Sachmerkmale

Merkmallisten pflegen: Artikel aufnehmen, Ausprägungen zuweisen, Massenänderungen.

Was Sachmerkmale sind

Sachmerkmale beschreiben einen Artikel, ohne ihn zu vervielfachen. Eine Schraube bleibt ein Artikel — sie bekommt Angaben zu Werkstoff, Norm, Gewinde und Länge.

Der Aufbau in der SelectLine

Drei Ebenen, die man auseinanderhalten sollte:

Ebene Beispiel Wo sie entsteht
Merkmalliste Verbindungselemente in der SelectLine
Merkmal Werkstoff in der SelectLine
Ausprägung Edelstahl hier oder in der SelectLine

Eine Merkmalliste bündelt die Merkmale, die für eine Art von Artikeln sinnvoll sind. Ein Artikel wird einer Liste zugeordnet und bekommt dann zu deren Merkmalen seine Ausprägungen.

Merkmallisten und Merkmale werden in der SelectLine angelegt. Dieses Werkzeug füllt sie mit Artikeln und Ausprägungen — es legt keine neuen Listen an.

Wofür man sie braucht

Der Nutzen zeigt sich im Shop: Wer dort nach Werkstoff und Gewinde filtern will, braucht diese Angaben strukturiert am Artikel — nicht als Fließtext in der Bezeichnung.

Was das Werkzeug hier tut

Es ist für die Masse gemacht. In der SelectLine pflegt man Sachmerkmale Artikel für Artikel; hier arbeitet man mit der ganzen Liste auf einmal:

Siehe Artikel aufnehmen und Ausprägungen zuweisen.

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Eine Merkmalliste bearbeiten

Eine Merkmalliste bearbeiten

Nach dem Aufruf von Merkmale / Varianten → Sachmerkmale wird zuerst die Merkmalliste gewählt. Danach steht die Arbeitsfläche: eine Tabelle mit allen Artikeln, die dieser Liste zugeordnet sind.

Die Tabelle

Jede Zeile ist ein Artikel, jede Spalte ein Merkmal der Liste. In den Zellen stehen die Ausprägungen des jeweiligen Artikels.

Ein Artikel kann zu einem Merkmal mehrere Ausprägungen haben. Die Zelle zeigt dann mehrere Einträge.

Artikel finden

Werkzeug Wofür
Artikel suchen Volltextsuche über die angezeigten Artikel
Erweiterter Filter nach einzelnen Merkmalen und Ausprägungen einschränken
Artikel pro Seite wie viele Zeilen gleichzeitig angezeigt werden

Der erweiterte Filter lässt sich mit Zurücksetzen wieder leeren.

Der Filter ist der Hebel für Massenänderungen: Erst die Artikel eingrenzen, die geändert werden sollen, dann auswählen und die Ausprägung in einem Schritt setzen.

Siehe Ausprägungen zuweisen und entfernen.

Artikel auswählen

Über die Auswahlfelder in den Zeilen. Die Auswahl entscheidet, worauf sich die Aktionen der unteren Werkzeugleiste beziehen.

Artikel aus der Liste entfernen

Über Artikel löschen. Es folgt eine Rückfrage.

Damit werden alle Sachmerkmal-Zuordnungen dieses Artikels entfernt — nicht nur die der aktuellen Liste. Der Artikel selbst bleibt unverändert bestehen; er ist danach keiner Merkmalliste mehr zugeordnet.

Speichern

Änderungen werden mit dem Speichern in die SelectLine geschrieben. Dabei werden die Zuordnungen der betroffenen Artikel neu geschrieben: Die bisherigen Einträge werden entfernt und aus der Tabelle neu aufgebaut.

Was in der Tabelle steht, gilt danach — auch das, was nicht darin steht. Wer eine Ausprägung aus einer Zelle entfernt und speichert, entfernt sie am Artikel.

Bei jedem geänderten Artikel werden außerdem Änderungsdatum und Benutzerkürzel gesetzt, wie bei einer Änderung in der SelectLine.

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Artikel aufnehmen

Artikel aufnehmen

Drei Wege, Artikel in eine Merkmalliste zu bekommen. Der dritte ist der, um den es beim Umstieg auf strukturierte Merkmale meist geht.

Einzeln

Über Artikel hinzufügen und die Suche nach Artikelnummer oder Bezeichnung. Der Artikel erscheint als neue Zeile in der Tabelle.

Sinnvoll für Nachträge — ein neuer Artikel im Sortiment, der in eine bestehende Liste gehört.

Über eine Artikelgruppe

Über Artikelgruppe hinzufügen. Übernommen werden alle aktiven Artikel dieser Gruppe.

Der schnellste Weg, wenn das Sortiment sauber nach Gruppen geordnet ist: Eine Gruppe entspricht dann meist genau einer Merkmalliste.

Inaktive Artikel werden übersprungen. Wer sie braucht, muss sie einzeln aufnehmen.

Aus einer CSV-Datei

Über Importieren. Damit lassen sich Artikellisten aus einer Tabellenkalkulation übernehmen — etwa eine Liste, die aus einer Auswertung entstanden ist.

Anforderungen an die Datei:

Anforderung Hinweis
Spalte Artikelnummer zwingend, genau so geschrieben
Trennzeichen Semikolon wie beim Export aus Excel im deutschen Format
Endung .csv die Auswahl lässt nur solche Dateien zu

Vor dem Import zeigt eine Vorschau, was erkannt wurde.

Bereits in der Liste vorhandene Artikel werden übersprungen — ein zweiter Import derselben Datei erzeugt also keine Dubletten.

Fehlt die Spalte Artikelnummer oder lässt sich die Datei nicht lesen, bricht der Import mit einer Meldung ab. Häufigste Ursache: die Datei ist kommagetrennt statt mit Semikolon gespeichert.

Und danach?

Aufgenommene Artikel stehen zunächst ohne Ausprägungen in der Tabelle. Das Zuweisen ist der zweite Schritt — siehe Ausprägungen zuweisen und entfernen.

Genau darin liegt der Zeitgewinn: 200 Artikel aufnehmen, dann nach Teilmengen filtern und jeder Teilmenge in einem Schritt ihre Ausprägung geben.

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Ausprägungen zuweisen und entfernen

Ausprägungen zuweisen und entfernen

Hier passiert die eigentliche Arbeit — und hier liegt der Unterschied zur Pflege in der SelectLine: Es geht für viele Artikel gleichzeitig.

Eine vorhandene Ausprägung setzen

  1. Die Artikel eingrenzen — über Suche oder erweiterten Filter.
  2. Die betroffenen Artikel auswählen.
  3. Ausprägung hinzufügen oder entfernen öffnen.
  4. Die Ausprägung suchen und Hinzufügen wählen.

Mit Nur bei ausgewählten Artikeln wird die Aktion auf die Auswahl begrenzt. Ohne diese Einstellung gilt sie für alle Artikel der Tabelle.

Das ist die Einstellung, bei der man hinsehen sollte. Ohne Häkchen bekommt jeder Artikel der Liste die Ausprägung — bei einer Liste mit 800 Artikeln ist das schnell passiert und nur mit Aufwand rückgängig zu machen.

Eine Ausprägung wegnehmen

Derselbe Dialog, Schaltfläche Entfernen. Auch hier entscheidet das Häkchen, ob es die Auswahl oder alle Artikel trifft.

Eine neue Ausprägung anlegen

Über Neue Ausprägung erstellen. Sie wird beim Speichern in der SelectLine angelegt und den gewählten Artikeln zugeordnet.

Eine Ausprägung, die es noch nicht gibt, entsteht also nebenbei. Das ist bequem — und der Grund, weshalb sich Schreibweisen einschleichen: „Edelstahl", „edelstahl", „Edelstahl (A2)". Vor dem Anlegen lohnt der Blick, ob es die Ausprägung nicht schon gibt.

Alle Merkmale eines Artikels leeren

Über Alle Merkmale löschen in der Zeile. Der Artikel bleibt in der Liste, verliert aber seine Ausprägungen.

Was beim Speichern passiert

Für jeden geänderten Artikel werden die Sachmerkmal-Zuordnungen entfernt und neu geschrieben — genau so, wie sie in der Tabelle stehen. Anschließend wird die Merkmalliste zugeordnet und jede Ausprägung verknüpft.

Damit ist die Tabelle die Wahrheit, nicht der bisherige Stand in der SelectLine. Wer eine Zelle leert und speichert, löscht die Angabe am Artikel.

Änderungsdatum und Benutzerkürzel werden am Artikel mitgeführt.

Ein bewährtes Vorgehen

  1. Artikel aufnehmen — Gruppe oder CSV.
  2. Nach der ersten Eigenschaft filtern, auswählen, Ausprägung setzen.
  3. Filter zurücksetzen, nächste Eigenschaft.
  4. Am Ende einmal ohne Filter durchsehen, ob Zellen leer geblieben sind.

Schritt 4 ist der wichtigste: Leere Zellen fallen im Shop später als fehlender Filterwert auf — dort, wo es niemandem mehr auffällt, weil der Artikel einfach nicht gefunden wird.

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Wie Varianten aufgebaut sind