, muss sie im Portal ändern, damit sie als neu gelten.
Kann ich einen Lauf gefahrlos wiederholen?
Ja. Rechnungen, die schon importiert sind, werden über Rechnungsnummer, Lieferant und Datum erkannt und übersprungen.
Wird die Rechnung im Portal gelöscht?
Nein, sie wird dort archiviert. Damit erscheint sie nicht mehr in der Abfrage, bleibt im Portal aber erhalten.
Warum wird eine korrigierte Rechnung nicht neu versucht?
Weil an ihr im Portal noch das Schlagwort ImportError hängt. Es muss entfernt werden. Siehe
Wenn eine Rechnung nicht ankommt.
Sammeln sich die Inbox-Belege an?
Ja, sie bleiben als Nachweis bestehen. Weil es eine eigene Belegart ist, lassen sie sich getrennt auswerten und aufräumen, ohne die Eingangsrechnungen zu berühren.
Mit welchem Datum erscheint der Beleg in der Buchhaltung?
Mit dem Belegdatum des Inbox-Belegs — nicht mit dem Datum der Übergabe. Ob das Belegdatum das Rechnungsdatum oder das Importdatum ist, entscheidet eine Einstellung. Siehe Belegzuordnung.
Brauche ich docuvita?
Nein. Journal oder das Archiv der SelectLine genügen. docuvita ist der Weg für Häuser, die es ohnehin einsetzen — und braucht eine eigene Einrichtung. Siehe Archivierung.
Wo sehe ich, was der letzte Lauf getan hat?
Im Protokoll von FINN.ghost. Je Rechnung steht dort der angelegte Inbox-Beleg, je Übergabe die entstandene Eingangsrechnung. Siehe Zeitplan.
Womit fange ich an?
Mit einem Lieferanten, dem Schlagwort LNR und ZB — und einer einzelnen Rechnung. Siehe
Erstinbetriebnahme.