# Einrichtung

Anmeldung, Rechte, Standort und Lagerort, Geräte, Druckformulare und die allgemeinen Einstellungen.

# Anmeldung

FINN.lager wird im Browser aufgerufen. Wer sich anmeldet, meldet sich an der SelectLine an —
es gibt keine eigene Benutzerverwaltung mit eigenen Kennwörtern.

![Anmeldung](https://wiki.dako-it.com/uploads/images/gallery/2026-08/ghostdocs-finnlager-handbuch-lg-anmeldung-47ff4a39-anmeldung.png)

## Anmelden mit Benutzer und Kennwort

Auf der Registerkarte **Anmelden** werden Nutzer und Passwort des SelectLine-Zugangs
eingegeben. Aus dieser Anmeldung ergibt sich zugleich, **wer** gebucht hat: Der Mitarbeiter
wird in den Belegen eingetragen, und die Rechte in FINN.lager hängen an seinem
Benutzerkürzel.

<p class="callout info">Weil die Anmeldung an der SelectLine erfolgt, gelten auch die Berechtigungen der SelectLine. Was ein Benutzer dort nicht darf, kann er über FINN.lager ebenfalls nicht tun.</p>

## Anmelden per RFID

Auf der Registerkarte **RFID** genügt es, den RFID-Ausweis an das Gerät zu halten. Das ist im
Lager die bequemste Variante: keine Tastatureingabe mit Handschuhen, kein Kennwort auf einem
geteilten Gerät.

Damit das funktioniert, sind zwei Dinge nötig:

1. Beim Mitarbeiter muss in der [Rechteverwaltung](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/rechte-vergeben) der RFID-Zugang eingerichtet
   sein — Schlüssel des Ausweises sowie der zugehörige SelectLine-Zugang.
2. Das Gerät muss NFC lesen können und der Browser muss es unterstützen.

<p class="callout warning">Das Lesen von RFID-Ausweisen im Browser können bislang nur Android-Geräte mit Chrome. Auf iPhone, iPad und am PC steht die Registerkarte zwar da, findet aber kein Lesegerät. Dort bleibt die Anmeldung mit Benutzer und Kennwort.</p>

## Ohne Anmeldung arbeiten

Für abgeschlossene Bereiche — etwa ein festes Terminal an der Rampe — lässt sich die
Anmeldung ganz abschalten. Dann arbeiten alle mit einem hinterlegten Zugang.

<p class="callout danger">Ohne Anmeldung ist in den Belegen nicht mehr nachvollziehbar, wer gebucht hat, und die Rechtevergabe je Mitarbeiter greift nicht. Das ist nur für Geräte sinnvoll, die niemand außerhalb des Lagers erreichen kann.</p>

## Automatische Abmeldung

Ist die automatische Abmeldung eingeschaltet, wird nach einer Stunde abgemeldet. Auf
Geräten, die im Lager herumliegen, ist das die sinnvolle Einstellung — ein liegen gelassenes
Gerät bleibt sonst mit fremder Anmeldung offen.

## Wenn keine Rechte gesetzt sind

Meldet sich ein Mitarbeiter an, für den noch keine Rechte hinterlegt sind, erscheint der
Hinweis *Es wurden keine Berechtigungen für Sie gesetzt* und die Anmeldung wird nach wenigen
Sekunden beendet. Das ist kein Fehler, sondern der noch fehlende Eintrag in der
[Rechteverwaltung](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/rechte-vergeben).

## Weiter

[Rechte vergeben](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/rechte-vergeben)

# Rechte vergeben

Unter **Administration → Rechteverwaltung** wird festgelegt, welche Module ein Mitarbeiter
sieht. Wer nichts freigeschaltet bekommt, kommt nicht in die Anwendung — die Rechtevergabe
ist damit der zweite Schritt jeder Einrichtung.

![Rechteverwaltung](https://wiki.dako-it.com/uploads/images/gallery/2026-08/ghostdocs-finnlager-handbuch-lg-rechte-9934a152-rechteverwaltung.png)

## Einen Mitarbeiter aufnehmen

Über die grüne Schaltfläche mit dem Plus wird ein Mitarbeiter aus der SelectLine
hinzugefügt. Zur Auswahl stehen alle Mitarbeiter mit einem Benutzerkürzel, die noch nicht
aufgenommen sind.

<p class="callout info">FINN.lager legt keine Mitarbeiter an. Wer in der SelectLine kein Mitarbeiter mit Benutzerkürzel ist, taucht hier nicht auf.</p>

Danach wird der Mitarbeiter links in der Liste ausgewählt und rechts werden die Module
freigegeben. Jede Änderung wird sofort gespeichert.

## Die Registerkarten

Die Rechte sind nach denselben Gruppen sortiert wie das Menü der Anwendung:

| Registerkarte | Rechte |
| ------------- | -------------------------------------------------------------------- |
| Allgemein | RFID-Anmeldung für diesen Mitarbeiter |
| Dashboard | Dispositionsboard, Anlieferungsboard, Packboard, Fertigungsboard |
| Bestand | Artikelinfo, Inventur, Lagerinfo, Manuelle Lagerung, Wareneingang |
| Versand | Artikel bestellen, Lieferantenretoure, Abholung, Kommission |
| Produktion | Verbrauchserfassung, Fertigungskommission, Fertigungslisten-Editor |

Bei der **Manuellen Lagerung** wird feiner unterschieden: Einlagern, Auslagern und Umlagern
sind drei getrennte Rechte. So kann jemand Ware annehmen und einlagern, ohne Bestand
ausbuchen zu können.

<p class="callout info">Sind alle drei Rechte aus, verschwindet der Menüpunkt vollständig.</p>

## RFID einrichten

Auf der Registerkarte **Allgemein** wird der RFID-Zugang eingeschaltet. Dafür sind drei
Angaben nötig:

- **RFID Key** — die Kennung des Ausweises. Sie steht nicht auf dem Ausweis; sie wird
  ausgelesen, indem man den Ausweis einmal an ein Gerät hält.
- **API Benutzer** und **API Password** — der SelectLine-Zugang, mit dem dieser Mitarbeiter
  angemeldet wird.

Anschließend speichern.

<p class="callout warning">Der hinterlegte Zugang gilt als Anmeldung dieses Mitarbeiters. Er sollte deshalb wirklich zu ihm gehören und nicht ein gemeinsam genutzter Zugang sein — sonst stehen in den Belegen später falsche Namen.</p>

## Der Administrator

Der Administrationsbereich — **Rechteverwaltung** und **Konfiguration** — ist ausschließlich
für Administratoren sichtbar. Das lässt sich nicht je Benutzer freigeben.

<p class="callout info">Ein Administrator sieht außerdem alle Module, unabhängig davon, was für ihn eingetragen ist. Zum Prüfen, was ein Mitarbeiter tatsächlich sieht, muss man sich mit dessen Zugang anmelden.</p>

## Alle Rechte zurücksetzen

In der [Konfiguration](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/allgemeine-einstellungen) gibt es die Möglichkeit, sämtliche Rechte aller
Benutzer zurückzusetzen.

<p class="callout danger">Danach ist niemand mehr berechtigt, und alle Mitarbeiter müssen neu aufgenommen werden. Das ist als Notausgang gedacht, nicht als Aufräumfunktion.</p>

## Was die Lizenz freigibt

Rechte können nur für Module vergeben werden, die auch lizenziert sind. FINN.lager ist in
drei Bausteine geteilt:

| Baustein | Enthält |
| ----------------- | ------------------------------------------------------------------ |
| Grundmodul | Artikelinfo, Lagerinfo, Manuelle Lagerung, Wareneingang, Inventur, Kommission, Abholung, Artikel bestellen, Lieferantenretoure |
| Boards | Dispositionsboard, Anlieferungsboard, Packboard |
| Fertigung | Fertigungsboard, Fertigungskommission, Verbrauchserfassung, Fertigungslisten-Editor |

<p class="callout info">Ist ein Baustein nicht lizenziert, erscheint die zugehörige Menügruppe nicht — auch dann nicht, wenn die Rechte gesetzt sind.</p>

## Weiter

[Standort, Lagerort und Kostenstelle](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/standort-lagerort-und-kostenstelle)

# Standort, Lagerort und Kostenstelle

Drei Angaben begleiten jeden Mitarbeiter durch die Anwendung und entscheiden mit, was er
sieht. Sie stehen im Menü oben rechts und lassen sich dort jederzeit wechseln.

![Einrichtung-Standort](https://wiki.dako-it.com/uploads/images/gallery/2026-08/ghostdocs-finnlager-handbuch-lg-standort-9bd3d020-einrichtung-standort.png)

## Standort

Der Standort ist die wichtigste der drei Angaben, denn er **filtert**. Belege und Bestände
anderer Standorte erscheinen nicht.

Betroffen sind unter anderem:

- die Bestellungen, die im [Wareneingang](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/wareneingang) gefunden werden
- die Aufträge, die in der [Kommission](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/kommission) zur Auswahl stehen
- die Läger, die bei der [Manuellen Lagerung](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/manuelle-lagerung) angeboten werden
- die offenen Belege in der [Abholung](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/abholung)
- die Druckformulare, die im Druckdialog erscheinen

<p class="callout warning">Ein falsch gesetzter Standort ist die häufigste Ursache für „mein Beleg wird nicht gefunden". Vor jeder längeren Suche lohnt der Blick ins Menü.</p>

FINN.lager versucht, den Standort selbst zu setzen: Ist beim Mitarbeiter in der SelectLine
ein Lagerort hinterlegt, wird dieser übernommen. Fehlt er, erscheint beim ersten Aufruf die
Aufforderung, einen Standort zu wählen.

## Lagerort

Der Lagerort ist feiner als der Standort und beschreibt, **wo im Standort** man arbeitet —
etwa eine Halle. Er wird an einer Stelle wirksam: In der [Kommission](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/kommission) beginnt
der Laufweg beim eigenen Lagerort, damit man nicht am anderen Ende des Betriebs anfängt.

<p class="callout info">Ohne gesetzten Lagerort funktioniert alles weiter; der Laufweg richtet sich dann allein nach den hinterlegten Prioritäten.</p>

Siehe [Laufwegoptimierung](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/laufwegoptimierung).

## Kostenstelle

Die Kostenstelle wird den erzeugten Belegen mitgegeben. Sie ist optional; ist keine gesetzt,
steht im Menü *Kostenstelle: Keine*.

<p class="callout info">Sie ist dann sinnvoll, wenn im Betrieb ohnehin nach Kostenstellen ausgewertet wird — zum Beispiel bei Verbrauchsmaterial oder Werkstattaufträgen.</p>

## Umschalten im Alltag

Alle drei Angaben werden je Gerät und Benutzer gespeichert und bleiben über die Abmeldung
hinaus erhalten. Wer regelmäßig an zwei Standorten arbeitet, schaltet über das Menü um.

<p class="callout info">Für feste Terminals lohnt es sich, Standort und Lagerort einmal einzustellen und dabei zu lassen — dann muss niemand daran denken.</p>

## Weiter

[Geräte, Scanner und Tastatur](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/gerate-scanner-und-tastatur)

# Geräte, Scanner und Tastatur

FINN.lager läuft im Browser und braucht keine Installation. Damit ist die Frage nach dem
Gerät weniger eine technische als eine praktische: Was liegt gut in der Hand, und wie kommt
der Barcode ins Feld?

## Welche Geräte gehen

| Gerät | Typischer Einsatz |
| -------------------- | ----------------------------------------------------------- |
| MDE-Handgerät | Kommission, Wareneingang, Inventur — die tägliche Lagerarbeit |
| Smartphone | dasselbe, wenn kein MDE-Gerät vorhanden ist |
| Tablet | Wareneingang an der Rampe, Fertigungskommission |
| PC oder großer Monitor | Boards, Konfiguration, Fertigungslisten-Editor |

Es genügt ein aktueller Browser. Die Anwendung lässt sich auf dem Startbildschirm ablegen und
verhält sich dann wie eine installierte App.

<p class="callout info">Ein Gerät braucht keine besondere Einrichtung — nur die Adresse der Anwendung und eine Verbindung ins Netz des Betriebs.</p>

## Barcodes erfassen

Es gibt drei Wege, und in der Praxis werden alle drei genutzt:

### Der eingebaute Scanner des MDE-Geräts

Der übliche Weg. Ein MDE-Gerät verhält sich beim Scannen wie eine Tastatur: Es tippt den
gelesenen Wert in das Feld, das gerade den Fokus hat, und drückt Eingabe.

<p class="callout info">FINN.lager setzt den Fokus deshalb immer in das Feld, in dem der nächste Scan erwartet wird. Wer mit dem Finger irgendwohin tippt, verliert diesen Fokus — dann landet der nächste Scan nicht dort, wo er soll. Ein erneuter Tipp in das Scanfeld genügt.</p>

### Die Kamera des Geräts

Ist der Scanner eingeschaltet, erscheint unten rechts eine orange Schaltfläche mit einem
Barcode-Symbol. Sie öffnet die Kamera.

<p class="callout warning">Der gelesene Wert wird in die Zwischenablage gelegt, nicht direkt in das Feld geschrieben. Anschließend muss er im Feld eingefügt werden. Die Kamera ist damit die Notlösung für Geräte ohne Scanner — kein Ersatz für ein MDE-Gerät.</p>

Ein- und ausgeschaltet wird die Kamerafunktion im Menü oben rechts unter *Scanner
aktivieren*.

### Von Hand tippen

Immer möglich. Auf mobilen Geräten lässt sich zusätzlich über das Menü die Bildschirmtastatur
zuschalten — sinnvoll auf MDE-Geräten, die von sich aus keine einblenden.

## Was gescannt werden darf

In den Suchfeldern nimmt FINN.lager alles, was einen Artikel eindeutig macht:

- Artikelnummer
- EAN / GTIN
- Seriennummer oder Chargennummer
- Matchcode, wenn dessen Anzeige eingeschaltet ist
- Artikelbezeichnung, wenn die Bezeichnungssuche eingeschaltet ist
- Artikelreferenz, wenn die Referenzsuche eingeschaltet ist

<p class="callout info">Die Reihenfolge ist gewollt: Erst wird nach Nummern gesucht. Nur wenn das nichts findet, wird über Bezeichnung und Referenz gesucht. Ein Scan liefert damit fast immer genau einen Treffer, eine getippte Bezeichnung eine Auswahl.</p>

Siehe [Allgemeine Einstellungen](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/allgemeine-einstellungen).

## Der Bildschirm bleibt an

Bei Geräten, die im Lager benutzt werden, lohnt es sich, in den Geräteeinstellungen die
Bildschirmsperre großzügig einzustellen. Ein Gerät, das sich nach 30 Sekunden sperrt, macht
das Kommissionieren mühsam.

## Weiter

[Druckformulare und Makros](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/druckformulare-und-makros)

# Druckformulare und Makros

Gedruckt wird nicht aus FINN.lager, sondern **aus der SelectLine**. FINN.lager löst nur aus.
Deshalb muss vorher hinterlegt werden, welche Formulare und Makros in welchem Modul zur
Auswahl stehen sollen.

![Einrichtung-Druckformulare](https://wiki.dako-it.com/uploads/images/gallery/2026-08/ghostdocs-finnlager-handbuch-lg-druck-58c91d65-einrichtung-druckformulare.png)

## Wo eingerichtet wird

Unter **Administration → Konfiguration** hat jedes Modul mit Druckfunktion einen Abschnitt für
seine Formulare. Möglich ist das in:

- [Artikelinfo](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/artikelinfo) — meist Artikel- und Preisetiketten
- [Wareneingang](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/wareneingang) — Wareneingangsprotokoll, Etiketten, und getrennt davon der
  Druck der Bestellung
- [Kommission](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/kommission) und [Packboard](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/packboard) — Lieferscheine und Packlisten
- [Abholung](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/abholung) — der Lieferschein für den Kunden
- [Manuelle Lagerung](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/manuelle-lagerung) und
  [Fertigungskommission](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/fertigungskommission) — Lagerbelege und Etiketten

## Ein Formular hinterlegen

Über die Schaltfläche mit dem Plus. Anzugeben sind:

| Angabe | Bedeutung |
| ---------------- | ----------------------------------------------------------------- |
| Belegart | für welche Belegart das Formular gilt |
| Standort | an welchem Standort es angeboten wird |
| Druckformular | die Vorlage aus der SelectLine |
| Name | die Bezeichnung, die der Mitarbeiter im Druckdialog sieht |

<p class="callout warning">Die Angabe des Standorts ist der Punkt, der am häufigsten übersehen wird. Ein Formular erscheint nur bei Mitarbeitern, deren Standort passt. Wer mehrere Standorte betreibt, muss dasselbe Formular je Standort hinterlegen.</p>

Der **Name** ist frei wählbar und sollte aus Sicht des Lagers gewählt werden: *Etikett klein*
ist hilfreicher als der technische Vorlagenname.

## Etiketten über Makros

Neben Druckvorlagen lassen sich Makros hinterlegen — der übliche Weg für Etikettendruck. Beim
Aufruf übergibt FINN.lager dem Makro die Artikelnummer, die Positionskennung und, falls
vorhanden, die Serien- oder Chargennummer.

<p class="callout danger">Soll ein Makro die Serien- oder Chargennummer verwenden, muss es als Serien- oder Chargennummerndruck gekennzeichnet werden <strong>und</strong> der zugehörige Wert im Makro muss <em>SerieCharge</em> heißen. Weicht der Name ab, druckt das Makro ohne Nummer.</p>

## Folge-Makros

Für [Kommission](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/kommission) und [Packboard](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/packboard) lässt sich ein Makro hinterlegen,
das **nach** dem Druck automatisch läuft. Typisch ist damit alles, was im Anschluss ohnehin
passieren müsste — eine Statusfortschreibung, eine Meldung an den Versand.

Dem Makro werden Belegtyp und Belegnummer übergeben.

<p class="callout info">Folge-Makros werden je Zielbelegart hinterlegt. So kann ein Lieferschein etwas anderes auslösen als ein Packzettel.</p>

## Massendruck

Beim Etikettendruck ist die Menge mit der erfassten Menge vorbelegt. Ab einer einstellbaren
Menge verlangt FINN.lager zusätzlich ein Häkchen bei *Massendruck*.

<p class="callout info">Das ist die Bremse gegen den verrutschten Finger: Wer 500 Etiketten drucken will, soll das bewusst tun. Die Schwelle ist mit 10 vorbelegt und in den allgemeinen Einstellungen änderbar.</p>

Siehe [Allgemeine Einstellungen](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/allgemeine-einstellungen).

## Voraussetzungen in der SelectLine

Damit der Druck funktioniert, muss in der SelectLine vorbereitet sein:

- Die **Formulare und Makros sind importiert**.
- In jedem Formular ist der **Drucker eingerichtet**. Ohne festgelegten Drucker weiß die
  SelectLine nicht, wohin der Auftrag aus dem Lager gehen soll.
- Verwendete **Bilder** liegen im Systemordner des SelectLine-Servers.

<p class="callout warning">Der Drucker gehört ins Formular, nicht an das Gerät im Lager. Ein MDE-Gerät hat keinen Druckertreiber — es sagt der SelectLine nur, dass gedruckt werden soll.</p>

## Weiter

[Allgemeine Einstellungen](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/allgemeine-einstellungen)

# Allgemeine Einstellungen

Unter **Administration → Konfiguration** stehen im Abschnitt **Konfiguration** die
Einstellungen, die für die gesamte Anwendung gelten — im Unterschied zu den Einstellungen der
einzelnen Module, die jeweils auf der Seite des Moduls beschrieben sind.

![Einrichtung-Konfiguration](https://wiki.dako-it.com/uploads/images/gallery/2026-08/ghostdocs-finnlager-handbuch-lg-einstellungen-ea8df062-einrichtung-konfiguration.png)

<p class="callout info">Änderungen wirken sofort und auf allen Geräten. Es muss niemand die Anwendung neu laden oder sich abmelden.</p>

## Anmeldung

**Authentifizierung** — muss sich ein Mitarbeiter anmelden? Siehe [Anmeldung](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/anmeldung).

**Automatische Abmeldung** — meldet Mitarbeiter nach einer Stunde ab. Für Geräte, die im
Lager herumliegen, empfohlen.

## Darstellung

**Mobile Navigation** — die Startseite auf mobilen Geräten. *minimalistic* zeigt die Module
kompakt in einer Liste, *large* als große Kacheln. Für Handschuhbetrieb ist *large* die
bessere Wahl.

**Matchcode anzeigen** — zeigt zusätzlich zur Artikelnummer den Matchcode. Sinnvoll dort, wo
das Lager mit Kurzbezeichnungen arbeitet.

## Artikelsuche

Gesucht wird immer zuerst nach Artikelnummer und EAN. Diese beiden Einstellungen legen fest,
wonach **zusätzlich** gesucht wird, wenn das nichts gefunden hat:

**Artikel-Bezeichnungssuche** — sucht in der Artikelbezeichnung. Standardmäßig eingeschaltet.

**Artikel-Referenzsuche** — sucht in den Artikelreferenzen, also etwa den Bestellnummern der
Lieferanten oder Kundenartikelnummern.

<p class="callout info">Beide Suchen greifen erst, wenn die Nummernsuche leer bleibt. Sie machen einen Scan also nicht langsamer und liefern kein zweideutiges Ergebnis, wenn eine Nummer passt.</p>

Siehe [Geräte, Scanner und Tastatur](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/gerate-scanner-und-tastatur).

## Serien- und Chargennummern

**Gleiche Serie/Chargen für Artikel** — erlaubt es, dieselbe Nummer für mehrere Artikel zu
verwenden.

<p class="callout warning">Standardmäßig aus, und das ist meist richtig: Eine Seriennummer soll ein Stück eindeutig bezeichnen. Nötig wird die Einstellung nur, wenn Chargennummern betriebsweit vergeben werden — etwa eine Lieferungscharge, die für mehrere Artikel gilt.</p>

## Kommissionierung

**Sortierung nach Lagerstrategien** — sortiert in allen Kommissionierprozessen nach der
Lagerstrategie der Artikel statt nach dem Laufweg. Zu wählen ist das eine **oder** das andere:

| Einstellung | Reihenfolge richtet sich nach |
| ------------------------------- | ------------------------------------------- |
| aus (Standard) | dem Laufweg, siehe [Laufwegoptimierung](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/laufwegoptimierung) |
| ein | der Lagerstrategie des Artikels, etwa dem ältesten Verfallsdatum |

<p class="callout info">Die Lagerstrategie ist dort die bessere Wahl, wo Verfallsdaten oder Chargenfolgen wichtiger sind als kurze Wege — typisch bei Lebensmitteln und Pharmazie.</p>

## Drucken

**Massendruck** — ab welcher Menge beim Drucken zusätzlich bestätigt werden muss. Vorbelegt mit
10. Siehe [Druckformulare und Makros](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/druckformulare-und-makros).

## Rechte

**Rechte zurücksetzen** setzt die Rechte **aller** Benutzer zurück.

<p class="callout danger">Danach kommt niemand mehr in die Anwendung, bis die Mitarbeiter neu aufgenommen sind.</p>

Siehe [Rechte vergeben](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/rechte-vergeben).

## Erweiterungen

Wo der Standard nicht reicht, lassen sich kundenspezifische Erweiterungen ergänzen. Sie
erscheinen im Menü unter **Plugins**. Der übrige Funktionsumfang bleibt davon unberührt, und
eine Erweiterung übersteht auch ein Programmupdate.

<p class="callout info">Erweiterungen entstehen in Absprache mit der DAKO-IT GmbH. Wenn ein Ablauf im Betrieb regelmäßig Handarbeit erfordert, lohnt das Gespräch — häufig ist es eine kleine Erweiterung.</p>

## Weiter

[Erstinbetriebnahme](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/erstinbetriebnahme)

# Erstinbetriebnahme

Diese Seite ist die Reihenfolge für den ersten Tag. Sie ist so sortiert, dass jeder Schritt
auf dem vorigen aufbaut — wer sie von oben nach unten abarbeitet, muss nichts nachholen.

## 1. In der SelectLine vorbereiten

Bevor FINN.lager überhaupt sinnvoll aufgerufen werden kann, müssen in der SelectLine einige
Dinge stimmen:

| Was | Warum |
| ------------------------- | ------------------------------------------------------- |
| Standorte und Läger gepflegt | FINN.lager filtert alles über den Standort |
| Lagerplätze angelegt, wo mit Plätzen gearbeitet wird | sonst gibt es nur das Lager als Ganzes |
| Mitarbeiter mit Benutzerkürzel | ohne Kürzel keine Rechtevergabe und kein Nachweis, wer gebucht hat |
| Belegarten festgelegt | jedes Modul erzeugt eine bestimmte Belegart |
| Formulare und Makros importiert, Drucker eingerichtet | ohne Drucker im Formular kein Druck |

<p class="callout warning">Der häufigste Stolperstein in diesem Schritt sind fehlende Lagerplätze. Solange ein Lager keine Plätze hat, kann FINN.lager nur auf das Lager buchen — Laufwegoptimierung und Lagerinfo bleiben dann grob.</p>

## 2. Mitarbeiter aufnehmen und Rechte setzen

**Administration → Rechteverwaltung.** Zuerst einen Mitarbeiter aufnehmen, dann die Module
freigeben. Sinnvoll ist, mit einer kleinen Gruppe zu beginnen und erst danach alle
aufzunehmen.

Siehe [Rechte vergeben](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/rechte-vergeben).

## 3. Standort und Lagerort prüfen

Sich mit einem Testzugang anmelden und im Menü oben rechts prüfen, ob Standort und Lagerort
gesetzt sind. Ist beim Mitarbeiter in der SelectLine ein Lagerort hinterlegt, übernimmt
FINN.lager ihn.

Siehe [Standort, Lagerort und Kostenstelle](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/standort-lagerort-und-kostenstelle).

## 4. Belegarten je Modul festlegen

**Administration → Konfiguration.** Jedes Modul, das Belege erzeugt, braucht die Belegart, mit
der es arbeiten soll:

| Modul | Belegart |
| ---------------------------- | ---------------------------------------------- |
| [Wareneingang](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/wareneingang) | die Belegart für den Wareneingang |
| [Anlieferungsboard](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/anlieferungsboard) | die Belegarten der Bestellungen — gilt auch für die Bestellsuche im Wareneingang |
| [Artikel bestellen](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/artikel-bestellen) | die Belegart der Bestellung |
| [Lieferantenretoure](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/lieferantenretoure) | die Belegart für Rücksendungen |
| [Abholung](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/abholung) | Lieferschein oder Auftrag |
| [Kommission](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/kommission) | von welchen Belegarten aus kommissioniert wird und was dabei entsteht |
| [Inventur](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/inventur) | die Belegart der Inventur |
| [Dispositionsboard](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/dispositionsboard) | die Belegart der Aufträge |

<p class="callout info">Diese Zuordnungen sind die eigentliche Einrichtungsarbeit. Sie entscheiden, welche Belege in der SelectLine entstehen, und sollten mit dem kaufmännischen Bereich abgestimmt sein — nicht allein im Lager.</p>

## 5. Druckformulare hinterlegen

Je Modul, je Standort. Siehe [Druckformulare und Makros](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/druckformulare-und-makros).

## 6. Allgemeine Einstellungen durchgehen

Anmeldung, Darstellung, Artikelsuche, Massendruck. Siehe
[Allgemeine Einstellungen](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/allgemeine-einstellungen).

## 7. Laufwegoptimierung entscheiden

Sie ist optional und braucht Vorarbeit in der SelectLine. Für den ersten Tag genügt es, sie
aus zu lassen; die Kommission funktioniert auch ohne. Siehe
[Laufwegoptimierung](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/laufwegoptimierung).

## 8. Mit einem Modul anfangen

Bewährt hat sich, **nicht** alles gleichzeitig einzuführen. Zwei Reihenfolgen, die sich in der
Praxis bewährt haben:

**Für Handelsbetriebe:**

1. [Artikelinfo](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/artikelinfo) — ungefährlich, weil sie nur zeigt, und jeder versteht
   sofort den Nutzen
2. [Wareneingang](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/wareneingang)
3. [Kommission](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/kommission)
4. die [Boards](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/dispositionsboard)

**Für Fertigungsbetriebe:**

1. [Artikelinfo](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/artikelinfo) und [Lagerinfo](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/lagerinfo)
2. [Fertigungskommission](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/fertigungskommission)
3. [Verbrauchserfassung](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/verbrauchserfassung)
4. [Fertigungsboard](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/fertigungsboard)

<p class="callout info">Die Artikelinfo zuerst freizugeben hat einen praktischen Grund: Sie bucht nichts. Das Lager kann sich an Gerät, Scan und Bedienung gewöhnen, ohne dass ein Fehlgriff Folgen hat.</p>

## 9. Einen Probelauf machen

Vor dem ersten Echtbetrieb einmal komplett durchspielen:

- einen Artikel scannen und die Bestände mit der SelectLine vergleichen
- eine kleine Lieferung im Wareneingang annehmen und den Beleg in der SelectLine ansehen
- einen Auftrag kommissionieren und prüfen, was aus ihm geworden ist
- ein Etikett drucken

<p class="callout warning">Wenn möglich im Testmandanten. Buchungen aus FINN.lager sind echte Buchungen in der SelectLine und lassen sich nicht mit einem Klick zurücknehmen.</p>

## Weiter

[Artikelinfo](https://wiki.dako-it.com/books/finnlager-handbuch/page/artikelinfo)