Einrichtung

Einstellungen, die beiden Zugangswege, die Voraussetzungen für Copilot Studio und die Erstinbetriebnahme.

Einstellungen

Unter FINN.MCP → Einstellungen stehen drei Angaben: API-Schlüssel, Port und öffentliche Adresse. Für den Zugang selbst genügen die ersten beiden; die öffentliche Adresse braucht es nur für Download-Links hinter einem Reverse-Proxy.

API-Schlüssel

Das Geheimnis, mit dem sich eine Verbindung ausweist. Es wird beim ersten Start der Anwendung selbst erzeugt — steht das Feld leer, ist die Anwendung noch nicht neu gestartet.

Der Schlüssel lässt sich über das Augensymbol anzeigen und über das Kopiersymbol in die Zwischenablage legen. Ändern lässt er sich hier nicht.

Im Assistenten wird er als Kopfzeile eingetragen, entweder als x-api-key oder als Authorization: Bearer. Beides führt zum selben Ergebnis; welche der beiden Varianten ein Programm anbietet, hängt vom Programm ab.

Es gibt einen Schlüssel für die Installation, und er gilt für jeden Zugangsweg — im eigenen Netz genauso wie von außen. Beide öffnen denselben Werkzeugkasten, deshalb gibt es auch nur ein Geheimnis.

Der Schlüssel gehört behandelt wie ein Administratorkennwort: nicht per E-Mail versenden, nicht in einem Ticket hinterlegen, nicht in einer Konfigurationsdatei auf einem geteilten Laufwerk ablegen. Wer ihn hat, hat vollen Zugriff auf den Mandanten.

Port

Der Port, auf dem der Zugang lauscht. Vorbelegt ist 3000.

Zu ändern ist er nur, wenn der Port auf dem Server schon belegt ist.

Öffentliche Adresse

Die Adresse, unter der der Zugang von außen erreichbar ist. Aus ihr entstehen die Download-Links für Beleg-PDFs, die der Assistent erzeugt (siehe Daten anlegen und ändern). Sie beginnt mit http:// oder https://.

Nötig ist sie nur, wenn ein Reverse-Proxy davorliegt und die Adresse nach außen deshalb eine andere ist. Bleibt das Feld leer, setzt der Zugang sie aus Adresse und Port des Zertifikats zusammen.

Unter den Feldern steht, unter welcher Adresse die Download-Links entstehen und wie viele Minuten sie gelten — vorbelegt sind zehn. In dieser Zeit ist ein Link ohne Anmeldung zu öffnen, danach wird auch die Datei gelöscht.

Ist weder eine öffentliche Adresse noch ein Zertifikat für eine Adresse hinterlegt, gibt es keine Download-Links. Das PDF liegt dann nur als Datei auf dem Rechner, auf dem FINN.ghost läuft — und auch dort nur bis zum Ablauf der Frist.

Der Endpoint

Unterhalb der Felder zeigt die Oberfläche die Adresse an, die in den Assistenten eingetragen wird. Sie besteht aus dem Servernamen, dem Port und endet immer auf /mcp.

Ob dort https oder http steht, hängt am Zertifikat: Der Zugang benutzt dasselbe wie die Oberfläche von FINN.ghost. Liegt eines vor, ist die Verbindung verschlüsselt — auch auf diesem Port. Fehlt es, steht auf der Seite ein Hinweis.

Ohne Zertifikat läuft der Schlüssel im Klartext über die Leitung. Im eigenen Netz ist das vertretbar, für einen Zugang aus dem Internet nicht. Ein Zertifikat lässt sich in den Einstellungen von FINN.ghost automatisch beziehen (Let's Encrypt).

Diese Adresse gilt im eigenen Netz. Soll sich ein Assistent aus dem Internet verbinden, ist der Port freizugeben oder ein Webserver vorzuschalten — die Adresse endet in beiden Fällen auf /mcp. Siehe Zugang von außen.

Speichern startet die Anwendung neu

Der Port wird beim Start der Anwendung gebunden. Beim Speichern wird deshalb ein Neustart angestoßen — auch wenn nur die öffentliche Adresse geändert wurde. Für einige Sekunden sind alle Module von FINN.ghost nicht erreichbar.

Das gehört also nicht in die Mittagspause der Kommissionierer. Für alles andere gilt: Der Schlüssel bleibt über den Neustart erhalten, bestehende Verbindungen melden sich von selbst neu an.

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Zugang im eigenen Netz

Zugang im eigenen Netz

Der einfachere der beiden Wege: Das Programm auf dem Arbeitsplatz sendet den API-Schlüssel mit, und der Zugang steht. Es ist nichts weiter einzurichten — der Schlüssel entsteht beim ersten Start.

Wann dieser Weg passt

Für den ersten Versuch ist das der richtige Weg: kein Webserver davor, keine Freigabe nach außen, jederzeit abschaltbar. Wenn dabei klar wird, dass der Zugang taugt, kann man ihn danach nach außen öffnen.

Was einzutragen ist

Im Assistenten wird hinterlegt:

Angabe Wert
Adresse die in den Einstellungen angezeigte lokale Adresse, endet auf /mcp
Kopfzeile x-api-key mit dem API-Schlüssel aus den Einstellungen

Statt x-api-key geht auch Authorization: Bearer mit demselben Wert. Wie das Feld im jeweiligen Programm heißt, ist unterschiedlich — verwendet wird immer der unveränderte Schlüssel.

Leerzeichen am Anfang oder Ende sind der Klassiker. Den Schlüssel über das Kopiersymbol übernehmen, nicht abschreiben.

Siehe Einstellungen.

Beispiel: Claude Desktop

Claude Desktop bindet Zugänge im eigenen Netz über eine Konfigurationsdatei ein, nicht über die Konnektoren in den Einstellungen — die sind für Adressen aus dem Internet gedacht. Die Verbindung stellt dabei das kleine Hilfsprogramm mcp-remote her: Claude Desktop startet es auf dem Arbeitsplatz, und es reicht die Anfragen mit dem API-Schlüssel an FINN.ghost weiter.

Dafür muss auf dem Arbeitsplatz Node.js installiert sein. mcp-remote selbst wird beim ersten Start automatisch aus dem Internet geladen, eine eigene Installation ist nicht nötig.

Die Konfigurationsdatei

Die Datei liegt unter:

%APPDATA%\Claude\claude_desktop_config.json

Am einfachsten öffnet man sie aus Claude Desktop heraus, über Einstellungen → Entwickler → Konfiguration bearbeiten (englisch Settings → Developer → Edit Config). Darin wird der Abschnitt mcpServers ergänzt:

{
  "mcpServers": {
    "finn": {
      "command": "npx",
      "args": [
        "-y", "mcp-remote",
        "https://<server>:3000/mcp",
        "--header", "X-API-Key:${FINN_TOKEN}"
      ],
      "env": {
        "FINN_TOKEN": "<API-Schlüssel>"
      }
    }
  }
}
Stelle Einzutragen
finn ein frei wählbarer Name, unter dem der Zugang in Claude erscheint
https://<server>:3000/mcp die Adresse aus den Einstellungen von FINN.ghost, unverändert übernommen
<API-Schlüssel> der API-Schlüssel aus den Einstellungen

Steht in der Datei schon etwas, etwa ein Abschnitt preferences, wird mcpServers daneben eingefügt — durch ein Komma getrennt, innerhalb der äußeren geschweiften Klammern. Gibt es mcpServers schon, kommt nur der Eintrag finn dazu. Eine fehlerhafte Datei verwirft Claude Desktop beim Start.

Der Schlüssel steht in env und wird über ${FINN_TOKEN} in die Kopfzeile eingesetzt. Nach dem Doppelpunkt kommt kein Leerzeichen — genau so wie im Beispiel.

Der API-Schlüssel steht in dieser Datei im Klartext. Sie gehört nur auf den eigenen Arbeitsplatz, nicht in ein Netzlaufwerk und nicht in eine Vorlage, die an andere Rechner verteilt wird.

Danach neu starten

Claude Desktop vollständig beenden — auch das Symbol im Infobereich der Taskleiste — und neu starten. Erst dann liest es die Datei neu ein. Unter Einstellungen → Entwickler ist danach zu sehen, ob der Zugang läuft oder mit welchem Fehler er nicht starten konnte.

Wenn das Zertifikat nicht zum Servernamen passt

Mit https prüft mcp-remote das Zertifikat. Ist es auf einen anderen Namen ausgestellt als den, unter dem der Server im eigenen Netz angesprochen wird — etwa auf die öffentliche Domain aus Let's Encrypt, während intern der Rechnername verwendet wird —, kommt keine Verbindung zustande.

Am saubersten ist es, in der Adresse den Namen aus dem Zertifikat zu verwenden, sofern er im eigenen Netz aufgelöst wird. Geht das nicht, lässt sich die Prüfung in env abschalten:

"env": {
  "FINN_TOKEN": "<API-Schlüssel>",
  "NODE_TLS_REJECT_UNAUTHORIZED": "0"
}

Damit ist die Verbindung weiterhin verschlüsselt, aber nicht mehr geprüft: Ein anderer Rechner im Netz, der sich als FINN.ghost ausgibt, bekäme den Schlüssel. Das ist nur im eigenen, vertrauenswürdigen Netz vertretbar — und auch dort eine Notlösung.

Claude Code

Claude Code spricht die Adresse direkt an und braucht mcp-remote nicht. Eingerichtet wird der Zugang einmal auf der Kommandozeile:

claude mcp add --transport http --scope user finn https://<server>:3000/mcp --header "X-API-Key: <API-Schlüssel>"

Mit --scope user gilt er für alle Projekte auf diesem Arbeitsplatz. Angezeigt und neu verbunden wird er in Claude Code über /mcp.

Erkennbar im Protokoll

Jeder Aufruf steht im Protokoll von FINN.ghost, und daran hängt der Name des Programms, das sich verbunden hat — etwa claude-code. Diesen Namen meldet der Assistent beim Verbinden selbst.

Erkennbar ist damit das Programm, nicht die Person und nicht der Arbeitsplatz. Wo mehrere Personen mit demselben Schlüssel arbeiten, ist nicht unterscheidbar, wer eine Abfrage ausgelöst hat.

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Zugang von außen

Zugang von außen

Damit sich ein Assistent von außerhalb des Firmennetzes verbinden kann, bekommt der Zugang eine eigene, über HTTPS erreichbare Adresse. Das ist der Weg für den Connector in Claude und für einen Agenten in Copilot Studio — für Letzteren steht unter Voraussetzungen für Copilot Studio eine vollständige Checkliste.

In der Anwendung ist dafür nichts einzustellen: Es gibt nur den Schlüssel und den Port. Die Arbeit steckt darin, diesen Port verschlüsselt nach außen erreichbar zu machen.

Was vorher stehen muss

Dieser Schritt braucht Zutun der IT: eine Adresse, ein Zertifikat und eine Freigabe nach außen. Ohne diese Vorarbeit kommt keine Verbindung zustande, und die Fehlermeldungen der Assistenten sind dabei wenig hilfreich.

Erforderlich sind:

  1. Eine Adresse, etwa mcp.kunde.de, die auf Ihren Server zeigt.
  2. Ein Zertifikat für diese Adresse.
  3. Die Adresse muss aus dem Internet erreichbar sein, damit der Assistent sie erreicht.

Für Punkt 2 und 3 gibt es zwei Wege:

Weg Wann Was zu tun ist
FINN.ghost verschlüsselt selbst in der Regel Zertifikat in den Einstellungen von FINN.ghost beziehen (Let's Encrypt) und den Port des Zugangs nach außen freigeben. Die Adresse lautet dann https://mcp.kunde.de:3000/mcp — mit dem Port aus den Einstellungen.
Webserver davor wenn schon einer steht, oder eine Adresse ohne Port gewünscht ist Der Webserver beendet die Verschlüsselung und leitet /mcp und /download/ an den Port des Zugangs weiter. Die Adresse lautet dann https://mcp.kunde.de/mcp.

Der Zugang benutzt dasselbe Zertifikat wie die Oberfläche von FINN.ghost (data/ssl). Ein Zertifikat gilt für den Servernamen und nicht für einen einzelnen Port — es ist also nichts doppelt zu beschaffen und nichts doppelt zu erneuern. Nach außen gegeben wird trotzdem nur der Port des Zugangs, nicht der der Anwendung.

Liegt kein Zertifikat vor, spricht der Zugang unverschlüsseltes HTTP — und weist eine unverschlüsselte Verbindung nicht von sich aus ab. Dann läuft der Schlüssel im Klartext über die Leitung, und mit ihm die Mandantendaten. Die Einstellungsseite von FINN.MCP weist darauf hin, und im Protokoll steht beim Start eine Warnung.

Beim Weg über einen Webserver sollten nur /mcp und /download/ weitergeleitet werden, nicht die ganze Domain. Über /download/ laufen die Links auf Beleg-PDFs — fehlt die Weiterleitung, steht die Verbindung, aber jeder Download-Link führt ins Leere. Der Zugang beantwortet daneben ein /health für die Überwachung — und zwar ohne Schlüssel. Wer die ganze Domain durchleitet, verrät damit nach außen, dass hier ein KI-Zugang läuft. Wird die Überwachung von außen gebraucht, ist /health gezielt zusätzlich freizugeben.

Einrichten

  1. Den gewählten Weg von oben einrichten: Zertifikat in FINN.ghost und Freigabe des Ports, oder die Weiterleitung von /mcp und /download/ im Webserver. Beim Weg über den Webserver zusätzlich die Öffentliche Adresse in den Einstellungen eintragen, sonst entstehen keine Download-Links.
  2. Im Assistenten die Adresse als Verbindung hinterlegen — sie endet immer auf /mcp.
  3. Dort den API-Schlüssel aus den Einstellungen als Kopfzeile x-api-key eintragen.

Danach steht die Verbindung, und der Assistent kennt die verfügbaren Funktionen.

Der Connector-Dialog in Claude hat ein Feld für eigene Kopfzeilen — deshalb genügt hier derselbe Schlüssel wie im eigenen Netz.

Wurde ein Connector früher über eine eigene Anmeldeseite eingerichtet, verbindet er sich nach einem Update nicht mehr. Er ist einmal neu einzurichten: dieselbe Adresse, den Schlüssel diesmal als Kopfzeile.

Nur für den Proxy erreichbar machen

Diese Möglichkeit gilt nur für den Weg über einen Webserver: Läuft er auf demselben Rechner wie FINN.ghost, muss der Port des Zugangs im Firmennetz gar nicht offen sein. Der Zugang lauscht standardmäßig auf allen Netzwerkschnittstellen; über die Einstellung mcp.host in der Konfiguration lässt sich das auf 127.0.0.1 begrenzen.

Vorbelegt ist 0.0.0.0, also alle Schnittstellen. Die Änderung ist eine Sache für den Support oder die IT, kein Feld in der Oberfläche — und sie schließt den Zugang im eigenen Netz aus. Wer FINN.ghost selbst verschlüsseln lässt, darf sie nicht setzen: Dann kommt auch der Assistent aus dem Internet nicht mehr an.

Wie lange die Verbindung hält

Laufende Verbindung gilt, solange der Schlüssel gilt
Nach einem Neustart der Anwendung die nächste Anfrage geht ohne Zutun wieder durch
Ohne Aktivität kein Ablauf — auch nach einer langen Pause im Gespräch geht es direkt weiter

Jede Anfrage des Assistenten steht für sich, eine Sitzung, die ablaufen oder verloren gehen könnte, gibt es nicht. Ein Neustart von FINN.ghost — etwa nach einem Update — trifft deshalb höchstens eine Anfrage, die genau in diesem Moment läuft.

Schutz gegen Ausprobieren

Vor dem Zugang steht ein einzelnes Geheimnis. Wird es falsch mitgesendet, antwortet der Zugang mit nicht autorisiert und schreibt eine Warnung samt Adresse des Aufrufers ins Protokoll.

Diese Adresse stimmt nur, wenn die Anzahl der Proxy-Schritte richtig eingestellt ist. Vorbelegt ist ein Schritt (mcp.trustProxy) — also genau ein vorgeschalteter Webserver. Stehen mehrere hintereinander, etwa noch ein Lastverteiler, protokolliert der Zugang sonst dessen Adresse statt der des Aufrufers.

Gebremst werden Fehlversuche dabei nicht — das kann die Anwendung selbst nicht. Ist der Zugang öffentlich erreichbar und soll das Durchprobieren begrenzt werden, braucht es dafür einen vorgeschalteten Webserver.

Der Schlüssel selbst ist ein zufällig erzeugter Wert und nicht zu erraten. Gefährlich wird es erst, wenn er weitergegeben wurde.

Nachvollziehbar, wer verbunden ist

Am Zugang hängt der Name des Programms, das sich verbunden hat, etwa claude-ai. Er steht in jeder Protokollzeile des Aufrufs. In gemischtem Betrieb ist damit erkennbar, welche Verbindung eine Abfrage ausgelöst hat — nicht aber, welche Person.

Zugang wieder entziehen

Drei Möglichkeiten, je nach Anlass:

Anlass Vorgehen
eine Verbindung soll enden im Assistenten die Verbindung trennen
von außen soll nichts mehr erreichbar sein die Freigabe des Ports zurücknehmen, oder die Weiterleitung im Webserver abschalten
der Schlüssel ist in falsche Hände geraten Support ansprechen; ein neuer Schlüssel entwertet alle bestehenden Verbindungen

Ein neuer Schlüssel trifft alle Verbindungen, auch die im eigenen Netz. Danach ist er überall neu einzutragen.

Siehe Sicherheit und Verantwortung.

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Voraussetzungen für Copilot Studio

Voraussetzungen für Copilot Studio

Ein Agent in Microsoft Copilot Studio läuft in der Microsoft-Cloud, nicht auf einem Rechner in Ihrem Haus. Er erreicht FINN.AI MCP deshalb nur über den Zugang von außen — eine Adresse im Internet, verschlüsselt über HTTPS. Diese Seite ist die Checkliste dafür: was vor dem Einrichtungstermin bei Ihnen stehen muss und was wir dann auf dem Server einrichten.

Die meisten Punkte brauchen Ihre IT oder Ihren IT-Dienstleister: Domain, Firewall und die Verwaltung von Microsoft 365. Fehlt einer davon, kommt keine Verbindung zustande — und Copilot Studio meldet dann selten, woran es liegt.

So sieht die Verbindung aus

Copilot Studio (Microsoft-Cloud)
        │  https://mcp.ihre-firma.de/mcp
        ▼
Ihre Firewall: Ports 80 und 443 weitergeleitet
        ▼
Webserver auf dem FINN.ghost-Server (Caddy): Zertifikat, Weiterleitung
        ▼
FINN.AI MCP

Der Webserver bezieht das Zertifikat für die Adresse selbst und erneuert es selbst. Nach außen liegt damit nur er — weder die Oberfläche von FINN.ghost noch die SelectLine sind aus dem Internet erreichbar.

Internetanschluss, Domain und Firewall

Voraussetzung Worauf es ankommt
Feste öffentliche IPv4-Adresse Bei einer wechselnden Adresse zeigt der DNS-Eintrag nach dem nächsten Wechsel ins Leere.
Eigene IPv4-Adresse am Anschluss Anschlüsse ohne eigene IPv4-Adresse (DS-Lite, Carrier-Grade-NAT, häufig bei Kabelanbietern) erlauben keine Weiterleitung von außen. Dann geht es nur mit einem anderen Anschluss oder einer zusätzlichen festen Adresse vom Anbieter.
DNS-Eintrag Eine eigene Subdomain, etwa mcp.ihre-firma.de, als A-Eintrag auf die öffentliche Adresse. Einen AAAA-Eintrag (IPv6) nur, wenn er ebenfalls auf diesen Server führt — ein falscher AAAA-Eintrag kann die Ausstellung des Zertifikats scheitern lassen.
Port 443 von außen frei Auf 443 liegen oft schon Exchange/Outlook im Web, ein Remotedesktop-Gateway, ein SSL-VPN oder die Anmeldeseite der Firewall. Ist der Port belegt, braucht es eine zweite öffentliche Adresse oder eine Verteilung nach Adressnamen auf dem vorhandenen System — das vorher klären.
Weiterleitung 80 und 443 Beide Ports in der Firewall auf den FINN.ghost-Server weiterleiten, auf zwei freie Ports dort. Welche das sind, legen wir beim Termin gemeinsam fest.
Port 80 dauerhaft Nicht nur zur Einrichtung: Das Zertifikat wird regelmäßig erneuert, und dafür muss der Webserver über Port 80 erreichbar bleiben.
Windows-Firewall Auf dem Server eingehend die beiden Ports freigeben, auf die weitergeleitet wird.
Kein Filter, der Microsoft aussperrt Die Anfragen kommen aus den Rechenzentren von Microsoft, nicht vom Rechner des Anwenders. Eine Länder- oder Adresssperre in der Firewall darf diese nicht abweisen.

„Nur im Firmennetz" ist mit Copilot Studio nicht möglich: Auch wenn alle Anwender im Büro sitzen, stellt Microsoft die Verbindung her.

Wer den Zugang nicht ins Internet stellen möchte, nutzt stattdessen einen Assistenten auf dem Arbeitsplatz, siehe Zugang im eigenen Netz.

Server und FINN.ghost

Microsoft 365 und Copilot Studio

Voraussetzung Worauf es ankommt
Zugang zu Copilot Studio Wer den Agenten anlegt, muss unter https://copilotstudio.microsoft.com Agenten erstellen dürfen, also in einer Power-Platform-Umgebung die Berechtigung dazu haben. Welche Umgebung dafür vorgesehen ist, entscheidet der Power-Platform-Administrator.
Kontingent Copilot Studio rechnet über Copilot Credits ab — als Kapazitätspaket oder nutzungsabhängig über ein Azure-Abonnement. Der Verbrauch hängt davon ab, wie viel mit dem Agenten gearbeitet wird.
Datenrichtlinie lässt den Connector zu Copilot Studio verbindet MCP-Server über einen Power-Platform-Connector. Eine Datenrichtlinie (DLP) im Power Platform Admin Center gilt deshalb auch für FINN.AI MCP. Sind eigene Connectoren dort gesperrt, funktioniert der Agent nicht.
Anmeldeinformationen des Erstellers erlaubt Der API-Schlüssel soll einmal im Agenten hinterlegt werden, nicht bei jedem Anwender. Dafür muss die Umgebung vom Ersteller bereitgestellte Anmeldeinformationen zulassen. Das ist die Voreinstellung, lässt sich im Power Platform Admin Center aber abschalten — dann fragt der Agent jeden Anwender selbst nach dem Schlüssel, und jeder müsste ihn kennen.
Freigabe in Teams Soll der Agent in Microsoft Teams oder Microsoft 365 Copilot bereitstehen, muss die Veröffentlichung dort gegebenenfalls vom Administrator freigegeben werden.

Datenrichtlinie und Anmeldeinformationen sind die häufigsten Stolpersteine, und beides kann nur der Power-Platform-Administrator ändern. Am besten vorab klären, ob in der gewählten Umgebung eigene Connectoren und die Anmeldeinformationen des Erstellers erlaubt sind.

Im Haus zu klären

Frage Warum sie zählt
Ist der Datenschutz geklärt? Die Antworten des Agenten entstehen in der Microsoft-Cloud. Dorthin fließen die Daten, die er für eine Antwort abfragt — auch Adressen und Ansprechpartner. Das gehört vorher mit dem Datenschutzbeauftragten besprochen.
Mit wem wird der Agent geteilt? Der Schlüssel ist einmal im Agenten hinterlegt. Jeder, mit dem der Agent geteilt ist, arbeitet damit — mit vollem Zugriff, auch schreibend. Die Freigabe des Agenten ist damit die Rechtevergabe.
Darf geschrieben werden? Technisch ist alles erlaubt, was der Zugang kann. Einzelne Werkzeuge lassen sich im Agenten abschalten, etwa alle, die löschen.
Wer ist Ansprechpartner? Für den Termin braucht es jemanden mit Zugriff auf DNS, Firewall und die Verwaltung von Microsoft 365 — oder den jeweiligen Dienstleister.

Siehe Sicherheit und Verantwortung.

Was wir einrichten

  1. Den Webserver auf dem FINN.ghost-Server: Er bezieht das Zertifikat für Ihre Adresse, erneuert es selbst und leitet die Anfragen an FINN.AI MCP weiter — die Verbindung ebenso wie die Download-Links für Beleg-PDFs.
  2. Unter FINN.MCP → Einstellungen die Öffentliche Adresse, etwa https://mcp.ihre-firma.de. Ohne sie gibt es keine Download-Links. Siehe Einstellungen.
  3. Den Agenten in Copilot Studio, gemeinsam mit Ihnen:
    • Unter Tools → Tool hinzufügen → Neues Tool → Model Context Protocol (in der deutschen Oberfläche Modellkontextprotokoll) den Zugang eintragen: Server-URL https://mcp.ihre-firma.de/mcp, als Authentifizierung API-Schlüssel, Typ Header, Name x-api-key.
    • Beim Anlegen der Verbindung den API-Schlüssel aus den Einstellungen eintragen und für das Tool die Anmeldeinformationen des Erstellers wählen.
    • Die generative Orchestrierung des Agenten muss eingeschaltet sein — ohne sie nutzt Copilot Studio keine MCP-Werkzeuge.
  4. Eine Probeverbindung: drei Fragen, deren Antwort Sie kennen. Siehe Erstinbetriebnahme.

Copilot Studio weist darauf hin, wenn ein Tool mit den Anmeldeinformationen des Erstellers arbeitet. Das ist hier beabsichtigt: FINN.AI MCP kennt ohnehin nur einen Schlüssel für die Installation.

Der Zugang bringt 25 Werkzeuge mit. Ist das Rechnungswesen freigeschaltet, kommen zwei dazu, für das freie Schreiben per SQL drei. Microsoft empfiehlt für einen Agenten höchstens 25 bis 30, erlaubt aber bis zu 128. Werden die Antworten unzuverlässig, lassen sich Werkzeuge, die im Alltag nicht gebraucht werden, im Agenten einzeln abschalten.

Seltener gebrauchte Funktionen wie Lieferadressen, Ansprechpartner oder Verträge stehen nicht einzeln in der Liste. Der Agent findet sie über das Werkzeug fachfunktionen und führt sie über fachfunktion_lesen, fachfunktion_anlegen bzw. fachfunktion_aendern aus. Abschalten lassen sie sich deshalb nur gemeinsam, getrennt danach, ob sie lesen, anlegen oder ändern. Die löschenden Werkzeuge stehen weiter einzeln in der Liste.

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Erstinbetriebnahme

Erstinbetriebnahme

Diese Seite ist die Reihenfolge für den ersten Tag — bewusst vorsichtig, weil der Zugang schreiben darf.

1. Im Testmandanten beginnen

Der Assistent schreibt in echte Mandanten. Ein angelegter Beleg ist ein Beleg, ein geänderter Preis ist geändert. Es gibt kein Rückgängig.

Wenn ein Testmandant vorhanden ist, gehört der erste Versuch dorthin. Dort lässt sich in Ruhe ausprobieren, wie der Assistent formuliert und was er tut, ohne dass eine falsch verstandene Anweisung Folgen hat.

2. Lizenz und Zugriff prüfen

Erscheint FINN.MCP im Menü? Wenn nicht:

3. Schlüssel holen

FINN.MCP → Einstellungen. Steht das Feld API-Schlüssel leer, die Anwendung einmal neu starten — der Schlüssel wird beim Start erzeugt. Danach über das Kopiersymbol übernehmen.

Siehe Einstellungen.

4. Erst im eigenen Netz verbinden

Für den ersten Versuch keine Adresse nach außen einrichten. Ein Assistent auf einem Rechner im Firmennetz genügt, um zu sehen, ob der Zugang tut, was er soll — etwa Claude Desktop oder Claude Code.

Siehe Zugang im eigenen Netz, dort mit fertigen Beispielen für beide.

5. Mit Fragen anfangen, nicht mit Anweisungen

Die ersten Fragen sollten nur lesen. Bewährt hat sich, drei Dinge zu fragen, deren Antwort man schon kennt:

Der Sinn ist nicht, den Assistenten zu prüfen, sondern sich selbst: Man lernt daran, wie eine Frage gestellt sein muss, damit die Antwort stimmt.

Siehe Fragen stellen.

6. Eine Auswertung gegenrechnen

Danach eine Frage, deren Antwort sich in der SelectLine nachrechnen lässt — etwa die verkaufte Menge eines Artikels in einem Monat. Stimmt die Zahl, stimmt in der Regel das Verständnis der Belegkette.

Weicht sie ab, nicht die Zahl korrigieren, sondern die Frage präzisieren: Bestellt, geliefert oder berechnet? Über welchen Zeitraum? Welche Belegarten? Das sind in der SelectLine verschiedene Dinge.

7. Erst dann schreiben lassen

Der erste Schreibvorgang sollte klein und prüfbar sein — ein Interessent mit Anschrift, ein Projekt. Danach in der SelectLine nachsehen, ob der Datensatz so aussieht, wie man ihn von Hand angelegt hätte.

Siehe Daten anlegen und ändern.

8. Zugang nach außen, wenn nötig

Erst wenn all das sitzt, lohnt der Aufwand mit Adresse, Zertifikat und Webserver.

Siehe Zugang von außen.

9. Vorher im Haus klären

Bevor der Zugang in den Alltag geht, sollten drei Dinge entschieden sein:

Frage Warum sie zählt
Wer darf den Zugang nutzen? es gibt keine abgestuften Rechte
Wo wird der Schlüssel aufbewahrt? er ist gleichwertig zu einem Administratorkennwort
Was darf geschrieben werden? technisch ist alles erlaubt, die Grenze ist eine Absprache

Siehe Sicherheit und Verantwortung.

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