B2B mit Shopify Plus
Shopify Plus kennt neben Endkunden auch Unternehmen mit mehreren Ansprechpartnern, eigenen Adressen und Zahlungszielen. Ist B2B eingeschaltet, überträgt FINN.ghost die SelectLine-Kunden als Unternehmen statt als einzelne Kunden.
Die Umschaltung erfolgt über eine Einstellung. Sie verändert das Verhalten des Kundenexports vollständig — vorher angelegte Einzelkunden bleiben unberührt im Shop stehen.
Was aus einem Kunden wird
| Im Shop | Aus der SelectLine |
|---|---|
| Unternehmen | Kunde, Name aus Firma oder Nachname |
| Externe ID | Kundennummer |
| Steuernummer | USt-IdNr. |
| Rechnungsadresse | Adresse des Kunden |
| Lieferadresse | Standardlieferadresse, sonst Rechnungsadresse |
| Kontakte | CRM-Adressen zur Hauptadresse des Kunden |
| Metafelder | Extrafelder des Kunden |
Pflichtangaben
Straße und Land sind Pflicht, außerdem Firma oder Nachname. Fehlt eines davon, bricht der Export dieses Kunden mit einer Meldung ab.
Kontakte und Rollen
Jede CRM-Adresse zur Hauptadresse des Kunden wird ein Firmenkontakt. Erforderlich sind E-Mail sowie Vor- oder Nachname; andere werden übersprungen und im Protokoll vermerkt.
Die Rollen setzt FINN.ghost so:
| Rolle im Shop | Wer |
|---|---|
| Location admin | der Standardansprechpartner des Kunden |
| Ordering only | alle weiteren Kontakte |
Der Standardansprechpartner wird zusätzlich als Hauptansprechpartner des Unternehmens gesetzt.
Ist der Kunde inaktiv oder das Kundenkennzeichen nicht gesetzt, werden allen Kontakten die Rollen entzogen. Die Kontakte bleiben bestehen, können sich aber nicht mehr anmelden und nicht mehr bestellen. Das ist der Weg, einen B2B-Kunden zu sperren.
Entfallene Kontakte
Wird eine CRM-Adresse in der SelectLine gelöscht, räumt FINN.ghost im Shop auf:
- Kontakt ohne Bestellungen: wird gelöscht.
- Kontakt mit Bestellungen: behält den Datensatz, verliert aber alle Rollen.
Damit bleibt die Bestellhistorie erhalten und der Zugang ist trotzdem entzogen.
Wenn die E-Mail schon vergeben ist
Existiert im Shop bereits ein Endkunde mit derselben E-Mail-Adresse, kann kein neuer Firmenkontakt entstehen. FINN.ghost erkennt das, sucht den bestehenden Kunden und verknüpft ihn als Kontakt mit dem Unternehmen.
Einkaufserlebnis
Drei Einstellungen bestimmen, wie B2B-Kunden im Shop bestellen:
Bestellung als Entwurf
Der Warenkorb wird nicht direkt zur Bestellung, sondern zu einem Bestellentwurf, der erst geprüft und freigegeben wird.
Lieferadresse bearbeitbar
Legt fest, ob der Kunde beim Bestellen von der hinterlegten Lieferadresse abweichen darf.
Zahlungsbedingungsvorlage
Die Shopify-Zahlungsbedingungsvorlage, die für das Unternehmen gilt — etwa „Zahlung innerhalb 30 Tagen".
Bestellungen von Unternehmen
Bei B2B-Bestellungen entfällt die Prüfung auf vollständige Bezahlung, weil mit Zahlungsziel gearbeitet wird.
FINN.ghost übernimmt zusätzlich:
- die Rechnungsadresse des Unternehmensstandorts anstelle der Adresse aus der Bestellung
- die Steuernummer des Standorts, was die Kontengruppe für EU-Ausland beeinflusst
- den Ansprechpartner im Beleg, ermittelt über den Firmenkontakt der Bestellung
Ist der Kunde in der SelectLine inaktiv oder das Kundenkennzeichen nicht gesetzt, wird die Bestellung nicht importiert. Im Protokoll steht der Hinweis, dass der Kunde inaktiv ist. Das verhindert, dass gesperrte Kunden über den Shop weiter bestellen.