# Schlagworte im Portal

Die Schlagworte sind das Steuerpult der Schnittstelle. Ohne sie passiert nichts; mit ihnen
läuft der Import ohne Zutun.

## Die beiden Steuerworte

| Schlagwort | Wirkung |
| ------------ | ---------------------------------------------------------- |
| **`OK`** | Die Rechnung läuft durch bis in die Eingangsrechnung. |
| **`ZB`** | Die Rechnung wird importiert, bleibt aber im Inbox-Beleg liegen. |

*ZB* steht für *zu bearbeiten*.

<p class="callout danger">Ohne <code>OK</code> oder <code>ZB</code> wird eine Rechnung überhaupt nicht abgeholt. Das ist die Schranke, die verhindert, dass jedes Dokument im Portal in der SelectLine landet.</p>

## Die Zuordnungsworte

| Schlagwort | Wofür |
| ---------------- | ------------------------------------------------------ |
| **`LNR` + Lieferantennummer** | zu welchem Lieferanten der SelectLine die Rechnung gehört |
| **`ANR` + Artikelnummer** | welcher Artikel verwendet wird, wenn es keinen Bezug gibt |
| **`KNR` + Artikelnummer + `%` + Zahl** | welcher Artikel eine Betragsabweichung ausgleicht, und bis zu welchem Prozentsatz |

Beispiele: `LNR70001`, `ANR9000`, `KNR9010%5`.

<p class="callout danger">Ohne <code>LNR</code> wird die Rechnung nicht importiert — die Schnittstelle weiß dann nicht, wessen Rechnung es ist. Die Nummer muss außerdem in der SelectLine existieren; eine Nummer, die es nicht gibt, führt zum selben Ergebnis.</p>

## Am Lieferanten statt an der Rechnung

Der entscheidende Handgriff bei der Einrichtung: Schlagworte lassen sich im Portal **am
Lieferanten** hinterlegen. Jede neue Rechnung dieses Lieferanten erbt sie dann.

<p class="callout success">Damit wird aus laufender Arbeit eine Einmalarbeit. Für einen Lieferanten, dessen Rechnungen immer stimmen, hinterlegt man <code>LNR…</code> und <code>OK</code> am Lieferanten — danach laufen dessen Rechnungen ohne Zutun bis in die Eingangsrechnung.</p>

Empfehlung für den Anfang: Zunächst nur `LNR` am Lieferanten und `ZB` als Vorgabe. Wenn nach
einigen Wochen klar ist, welche Lieferanten unauffällig sind, dort auf `OK` umstellen.

## Der Korrekturartikel

Der Fall, für den `KNR` gedacht ist: Die Rechnung weicht geringfügig vom Vorgängerbeleg ab —
Rundung, Kleinmengenzuschlag, Frachtanteil.

`KNR9010%5` bedeutet: Weicht der Bruttobetrag um **bis zu 5 Prozent** ab, wird eine Position
mit dem Artikel `9010` über die Differenz angelegt. Der Beleg stimmt danach und läuft weiter.

<p class="callout warning">Ist die Abweichung größer als der erlaubte Prozentsatz, wird nichts ausgeglichen: Die Schnittstelle verwirft das <code>OK</code>, notiert die Abweichung in Prozent am Beleg und lässt ihn in der Inbox liegen. Ohne <code>KNR</code> passiert dasselbe bei jeder Abweichung.</p>

<p class="callout info">Der Prozentsatz ist die eigentliche Entscheidung. Er beantwortet die Frage: Bis zu welcher Differenz wollen wir nicht hinsehen?</p>

## Das Schlagwort, das die Schnittstelle selbst setzt

Scheitert ein Import, setzt FINN.ghost im Portal das Schlagwort **`ImportError`** an die
Rechnung und entfernt den halb angelegten Inbox-Beleg wieder.

<p class="callout warning">Eine so gekennzeichnete Rechnung wird bei den folgenden Läufen <strong>übersprungen</strong> — auch dann, wenn die Ursache behoben ist. Nach der Korrektur muss das Schlagwort im Portal entfernt werden, damit die Rechnung erneut versucht wird.</p>

Das ist gewollt: Ohne diese Kennzeichnung würde eine fehlerhafte Rechnung bei jedem Lauf
erneut scheitern und das Protokoll fluten.

Siehe [Wenn eine Rechnung nicht ankommt](https://wiki.dako-it.com/books/finngmi-handbuch/page/wenn-eine-rechnung-nicht-ankommt).

## Weiter

[Erstinbetriebnahme](https://wiki.dako-it.com/books/finngmi-handbuch/page/erstinbetriebnahme)