Laufender Betrieb

Zeitplan, Suchindex, Vorgehen bei fehlenden Daten und häufige Fragen.

Zeitplan der Übertragungen

Unter FINN.webshop → Zeitsteuerung wird festgelegt, wie oft jede Aufgabe läuft. Auf derselben Seite stehen das Protokoll, der Zeitpunkt der letzten Ausführung und der nächste geplante Termin.

Die Aufgaben

Aufgabe Was sie tut
geänderte Artikel exportieren Artikel, die sich geändert haben
Alle Artikel exportieren Vollexport mit Bildern
Alle Artikel exportieren (ohne Bilder) Vollexport ohne Bilder
Alle Artikelbilder exportieren nur die Bilder
Artikelleichen entfernen räumt im Shop auf, was nicht mehr freigegeben ist
Preise exportieren Preise aller freigegebenen Artikel
Artikelbestand exportieren (geändert) Bestände mit Bewegung seit dem letzten Lauf
Artikelbestand exportieren (komplett) alle Bestände
Artikelgruppen exportieren Gruppenstruktur und Gruppenbilder
Stammdaten synchronisieren Lieferanten, Mitarbeiter, Steuern, Bedingungen, Pakete
Extratabellen exportieren zusätzlich ausgewählte Tabellen
XDATZUORD exportieren Dateien und Dokumente zu Artikeln
Kunden exportieren alle freigegebenen Kunden
Kunden exportieren (geändert) nur geänderte Kunden
neue Belege importieren Bestellungen und Anfragen holen
geänderte Belege exportieren Belege fürs Kundenkonto
Status exportieren Bearbeitungsstatus der Belege
Newsletteradressen importieren Newsletter-Anmeldungen in die SelectLine
ElasticSearch Vollindex Suchindex neu aufbauen, siehe Suchindex

Die Aufgaben laufen nacheinander

Das ist der wichtigste Punkt bei der Planung: Aufgaben laufen nicht gleichzeitig. Startet eine, während eine andere arbeitet, wartet sie.

Läuft ein Vollexport aller Artikel mehrere Stunden, warten in dieser Zeit alle anderen Aufgaben — auch der Belegimport. Vollexporte gehören daher auf eine feste Uhrzeit in der Nacht und nicht in ein Intervall.

Ein Start von Hand über die Oberfläche umgeht das Warten und läuft sofort.

Empfehlung für einen mittelgroßen Shop

Aufgabe Empfehlung Begründung
neue Belege importieren alle 5 Minuten Bestellungen sollen zeitnah im ERP stehen
Artikelbestand exportieren (geändert) alle 5 Minuten häufigste Änderung im Tagesgeschäft
Status exportieren alle 10 Minuten Kunde sieht den Fortschritt
geänderte Artikel exportieren alle 15 Minuten Stammdatenänderungen zeitnah
geänderte Belege exportieren alle 15 Minuten Belege fürs Kundenkonto
Kunden exportieren (geändert) stündlich
Preise exportieren stündlich erfasst neue Preise und abgelaufene Aktionen
Stammdaten synchronisieren stündlich überträgt auch die Paketdaten
Artikelgruppen exportieren stündlich läuft nur bei Änderungen, daher billig
Newsletteradressen importieren täglich
XDATZUORD exportieren nachts, feste Zeit
Extratabellen exportieren nachts, feste Zeit überträgt immer den vollen Inhalt
Artikelbestand exportieren (komplett) nachts, feste Zeit Korrekturlauf
Alle Artikel exportieren (ohne Bilder) nachts, feste Zeit Korrekturlauf
Artikelleichen entfernen nachts, feste Zeit nach dem Vollauf
ElasticSearch Vollindex nachts, feste Zeit siehe Suchindex
Alle Artikel exportieren nur von Hand läuft je nach Artikelzahl viele Stunden
Alle Artikelbilder exportieren nur von Hand oder nach einer Bildaktion
Kunden exportieren nur von Hand Vollauf, sonst genügt der Änderungslauf

Warum die nächtlichen Korrekturläufe wichtig sind

Der Änderungslauf erkennt Artikel daran, dass sich der Artikelstamm geändert hat. Zwei Dinge entgehen ihm:

Ohne diese Läufe können Änderungen dauerhaft im Shop fehlen.

Reihenfolge in der Nacht

Sinnvoll ist, die nächtlichen Läufe in dieser Ordnung zu staffeln — mit genug Abstand, damit sie sich nicht blockieren:

  1. Alle Artikel exportieren (ohne Bilder)
  2. Preise exportieren
  3. Artikelbestand exportieren (komplett)
  4. Artikelleichen entfernen
  5. XDATZUORD exportieren
  6. Extratabellen exportieren
  7. ElasticSearch Vollindex

Der Suchindex gehört ans Ende: Er soll den Stand nach allen Übertragungen abbilden.

Was im Protokoll steht

Das Protokoll zeigt den Fortschritt, übersprungene Datensätze und Fehler.

Ein Lauf gilt als erfolgreich beendet, auch wenn einzelne Artikel gescheitert sind. Der Abschluss allein ist also kein Nachweis dafür, dass alles im Shop angekommen ist — dafür muss man ins Protokoll schauen.

Siehe Wenn etwas nicht im Shop ankommt.

Suchindex

Die Artikelsuche des FINN.webshop arbeitet mit einem Suchindex. Ein Artikel wird im Shop erst gefunden, wenn er dort erfasst ist — die übertragenen Daten allein genügen nicht.

Einzelne Artikel

Nach jedem übertragenen Artikel stößt FINN.ghost dessen Neuindizierung im Shop an. Im Normalbetrieb ist der Index damit ohne weiteres Zutun aktuell.

Das passiert nur für Artikel, die freigegeben sind. Ein Artikel, dessen Freigabe entfernt wurde, wird übertragen aber nicht neu indiziert — er verschwindet über den Shop aus der Suche.

Vollindex

Die Aufgabe ElasticSearch Vollindex baut den Index für das gesamte Sortiment neu auf.

Nötig ist sie:

Der Vollindex kann bei großen Sortimenten lange laufen. FINN.ghost räumt dafür eine großzügige Wartezeit ein. Läuft der Shop dennoch in eine Zeitüberschreitung, erscheint im Protokoll ein Hinweis auf den Timeout — der Shop arbeitet den Index aber meist im Hintergrund weiter.

Der Vollindex gehört ans Ende der nächtlichen Läufe, damit er den Stand nach allen Übertragungen abbildet. Siehe Zeitplan.

Wenn die Suche nichts findet

Prüfpunkt Hinweis
Ist der Artikel im Shop vorhanden? im Shop-Adminbereich prüfen
Ist er freigegeben? ohne Freigabe wird nicht indiziert
Vollindex gelaufen? Zeitpunkt in der Zeitsteuerung prüfen
Meldung im Protokoll? Fehler beim Index werden dort vermerkt

Ein Artikel, der im Shop korrekt hinterlegt ist und trotzdem nicht gefunden wird, ist fast immer ein Indexthema — kein Übertragungsthema.

Weiter

Wenn etwas nicht im Shop ankommt

Wenn etwas nicht im Shop ankommt

Die meisten Fälle lassen sich in wenigen Minuten selbst klären. Diese Seite geht die häufigsten Situationen der Reihe nach durch.

Ein Artikel fehlt im Shop

1. Ist das ShopAktiv-Feld gesetzt?

In der Artikelmaske das bei der Einrichtung vereinbarte Kennzeichen prüfen. Das ist mit Abstand die häufigste Ursache.

2. Hat der Artikel einen Steuerschlüssel im Verkauf?

Fehlt er, bricht der Export dieses Artikels ab. Im Protokoll steht „SSVerkauf für <Artikelnummer> nicht vorhanden!".

3. Ist die Artikelgruppe ausgeschlossen?

Steht die Gruppe auf der Ignorierliste, wird der Artikel übersprungen. Im Protokoll erscheint der Hinweis auf den Gruppenfilter. Abhilfe: Gruppe von der Liste nehmen oder Shopaktive Artikel ohne Gruppenfilterung übertragen einschalten.

4. Ist es ein Fertigungsartikel ohne Arbeitsplan?

Ein Fertigungsartikel ohne hinterlegte Fertigungsliste wird übersprungen, wenn die SelectLine Fertigungsaufträge beim Speichern erzeugt.

5. Läuft die Aufgabe überhaupt?

Unter FINN.webshop → Zeitsteuerung nachsehen, ob geänderte Artikel exportieren ein Intervall hat und wann sie zuletzt gelaufen ist. Steht die Aufgabe dauerhaft auf wartend, blockiert ein großer Lauf.

6. Ist er nur nicht auffindbar?

Ist der Artikel im Shop vorhanden, wird aber nicht gefunden, ist es der Suchindex — siehe Suchindex.

Ein geänderter Preis kommt nicht an

Preisänderungen ändern den Artikelstamm nicht, der Änderungslauf bemerkt sie also nicht. Die Aufgabe Preise exportieren von Hand starten oder auf den nächsten geplanten Lauf warten.

Dasselbe gilt für abgelaufene Aktionspreise.

Eine Merkmals- oder Zubehöränderung kommt nicht an

Auch das sind Nebentabellen, die der Änderungslauf nicht erkennt. Entweder den Artikel einmal in der Artikelmaske speichern — dann gilt er als geändert — oder auf den nächtlichen Vollauf warten.

Der Bestand stimmt nicht

Prüfpunkt Hinweis
reservierte Menge wird standardmäßig abgezogen
Stückliste Bestand ergibt sich aus der knappsten Komponente
eigene Bestandsermittlung falls eingerichtet, gilt sie statt der Standardlogik
Bestandsaufgabe gelaufen? Zeitpunkt in der Zeitsteuerung prüfen

Eine Bestellung fehlt in der SelectLine

Anders als bei Fremdplattformen bleibt eine gescheiterte Bestellung im Shop offen und wird beim nächsten Lauf erneut versucht. Eine dauerhaft fehlende Bestellung bedeutet also, dass ein Fehler wiederholt auftritt.

1. Wiederkehrende Meldung im Protokoll?

Nach der Belegnummer aus dem Shop suchen. Wiederkehrende Meldungen sind der Normalfall bei einem dauerhaften Problem.

2. Bekannte Ursachen

Ursache Erkennbar an
Kunde hat Belegsperre Meldung mit Kundennummer und Belegnummer
Artikel im Beleg nicht in der SelectLine Fehler beim Anlegen der Position
Belegtyp nicht zugeordnet Beleg landet im vom Shop gemeldeten Belegtyp
Fehler im Makro Bestellung angelegt Beleg wird gelöscht, Meldung des Makros im Protokoll
Zahlungsbedingung nicht ermittelbar Hinweis mit der Bezeichnung, Beleg entsteht trotzdem

Beim Scheitern wird auch ein in diesem Zug neu angelegter Kunde wieder entfernt. Das ist gewollt, damit keine halben Datensätze zurückbleiben — es bedeutet aber, dass ein wiederholt scheiternder Import den Kunden immer wieder anlegt und löscht.

Der Shop ist nicht erreichbar

Meldung im Protokoll Bedeutung
Webserver für POST … nicht erreichbar Zeitüberschreitung oder Shop nicht erreichbar
Webserver für UPLOAD … nicht erreichbar dasselbe beim Hochladen von Bildern oder Dateien

Bei großen Läufen ist das meist keine Störung der Verbindung, sondern eine Zeitüberschreitung des Webservers. Abhilfe: den Lauf aufteilen — Artikel ohne Bilder übertragen und die Bilder mit der eigenen Aufgabe nachziehen.

Regelmäßige Kontrolle

Zwei Dinge, die sich im Alltag bewährt haben:

Wenn es dabei bleibt

Wenden Sie sich an den Support und halten Sie bereit:

Häufige Fragen

Muss ich im Shop noch Zuordnungen pflegen?

Kaum. Der FINN.webshop kennt die SelectLine-Struktur, deshalb gibt es keine Zuordnung von Merkmalen, Kategorien oder Eigenschaften. Zu pflegen sind nur die Belegtypen, der Neukunden-Typ und der Umfang der Übertragung.

Warum sehe ich im Shop die Preise meiner Kunden?

Weil die Preistabelle der SelectLine mit übertragen wird und der Shop die Preisfindung mit denselben Regeln rechnet — Preisgruppe, Staffel, Rabattgruppe, Aktionszeitraum. Dafür ist keine Preisregel im Shop nötig. Siehe Preise.

Was passiert, wenn ich einen Artikel im Shop von Hand ändere?

Bei der nächsten Übertragung wird die Änderung überschrieben. Der Shop ist als Abbild der SelectLine gedacht, nicht als zweiter Pflegeort.

Wie bekomme ich einen Artikel aus dem Shop heraus?

Das ShopAktiv-Feld entfernen. Beim nächsten Lauf wird der Artikel als nicht mehr shopaktiv übertragen und aus dem Angebot genommen. Vollständig aufgeräumt wird er durch Artikelleichen entfernen.

Muss ich nach einem FINN.ghost-Update im Shop etwas nachinstallieren?

Nein. FINN.ghost aktualisiert die Schnittstellendateien im Shop beim Start selbst und prüft anschließend die Datenbank des Shops. Siehe Shopdaten.

Ein Artikel ist im Shop, wird aber nicht gefunden

Das ist der Suchindex, nicht die Übertragung. Siehe Suchindex.

Warum tauchen dieselben Fehler im Protokoll immer wieder auf?

Weil eine gescheiterte Bestellung im Shop offen bleibt und beim nächsten Lauf erneut versucht wird. Das ist gewollt — keine Bestellung geht verloren. Eine sich wiederholende Meldung heißt aber: Hier muss jemand eingreifen. Siehe Wenn etwas nicht im Shop ankommt.

Kann ich zusätzliche Daten in den Shop bringen?

Ja, über die Extratabellen. Damit lässt sich jede weitere SelectLine-Tabelle in den Shop spiegeln. Die Darstellung übernimmt das Shop-Template.

Neukunde oder Interessent — was ist richtig?

Kunde, wenn Shop-Besteller wie normale Kunden behandelt werden sollen und sofort ein Auftrag entstehen soll. Interessent, wenn der Kundenstamm frei von Einmaladressen bleiben soll; dann entsteht ein Angebot, und die Übernahme in einen Kunden ist ein bewusster Schritt. Siehe Belege und Neukunden.

Warum dauert der Vollexport so lange?

Weil zu jedem Artikel deutlich mehr Daten übertragen werden als bei anderen Anbindungen — Preise, Staffeln, Merkmale, Varianten, Sets, Zubehör, Lieferantendaten — und weil zu jedem Artikel die Bilder gehen und der Suchindex angestoßen wird.

Für einen schnellen Durchlauf Alle Artikel exportieren (ohne Bilder) verwenden und die Bilder mit der eigenen Aufgabe nachziehen.

Was bedeutet „Webserver nicht erreichbar"?

Meist eine Zeitüberschreitung des Webservers bei einem großen Lauf, keine Störung der Verbindung. Abhilfe: den Lauf aufteilen. Siehe Wenn etwas nicht im Shop ankommt.

Sehen meine Kunden alle Belege?

Nur die Belegtypen, die unter Belege zum Exportieren ausgewählt sind. Der Bearbeitungsstatus wird darüber hinaus für alle kürzlich geänderten Belege gemeldet. Siehe Belege im Kundenkonto.

Kann ich einen Zeitraum erneut übertragen?

Für Artikel, Preise, Bestände und Kunden genügen die Vollläufe. Bei den Belegen merkt sich die Schnittstelle je Belegtyp, bis wann sie gelaufen ist; dieser Stand lässt sich zurücksetzen — das erfordert einen Eingriff in die Konfiguration bei gestopptem Dienst, bitte über den Support.

Wo finde ich heraus, was gerade läuft?

FINN.webshop → Zeitsteuerung. Dort steht zu jeder Aufgabe, ob sie läuft oder wartet, wann sie zuletzt gelaufen ist und wann sie das nächste Mal fällig ist. Darunter das Protokoll.