Boards

Die Übersichtsanzeigen für Disposition, Anlieferung, Versand und Fertigung.

Dispositionsboard

Das Dispositionsboard beantwortet die Leitfrage des Versands: Welche Aufträge stehen an, und können wir sie liefern? Es gehört auf einen großen Bildschirm und aktualisiert sich selbst.

Dispositionsboard

Was angezeigt wird

Alle Aufträge der eingerichteten Belegart, die gedruckt sind, noch nicht abgeschlossen und mindestens eine offene Lagerartikelposition haben.

Je Beleg stehen in der Liste:

Spalte Inhalt
Belegnummer mit Barcode
Kunde Anzeigename
Datum Belegdatum
Liefertermin Termin des Belegs
Nächster Termin frühester Termin einer noch offenen Position
Bearbeitungsstatus Status aus der SelectLine
Standort Standort des Belegs
Bearbeiter wer den Beleg bearbeitet

Aufklappen zeigt die Positionen mit Artikelbild, Menge, verfügbarem Bestand je Lager und je Standort.

Der nächste Termin ist häufig wichtiger als der Liefertermin des Belegs: Er sagt, wann die erste Position fällig wird — und damit, wann das Lager anfangen muss.

Filtern

Alle Filter lassen sich kombinieren. Das Board ist als Arbeitsmittel gedacht: Man stellt sich eine Sicht ein und arbeitet sie ab.

Filter Beantwortet
Suche Belegnummer, Kunde, Datum, Artikel in den Positionen
Standort welcher Standort — oder alle
Lieferdatum welche Aufträge sind an einem Tag fällig
Nächster Termin welche Positionen werden an einem Tag fällig
Nur Belege mit Lieferdatum die Aufträge ohne Termin ausblenden
Nur Positionen mit Lieferdatum dasselbe auf Positionsebene
Lager und Lagerort welche Aufträge betreffen dieses Lager
Verfügbarkeit siehe unten

Verfügbarkeit

Zwei Filter, die sich einzeln oder gemeinsam setzen lassen:

Damit ist die häufigste Frage des Versands mit einem Klick beantwortet: Was können wir heute vollständig rausschicken? Diese Aufträge lassen sich direkt in der Kommission abarbeiten.

Siehe Kommission.

Der Weg ins Lager

Zu jedem Beleg wird die Belegnummer als Barcode angezeigt. Wer sie mit dem MDE-Gerät scannt, hat den Beleg in der Kommission ausgewählt.

Das ist der gedachte Ablauf: Am Board wird entschieden, was gemacht wird, und am Gerät wird es gemacht. Niemand muss Belegnummern abschreiben.

Eigene Symbole

Über die Konfiguration lassen sich Symbole hinterlegen, die erscheinen, wenn eine Bedingung erfüllt ist — am Beleg oder an einer Position. Vorbelegt sind zwei:

Weitere sind frei definierbar: aus welcher Angabe, welcher Vergleich, welcher Wert, welches Symbol, welche Farbe. Eine Legende erklärt die Symbole im Board.

Typische Beispiele: Aufträge aus dem Webshop kennzeichnen, Aufträge mit Express-Lieferbedingung hervorheben, Aufträge von A-Kunden markieren.

Eigene Spalten

Zusätzliche Spalten lassen sich aus den Beleg- und Positionsangaben ergänzen — mit eigener Bezeichnung und passendem Datentyp. Spalten vom Typ Ja/Nein können auf Wunsch zugleich als eigene Filter erscheinen.

Aktualisierung

Das Board lädt sich in einem einstellbaren Abstand neu; vorbelegt sind 300 Sekunden.

Ein sehr kurzer Abstand belastet die Datenbank, weil zu allen Positionen Bestände ermittelt werden. Fünf Minuten sind für die Disposition in der Regel schnell genug.

Artikelbilder werden nur geladen, wenn das eingeschaltet ist — das ist die zweite Stellschraube für die Ladezeit.

Einstellungen dieses Moduls

Einstellung Wirkung
Belegtyp welche Belegart angezeigt wird
Status eigene Symbole samt Bedingung
Zusätzliche Belegspalten weitere Spalten aus dem Beleg
Zusätzliche Positionsspalten weitere Spalten aus der Position
Zusätzliche Filter anzeigen Ja/Nein-Spalten als Filter anbieten
Artikelbilder abfragen Bilder in den Positionen zeigen
Nur Positionslagerbestand anzeigen Bestände auf das Lager der Position begrenzen
Aktualisierungsinterval Abstand in Sekunden

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Anlieferungsboard

Anlieferungsboard

Das Gegenstück zum Dispositionsboard: Es zeigt, was hereinkommt. Damit lässt sich die Rampe planen — wie viel kommt heute, wie viel ist überfällig.

Anlieferungsboard

Was angezeigt wird

Alle Bestellungen der eingerichteten Belegarten, die gedruckt und noch nicht abgeschlossen sind. Lieferantenretouren erscheinen nicht.

Je Bestellung:

Spalte Inhalt
Belegnummer mit Barcode
Lieferant Name und Nummer, dazu die Anschrift
Datum Bestelldatum
Liefertermin Termin der Bestellung
Lieferstatus siehe unten
Standort Standort der Bestellung

Aufklappen zeigt die Positionen mit Artikel, Menge, Lager, Termin und dem Lieferstatus je Position.

Der Lieferstatus

FINN.lager rechnet aus Liefertermin und offenen Positionsterminen einen Status und färbt ihn:

Status Bedeutung
Überfällig der früheste Termin liegt in der Vergangenheit
Heute heute fällig
Morgen morgen fällig
Restwoche noch in dieser Kalenderwoche fällig
N Tage entfernt später
Kein Lieferdatum es ist kein Termin hinterlegt

Bei den Positionen kommt Empfangen hinzu — die Position ist vollständig geliefert.

Maßgeblich ist der früheste Termin aus Beleg und offenen Positionen. Eine Bestellung mit vier Positionen zu vier Terminen erscheint also so früh, wie ihre erste Teillieferung erwartet wird.

Mehrere Belegarten

Es lassen sich mehrere Belegarten einrichten; jede erscheint als eigene Registerkarte. Welche beim Öffnen vorausgewählt ist, ist einstellbar.

Sinnvoll dort, wo neben normalen Bestellungen weitere Belegarten hereinkommen — etwa Streckengeschäfte oder Lohnbearbeitung.

Diese Belegarten gelten zugleich als die Bestellungen, die der Wareneingang durchsucht. Wer hier eine Belegart ergänzt, ergänzt sie auch dort.

Siehe Wareneingang.

Filtern

Filter Wirkung
Suche Belegnummer, Lieferant, Artikel
Standort ein Standort oder alle
Nur offene Positionen bereits empfangene Positionen ausblenden

Den Wareneingang starten

Zwei Wege vom Board in die Annahme:

Barcode scannen

Die Belegnummer wird als Barcode angezeigt. Wer sie mit dem MDE-Gerät scannt, hat die Bestellung im Wareneingang geöffnet.

Einem Mitarbeiter zuweisen

Über Zustellung lässt sich die Bestellung an einen angemeldeten Benutzer senden. Auf dessen Gerät erscheint sofort Bestellung empfangen mit der Frage, ob sie im Wareneingang geöffnet werden soll.

Damit wird das Board zum Leitstand der Rampe: Der Disponent sieht die Lieferung und schickt sie auf das Gerät des Kollegen, der sie annehmen soll. Kein Zuruf, keine abgeschriebene Nummer.

Zur Auswahl stehen nur Benutzer, die gerade angemeldet sind. Wer sich abgemeldet hat, kann nichts empfangen.

Aktualisierung

Der Abstand ist einstellbar; vorbelegt sind 300 Sekunden.

Einstellungen dieses Moduls

Einstellung Wirkung
Belegtypen welche Belegarten als Registerkarten erscheinen
Default Belegtyp welche beim Öffnen vorausgewählt ist
Aktualisierungsinterval Abstand in Sekunden

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Packboard

Packboard

Das Packboard steht am Ende der Kommissionierung: Aus fertig kommissionierten Packzetteln werden Lieferscheine. Es ist der Arbeitsplatz am Packtisch.

Packboard

Was angezeigt wird

Aufträge, zu denen gedruckte Packzettel mit noch offenen Positionen existieren — also Aufträge, deren Ware im Lager zusammengestellt ist und auf den Versand wartet.

Je Auftrag:

Spalte Inhalt
Auftrag Belegnummer
Kunde Anzeigename
Offener Preis (Netto) Wert der noch nicht übergebenen Positionen
Offene Packzettel die zugehörigen Packzettel mit Termin

Zu jedem Packzettel lassen sich die Positionen ansehen: Artikel, Bezeichnung, Menge, offene Menge, Gesamtpreis.

Ein Auftrag kann mehrere Packzettel haben — etwa weil in zwei Durchgängen kommissioniert wurde oder weil zwei Personen daran gearbeitet haben.

Lieferschein erzeugen

Packzettel auswählen und In Lieferschein übergeben. FINN.lager legt einen Lieferschein an und übergibt die Positionen der ausgewählten Packzettel.

Mehrere Packzettel in einen Lieferschein zusammenzufassen ist der eigentliche Zweck: Der Kunde bekommt eine Sendung mit einem Papier, auch wenn im Lager an verschiedenen Stellen gepackt wurde.

Dabei wird übernommen, was in der Kommission tatsächlich entnommen wurde — Lager, Lagerplatz, Serien- und Chargennummern. Bei Artikeln, deren Lagerstrategie das Verfallsdatum berücksichtigt, geht dieses mit.

Es wird also nicht neu ausgelagert, sondern die Kommissionierung fortgeschrieben. Damit steht auf dem Lieferschein genau die Charge, die auch im Karton liegt.

Scheitert die Übergabe, wird der begonnene Lieferschein wieder entfernt. Es bleibt kein halber Beleg zurück — der Vorgang lässt sich nach Behebung der Ursache wiederholen.

Eigene Spalten

Zusätzliche Spalten aus den Auftragsangaben lassen sich ergänzen — mit eigener Bezeichnung und Datentyp. Sinnvoll sind Angaben, die am Packtisch gebraucht werden: Versandart, Lieferbedingung, Hinweistexte.

Drucken und Folge-Makros

Lieferscheine und Packlisten werden über die hinterlegten Formulare gedruckt. Anschließend kann ein Folge-Makro laufen — je Zielbelegart einrichtbar.

Am Packtisch ist das der typische Ort für die Anbindung eines Versanddienstleisters: Der Lieferschein entsteht, das Folge-Makro meldet die Sendung an.

Siehe Druckformulare und Makros.

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Fertigungsboard

Fertigungsboard

Das Fertigungsboard zeigt, welche Fertigungsschritte auf Material warten. Es ist die Übersicht für die Materialbereitstellung — das Gegenstück zum Dispositionsboard auf der Produktionsseite.

Fertigungsboard

Was angezeigt wird

Produktionsschritte freigegebener Fertigungsaufträge, bei denen noch nicht alles Material eingelagert ist — bei denen also die bereitgestellte Menge unter der benötigten liegt.

Je Schritt:

Spalte Inhalt
Auftrag Fertigungsauftrag mit Bezeichnung
Schritt Produktionsschritt mit Bezeichnung
Datum Termin des Schritts
Kompetenzen die zugeordneten Kompetenzgruppen
Standort Standort des Auftrags
Artikel die noch fehlenden Verbrauchsartikel
Pickstatus wie viel bereitgestellt ist
Verfügbarkeit wo der fehlende Bestand liegt

Sortiert wird nach Termin; Schritte ohne Termin stehen am Ende.

Vollständig bereitgestellte Schritte verschwinden aus der Liste. Das Board ist damit eine Arbeitsliste, die sich von selbst abbaut.

Verfügbarkeit

Zu jedem fehlenden Artikel zeigt das Board, in welchen Lägern und Lagerplätzen freier Bestand liegt. Läger mit Auslagersperre und inaktive Läger bleiben außen vor — von dort lässt sich ohnehin nichts holen.

Steht Kein Lagerbestand vorhanden, fehlt der Artikel im Haus. Dann hilft nur Nachschub — siehe Artikel bestellen.

Vorherige Bedarfe

Das Board weist darauf hin, wenn dasselbe Material von früheren Aufträgen benötigt wird. Der Bestand ist dann rechnerisch vorhanden, aber für einen früheren Termin vorgesehen.

Das ist der wichtigste Hinweis des Boards. Wer ihn übersieht, stellt Material für einen späteren Auftrag bereit und bringt damit einen früheren zum Stehen.

Filtern

Filter Wirkung
Suche Auftrag, Schritt, Artikel
Standort ein Standort oder alle
Kompetenzen nur Schritte bestimmter Kompetenzgruppen
Nur offene Positionen vollständig bereitgestellte Artikel ausblenden

Der Filter nach Kompetenzen macht das Board arbeitsplatzgerecht: Jede Fertigungsinsel sieht nur die Schritte, die zu ihr gehören.

Der Weg in die Bereitstellung

Bereitgestellt wird mit der Fertigungskommission. Das Board sagt, welcher Schritt ansteht; die Fertigungskommission führt die Buchung aus.

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Fertigungskommission