Bestand

Artikel und Läger ansehen, ein- und auslagern, Wareneingang und Inventur.

Artikelinfo

Die Artikelinfo antwortet auf die Frage, die im Lager am häufigsten gestellt wird: Was ist das, und wie viel haben wir davon? Artikel scannen — und alles Wesentliche steht da.

Artikelinfo

Suchen

In das Suchfeld darf alles, was den Artikel bezeichnet: Artikelnummer, EAN, Serien- oder Chargennummer, Matchcode, Bezeichnung. Siehe Geräte, Scanner und Tastatur.

Ist Automatische Suchauswahl eingeschaltet, wird ein eindeutiger Treffer sofort geöffnet. Beim Scannen ist das der Regelfall und erspart den zusätzlichen Tipp.

Wurde nach einer Serien- oder Chargennummer gesucht, kann die Anzeige auf genau diese Nummer eingegrenzt werden — man sieht dann nur, wo dieses eine Stück liegt und nicht den gesamten Artikelbestand.

Was angezeigt wird

Es gibt zwei Ansichten. Die einfache Ansicht zeigt das Wichtigste auf einen Blick, die Detailansicht alles.

Einfache Ansicht

Der bestellte Bestand getrennt anzuzeigen lohnt sich dort, wo im Lager auch Auskunft gegeben wird: „Haben wir nicht, aber 40 Stück sind unterwegs" ist eine andere Antwort als „haben wir nicht".

Detailansicht

Zusätzlich:

Bereich Inhalt
Läger je Lager und Lagerplatz: Bestand, Gepackt, Reserviert, Bestellt
Serien / Chargen die vorhandenen Nummern samt Verfallsdatum, nach Verfall sortiert
Preise Listenpreis netto und brutto, die Preise je Preisgruppe mit Staffeln
Zukunftspreis ein künftiger Preis, wenn einer hinterlegt ist
Lieferant der Standardlieferant und dessen Artikelnummer
Zusätzliche Informationen weitere Artikelfelder, die eingerichtet wurden
Bilder und Dokumente Journaldokumente des Artikels

Auf mobilen Geräten kann eingestellt werden, ob die Detailansicht gleich geöffnet wird.

Der Gepackt-Bestand ist der, den jemand gerade kommissioniert. Er liegt noch im Regal, ist aber schon vergeben — der häufigste Grund für „da liegt mehr, als das Gerät sagt".

Bestellen

Aus der Artikelinfo lässt sich der Artikel direkt beim Lieferanten nachbestellen — der gleiche Vorgang wie unter Artikel bestellen, nur ohne erneutes Suchen.

Wer das im Lager nicht möchte, kann die Bestellfunktion in der Artikelinfo ausblenden.

Drucken

Über die Druckfunktion stehen die für den eigenen Standort hinterlegten Formulare und Makros zur Verfügung — meist Artikel- und Preisetiketten. Die Menge kann im Druckdialog angepasst werden, Bildbreite und -höhe ebenfalls.

Siehe Druckformulare und Makros.

Einstellungen dieses Moduls

Einstellung Wirkung
Automatische Suchauswahl eindeutigen Treffer sofort öffnen
Detailansicht anzeigen auch mobil gleich die Detailansicht zeigen
Bestandsanzeigen eingrenzen nach Nummernsuche nur diese Serie/Charge zeigen
Bestellte Bestände separat anzeigen Bestellt getrennt vom Verfügbaren ausweisen
Bruttolistenpreis anzeigen Preis in der einfachen Ansicht zeigen
Zukunftspreis aus welcher Preisgruppe der Zukunftspreis kommt
Bestellen ausblenden Bestellfunktion verbergen
Zusätzliche Informationen welche Artikelfelder zusätzlich erscheinen

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Lagerinfo

Lagerinfo

Die Lagerinfo ist die Umkehrung der Artikelinfo: nicht wo liegt dieser Artikel, sondern was liegt an diesem Platz.

Lagerinfo

Ein Lager oder einen Platz suchen

Gesucht wird über Lager und Lagerplatz. Ein Lagerplatz hat in der SelectLine bis zu drei Ebenen — je nach Betrieb Gang, Regal und Fach.

Eingabe Ergebnis
Lagernummer alles im Lager
Lager und erste Ebene alles in diesem Gang oder Regal
Lager und alle Ebenen genau dieser Lagerplatz
Bezeichnung Suche über die Lagerbezeichnung

Am schnellsten geht es mit einem Lagerplatzetikett: Etikett scannen, Anzeige steht.

Was angezeigt wird

Für jeden Artikel am gewählten Platz:

Spalte Bedeutung
Art.-Nr. Artikelnummer
Artbez. Bezeichnung
Matchcode wenn dessen Anzeige eingeschaltet ist
Bestand was hier liegt
Gepackt davon bereits für einen Beleg kommissioniert
Reserviert davon für einen Beleg reserviert
Serien / Chargen die Nummern an diesem Platz, mit Verfallsdatum

Die drei Mengen zusammen erklären fast jede Rückfrage aus dem Lager. Frei verfügbar ist, was übrig bleibt, wenn Gepackt und Reserviert abgezogen sind.

Wozu man es im Alltag braucht

Die Lagerinfo bucht nichts. Sie kann bedenkenlos an alle freigegeben werden, die im Lager Auskunft geben.

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Manuelle Lagerung

Manuelle Lagerung

Einlagern, Auslagern, Umlagern — die drei Buchungen, für die man sonst an den PC müsste. FINN.lager erzeugt daraus eine manuelle Lagerung in der SelectLine.

Manuelle-Lagerung

Die drei Aktionen

Aktion Was passiert
Einlagern Bestand kommt an einen Lagerplatz hinzu
Auslagern Bestand wird von einem Lagerplatz entfernt
Umlagern Bestand wechselt von einem Platz auf einen anderen

Welche Aktionen ein Mitarbeiter überhaupt sieht, wird je Recht festgelegt — siehe Rechte vergeben. Welche beim Öffnen vorausgewählt ist, ist einstellbar.

Die Trennung der Rechte ist bewusst: Einlagern darf oft jeder, der Ware annimmt. Auslagern greift in den Bestand ein und ist deshalb häufig einem kleineren Kreis vorbehalten.

Ein- und Auslagern

  1. Artikel scannen oder suchen.
  2. Lager wählen. Angeboten werden die Läger des eigenen Standorts; ist beim Artikel ein Standardlager hinterlegt, steht es oben.
  3. Bei Serien- oder Chargenartikeln die Nummer angeben, gegebenenfalls mit Verfallsdatum.
  4. Menge erfassen und buchen.

Beim Auslagern muss der Bestand am gewählten Platz tatsächlich vorhanden sein — sonst weist FINN.lager die Buchung ab. Das ist Absicht: Ein Minusbestand am Lagerplatz wäre in der SelectLine nur mühsam zu bereinigen.

Umlagern

Beim Umlagern kommen zwei Läger ins Spiel: Quelllager und Ziellager. Beide werden oben angezeigt, solange der Vorgang läuft.

Ob das Quelllager nach jeder Buchung zurückgesetzt wird, ist einstellbar:

Einstellung Passend für
Quelllager zurücksetzen — ein jede Umlagerung hat eine andere Quelle
Quelllager zurücksetzen — aus vieles vom gleichen Platz wegräumen

Einen ganzen Lagerplatz umlagern

Über Lagerplatz umlagern wird der komplette Inhalt eines Platzes auf einen anderen umgebucht — mit allen Artikeln, Serien- und Chargennummern und Verfallsdaten.

Das ist der Vorgang für Umbauten im Lager: Regal wird geräumt, Inhalt geht en bloc auf den neuen Platz. Von Hand wären das dutzende Einzelbuchungen.

Vorher mit der Lagerinfo prüfen, was auf dem Platz liegt. Die Umlagerung nimmt alles mit — auch Ware, die eigentlich woanders hingehört.

Siehe Lagerinfo.

Belege in der SelectLine

Jede Buchung wird zu einer manuellen Lagerung. Es lässt sich ein neuer Beleg anlegen oder ein bestehender ergänzen — praktisch, wenn eine größere Umlagerung als ein Vorgang dokumentiert werden soll.

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Wareneingang

Wareneingang

Der Wareneingang führt eine offene Bestellung in einen Wareneingangsbeleg über: Bestellung finden, Mengen erfassen, Mängel festhalten, abschließen.

Wareneingang

Die Bestellung finden

Gesucht werden kann über

Der letzte Punkt ist der praktische: Wenn auf dem Paket keine Bestellnummer steht, genügt es, einen Artikel daraus zu scannen. FINN.lager zeigt dann alle Bestellungen, die diesen Artikel enthalten.

Zusätzlich werden Bestellungen vorgeschlagen, deren Liefertermin heute ist.

Eine Bestellung erscheint nur, wenn sie

„Gedruckt" ist der Punkt, an dem die Suche am häufigsten scheitert. Eine Bestellung, die noch nicht gedruckt wurde, gilt als in Arbeit und erscheint im Lager nicht.

Alternativ kann der Wareneingang aus dem Anlieferungsboard gestartet werden — dort auch durch Scannen des angezeigten Barcodes.

Offene Wareneingänge fortsetzen

Wurde zu einer Bestellung schon ein Wareneingang begonnen und noch nicht abgeschlossen, wird er zur Auswahl angeboten. So lässt sich eine Lieferung über die Mittagspause hinweg oder von zwei Personen erfassen.

Mengen erfassen

Nach der Auswahl entsteht der Wareneingangsbeleg. Lieferant und Belegnummer stehen oben, der angemeldete Mitarbeiter wird im Beleg eingetragen.

Je Position wird die gelieferte Menge erfasst — per Scan oder von Hand. Dazu gehört:

Angabe Wann
Lager wohin die Ware eingelagert wird
Menge immer
Serie oder Charge bei Serien- und Chargenartikeln
Verfallsdatum wenn der Artikel eine Verfallsfrist hat

Beim Lager schlägt FINN.lager der Reihe nach vor: das eingerichtete Wareneingangslager, das Lager aus der Bestellposition, das Lager der bisherigen Erfassung. Ist Alle Läger auswählbar eingeschaltet, stehen alle Läger des Standorts zur Wahl.

Bei Serien- und Chargenartikeln zeigt FINN.lager die bereits im Bestand vorhandenen Nummern zur Auswahl — nach Verfallsdatum sortiert, das älteste zuerst.

Offene Mengen übernehmen

Ist die Lieferung von Hand geprüft und vollständig, übernimmt Offene Menge übernehmen die Mengen unverändert aus der Bestellung.

Bei Serien- und Chargenartikeln geht das nur eingeschränkt, weil zu jedem Stück eine Nummer gehört. Diese Positionen müssen einzeln erfasst werden.

Unerwartete Artikel

Ist mehr geliefert worden als bestellt, lässt sich über Artikel hinzufügen eine zusätzliche Position aufnehmen. Sie ist im Beleg als manuell hinzugefügt erkennbar.

Serien- und Chargennummern

FINN.lager prüft mit:

Soll eine Chargennummer für mehrere Artikel gelten, muss das in den allgemeinen Einstellungen erlaubt werden.

Siehe Allgemeine Einstellungen.

Mängel festhalten

Fehlt Menge oder ist Ware beschädigt, wird je Position ein Mangel erfasst — mit Text und mit Foto.

Der Eintrag landet im Journal des Wareneingangsbelegs in der SelectLine, das Bild als Anhang. Der Einkauf sieht die Reklamation damit am Beleg, ohne dass jemand eine E-Mail schreiben muss.

Die Bezeichnungen für Bildverweise sind einstellbar. Vorbelegt sind Beschädigt und Fehlende Menge — wer eigene Kategorien braucht, ergänzt sie in der Konfiguration.

Lieferscheinnummer

Die Lieferscheinnummer des Lieferanten kann erfasst werden; in welches Feld sie geschrieben wird, ist einstellbar. Auf Wunsch ist die Eingabe Pflicht — sinnvoll dort, wo Rechnungen später gegen Lieferscheine geprüft werden.

Drucken

Übliche Ausdrucke sind das Wareneingangsprotokoll und Artikeletiketten. Beim Etikettendruck ist die Menge mit der erfassten Menge vorbelegt.

Auf Wunsch kann auch die Bestellung gedruckt werden, direkt nach ihrer Auswahl — praktisch als Mitlaufzettel.

Siehe Druckformulare und Makros.

Abschließen

Wareneingang abschließen beendet den Beleg. Danach ist er im Lager nicht mehr in der Liste der offenen Wareneingänge.

Sind in der Bestellung noch offene Positionen übrig, weist FINN.lager darauf hin. Ist es freigegeben, kann die Bestellung an dieser Stelle mit abgeschlossen werden.

Eine Bestellung abzuschließen heißt: Die offenen Mengen werden nicht mehr erwartet. Bei einer Teillieferung, auf die noch eine Nachlieferung folgt, darf das nicht passieren.

Einstellungen dieses Moduls

Einstellung Wirkung
Belegtyp welche Belegart der Wareneingang erzeugt
Lieferschein Pflicht Lieferscheinnummer muss erfasst werden
Lieferschein Feld in welches Feld sie geschrieben wird
Übernahme aller Positionen Schaltfläche Offene Menge übernehmen zeigen
Wareneingangslager Lager, das zuerst vorgeschlagen wird
Alle Läger auswählbar jedes Lager des Standorts zur Wahl stellen
Bildverweise Bezeichnungen für die Mängelfotos
Bestellung drucken Bestellung nach der Auswahl drucken können
Bestellung abschließen Bestellung beim Abschluss mit erledigen können

Welche Belegarten als Bestellung durchsucht werden, steht nicht hier, sondern beim Anlieferungsboard. Beide Module suchen dieselben Bestellungen.

Siehe Anlieferungsboard.

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Inventur

Inventur

Gezählt wird mit dem Gerät in der Hand, bewertet und abgeschlossen wird in der SelectLine. FINN.lager übernimmt genau den Teil, der im Lager stattfindet: die Erfassung der Ist-Mengen.

Inventur

Voraussetzung: die Inventur ist begonnen

Die Inventur muss in der SelectLine angelegt und begonnen sein — der Soll-Bestand muss ermittelt sein. Ohne das findet FINN.lager keine Inventur, und es lässt sich auch keine anlegen.

Unterstützt werden alle Inventurarten der SelectLine. Ist die Inventur auf bestimmte Artikel eingeschränkt, findet die Suche auch nur diese; ist sie auf bestimmte Läger eingeschränkt, stehen nur diese zur Auswahl.

Zählen

  1. Inventur auswählen. Angezeigt werden die begonnenen Inventuren des eigenen Standorts. Auf Wunsch lassen sich auch abgeschlossene anzeigen.
  2. Lager oder Lagerplatz wählen.
  3. Artikel scannen oder suchen.
  4. Menge erfassen.

Zusätzlich zur Nummer kann eine weitere Information zur Inventur klein eingeblendet werden — etwa deren Bezeichnung. Bei mehreren gleichzeitigen Inventuren ist das eine große Hilfe.

Kumulativ zählen

Die wichtigste Einstellung dieses Moduls:

Einstellung Bedeutung
kumulativ — ein jede erfasste Menge wird addiert
kumulativ — aus die erfasste Menge ersetzt die bisherige

Kumulativ eingeschaltet macht das Zählen ohne Tastatur möglich: Man scannt jedes Stück einmal, und die Menge wächst um eins. Für Stückgut ist das der schnellste Weg.

Bei ausgeschaltetem kumulativen Zählen muss immer die gesamte Ist-Menge des Platzes erfasst werden. Wer dort mehrfach zählt, überschreibt jedes Mal die vorige Zahl — ein zweiter Zähldurchgang am selben Platz macht die erste Zählung damit zunichte.

Serien- und Chargennummern

Zu Serien- und Chargenartikeln wird die Nummer erfasst, bei Artikeln mit Verfallsfrist zusätzlich das Verfallsdatum.

Ob im Lager auch bisher unbekannte Nummern gebucht werden dürfen, ist einstellbar.

Erlaubt man es, kann eine Charge erfasst werden, die im Bestand noch nicht existiert — beim Zählen findet sich so etwas durchaus. Verbietet man es, muss die Nummer erst in der SelectLine angelegt werden.

Inaktive Artikel

Wird ein in der SelectLine inaktiver Artikel gescannt, erscheint ein Hinweis. Dessen Text ist einstellbar; vorbelegt ist Artikel ist inaktiv!.

Ein Hinweis, keine Sperre: Gezählt werden darf trotzdem. Was da liegt, liegt da — auch wenn es kaufmännisch nicht mehr geführt wird.

Buchungshistorie

Über die Schaltfläche mit dem Download-Symbol lässt sich eine Liste aller Buchungen dieser Inventur herunterladen: Zeitpunkt, Lagerplatz, Artikel, Serie oder Charge, Menge — und wer gebucht hat.

Diese Liste ist der Grund, weshalb Inventurdifferenzen im Nachhinein nachvollziehbar bleiben. Sie sollte nach jeder Inventur gesichert werden, bevor die nächste beginnt.

In welchem Ordner die Protokolle liegen, ist einstellbar.

Was in der SelectLine bleibt

FINN.lager schließt keine Inventur ab und schreibt keinen Bestand fort. Solange in der SelectLine nicht abgeschlossen ist, ist die Zählung nur eine Zählung.

Einstellungen dieses Moduls

Einstellung Wirkung
Kumulatives zählen erfasste Mengen addieren statt ersetzen
Neue Serien- oder Chargennummern unbekannte Nummern buchen dürfen
Inaktiv Text Hinweis bei inaktiven Artikeln
Belegtyp welche Belegart die Inventur ist
Zusätzliche Informationen welche Belegangabe zur Inventurnummer erscheint
Log-Ordnerpfad wohin die Buchungsprotokolle geschrieben werden

Weiter

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