# Verkauf und Versand

Aufträge kommissionieren, Laufwege optimieren, Abholung, Bestellungen und Lieferantenretouren.

# Kommission

Aufträge zusammenstellen — der Kern der Lagerarbeit. FINN.lager führt dabei durch einen
Laufweg: Es sagt, wohin man geht, was man dort nimmt und wie viel.

![Versandkommission](https://wiki.dako-it.com/uploads/images/gallery/2026-08/ghostdocs-finnlager-handbuch-lg-kommission-5162e070-versandkommission.png)

## Der Ablauf in vier Schritten

1. **Belege suchen und auswählen** — auch mehrere gleichzeitig
2. **Je Beleg den Zielbeleg festlegen** — was aus der Kommissionierung entstehen soll
3. **Laufweg abarbeiten** — Platz bestätigen, Artikel bestätigen, Menge buchen
4. **Abschließen**

## Belege auswählen

Gesucht wird über Belegnummer oder Kundenname. Zur Auswahl steht ein Beleg, wenn er

- eine der eingerichteten **Ursprungsbelegarten** hat,
- in der SelectLine **gedruckt** ist,
- noch nicht abgeschlossen ist,
- und zum eigenen **Standort** gehört.

<p class="callout warning">„Gedruckt" ist auch hier die Bedingung, die am häufigsten fehlt. In der SelectLine bedeutet gedruckt: Der Beleg ist fertig und darf ins Lager. Was noch bearbeitet wird, soll dort nicht auftauchen.</p>

Es können **mehrere Belege gemeinsam** kommissioniert werden. FINN.lager baut daraus einen
gemeinsamen Laufweg — man läuft den Weg einmal und nimmt für alle Aufträge mit.

<p class="callout success">Das ist der größte Zeitgewinn des Moduls. Fünf kleine Aufträge, die dieselben Regale betreffen, kosten kaum mehr Zeit als einer.</p>

## Den Zielbeleg festlegen

Für jeden Beleg wird gefragt, was entstehen soll. Zwei Möglichkeiten:

| Auswahl | Wann sinnvoll |
| ----------------------- | ------------------------------------------------------ |
| ein **bestehender** offener Nachfolgebeleg | es wurde schon einmal teilkommissioniert |
| ein **neuer** Beleg der eingerichteten Zielbelegart | der Normalfall |

<p class="callout info">Welche Zielbelegarten angeboten werden, ist einstellbar. Üblich sind Lieferschein und Packzettel: Der Packzettel geht zum Versandplatz und wird dort über das Packboard zum Lieferschein.</p>

Siehe [Packboard](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/packboard).

## Der Laufweg

![Versandkommission-Laufweg](https://wiki.dako-it.com/uploads/images/gallery/2026-08/ghostdocs-finnlager-handbuch-lg-kommission-d06b4b87-versandkommission-laufweg.png)

FINN.lager sortiert alle Positionen aller ausgewählten Belege nach ihrer Lage im Lager und
führt Position für Position hindurch. Angezeigt werden immer:

- **wo** — Lagerort, Lager, Lagerplatz
- **was** — Artikel mit Bild, Bezeichnung und benötigter Menge
- **wie weit** — der Fortschritt, etwa *3 von 10*

Die Reihenfolge folgt der [Laufwegoptimierung](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/laufwegoptimierung) und beginnt beim eigenen Lagerort,
damit man nicht am anderen Ende anfängt — siehe
[Standort, Lagerort und Kostenstelle](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/standort-lagerort-und-kostenstelle).

## Eine Position kommissionieren

Der Ablauf ist immer derselbe und durch Scannen bestätigt:

1. **Lagerplatz scannen.** Stimmt er nicht, meldet FINN.lager *Der gescannte Lagerplatz stimmt
   nicht überein*.
2. **Artikel scannen.** Stimmt er nicht, kommt der entsprechende Hinweis.
3. **Serien- oder Chargennummer** erfassen, wo nötig.
4. **Menge** buchen — je Scan ein Stück, oder als Zahl, wenn die manuelle Mengeneingabe
   freigegeben ist.

<p class="callout success">Die doppelte Bestätigung — erst Platz, dann Artikel — ist der eigentliche Sinn der Sache. Sie verhindert die beiden häufigsten Kommissionierfehler: am falschen Platz gegriffen und den falschen Artikel genommen.</p>

## Über die Baumansicht springen

Neben dem geführten Weg gibt es die Baumansicht: Lagerorte, Läger, Lagerplätze und darunter
die Positionen. Von dort lässt sich jede Position direkt anspringen.

<p class="callout info">Praktisch, wenn man ohnehin gerade an einem Platz steht oder eine Position überspringen und später nachholen möchte.</p>

## Nicht kommissionierbare Positionen

Positionen, für die kein Bestand entnommen werden kann, sammelt FINN.lager getrennt unter
**Nicht kommissionierbar**. Gründe sind meist:

- kein freier Bestand vorhanden
- der Bestand liegt in einem Lager mit Auslagersperre
- der Bestand liegt in einer Lagerart, aus der nicht kommissioniert wird

<p class="callout info">Der Laufweg enthält solche Positionen nicht — man läuft also nicht zu Plätzen, an denen nichts zu holen ist. Die Liste zeigt dennoch, was offen bleibt.</p>

## Alternativen wählen

Liegt ein Artikel an mehreren Plätzen, lässt sich die Entnahme umstellen. FINN.lager zeigt zu
jeder Position die vorgeschlagene Entnahme und die verfügbaren Alternativen — mit Angabe der
jeweils freien Menge.

Nach der Auswahl wird der Laufweg neu berechnet.

<p class="callout info">Bestände, die für eine andere Position dieses Laufwegs schon vorgesehen sind, erscheinen nicht als Alternative. So kann man sich nicht selbst die Ware wegnehmen.</p>

## Handelsstücklisten

Handelsstücklisten werden mit ihren Bestandteilen geführt: Kommissioniert werden die
Einzelteile, gebucht wird beim Abschluss die Stückliste als Ganzes.

<p class="callout warning">Das heißt auch: Eine halb kommissionierte Handelsstückliste ist im Beleg noch nicht sichtbar. Erst der Abschluss der Kommission schreibt sie fest.</p>

## Fertigungsaufträge abschließen

Enthält ein Beleg Fertigungsartikel, prüft FINN.lager beim Abschluss, ob zugehörige
Fertigungsaufträge fertiggestellt werden können. Ist das der Fall, kann der Auftrag direkt
abgeschlossen werden — bei Serien- oder Chargenartikeln mit Angabe der Nummer für den
Ergebnisartikel und, falls nötig, dem Verfallsdatum.

<p class="callout info">Wo der Lagerplatz für das Ergebnis im Fertigungsauftrag nicht hinterlegt ist, greift ein einstellbarer Standardlagerplatz.</p>

## Fotos anhängen

Zu jeder Position kann ein Foto mit Beschreibung angehängt werden. Es landet im Journal des
Belegs in der SelectLine.

<p class="callout success">Im Versand ist das der einfachste Nachweis, wie die Ware das Haus verlassen hat — bei Reklamationen später Gold wert.</p>

## Abschließen

Der Abschluss setzt die erzeugten Belege in der SelectLine auf **gedruckt** — sie sind damit
für den nächsten Schritt frei — und zeigt eine Zusammenfassung: kommissionierte Positionen,
Gesamtzahl und benötigte Zeit.

<p class="callout warning">Wird die Kommissionierung vorher verlassen, bleibt gebucht, was gebucht wurde; der Zielbeleg bleibt aber offen und muss später fortgesetzt oder in der SelectLine bereinigt werden. Der Laufweg selbst ist danach verworfen.</p>

## Drucken

Vor dem Abschluss lassen sich Formulare und Makros drucken — je Zielbelegart getrennt
einrichtbar. Auf Wunsch läuft anschließend ein Folge-Makro.

Siehe [Druckformulare und Makros](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/druckformulare-und-makros).

## Einstellungen dieses Moduls

| Einstellung | Wirkung |
| ----------------------------------------- | -------------------------------------- |
| Ursprungsbelegtypen | von welchen Belegarten aus kommissioniert wird |
| Zielbelegtyp | was bei der Kommissionierung entsteht |
| Manuelle Mengeneingabe | Menge als Zahl eingeben dürfen |
| Positionsläger priorisieren | zuerst aus dem Lager der Position entnehmen |
| Standard Lagerplatz für Fertigungsaufträge | Ziel für Ergebnisartikel ohne eigenes Lager |
| Laufwegoptimierung | siehe [Laufwegoptimierung](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/laufwegoptimierung) |

## Weiter

[Laufwegoptimierung](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/laufwegoptimierung)

# Laufwegoptimierung

Die Laufwegoptimierung bestimmt, in welcher Reihenfolge die [Kommission](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/kommission) durch
das Lager führt. Ziel ist ein Weg ohne Umkehren: von vorn nach hinten, einmal durch.

![Versandkommission-Laufweg](https://wiki.dako-it.com/uploads/images/gallery/2026-08/ghostdocs-finnlager-handbuch-lg-laufweg-d06b4b87-versandkommission-laufweg.png)

## Ohne Optimierung

Ist die Optimierung nicht eingeschaltet, sortiert FINN.lager Lagerorte, Läger und Lagerplätze
nach ihrer Nummer — Lager 100 also vor Lager 200. Der eigene Lagerort kommt zuerst.

<p class="callout info">Wo die Nummern der Lagerplätze der räumlichen Ordnung folgen, ist das oft schon ausreichend. Wo die Nummern historisch gewachsen sind, entsteht daraus ein Zickzackweg.</p>

## Mit Optimierung

Bei eingeschalteter Optimierung richtet sich die Reihenfolge nach einer **Priorität**, die je
Lagerort, Lager und Lagerplatz hinterlegt wird. Höhere Zahl heißt: früher im Laufweg.

Damit lässt sich der Weg genau so festlegen, wie im Betrieb tatsächlich gelaufen wird —
unabhängig von jeder Nummerierung.

### Was in der SelectLine anzulegen ist

In drei Tabellen muss je ein Extrafeld angelegt werden:

| Tabelle | Feldname | Feldtyp |
| ------------- | ------------- | -------- |
| Lagerorte | `_PRIORITAET` | Kurzzahl |
| Lager | `_PRIORITAET` | Kurzzahl |
| Lagerplatz | `_PRIORITAET` | Kurzzahl |

<p class="callout warning">Der Feldname muss genau so lauten. In der Konfiguration von FINN.lager zeigt eine Übersicht mit Häkchen und Kreuz an, welche der drei Felder gefunden werden — solange nicht alle drei stehen, lässt sich die Optimierung nicht einschalten.</p>

### Prioritäten pflegen

Die Werte werden in der SelectLine an den Lagerorten, Lägern und Lagerplätzen eingetragen. Ein
leeres Feld gilt als 0.

<p class="callout info">Es ist nicht nötig, jeden Lagerplatz zu pflegen. Meist genügt es, die Reihenfolge der Läger festzulegen und innerhalb der Läger nur dort einzugreifen, wo die Nummerierung nicht zum Weg passt.</p>

Bewährt hat sich, in Zehnerschritten zu arbeiten — dann lässt sich später etwas dazwischen
schieben, ohne alles neu zu vergeben.

### Cache neu laden

Die Prioritäten werden beim Start eingelesen und gehalten, damit jeder Laufweg schnell
entsteht.

<p class="callout danger">Nach Änderungen an den Prioritäten muss in der Konfiguration <em>Cache Neuladen</em> ausgelöst werden. Sonst arbeitet FINN.lager weiter mit den alten Werten — und niemand versteht, warum die Änderung nichts bewirkt.</p>

Daneben steht, von wann der aktuelle Stand ist. Über *Anzeigen* lassen sich die eingelesenen
Prioritäten prüfen.

## Wenn Wege sich nicht in Prioritäten fassen lassen

Bei verzweigten Lagern mit mehreren möglichen Rundwegen reicht eine Reihenfolge manchmal
nicht. Für solche Fälle entwirft die DAKO-IT GmbH gemeinsam mit dem Betrieb eine
kundenspezifische Laufwegtabelle mit Lagerplatzkoordinaten.

<p class="callout info">Damit lässt sich jedem Lagerplatz eine Koordinate geben und der Weg vollständig frei definieren. Für die Fertigungskommission ist eine eigene Laufwegtabelle ebenfalls möglich.</p>

Siehe [Fertigungskommission](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/fertigungskommission).

## Wenn nicht der Weg zählt

Wo Verfallsdaten wichtiger sind als kurze Wege, lässt sich die Sortierung umstellen: Dann
richtet sich die Reihenfolge nach der **Lagerstrategie** der Artikel — etwa älteste Charge
zuerst — und nicht nach dem Laufweg.

<p class="callout warning">Das ist ein Entweder-oder. Die Umstellung gilt für alle Kommissionierprozesse.</p>

Siehe [Allgemeine Einstellungen](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/allgemeine-einstellungen).

## Weiter

[Abholung](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/abholung)

# Abholung

Der Kunde steht am Lager und nimmt Ware mit. Die Abholung erfasst genau diesen Fall: Kunde
wählen, Artikel scannen, Beleg abschließen — und der Kunde geht mit Lieferschein.

![Abholung](https://wiki.dako-it.com/uploads/images/gallery/2026-08/ghostdocs-finnlager-handbuch-lg-abholung-df6d95bc-abholung.png)

## Kunde und Beleg

Zuerst wird der Kunde gewählt. Ist ein **Standardkunde** hinterlegt, ist er vorausgewählt —
das entspricht der Kassenfunktion der SelectLine und ist für Laufkundschaft gedacht.

Danach entsteht ein neuer Beleg, oder es wird ein bereits offener Beleg dieses Kunden
fortgesetzt. Offene Belege werden unter *Offene Belege* angeboten.

<p class="callout info">Welche Belegart entsteht, ist einstellbar — üblich sind Lieferschein oder Auftrag. Die Wahl entscheidet, ob dabei Bestand ausgebucht wird: Ein Lieferschein lagert aus, ein Auftrag nicht.</p>

## Artikel erfassen

Über *Artikel hinzufügen*. Gescannt oder gesucht werden können Artikelnummer, EAN, Serien- und
Chargennummer sowie die Bezeichnung.

Bei einer auslagernden Belegart braucht FINN.lager zusätzlich das **Lager**. Ist *Automatische
Lagererfassung* eingeschaltet, wird ein Lager mit ausreichendem Bestand selbst gewählt;
andernfalls wird gefragt.

<p class="callout warning">Ohne ausreichenden Bestand am gewählten Platz wird die Position abgewiesen. Bei Serien- und Chargenartikeln muss die Nummer an diesem Platz tatsächlich liegen.</p>

## Positionen ändern

Solange der Beleg nicht abgeschlossen ist, lässt sich jede Position ändern oder löschen:

- **Menge** anpassen
- **Einzelpreis** anpassen, wenn die Preisanzeige eingeschaltet ist
- Position **löschen**

Zusätzlich lassen sich am Beleg *Ihr Zeichen* und *Ihr Auftrag* erfassen — für die Bestell-
oder Abholnummer des Kunden.

## Preise und Erlös

Drei Anzeigen sind einstellbar:

| Anzeige | Zeigt |
| ---------- | ---------------------------------------------------------------- |
| Preise | den Einzelpreis der Position, netto und brutto |
| Erlös | den Rohertrag der Position, absolut und in Prozent |
| Bestand | den verfügbaren Bestand des Artikels |

<p class="callout danger">Der Erlös ist eine kaufmännische Kennzahl. Ob sie im Lager sichtbar sein soll, ist eine Entscheidung der Geschäftsführung — nicht des Lagers. Standardmäßig ist sie aus.</p>

## Beleg abschließen

Über die Schaltfläche mit der grünen Zielflagge. Bis dahin lassen sich Positionen ergänzen,
ändern und löschen.

Nach dem Abschluss zeigt FINN.lager die **Belegnummer als Barcode** an.

<p class="callout success">Damit lässt sich der Beleg direkt in der SelectLine Kasse aufrufen und bezahlen — Barcode vom Gerät scannen, Beleg ist da. Das ist der schnellste Weg von der Abholung zur Zahlung.</p>

Gedruckt wird über die Druckfunktion; angeboten werden die für den eigenen Standort
hinterlegten Formulare. Siehe [Druckformulare und Makros](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/druckformulare-und-makros).

## Einstellungen dieses Moduls

| Einstellung | Wirkung |
| ---------------------------- | ------------------------------------------------ |
| Standardkunde | Kunde, der vorausgewählt wird |
| Belegtyp | welche Belegart die Abholung erzeugt |
| Preise anzeigen | Einzelpreis der Positionen zeigen |
| Erlös anzeigen | Rohertrag der Positionen zeigen |
| Bestand anzeigen | verfügbaren Bestand zeigen |
| Automatische Lagererfassung | Lager mit Bestand selbst wählen |
| Zusätzliche Informationen | welche Positionsangaben als Details erscheinen |

## Weiter

[Artikel bestellen](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/artikel-bestellen)

# Artikel bestellen

Nachschub auslösen, ohne den Einkauf zu bemühen: Artikel scannen, Menge angeben, bestellen.
Der Artikel landet in einer Bestellung beim Lieferanten.

![Artikel-bestellen](https://wiki.dako-it.com/uploads/images/gallery/2026-08/ghostdocs-finnlager-handbuch-lg-bestellen-892e4d50-artikel-bestellen.png)

## Artikel und Lieferant

Nach dem Scannen des Artikels schlägt FINN.lager den **Standardlieferanten** vor. Zur Auswahl
stehen außerdem alle Lieferanten, zu denen der Artikel eine gespeicherte Lieferantenbeziehung
hat.

<p class="callout info">Über die Lieferantensuche lässt sich darüber hinaus jeder Lieferant der SelectLine wählen — auch ohne Beziehung zu diesem Artikel. Dann fehlen allerdings Einkaufspreis, Losgröße und Mindestmenge.</p>

## Was FINN.lager berücksichtigt

| Angabe | Herkunft |
| ------------------------ | ------------------------------------------------------- |
| Einkaufspreis | der letzte Einkaufspreis dieses Lieferanten |
| Mengeneinheit | die Bestellmengeneinheit dieses Lieferanten |
| Losgröße | wird bei der Menge berücksichtigt |
| Mindestbestellmenge | wird bei der Menge berücksichtigt |
| Mindestbestellwert | wird angezeigt, wenn er noch nicht erreicht ist |

<p class="callout success">Der offene Mindestbestellwert ist die Anzeige, die im Alltag am meisten spart: FINN.lager fragt, ob die Mengen so weit erhöht werden sollen, dass der Wert erreicht ist — statt später eine Rechnung mit Mindermengenzuschlag zu bekommen.</p>

## In welche Bestellung der Artikel geht

FINN.lager legt nicht für jede Anforderung eine neue Bestellung an:

1. Gibt es beim Lieferanten eine **offene, noch nicht gedruckte** Bestellung am eigenen
   Standort, wird der Artikel dort ergänzt.
2. Ist der Artikel dort in gleicher Mengeneinheit und mit gleichem Steuersatz schon enthalten,
   wird die **Menge erhöht**.
3. Gibt es keine offene Bestellung, wird eine **neue angelegt**.

<p class="callout info">Das ist der Grund, weshalb aus zehn Anforderungen über den Tag eine Bestellung entsteht und nicht zehn. Der Einkauf sieht eine Bestellung, die wächst.</p>

Auf Wunsch werden Belege, die einem **Projekt** zugeordnet sind, dabei übersprungen und nicht
erweitert — sinnvoll dort, wo Projektbestellungen für sich stehen müssen.

## Was in der SelectLine bleibt

Die Bestellung wird im Lager nur gefüllt. Sie zu prüfen, abzuschließen und an den Lieferanten
zu senden bleibt Aufgabe des Einkaufs.

<p class="callout warning">Solange eine Bestellung nicht gedruckt ist, gilt sie als in Arbeit und wächst weiter. Sie erscheint deshalb auch nicht im Wareneingang — genau richtig, denn geliefert werden kann nur, was auch bestellt wurde.</p>

Siehe [Wareneingang](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/wareneingang).

## Aus der Artikelinfo bestellen

Derselbe Vorgang ist aus der [Artikelinfo](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/artikelinfo) heraus erreichbar — wer dort ohnehin
gerade nachsieht, dass ein Artikel knapp ist, kann direkt bestellen.

## Einstellungen dieses Moduls

| Einstellung | Wirkung |
| ------------------------ | ------------------------------------------------------ |
| Belegtyp | welche Belegart die Bestellung ist |
| Projektbelege ignorieren | Projektbestellungen nicht erweitern |

## Weiter

[Lieferantenretoure](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/lieferantenretoure)

# Lieferantenretoure

Ware geht an den Lieferanten zurück — falsch geliefert, beschädigt, zu viel. Die
Lieferantenretoure erfasst das im Lager, dort wo der Mangel auffällt.

![Lieferantenretoure](https://wiki.dako-it.com/uploads/images/gallery/2026-08/ghostdocs-finnlager-handbuch-lg-lieferantenretoure-117b0337-lieferantenretoure.png)

## Artikel und Lieferant

Artikel scannen oder suchen, dann den Lieferanten wählen. Vorgeschlagen wird der
**Standardlieferant**; zur Auswahl stehen alle Lieferanten mit gespeicherter
Lieferantenbeziehung.

## Was in der SelectLine entsteht

Standardmäßig entsteht eine **Bestellung mit negativer Menge**, im Feld *Ihr Zeichen* mit dem
Eintrag *Lieferantenretoure* gekennzeichnet.

<p class="callout info">Die negative Menge ist der Weg, den die SelectLine für Rücksendungen vorsieht. Welche Belegart verwendet wird, ist einstellbar — wer in der SelectLine eine eigene Belegart für Retouren führt, trägt diese ein.</p>

Wie beim [Bestellen](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/artikel-bestellen) wird eine offene, noch nicht gedruckte Retoure desselben
Lieferanten ergänzt, statt eine neue anzulegen.

<p class="callout warning">Diese Kennzeichnung hat einen praktischen Zweck: Retouren erscheinen dadurch <strong>nicht</strong> als erwartete Lieferung im Anlieferungsboard und nicht in der Bestellsuche des Wareneingangs. Wird die Belegart geändert, sollte die Kennzeichnung erhalten bleiben.</p>

Siehe [Anlieferungsboard](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/anlieferungsboard).

## Mängel fotografieren

Über *Fotografieren* lässt sich ein Bild mit Bezeichnung und Beschreibung anhängen. Es wird als
Journaleintrag mit Anhang am Retourenbeleg gespeichert.

<p class="callout success">Für die Reklamation beim Lieferanten ist das der entscheidende Punkt: Das Foto entsteht dort, wo der Schaden gesehen wird, und hängt sofort am richtigen Beleg. Niemand muss später ein Bild suchen und zuordnen.</p>

Mehrere Bilder je Retoure sind möglich.

## Was in der SelectLine bleibt

Die Abstimmung mit dem Lieferanten, der Versand der Rücksendung und die kaufmännische
Abwicklung — Gutschrift, Ersatzlieferung — bleiben Aufgabe des Einkaufs.

## Einstellungen dieses Moduls

| Einstellung | Wirkung |
| ------------------------ | ------------------------------------------------------ |
| Belegtyp | welche Belegart die Retoure ist |
| Projektbelege ignorieren | Projektbelege nicht erweitern |

## Weiter

[Dispositionsboard](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/dispositionsboard)