Sicherheit und Betrieb
Verantwortung, Fehlersuche und häufige Fragen.
Sicherheit und Verantwortung
Diese Seite ist die wichtigste des Buchs. Der Zugang ist mächtig, und ein Teil der Absicherung ist eine Frage der Organisation, nicht der Einstellungen.
Der Schlüssel ist der Zugang
Ein einzelnes Geheimnis öffnet den gesamten Mandanten — lesend und schreibend. Es ist gleichwertig zu einem Administratorkennwort der SelectLine und gehört genauso behandelt.
Daraus folgt:
- Nicht per E-Mail, Chat oder Ticket versenden.
- Nicht in einer Datei auf einem geteilten Laufwerk ablegen.
- Nur an Personen geben, die den Zugang wirklich brauchen.
- Bei Verdacht auf Weitergabe erneuern lassen — das entwertet alle bestehenden Verbindungen.
Was technisch abgesichert ist
| Bereich | Absicherung |
|---|---|
| Lesen | nur Abfragen, die nichts verändern; Schreibbefehle und Anweisungen, die die Datenbankverbindung umstellen, werden abgewiesen |
| Datenbanken | nur die eigene Mandantendatenbank und die Benutzerdaten der SelectLine, das Rechnungswesen nur, wenn es freigeschaltet ist — andere Mandanten auf demselben SQL-Server bleiben außen vor |
| Datenbankverbindung | eigene Verbindungen, getrennt von denen der übrigen Module und nach jeder Abfrage zurückgesetzt — eine Abfrage des Assistenten kann Lager, Shops oder Mail2SL nicht stören |
| Schreiben | über geprüfte Funktionen; Tabellen- und Spaltennamen werden gegen den Systemkatalog geprüft, berechnete Felder abgewiesen. Freies Schreiben in beliebige Tabellen gibt es nur, wenn es für die Installation freigeschaltet ist |
| Zugang | ein zufällig erzeugtes Geheimnis, zeitkonstant geprüft; Fehlversuche werden protokolliert |
| Übertragung | verschlüsselt, sobald ein Zertifikat vorliegt — der Zugang benutzt dasselbe wie die Oberfläche. Fehlt es, ist die Verbindung unverschlüsselt |
| Schlüssel | verschlüsselt in der Konfiguration abgelegt, nie im Protokoll |
| Web-Abrufe | Adressen im eigenen Netz ausgeschlossen, Größe begrenzt |
| Beleg-PDFs | nur über signierte Links mit kurzer Frist; danach wird auch die Datei gelöscht |
| Sitzungen | keine — jede Anfrage steht für sich und wird für sich geprüft, es bleibt nichts offen |
Was nicht abgesichert ist
Es gibt keine abgestuften Rechte. Der Zugang kennt kein „nur lesen" für einzelne Benutzer und keine Beschränkung auf Bereiche. Wer verbunden ist, kann alles, was der Assistent kann.
Ebenso wenig bremst der Zugang Fehlversuche: Ein falscher Schlüssel wird protokolliert, aber nicht gesperrt. Ist der Zugang von außen erreichbar, gehört eine Begrenzung der Versuche in einen vorgeschalteten Webserver — die Anwendung selbst kann das nicht. Siehe Zugang von außen.
Wer eine Trennung braucht, löst sie über die Umgebung:
- Testmandant für alles, was ausprobiert wird
- Zugang nur im eigenen Netz, solange es keinen Grund für den Zugang von außen gibt
- die Weiterleitung im Webserver abschalten, wenn der Zugang von außen pausieren soll
Empfehlung für den Anfang
- Testmandant.
- Nur im eigenen Netz.
- Nur Fragen, keine Anweisungen.
- Erst danach schreiben, erst danach nach außen.
Siehe Erstinbetriebnahme.
Was im Haus geklärt sein sollte
| Frage | Warum |
|---|---|
| Wer nutzt den Zugang? | es gibt keine Rechteverwaltung |
| Wo liegt der Schlüssel? | er ist der ganze Zugang |
| Darf geschrieben werden, und was? | technisch ist alles erlaubt |
| Wer prüft Zahlen, die weitergegeben werden? | Antworten sind reproduzierbar, aber nicht unfehlbar |
| Wer bemerkt Ungewöhnliches? | das Protokoll wird nicht von sich aus gelesen |
Nachvollziehbarkeit
Jeder Aufruf steht im Protokoll von FINN.ghost, und daran hängt der Name des Programms, das sich verbunden hat — auf beiden Zugangswegen gleichermaßen. Welche Person gefragt hat, steht dort nicht: Es gibt nur einen Schlüssel für die Installation.
Am Datensatz in der SelectLine ist nicht erkennbar, dass ein Assistent ihn angelegt hat. Wer das unterscheiden möchte, muss ins Protokoll von FINN.ghost sehen.
Weiter
Wenn die Verbindung nicht zustande kommt
Wenn die Verbindung nicht zustande kommt
Die Meldungen der Assistenten sind an dieser Stelle wenig aussagekräftig — meist heißt es nur, dass keine Verbindung möglich ist. Diese Seite geht die Ursachen in der Reihenfolge durch, in der sie auftreten.
Der Menüpunkt FINN.MCP fehlt
- Modul lizenziert? Ohne Lizenz erscheint der Bereich nicht.
- Als Administrator angemeldet? Der Bereich ist nur für Administratoren sichtbar.
Das Feld API-Schlüssel ist leer
Der Schlüssel entsteht beim Start der Anwendung. Ist das Feld leer, wurde die Anwendung seit der Freischaltung des Moduls nicht neu gestartet.
Siehe Einstellungen.
Der Zugang im eigenen Netz antwortet nicht
| Prüfpunkt | Hinweis |
|---|---|
| Läuft FINN.ghost? | der Zugang gehört zur Anwendung |
| Richtige Adresse samt Port? | die Oberfläche zeigt sie an, sie endet auf /mcp |
| Port belegt? | ein anderes Programm auf dem Server kann ihn halten |
| Firewall auf dem Server? | der Port muss im eigenen Netz erreichbar sein |
| Schlüssel unverändert übernommen? | Leerzeichen am Anfang oder Ende sind der Klassiker |
Der Zugang von außen kommt nicht zustande
Der häufigste Fall, und fast immer liegt es am Weg dorthin, nicht am Zugang selbst.
1. Kommt der Aufruf überhaupt an?
Ist der Port des Zugangs nach außen freigegeben? Steht ein Webserver davor, muss er /mcp
an diesen Port weiterleiten.
Das ist die Ursache Nummer eins. Ein Aufruf, der schon in der Firewall oder beim Webserver hängen bleibt, erreicht FINN.ghost nie — im Protokoll der Anwendung steht dann auch nichts. Wer nicht weiterkommt, prüft zuerst dort.
2. Ist die Adresse über HTTPS erreichbar?
Das Zertifikat muss gültig und zur Adresse passend sein — egal, ob es in FINN.ghost selbst liegt oder im vorgeschalteten Webserver. Über eine unverschlüsselte Adresse verbinden sich Assistenten aus dem Internet nicht.
Verschlüsselt FINN.ghost selbst, zeigt die Einstellungsseite von FINN.MCP die Adresse mit https an, und im Protokoll steht beim Start lauscht auf https://…. Steht dort http, fehlt das Zertifikat.
3. Ist die Adresse von außen erreichbar?
Der Assistent verbindet sich aus dem Internet. Eine Adresse, die nur im Firmennetz auflöst, genügt nicht.
4. Kommt der Schlüssel als Kopfzeile mit?
Im Assistenten muss der API-Schlüssel als x-api-key hinterlegt sein, alternativ als
Authorization: Bearer. Fehlt er oder stimmt er nicht, antwortet der Zugang mit nicht
autorisiert und schreibt eine Warnung samt Adresse des Aufrufers ins Protokoll.
5. Lauscht der Zugang auf der erwarteten Schnittstelle?
Ist die Einstellung mcp.host auf 127.0.0.1 gesetzt, erreicht ihn nur ein Webserver auf
demselben Rechner. Vorbelegt ist 0.0.0.0, also jede Schnittstelle.
Siehe Zugang von außen.
Der Zugang antwortet mit „nicht autorisiert"
- Es ist der API-Schlüssel aus den Einstellungen, kein SelectLine-Kennwort.
- Leerzeichen am Anfang oder Ende zählen mit — den Schlüssel über das Kopiersymbol übernehmen, nicht abschreiben.
- Wurde der Schlüssel erneuert, gilt der alte nicht mehr, und zwar auf allen Zugangswegen.
Die Verbindung bricht immer wieder ab
| Ursache | Erkennbar an |
|---|---|
| Anwendung wurde neu gestartet | eine einzelne Anfrage schlägt fehl, die nächste geht wieder durch |
| Zertifikat wurde erneuert | ebenso — die Erneuerung startet die Anwendung neu |
Beides ist normaler Betrieb und braucht kein Zutun. Lange Pausen im Gespräch spielen keine Rolle: Der Zugang arbeitet ohne Sitzungen, es gibt nichts, das ablaufen könnte.
Der Assistent findet Daten nicht
Dann ist es meist keine Verbindungsfrage, sondern die Frage selbst — Zeitraum, Belegart oder Nummer fehlen. Siehe Fragen stellen.
Eine Zahl stimmt nicht
Präzisieren statt korrigieren: Bestellt, geliefert oder berechnet? Welcher Zeitraum? Welche Belegarten? Das sind in der SelectLine verschiedene Dinge. Nachfragen, woraus gerechnet wurde, ist der schnellste Weg zur Ursache.
Wenn es dabei bleibt
Wenden Sie sich an den Support und halten Sie bereit:
- welcher Zugangsweg — eigenes Netz oder von außen
- die eingetragene Adresse
- den Wortlaut der Meldung im Assistenten
- den Auszug aus dem Protokoll von FINN.ghost zum Zeitpunkt des Versuchs
Weiter
Häufige Fragen
Gehen unsere Daten dabei irgendwohin?
Der Assistent bekommt genau die Daten, die er für die Antwort abfragt — sie fließen in das Gespräch ein. Wo dieses Gespräch verarbeitet wird, entscheidet der Assistent, den Sie verbinden, nicht FINN.ghost.
Diese Frage gehört vor der Freigabe geklärt, nicht danach — am besten gemeinsam mit dem Datenschutzbeauftragten und mit Blick auf die Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
Kann ich einstellen, dass nur gelesen wird?
Nein, es gibt keine abgestuften Rechte. Wer verbunden ist, kann auch schreiben. Die praktikable Trennung führt über die Umgebung: ein Testmandant zum Ausprobieren, den echten Mandanten erst danach. Siehe Grenzen.
Wer hat welche Frage gestellt?
In jeder Protokollzeile steht der Name des Programms, das sich verbunden hat — etwa
claude-ai oder claude-code, auf beiden Zugangswegen gleichermaßen. Welche Person
gefragt hat, steht dort nicht: Es gibt nur einen Schlüssel für die Installation.
Sieht man in der SelectLine, dass ein Assistent etwas angelegt hat?
Nein, am Datensatz nicht. Es sieht aus wie eine Anlage über die Schnittstelle. Erkennbar ist es nur im Protokoll von FINN.ghost.
Braucht jeder Mitarbeiter einen eigenen Schlüssel?
Es gibt nur einen Schlüssel für die Installation. Mehrere Personen können ihn nutzen; getrennt auswerten lässt sich das nicht.
Muss FINN.ghost dafür ins Internet?
Nur für den Zugang von außen. Im eigenen Netz genügt der Port ohne jede Freigabe nach außen. Siehe Zugang im eigenen Netz.
Warum startet die Anwendung beim Speichern neu?
Der Port wird beim Start gebunden. Der API-Schlüssel bleibt dabei erhalten, verbundene Assistenten arbeiten danach ohne Zutun weiter.
Nach einem Update meldet der Assistent eine veraltete Werkzeugliste
Ein Update von FINN.ghost kann Werkzeuge hinzufügen, umbenennen oder entfernen. Manche Assistenten merken sich die Werkzeugliste aber und rufen sie nicht von selbst neu ab, Claude im Browser und in der Desktop-App zum Beispiel. Sie arbeiten dann mit dem alten Stand weiter.
FINN.ghost erkennt das beim nächsten Werkzeugaufruf und gibt dem Assistenten einen Hinweis mit, den er weitergibt:
| Fall | Was passiert |
|---|---|
| Werkzeug gibt es nicht mehr | der Aufruf wird abgewiesen, mit Hinweis |
| Angabe gibt es nicht mehr | der Aufruf wird abgewiesen, mit Hinweis — statt die Angabe stillschweigend zu übergehen |
| Werkzeuge ergänzt oder geändert | der Aufruf läuft, der Hinweis kommt mit dem Ergebnis |
| Werkzeug in die Fachfunktionen umgezogen | der Aufruf läuft unter dem alten Namen weiter, der Hinweis kommt mit dem Ergebnis |
Abhilfe: In Claude unter Einstellungen → Konnektoren den Konnektor öffnen und die Tools
aktualisieren, notfalls trennen und neu verbinden. Danach eine neue Unterhaltung beginnen.
In Claude Code /mcp aufrufen und neu verbinden.
Ergänzte oder geänderte Werkzeuge erkennt FINN.ghost erst bei Assistenten, die ihre Werkzeugliste nach dem Update von 10/2026 abgerufen haben. Wer die Liste länger nicht aktualisiert hat, bekommt den Hinweis nur, wenn ein Werkzeug oder eine Angabe fehlt.
Was sind die „Ressourcen" im Connector-Dialog?
Drei Nachschlagewerke, die der Zugang mitbringt: eine Übersicht, was sich hier erledigen lässt, die hinterlegten Auswertungsregeln und das Verzeichnis der SelectLine-Tabellen. Einzurichten ist daran nichts — der Assistent holt sich diese Texte von selbst, wenn eine Frage sie braucht.
Wie ein Assistent mit Ressourcen umgeht, ist seine Sache: Mancher zeigt sie nur an, in anderen lassen sie sich fest an ein Gespräch heften. Für die Arbeit mit dem Zugang ist beides nicht nötig.
Kann der Assistent die Buchhaltung lesen?
Auf Wunsch. Das Rechnungswesen ist nicht standardmäßig Teil des Zugangs und wird für die Installation freigeschaltet. Danach liest der Assistent Buchungen, Kontensalden, Kostenrechnung und Anlagen, je Wirtschaftsjahr — buchen kann er dort nicht. Siehe Fragen stellen.
Kann der Assistent Felder ändern, für die es keine eigene Funktion gibt?
Nur, wenn das freie Schreiben für die Installation freigeschaltet ist. Im Standard schreibt der Assistent ausschließlich über Funktionen, die Tabelle und Felder selbst festlegen. Ist das freie Schreiben freigeschaltet, kann er Zeilen in beliebige Tabellen einfügen und ändern. Er wählt Tabelle, Felder und Filter dann selbst, an der Geschäftslogik der SelectLine vorbei.
Vor jedem solchen Schreibvorgang zeigt der Assistent eine Warnung und eine Vorschau. Beim Ändern gehören dazu die Zahl der betroffenen Zeilen und ihre bisherigen Werte. Geschrieben wird erst, wenn Sie ausdrücklich zustimmen, und nur für genau die Angaben der Vorschau. Treffen sie beim Ausführen andere Zeilen als in der Vorschau, wird nichts geändert. Ihr Assistent fragt zusätzlich selbst nach, bevor er schreibt, wenn das bei ihm nicht auf „immer erlauben“ steht.
Lesen Sie die Vorschau, bevor Sie zustimmen. Vor einem falschen Wert oder der falschen Tabelle schützt sie nur, wenn jemand hinsieht.
Freischalten nur, wenn es einen konkreten Bedarf gibt und jemand die Änderungen im Blick hat — am besten zuerst im Testmandanten. Fehlt eine Funktion für einen wiederkehrenden Fall, ist eine eigene Funktion der bessere Weg.
Kann der Assistent Bestände buchen?
Einzelne Bestände ja: Ein-, Aus- und Umlagern bucht er über eine manuelle Lagerung, auch mit Lagerplätzen, Serien- und Chargennummern. Inventur und Kommissionierung laufen weiter über FINN.lager. Siehe Daten anlegen und ändern.
Kann er Belege drucken oder versenden?
Ein PDF erzeugt er: Zu einem Beleg kommt ein Download-Link, der wenige Minuten gilt. Auf einen Drucker schicken oder per E-Mail versenden kann er nicht — das bleibt in der SelectLine. Siehe Daten anlegen und ändern.
Kann er einen Beleg löschen?
Ja. Bei einem Beleg, der in der Belegkette schon weitergeführt wurde, ist das selten die richtige Antwort auf einen Fehler — dort gelten dieselben Überlegungen wie in der SelectLine.
Woher kennt er unsere Belegarten?
Er liest die Bezeichnungen Ihres Mandanten. Dass Belegarten je Mandant anders heißen, ist als Regel hinterlegt — nach „Ticket" oder „Service" zu fragen funktioniert deshalb, wenn es diese Belegart bei Ihnen gibt.
Warum ist eine Liste unvollständig?
Große Ergebnisse werden begrenzt; darauf wird hingewiesen. Dann die Frage eingrenzen — Zeitraum, Belegart, Standort. Siehe Fragen stellen.
Kann ich dem Assistenten eigene Auswertungen beibringen?
Die hinterlegten Auswertungsregeln sind Teil der Anwendung. Wenn in Ihrem Haus eine Kennzahl regelmäßig anders gerechnet wird, lohnt das Gespräch mit der DAKO-IT GmbH — solche Regeln lassen sich ergänzen.
Was kostet der Zugang?
FINN.AI MCP ist ein eigenes, lizenzpflichtiges Modul. Auskunft dazu gibt der Vertrieb.
Wie schalte ich ihn wieder ab?
Die Weiterleitung im vorgeschalteten Webserver abschalten — dann ist der Zugang von außen zu, im eigenen Netz bleibt er erreichbar. Vollständig abgeschaltet wird er über die Lizenz.
Womit fange ich an?
Testmandant, Zugang im eigenen Netz, drei Fragen, deren Antwort Sie schon kennen. Siehe Erstinbetriebnahme.