Der Cache
Shopify vergibt für jedes Produkt, jede Variante, jede Sammlung und jedes Metafeld eine eigene interne Nummer. Diese Nummern stehen nirgends in der SelectLine. FINN.ghost führt deshalb eine eigene Zuordnungstabelle — den Cache.
Der Cache ist keine Kopie der Daten, sondern nur ein Verzeichnis: „SelectLine-Artikel 4711 ist im Shop das Produkt mit der Nummer 123456789". Ohne diesen Eintrag findet die Schnittstelle den Artikel im Shop nicht wieder.
Was im Cache steht
| Zuordnung | Wofür sie gebraucht wird |
|---|---|
| Artikelnummer → Produkt | Artikel wiederfinden statt doppelt anlegen |
| Artikelnummer → Variante | Preis und Bestand setzen |
| Artikelnummer → Sammlungen | Zuordnung nicht doppelt anlegen |
| Artikelgruppe → Sammlung | Sammlung wiederfinden |
| Sachmerkmal → Metafeld | Definition nicht doppelt anlegen |
| Extrafeld → Metafeld | Definition nicht doppelt anlegen |
| Kundennummer → Unternehmen | B2B-Unternehmen wiederfinden |
| CRM-Adresse → Firmenkontakt | B2B-Kontakte wiederfinden |
| Zahlungsarten | Liste für die Zuordnung der Zahlungsbedingungen |
Wann er erneuert werden muss
Immer, wenn im Shopify-Adminbereich Produkte, Varianten oder Sammlungen gelöscht oder von Hand angelegt wurden. Der Cache weiß davon nichts.
Die Folgen eines veralteten Caches sind typisch und gut erkennbar:
| Symptom | Ursache |
|---|---|
| Artikel entsteht im Shop doppelt | Produkt gelöscht, Cache zeigt noch darauf |
| Bestellimport meldet „Artikelnummer nicht gefunden" | Variante nicht im Cache |
| Preis- oder Bestandslauf meldet „VariantID nicht gefunden" | Variante nicht im Cache |
| Sammlungszuordnung entsteht doppelt | Sammlung im Shop neu angelegt |
Wie man ihn erneuert
Die Aufgabe Cache aktualisieren unter Shopify → Zeitsteuerung starten.
Sie verwirft die Tabelle und baut sie vollständig aus dem Shop neu auf: alle Sammlungen, alle Produkte mit ihren Varianten, alle Metafeld-Definitionen und — bei Shopify Plus — alle Unternehmen mit ihren Kontakten.
Das ist ein vollständiger Durchlauf durch den Shop und dauert bei großen Sortimenten entsprechend lange. Während er läuft, warten alle anderen Aufgaben. Der Lauf gehört deshalb in die Nacht — und nach jedem größeren Eingriff im Shopify-Adminbereich einmal von Hand angestoßen.
Die Zuordnung eines Produkts erfolgt über die SKU seiner ersten Variante. Ist das ein Variantenartikel, wird der Hauptartikel aus der SelectLine ermittelt.
Unbekannte Produkte archivieren
Unbekannte Produkte archivieren
Ist diese Einstellung aktiv, archiviert der Cache-Lauf zusätzlich alle Produkte, die
- keiner SelectLine-Artikelnummer zuzuordnen sind, oder
- deren Artikel nicht mehr für den Shop freigegeben ist.
Damit werden auch Produkte archiviert, die absichtlich nur im Shop existieren — etwa reine Shop-Artikel ohne Gegenstück in der SelectLine. Vor dem Einschalten prüfen, ob es solche Produkte gibt.
Der Cache und die Datensicherung
Der Cache liegt als Datei im Arbeitsverzeichnis des Dienstes. Er ist kein schützenswerter Datenbestand: Geht er verloren, baut die Aufgabe Cache aktualisieren ihn vollständig neu auf.
Nach einem Serverumzug oder einer Neuinstallation ist der Cache leer. Bevor irgendein Artikel- oder Bestellauf startet, muss deshalb Cache aktualisieren durchgelaufen sein — sonst entstehen alle Produkte im Shop doppelt.