Einrichtung
Zugang zum Shop, Belegtypen, Umfang der Übertragung, Makros und Erstinbetriebnahme.
Shopdaten
Unter FINN.webshop → Einstellungen → Shopdaten wird der Zugang zum Shop hinterlegt.
Zugangsdaten
URL zum Shop
Die Adresse des Shops ohne abschließenden Schrägstrich. FINN.ghost bildet daraus die
Adresse der Schnittstelle unter /ghost/.
Nutzer und Passwort
Die Zugangsdaten für die FINN.ghost-Schnittstelle im Shop. Sie werden bei jedem Aufruf mitgeschickt und im Shop geprüft.
Das ist kein Kundenkonto und kein Shop-Administrator, sondern ein eigener technischer Zugang. Er wird bei der Einrichtung des Shops zusammen mit unserem Team festgelegt.
Das Passwort wird in der Konfiguration von FINN.ghost verschlüsselt gespeichert.
Was beim Start passiert
Sobald das Modul mit gültigen Zugangsdaten läuft, aktualisiert FINN.ghost die Schnittstellendateien im Shop und prüft anschließend die Datenbank des Shops auf den passenden Stand.
Nach einem FINN.ghost-Update ist im Shop deshalb nichts nachzuinstallieren. Im Protokoll erscheint der Hinweis, dass die Dateien im Shop aktualisiert wurden.
Verbindung prüfen
Bleiben die Auswahllisten in den Einstellungen leer oder meldet das Protokoll, dass der Webserver nicht erreichbar ist, stimmt etwas an Adresse oder Zugangsdaten nicht.
Typische Meldungen:
| Meldung im Protokoll | Bedeutung |
|---|---|
| Webserver für POST … nicht erreichbar | der Shop antwortet nicht oder zu langsam |
| Zugriff verweigert / Anmeldung fehlgeschlagen | Nutzer oder Passwort stimmen nicht |
| Hinweis auf die Datenbankprüfung | die Shop-Datenbank passt nicht zum FINN.ghost-Stand |
Ein „Webserver nicht erreichbar" bei großen Läufen ist oft kein Verbindungsproblem, sondern ein Zeitüberschreitungsfehler des Webservers. Dann hilft es, den Lauf in kleinere Aufgaben aufzuteilen — etwa Artikel ohne Bilder und Bilder getrennt zu übertragen.
Nächster Schritt
Belege und Neukunden
Unter FINN.webshop → Einstellungen → Zuordnung wird festgelegt, was aus einer Bestellung oder Anfrage aus dem Shop in der SelectLine entsteht.
Neukunden-Typ
Die grundlegende Entscheidung: Was wird aus jemandem, der im Shop bestellt und in der SelectLine noch nicht existiert?
| Auswahl | Ergebnis |
|---|---|
| Kunde | es entsteht sofort ein Kunde im Kundenstamm |
| Interessent | es entsteht ein Interessent; ein Kunde wird erst daraus, wenn Sie ihn übernehmen |
Mit Interessent bleibt der Kundenstamm frei von Adressen, die nur einmal angefragt haben. Der Preis dafür: Aus einem Interessenten entsteht kein Auftrag, sondern ein Angebot — die Übernahme in einen Kunden ist ein bewusster Schritt in der SelectLine.
Ist die Adresse bereits als Kunde vorhanden, gilt immer der Kundenweg — auch wenn Interessent eingestellt ist.
Belegtypen
Der Shop unterscheidet Anfragen und Bestellungen. Beides wird hier auf SelectLine-Belegtypen abgebildet.
Belegtyp Angebot
Für Anfragen aus dem Shop von Adressen, die als Kunde geführt werden.
Belegtyp Bestellung
Für Bestellungen aus dem Shop. Üblicherweise der Auftrag.
Belegtyp Angebot Interessent
Für Anfragen von Adressen, die als Interessent geführt werden.
Findet FINN.ghost zu einer Belegart keine Zuordnung, wird der Belegtyp verwendet, den der Shop mitgeschickt hat.
Belegsperre
Hat der Kunde in der SelectLine eine Belegsperre, wird kein Beleg angelegt. Die Meldung nennt Kundennummer und Belegnummer aus dem Shop.
In diesem Fall überträgt FINN.ghost den Kunden noch einmal in den Shop, damit dort der aktuelle Zustand ankommt. Die Bestellung bleibt im Shop offen.
Belege ins Kundenkonto
Belege zum Exportieren
Eine Liste von SelectLine-Belegtypen, die in den Shop übertragen werden — damit Kunden ihre Aufträge, Lieferscheine und Rechnungen im Kundenkonto sehen.
Übertragen wird jeder Beleg des gewählten Typs, der seit dem letzten Lauf angelegt oder bearbeitet wurde, samt Positionen.
Hier werden vollständige Belege in den Shop gespiegelt. Die Auswahl bestimmt also, welche Belegarten Ihre Kunden online einsehen können — Belegtypen aus dem Einkauf oder interne Belegarten gehören nicht in diese Liste.
Zusätzlich läuft die Aufgabe Status exportieren, die den Bearbeitungsstatus aller kürzlich geänderten Belege meldet. Der Kunde sieht damit im Konto, wie weit sein Auftrag ist.
Nächster Schritt
Umfang der Übertragung
Unter FINN.webshop → Einstellungen → Übertragung wird festgelegt, welche Daten in den Shop gehen und wie sie ermittelt werden.
Freigabe
ShopAktiv-Feld (Artikel)
Das Kennzeichen in der Artikelmaske, das einen Artikel für den Shop freigibt. Nur Artikel mit gesetztem Kennzeichen werden übertragen.
Das ist die wichtigste Einstellung des ganzen Moduls. Ohne sie geht kein Artikel in den Shop.
ShopAktiv-Feld (Kunde)
Das Gegenstück im Kundenstamm. Nur Kunden mit gesetztem Kennzeichen werden übertragen — und nur ihre Bilder.
Kundengruppen
Eine Auswahl von SelectLine-Kundengruppen. Ist sie gefüllt, werden nur Kunden dieser Gruppen übertragen. Damit lässt sich der Shop auf einen Teil des Kundenstamms beschränken, etwa auf Händler.
Artikelgruppen
Gruppen
Bestimmt, welche Gruppenzuordnung gilt:
| Auswahl | Bedeutung |
|---|---|
| Standard | die Artikelgruppe aus der Artikelmaske |
| Alternativ | die zusätzlichen Gruppenzuordnungen des Artikels |
| beide | Artikelgruppe und Alternativgruppen |
Gruppen zu ignorieren
Artikelgruppen, die nicht in den Shop gehören. Artikel dieser Gruppen werden übersprungen; im Protokoll erscheint der Hinweis auf den Gruppenfilter.
Shopaktive Artikel ohne Gruppenfilterung übertragen
Hebt den Gruppenfilter für den Artikelexport auf: Ein freigegebener Artikel geht in den Shop, auch wenn seine Gruppe auf der Ignorierliste steht.
Sinnvoll, wenn die Ignorierliste nur die Navigation aufräumen soll, die Artikel selbst aber auffindbar bleiben müssen.
Preise
Preisberechnung
Ohne diese Einstellung überträgt FINN.ghost die Preistabelle der SelectLine unverändert; der Shop rechnet die Preisfindung selbst.
Mit eingeschalteter Preisberechnung ermittelt FINN.ghost die Preise vorab und überträgt das Ergebnis: Grundpreis, Kundenpreise, Aktionspreise und den Preis aus dem Kalkulationsschema.
Die Umstellung verändert die Preise im Shop. Sie gehört an den Anfang eines Projekts oder in ein Wartungsfenster mit anschließender Preiskontrolle — nicht in den laufenden Betrieb.
Näheres unter Preise.
Bilder und Dateien
Maximale Bildgröße in Pixel
Bilder werden vor der Übertragung auf diese Kantenlänge verkleinert, voreingestellt 1920 Pixel. Kleinere Bilder werden nicht vergrößert.
Nur Daten exportieren, die mit 'Export' gekennzeichnet sind
Berücksichtigt nur Bilder, die in der SelectLine das entsprechende Kennzeichen tragen — bei Artikeln, Gruppen, Lieferanten und Kunden.
Pfad für XDATZUORD
Das Verzeichnis, in dem die Dateien der Dokumentenzuordnung liegen. Ohne diesen Pfad werden aus der Zuordnungstabelle keine Dateien übertragen; Dateien aus Artikeljournalen gehen trotzdem mit.
Näheres unter Bilder und Dateien.
Weitere Tabellen
Extratabellen zum Exportieren
Eine Auswahl beliebiger weiterer SelectLine-Tabellen, die in den Shop gespiegelt werden. Näheres unter Extratabellen.
Paket-Tabelle exportieren
Überträgt zusätzlich die Paketverwaltung, damit der Shop Paketnummern und Sendungsverfolgung im Kundenkonto anzeigen kann.
Nächster Schritt
SelectLine-Makros
An vier Stellen kann das Modul ein SelectLine-Makro ausführen. Die Felder liegen unter FINN.webshop → Einstellungen → Makros.
Bestellung angelegt
Läuft, nachdem der Beleg mit allen Positionen aufgebaut ist. Übergeben werden Belegtyp und Belegnummer.
Das ist der Platz für alles, was mit einem fertigen Shop-Beleg passieren soll: Kommissionierung anstoßen, Zusatzfelder befüllen, Belege drucken, eigene Prüfungen laufen lassen.
Das Makro läuft, bevor der Beleg an den Shop zurückgemeldet wird. Ändert es den Beleg, kommt der geänderte Stand im Shop an.
Läuft das Makro auf einen Fehler, wird der gerade angelegte Beleg gelöscht — und ein in diesem Zug neu entstandener Kunde ebenfalls. Die Bestellung bleibt im Shop offen und wird beim nächsten Lauf erneut versucht. Makros an dieser Stelle sollten ihre Fehler daher selbst abfangen.
Kunde angelegt
Läuft, nachdem beim Belegimport ein neuer Kunde entstanden ist. Übergeben wird die Nummer des Kunden.
Direkt danach überträgt FINN.ghost den neuen Kunden in den Shop — Änderungen des Makros am Kunden sind also sofort im Shop wirksam.
Interessent angelegt
Dasselbe für neu entstandene Interessenten, wenn der Neukunden-Typ auf Interessent steht. Übergeben wird die Nummer.
Artikel exportieren
Läuft einmal je Lauf vor dem Export der geänderten Artikel, nicht je Artikel. Gedacht, um vor der Übertragung berechnete Felder für den Shop zu füllen.
Weil das Makro nur einmal pro Lauf läuft, ist es auch bei vielen Artikeln unkritisch. Es bekommt allerdings keine Artikelnummer übergeben — es muss also selbst wissen, welche Artikel zu bearbeiten sind.
Hinweise
- Makronamen werden ohne Prüfung übernommen. Ein Tippfehler zeigt sich erst zur Laufzeit als Fehler im Protokoll.
- Die Makros laufen unter dem API-Benutzer aus den SelectLine-Einstellungen, nicht unter einem interaktiven Benutzer.
- Bei reinen Aktualisierungen bestehender Kunden läuft kein Kundenmakro — nur beim Anlegen.
Nächster Schritt
Erstinbetriebnahme
Bei einem leeren Shop lohnt es sich, die Läufe einmal in dieser Reihenfolge von Hand anzustoßen, unter FINN.webshop → Zeitsteuerung.
Diese Reihenfolge gilt für die Erstbefüllung. Im laufenden Betrieb spielt sie keine Rolle mehr.
Reihenfolge
1. Stammdaten synchronisieren
Überträgt Lieferanten mit Bildern, Mitarbeiter, Kostenstellen, Steuerschlüssel sowie Zahlungs- und Lieferbedingungen. Der Shop braucht diese Angaben, um Belege überhaupt darstellen und rechnen zu können.
2. Artikelgruppen exportieren
Legt die Gruppenstruktur samt Gruppenbildern an — Artikelgruppen, Rabattgruppen, Preisgruppen und Merkmalsgruppen.
3. Extratabellen exportieren
Nur nötig, wenn weitere Tabellen konfiguriert sind. Siehe Extratabellen.
4. Alle Artikel exportieren
Der große Lauf. Er überträgt zu jedem freigegebenen Artikel die vollständigen Daten samt Preisen, Merkmalen, Varianten, Sets, Zubehör und Bildern.
Für einen ersten Eindruck kann man stattdessen Alle Artikel exportieren (ohne Bilder) starten — das ist deutlich schneller. Die Bilder holt anschließend Alle Artikelbilder exportieren nach.
5. Artikelbestand exportieren (komplett)
Setzt die Bestände aller freigegebenen Artikel.
6. Kunden exportieren
Überträgt die Kunden mit gesetztem Kundenkennzeichen samt Adressen, Extrafeldern und Bildern.
7. XDATZUORD exportieren
Überträgt Dateien und Dokumente zu den Artikeln. Siehe Bilder und Dateien.
8. ElasticSearch Vollindex
Baut den Suchindex des Shops neu auf, damit die übertragenen Artikel gefunden werden. Siehe Suchindex.
9. Neue Belege importieren
Erst zum Schluss einschalten. Vorher fehlen im Shop die Artikel, auf die sich Bestellungen beziehen würden.
Danach
Wenn die Erstbefüllung durchgelaufen ist, werden die Aufgaben mit einem Zeitplan versehen. Empfehlungen dazu stehen unter Zeitplan der Übertragungen.
Kontrolle
| Prüfpunkt | Wo |
|---|---|
| Anzahl der Artikel im Shop | verglichen mit den freigegebenen Artikeln der SelectLine |
| Gruppenstruktur | Navigation im Shop |
| Preise an Stichproben | Artikel im Shop aufrufen, mit der SelectLine vergleichen |
| Suche findet Artikel | nach dem Vollindex prüfen |
| Meldungen im Protokoll | FINN.webshop → Zeitsteuerung |
Das Protokoll enthält auch Hinweise auf übersprungene Artikel — die Liste ist eine gute Arbeitsgrundlage für die Datenpflege. Näheres unter Wenn etwas nicht im Shop ankommt.