FINN.ghost Systemhandbuch
Alles über Systemvoraussetzungen, Installation und Konfiguration von FINN.ghost
- Überblick
- Installation
- Einstellungen
- SelectLine - Einstellungen
- Datenbank
- SelectLine-API
- Lizenz und Module
- Server und Oberfläche
- E-Mail-Versand
- E-Mail über Microsoft 365
- EU-Auslands-Kontengruppen
- Zertifikate und SSL
- Laufender Betrieb
- Zeitsteuerung der Module (allgemein)
- Log Informationen
- Makros
- Anpassungen über die config.json
- Wartung und Systemaufgaben
- Häufige Fragen
- Einstellungen ohne Maske
Überblick
FINN.ghost verbindet die SelectLine Warenwirtschaft mit Drittsystemen — Webshops, Portalen, Rechnungsdiensten — und bringt eigene Module wie FINN.lager mit. Dieses Handbuch beschreibt die Anwendung selbst: Installation, Einstellungen und Betrieb. Die einzelnen Module haben jeweils ein eigenes Handbuch.
Wie FINN.ghost arbeitet
| Eigenschaft | Bedeutung im Betrieb |
|---|---|
| läuft als Windows-Dienst | startet mit dem Server, niemand muss sich anmelden |
| bedient wird es im Browser | vom Server oder von jedem Rechner im Netz, auch vom Tablet |
| keine eigene Datenbank nötig | was gespeichert werden muss, legt FINN.ghost selbst ab |
| nutzt die SelectLine-REST-API | schreibende Zugriffe gehen durch die SelectLine, nicht daran vorbei |
| liest zusätzlich direkt per SQL | für Massenabfragen, weil das deutlich schneller ist |
Die Oberfläche lässt sich auch in den SelectLine-Dashboards anzeigen. Dann arbeiten die Anwender in der SelectLine und sehen dort dieselben Masken.
Die zwei Zugriffswege auf die SelectLine
Das ist der Punkt, an dem die meisten Rückfragen entstehen — deshalb gleich vorweg:
| Weg | Wofür | Was er braucht |
|---|---|---|
| SelectLine-API | alles Schreibende: Belege, Adressen, Artikel, Journale | API-Lizenz und einen API-Benutzer |
| MSSQL direkt | Lesen und Massenabfragen | einen SQL-Benutzer mit Rechten auf die Mandantendatenbank |
Beide Zugänge werden gebraucht. Fehlt einer, läuft die Anwendung nicht oder nur halb — und die Meldung dazu steht dann im Protokoll, nicht in der Oberfläche.
Siehe Datenbank und SelectLine-API.
Was die Lizenz steuert
Welche Module im Menü erscheinen, entscheidet die Lizenz. Ohne Lizenz für ein Modul gibt es dafür weder Menüpunkt noch Zeitsteuerung.
Siehe Lizenz und Module.
Aufbau dieses Handbuchs
| Kapitel | Inhalt |
|---|---|
| Installation | Voraussetzungen, Setup, Update, erste Schritte |
| Einstellungen | Datenbank, API, Lizenz, Server, E-Mail, OSS |
| Zertifikate und SSL | Let's Encrypt, Zertifikat einrichten und erstellen |
| Laufender Betrieb | Zeitsteuerung, Protokoll, Makros, config.json, Wartung |
| Einstellungen ohne Maske | Einstellungen, die es nur in der config.json gibt |
Handbücher der Module
| Modul | Handbuch |
|---|---|
| Shopware 6 | FINN.ghost für Shopware6 |
| Shopify | FINN.ghost für Shopify |
| FINN.webshop | FINN.ghost für FINN.webshop |
| FINN.lager | FINN.lager Handbuch |
| Merkmale und Varianten | FINN.ghost für Merkmale und Varianten |
| FINN.mail2SL | FINN.mail2SL Handbuch |
| GetMyInvoices | FINN.GMI Handbuch |
| FINN.AI MCP | FINN.AI MCP für SelectLine |
Was sich von Version zu Version geändert hat, steht im Änderungsverlauf.
Installation
Voraussetzungen, Setup, Update und die ersten Schritte nach der Installation.
System- und Installationsvoraussetzungen
Diese Seite ist die Checkliste vor dem Termin. Was hier fehlt, hält die Installation auf.
Systemvoraussetzungen
| Was | Anforderung |
|---|---|
| Betriebssystem | Windows Server oder Windows, auf dem ein Dienst laufen darf |
| SelectLine Warenwirtschaft | NEO ab Version 25.x |
| SelectLine-API | aktive API-Lizenz für den AppKey FINN.ghost |
| MSSQL | Zugriff auf die Datenbank des Mandanten |
| sl.mobile | installiert und erreichbar, weil die API dazugehört |
Bei der Lizenz SelectLine Shopify-Anbindung ist die API bereits enthalten — ein eigener AppKey wird dort nicht gebraucht.
Ist die SelectLine älter als Version 25, bitte vorher mit DAKO-IT abstimmen. Es kann gehen, ist aber kein Regelfall.
Was vor der Installation bereitliegen muss
| Angabe | Wozu |
|---|---|
| SQL-Benutzer mit Rechten auf die Mandantendatenbank | direkter Lesezugriff, Anlegen eigener Tabellen |
| Windows-Administratorkennwort | der Dienst wird installiert und gestartet |
| URL des SelectLine-Servers und von sl.mobile | daraus ergibt sich die API-Adresse |
| SelectLine-Benutzer mit Rechten auf den Mandanten und die API | der Zugang, mit dem FINN.ghost schreibt |
| Lizenzschlüssel für FINN.ghost | schaltet die Module frei |
| Zugang zum Server per RDP oder TeamViewer | für die Einrichtung durch DAKO-IT |
Der SQL-Benutzer braucht das Recht, Tabellen anzulegen — FINN.ghost legt eigene Tabellen im Mandanten an. Ein Benutzer mit reinem Leserecht genügt nicht. Üblich ist sa; ein eigener Benutzer mit denselben Rechten auf diese eine Datenbank ist die sauberere Lösung.
Ports
| Port | Wofür | Anmerkung |
|---|---|---|
| 8083 | Oberfläche von FINN.ghost | Standard, in den Einstellungen änderbar |
| 1433 | MSSQL | oder der Port der Instanz |
| 443 | SelectLine-API und Drittsysteme | ausgehend |
Sollen mehrere FINN.ghost-Installationen auf einem Server laufen, braucht jede einen eigenen Port.
Siehe Server und Oberfläche.
Rechte des SelectLine-Benutzers
Der API-Benutzer arbeitet in der SelectLine wie ein Anwender — mit seinen Rechten.
Fehlt ihm ein Recht, scheitert genau die Übertragung, die es braucht. Ein Beispiel aus der Praxis: ohne Leserecht auf Mitarbeiter ließ sich der Dienst früher nicht starten. Solche Fälle werden inzwischen abgefangen und protokolliert, gelöst sind sie damit aber nicht — das Recht fehlt weiterhin.
Nächster Schritt
Installation und Update
Setup herunterladen
| Stand | Adresse |
|---|---|
| aktuelle Version | https://dako-it.com/ghost/latest.php |
| Testversion | https://dako-it.com/ghost/downloadTest/ |
| ältere Versionen | https://dako-it.com/ghost/download/ |
Die Testversion ist für abgesprochene Fälle gedacht — etwa wenn eine Korrektur vor dem nächsten regulären Stand gebraucht wird. Im Regelbetrieb gehört die aktuelle Version installiert.
Installation
Die Datei heißt SelectLine.ghost Setup <Version>.exe. Der Ablauf:
- Setup starten und die Lizenzvereinbarung bestätigen.
- Installationsordner wählen. Vorgeschlagen wird
C:\DAKO\SelectLine.ghost. - Installieren lassen — Dienst und Programmdateien werden eingerichtet.
- Öffne SelectLine.ghost im Browser anhaken und Fertigstellen.
Der Ordnername ist keine Nebensache: Aus ihm entstehen der Name des Windows-Dienstes und die Bezeichnung im Browser-Reiter. Bei mehreren Installationen auf einem Server unterscheidet man sie daran — dann gehören sprechende Ordnernamen gewählt, etwa SelectLine.ghost.Shop und SelectLine.ghost.Lager.
Der Browser öffnet danach die Einstellungen unter https://localhost:8083. Dort geht es
weiter mit Erste Schritte.
Der Windows-Dienst
Das Setup richtet den Dienst ein und startet ihn. Er heißt SL_<Ordnername>.
| Aufgabe | Weg |
|---|---|
| Dienst neu starten | Windows-Dienste, Eintrag SL_<Ordnername> |
| Status prüfen | derselbe Eintrag |
| Startart | automatisch, der Dienst läuft ohne Anmeldung |
Bei Installationen aus älteren Versionen heißt der Dienst noch ohne das Präfix SL_. Das Setup kommt mit beiden Varianten zurecht und räumt die alte auf.
Ein Neustart des Dienstes bricht laufende Übertragungen ab. Vorher in der Zeitsteuerung nachsehen, ob gerade eine Aufgabe läuft.
Siehe Zeitsteuerung der Module (allgemein).
Update
Welche Version läuft
Die Version steht in der Fußzeile der Oberfläche.
Auf der Startseite stehen Neuigkeiten und der Änderungsverlauf, und dort wird auch angezeigt, wenn eine neuere Version bereitliegt.
Die Version von FINN.ghost sollte zur eingesetzten SelectLine-Version passen. Nach einem SelectLine-Update gehört deshalb auch FINN.ghost aktualisiert.
Update per Tastenkombination
Ab Version 23.1.6.240831 genügt in der Oberfläche:
Strg + Alt + U
Das Update läuft vollständig im Hintergrund — herunterladen, Dienst anhalten, austauschen, starten.
Das ist der empfohlene Weg. Er braucht keinen Dateizugriff auf den Server und wählt automatisch den richtigen Ordner.
Update von Hand
Bei älteren Versionen oder wenn die Tastenkombination nicht greift: Setup herunterladen und wie bei der Installation ausführen — mit demselben Installationsordner.
Ein anderer Ordner ergibt eine zweite, leere Installation mit eigenem Dienst und eigener Konfiguration — nicht ein Update. Der vorgeschlagene Ordner ist nicht zwangsläufig der bestehende; er gehört geprüft.
Die Konfiguration bleibt erhalten: config.json wird beim Update nicht überschrieben. Siehe
Anpassungen über die config.json.
Nach dem Update prüfen
- Lässt sich die Oberfläche im Browser öffnen?
- Steht in der Fußzeile die neue Version?
- Läuft die Zeitsteuerung wieder — steht bei den Aufgaben eine nächste Ausführung?
Deinstallation
Das Setup bringt keinen Deinstallationseintrag mit. Zum Entfernen:
- Windows-Dienst
SL_<Ordnername>anhalten und entfernen. - Installationsordner löschen.
Im Installationsordner liegt die config.json mit der gesamten Konfiguration — inklusive der verschlüsselten Kennwörter. Vor dem Löschen eine Kopie sichern, falls die Installation später wieder gebraucht wird.
Die von FINN.ghost angelegten Tabellen im SelectLine-Mandanten bleiben dabei stehen. Sie stören den Betrieb der SelectLine nicht.
Nächster Schritt
Erste Schritte
Nach der Installation ist FINN.ghost leer. Diese Reihenfolge führt zur ersten funktionierenden Verbindung — sie ergibt sich aus der Oberfläche selbst: Erst wenn die Datenbank steht, erscheint die API-Karte, und erst mit der API die Lizenz.
Die Reihenfolge
| Schritt | Wo | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Datenbank | Verbindung zur Mandantendatenbank |
| 2 | SelectLine-API | Anmeldung an der SelectLine |
| 3 | Lizenz und Module | die gekauften Module erscheinen im Menü |
| 4 | Server und Oberfläche | Port, Bildformat, Anmeldung |
| 5 | SSL mit Let's Encrypt | Aufruf ohne Sicherheitswarnung |
| 6 | E-Mail-Versand | Fehlermeldungen kommen per Mail an |
| 7 | Modulhandbuch | die Einrichtung des jeweiligen Moduls |
Die Karten der Einstellungen erscheinen der Reihe nach: ohne Datenbankverbindung keine API-Karte, ohne API keine Lizenzkarte, ohne Lizenz keine Modulkarten. Wenn eine Karte fehlt, ist der Schritt davor noch nicht fertig.
Zu den Einstellungen
Über das Menü SelectLine → Einstellungen.
Siehe SelectLine - Einstellungen.
Woran man sieht, dass es läuft
| Prüfung | Wo |
|---|---|
| Der Mandantenname erscheint in der API-Karte | Einstellungen, Karte API |
| Die lizenzierten Module stehen im Menü | linke Navigation |
Im Protokoll steht Server initialisiert! |
Log Informationen |
| Die Zeitsteuerung nennt eine nächste Ausführung | Zeitsteuerung |
Der Mandantenname in der API-Karte ist die aussagekräftigste Einzelprüfung: Er kommt aus der SelectLine selbst. Steht er dort, sind API-Adresse, Benutzer, Kennwort und Lizenz in Ordnung.
Bevor die Module eingerichtet werden
FINN.ghost schreibt über die SelectLine-API in einen echten Mandanten — es legt Belege an, bucht Bestände und ändert Artikel. Beim Einrichten deshalb erst prüfen, auf welchen Mandanten die Datenbankverbindung zeigt, und für Versuche einen Testmandanten verwenden.
Nächster Schritt
Einstellungen
Datenbank, SelectLine-API, Lizenz, Server, E-Mail-Versand und EU-Auslands-Kontengruppen.
SelectLine - Einstellungen
Unter SelectLine → Einstellungen liegen alle Angaben, mit denen sich FINN.ghost in Ihre Datenstruktur einfügt. Jede Karte hat hier eine eigene Seite.
Die Karten
| Karte | Inhalt |
|---|---|
| Datenbank | Verbindung zur MSSQL-Datenbank des Mandanten |
| SelectLine-API | Adresse, AppKey und Benutzer der SelectLine-API |
| Lizenz und Module | der Lizenzschlüssel und was er freischaltet |
| Server und Oberfläche | Port, Bildformat, Bildqualität, Benutzeranmeldung |
| SSL mit Let's Encrypt | Zertifikat automatisch beantragen und erneuern |
| E-Mail-Versand | SMTP für Fehlermeldungen |
| E-Mail über Microsoft 365 | OAuth und App-Only statt Kennwort |
| EU-Auslands-Kontengruppen | Kontengruppen je Land für das OSS-Verfahren |
Die Karten erscheinen nacheinander: ohne Datenbankverbindung keine API-Karte, ohne API keine Lizenz, ohne Lizenz keine Modulkarten. Eine fehlende Karte heißt also, dass der Schritt davor noch offen ist.
Wann die Anwendung neu startet
Manche Änderungen wirken erst nach einem Neustart des Dienstes — den löst FINN.ghost selbst aus:
| Geändert | Was passiert |
|---|---|
| Lizenz | Neustart, damit die Module geladen werden |
| Port, Bildformat, Anmeldung | Neustart, danach ist die Oberfläche unter dem neuen Port erreichbar |
| Zertifikat geholt oder importiert | Neustart, damit es der Webserver verwendet |
| Datenbank, API, E-Mail | kein Neustart |
Wird der Port geändert, ist die Oberfläche unter der alten Adresse nicht mehr erreichbar. Der Browser wird auf die neue Adresse geschickt — Lesezeichen und Verknüpfungen gehören danach angepasst.
Wo die Angaben landen
In der config.json im Installationsordner. Felder mit Kennwörtern werden dabei
verschlüsselt. Siehe Anpassungen über die config.json.
Nächster Schritt
Datenbank
Die Verbindung zur MSSQL-Datenbank des SelectLine-Mandanten. Sie ist die erste Einstellung — ohne sie erscheinen die weiteren Karten nicht.
Die Felder
| Feld | Inhalt | Beispiel |
|---|---|---|
| Name | Datenbank des gewünschten Mandanten | SL_M1000 |
| Host | SQL-Server und Instanz | SQL02\SQLSRV17 |
| Nutzer | SQL-Benutzer | sa |
| Passwort | dessen Kennwort |
Der Benutzer braucht Rechte auf die Tabellen dieser Datenbank und das Recht, Tabellen anzulegen — FINN.ghost legt eigene Tabellen im Mandanten an. Ein reines Leserecht genügt nicht.
Der Datenbankname bestimmt, in welchem Mandanten gearbeitet wird. Bei mehreren Mandanten lohnt der doppelte Blick: Alles, was FINN.ghost später schreibt, landet in diesem.
Wozu der direkte Zugriff dient
Gelesen wird direkt aus der Datenbank, geschrieben über die SelectLine-API.
Der Grund ist Tempo: Ein Artikelexport prüft zehntausende Datensätze auf Änderungen. Über die API wäre das um ein Vielfaches langsamer. Geschäftslogik — Nummernkreise, Preisfindung, Buchungen — bleibt trotzdem der SelectLine überlassen.
Siehe SelectLine-API.
Wenn die Verbindung nicht zustande kommt
| Meldung oder Symptom | Ursache |
|---|---|
| Anmeldung fehlgeschlagen | Benutzer oder Kennwort falsch |
| Server nicht erreichbar | Instanzname falsch, oder der SQL-Browser-Dienst läuft nicht |
| Zeitüberschreibung | Firewall zwischen FINN.ghost und SQL-Server |
| Verbindung steht, Module bleiben leer | falsche Datenbank — ein anderer Mandant |
Bei einer benannten Instanz muss der Dienst SQL Server Browser laufen, sonst lässt sich Server\Instanz nicht auflösen. Alternativ den Port direkt angeben.
Die genaue Meldung steht im Protokoll. Siehe Log Informationen.
Nächster Schritt
SelectLine-API
Über die SelectLine-API schreibt FINN.ghost in den Mandanten — Belege, Adressen, Artikel, Journale, Buchungen. Sie gehört zu sl.mobile.
Die Felder
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| URL | Adresse der API |
| AppKey | der bei SelectLine hinterlegte AppKey |
| Nutzer | in der SelectLine angelegter API-Benutzer |
| Passwort | dessen Kennwort |
URL
Die Adresse von sl.mobile, mit slmobileApi statt slmobile:
https://localhost/slmobileApi
Läuft FINN.ghost auf demselben Server wie sl.mobile, ist localhost die zuverlässigste Angabe — sie ist unabhängig von Rechnernamen und DNS.
AppKey
Der AppKey wurde beim Kauf der API bei SelectLine angegeben. Einzusehen in der SelectLine unter Hilfe → Lizenzierung → AppKeys.
Weicht der Eintrag hier vom AppKey in der SelectLine ab, meldet die API die Anmeldung ab. In diesem Fall den Wert aus der SelectLine übernehmen — nicht umgekehrt.
Bei der Lizenz SelectLine Shopify-Anbindung ist die API in der Lizenz enthalten; das Feld bleibt dann leer. In der Oberfläche steht deshalb für Shopify nicht notwendig.
Nutzer und Passwort
Der in der API-Konfiguration von sl.mobile eingerichtete API-Benutzer.
Dieser Benutzer arbeitet mit seinen SelectLine-Rechten. Er braucht Rechte auf den Mandanten und auf die Bereiche, die die eingesetzten Module berühren — Artikel, Adressen, Belege, Journale. Fehlt ein Recht, scheitert genau die Übertragung, die es braucht.
Ob die Verbindung steht
Steht sie, zeigt die Karte oben rechts den Namen des Mandanten. Ein Klick darauf öffnet die Angaben zum angemeldeten Benutzer.
Das ist die verlässlichste Einzelprüfung der Einrichtung: Der Name kommt aus der SelectLine — er erscheint nur, wenn Adresse, Benutzer, Kennwort und API-Lizenz zusammenpassen.
Wenn die Anmeldung scheitert
| Symptom | Ursache |
|---|---|
| kein Mandantenname, Fehler im Protokoll | Benutzer, Kennwort oder AppKey falsch |
| Adresse nicht erreichbar | sl.mobile läuft nicht, oder die URL zeigt auf slmobile statt slmobileApi |
| Zertifikatsfehler | das Zertifikat von sl.mobile wird nicht anerkannt |
| Anmeldung geht, Schreiben scheitert | dem SelectLine-Benutzer fehlen Rechte |
Siehe Log Informationen.
Nächster Schritt
Lizenz und Module
Die Lizenz entscheidet, welche Module FINN.ghost lädt. Was nicht lizenziert ist, erscheint nicht — weder im Menü noch in der Zeitsteuerung.
Der Schlüssel
Ein Feld, in das der Lizenzschlüssel eingetragen wird. Er kommt vom Fachhändler oder von DAKO-IT.
Nach dem Speichern startet die Anwendung neu, damit die freigeschalteten Module geladen werden. Das dauert einige Sekunden; danach die Seite neu laden.
Was danach im Menü steht
Je Modul ein Menüpunkt.
| Modul | Was es macht |
|---|---|
| Shopware6 | Anbindung an Shopware 6 |
| Shopify | Anbindung an Shopify |
| FINN.webshop | B2B | eigener Webshop |
| FINN.lager | Lagermodul mit Boards und Kommissionierung |
| Merkmale / Varianten | Sachmerkmale pflegen, Varianten erzeugen |
| FINN.mail2sl | E-Mails automatisch als Journal ablegen |
| GetMyInvoices | Eingangsrechnungen aus dem Portal |
| FINN.AI MCP | Zugriff für KI-Anwendungen |
| Pipedrive | Abgleich mit dem CRM |
| Übersetzungen | Artikeltexte übersetzen |
Zu jedem Modul gibt es ein eigenes Handbuch. Die Liste steht im Überblick.
Siehe Überblick.
Wenn ein Modul fehlt
| Prüfung | |
|---|---|
| Ist der Schlüssel vollständig eingetragen? | Karte Lizenz |
| Wurde nach dem Speichern neu gestartet? | Seite neu laden |
| Ist das Modul überhaupt lizenziert? | beim Fachhändler erfragen |
| Steht im Protokoll ein Fehler zur Lizenz? | Log Informationen |
Die Lizenz wird gegen einen Dienst von DAKO-IT geprüft. Ohne ausgehende Internetverbindung kann diese Prüfung fehlschlagen — dann fehlen die Module, obwohl der Schlüssel richtig ist.
Nächster Schritt
Server und Oberfläche
Die Karte FINN.ghost regelt, unter welchem Port die Oberfläche läuft, wie Bilder an die Drittsysteme übertragen werden und ob eine Anmeldung nötig ist.
Port
Der Port, unter dem die Oberfläche erreichbar ist. Standard ist 8083.
Laufen mehrere FINN.ghost-Installationen auf einem Server, braucht jede einen eigenen Port. Sonst startet die zweite nicht — im Protokoll steht dann, dass der Port belegt ist.
Nach dem Speichern startet die Anwendung neu und der Browser wird auf die neue Adresse geschickt. Lesezeichen, Verknüpfungen und die Einbindung in die SelectLine-Dashboards gehören danach angepasst.
Bildformat
In welchem Format Bilder aus der SelectLine an das angeschlossene System übertragen werden — unabhängig davon, wie sie in der SelectLine abgelegt sind.
| Wert | Wann |
|---|---|
| webp | moderne Shops; kleinste Dateien bei gleicher Qualität |
| jpg | breiteste Verträglichkeit, für Fotos |
| png | wenn Transparenz gebraucht wird |
| original | keine Umwandlung; überträgt, was in der SelectLine liegt |
Umgewandelt wird beim Übertragen. Eine Änderung wirkt deshalb erst auf Bilder, die danach übertragen werden — für die bereits übertragenen braucht es einen Lauf, der die Bilder erneut schickt.
Bildqualität
Ein Wert von 1 bis 100, Vorgabe 80. Gilt für die verlustbehafteten Formate.
80 ist ein bewusst gewählter Kompromiss: Unterschiede zum Original sind im Shop kaum zu sehen, die Dateien aber deutlich kleiner. Höhere Werte lohnen selten, niedrigere werden bei Produktbildern sichtbar.
Bei original hat die Angabe keine Wirkung.
Nutzeranmeldung
Ist der Haken gesetzt, verlangt die Oberfläche eine Anmeldung. Angemeldet wird sich mit den API-Benutzern aus sl.mobile.
Ohne diesen Haken kann jeder, der den Server im Netz erreicht, die Oberfläche öffnen — und damit Einstellungen ändern und Übertragungen starten. Für jede Installation, die über localhost hinaus erreichbar ist, gehört die Anmeldung eingeschaltet.
Vor dem Einschalten prüfen, dass ein passender API-Benutzer existiert und das Kennwort bekannt ist — sonst sperrt man sich aus. Wieder hinein kommt man dann nur über die config.json auf dem Server.
Siehe Anpassungen über die config.json.
Zertifikate herunterladen
Zwei Schaltflächen in derselben Karte:
| Schaltfläche | Was sie liefert |
|---|---|
| ROOT ZERTIFIKAT DOWNLOAD | das Stammzertifikat für den Arbeitsplatz |
| ZERTIFIKATE DOWNLOAD | Zertifikat und Schlüssel für diese Installation |
Das ist der ältere Weg zu einer sicheren Verbindung. Siehe Zertifikat einrichten.
Für Installationen mit einer öffentlich erreichbaren Domain ist Let's Encrypt einfacher — dort entfällt das Verteilen von Zertifikaten an die Arbeitsplätze.
Siehe SSL mit Let's Encrypt.
Nächster Schritt
E-Mail-Versand
FINN.ghost verschickt Fehlermeldungen und Zusammenfassungen per E-Mail. Der Versand ist technisch optional — praktisch ist er das Frühwarnsystem der Installation.
Ohne Mailversand merkt niemand, dass eine Übertragung seit Tagen scheitert — die Meldung steht nur im Protokoll, und dort sieht niemand von selbst hinein. Diese Karte gehört deshalb zur Grundeinrichtung.
Ein- und ausschalten
Der Schalter in der Kartenüberschrift. Ausgeschaltet werden keine Mails verschickt und die Felder sind ausgeblendet.
Drei Wege
Die Karte hat drei Reiter:
| Reiter | Wann |
|---|---|
| Standard | ein SMTP-Konto mit Benutzer und Kennwort |
| M365-OAuth | Microsoft 365, Versand über ein angemeldetes Konto |
| M365-App-Only | Microsoft 365, Versand ohne Benutzeranmeldung |
Die beiden Microsoft-Wege stehen auf einer eigenen Seite. Siehe E-Mail über Microsoft 365.
Reiter Standard
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Host | SMTP-Server des Kontos |
| Port | üblich 465 (SSL) oder 587 (STARTTLS) |
| Verschlüsselte Verbindung | Verschlüsselung einschalten |
| Outlook365 | Besonderheiten von Microsoft-365-Postfächern |
| Nutzer, Passwort | Zugang zum Postfach |
| Absender | abweichende Absenderadresse |
| Absender Name | Anzeigename |
| Empfänger | Ziele, mehrere mit Komma getrennt |
| Betreff | Betreff der Meldungsmails |
| Interval | Zeitspanne in Minuten |
Beim Speichern wird sofort eine Testmail verschickt. Kommt sie nicht an, stimmt etwas an den Angaben — dann lohnt der Blick ins Protokoll, dort steht die Antwort des Mailservers.
Was das Intervall bedeutet
Meldungen werden gesammelt und im eingestellten Abstand verschickt — nicht einzeln.
Das ist Absicht: Bei einer Störung entstehen viele gleichartige Fehler. Gesammelt ergibt das eine Mail, einzeln hunderte.
10 Minuten sind ein guter Startwert. Wer nur die Tagesübersicht braucht, kann höher gehen; unter 5 Minuten wird es unruhig.
Ein sinnvoller Betreff
Der Betreff steht in jeder Mail. Bei mehreren Installationen gehört hinein, um welche es
sich handelt — etwa FINN.ghost Shop und FINN.ghost Lager.
Sonst sind die Mails nicht auseinanderzuhalten, sobald der zweite Ghost dazukommt.
Wenn keine Mails ankommen
| Ursache | Abhilfe |
|---|---|
| Schalter aus | einschalten |
| Empfänger leer | Adresse eintragen |
| Anmeldung abgelehnt | Kennwort prüfen; bei Microsoft 365 einen der M365-Reiter nutzen |
| Port blockiert | Firewall für ausgehendes SMTP öffnen |
| Mails im Spam | Absenderadresse zur eigenen Domain passend wählen |
Microsoft hat die Anmeldung per Benutzer und Kennwort für SMTP abgeschaltet. Für Microsoft 365 führt der Reiter Standard deshalb in der Regel nicht mehr zum Ziel.
Siehe E-Mail über Microsoft 365.
Nächster Schritt
E-Mail über Microsoft 365
Microsoft hat die Anmeldung mit Benutzer und Kennwort für SMTP abgeschaltet. Für Postfächer in Microsoft 365 führt deshalb einer der beiden folgenden Wege zum Ziel. Beide brauchen einmalig eine App-Registrierung im Azure-Portal.
Welchen Weg wählen
| OAuth | App-Only | |
|---|---|---|
| Versand als | ein angemeldetes Benutzerkonto | die Anwendung selbst |
| Anmeldung | einmalig im Browser | keine |
| Absender | das angemeldete Postfach | ein frei angegebenes Postfach |
| Nötige Rechte | Delegiert: SMTP.Send, offline_access |
Anwendung: Mail.Send |
Für einen Server, der jahrelang unbeaufsichtigt läuft, ist App-Only der robustere Weg: Es hängt kein Benutzerkonto daran, das gesperrt werden oder das Kennwort wechseln könnte.
App-Only mit Mail.Send als Anwendungsberechtigung erlaubt der Registrierung, als jedes Postfach der Organisation zu senden. Wer das eng ziehen will, beschränkt die Registrierung in Exchange Online über eine Anwendungszugriffsrichtlinie auf das eine Absenderpostfach. Das gehört mit der Microsoft-365-Administration abgestimmt.
Weg 1 — OAuth
1. App registrieren
Im Azure-Portal eine neue App-Registrierung anlegen, mit einem eindeutigen Namen. Als
Umleitungs-URI wird die Adresse dieser FINN.ghost-Installation eingetragen, endend auf
/api/mail/oauth/redirect:
https://finn.kunde.de:8083/api/mail/oauth/redirect
Die Umleitungs-URI muss zeichengenau mit der Adresse übereinstimmen, unter der FINN.ghost erreichbar ist — samt Port. Weicht sie ab, bricht Microsoft die Anmeldung mit einer Meldung zur Redirect-URI ab. Das ist der häufigste Stolperstein.
In älteren Fassungen dieser Anleitung endete die Adresse auf /api/settings/oauth/redirect. Das gilt nicht mehr — der Pfad lautet /api/mail/oauth/redirect.
2. Clientschlüssel erstellen
Unter Zertifikate & Geheimnisse einen neuen Clientschlüssel anlegen und den Wert sofort notieren.
Der Wert wird nur einmal angezeigt. Wer ihn nicht notiert, muss einen neuen Schlüssel anlegen. Clientschlüssel laufen außerdem ab — das Ablaufdatum gehört notiert, sonst bleibt der Mailversand irgendwann ohne Vorwarnung stehen.
3. Berechtigungen setzen
Unter API-Berechtigungen zwei delegierte Berechtigungen von Microsoft Graph hinzufügen und die Zustimmung erteilen:
| Berechtigung | Wofür |
|---|---|
SMTP.Send |
Mails über SMTP AUTH senden |
offline_access |
Zugriff behalten, ohne erneute Anmeldung |
User.Read steht dort in der Regel schon — es wird beim Anlegen der Registrierung mitgegeben und kann bleiben. Wichtig ist der grüne Haken bei Status: ohne erteilte Zustimmung greifen die Berechtigungen nicht.
4. Werte übertragen
Aus dem Reiter Übersicht der Registrierung:
| Feld in Azure | Feld in FINN.ghost |
|---|---|
| Anwendungs-ID (Client) | Client ID |
| Verzeichnis-ID (Mandant) | Tenant ID |
| beim Anlegen hinterlegte Umleitungs-URI | Redirect URI |
| notierter Wert des Clientschlüssels | Client Secret |
5. Verbinden
Nach dem Klick auf Verbinden fragt Microsoft nach der Anmeldung. Danach steht die Verbindung, und in der Karte erscheint die Adresse des verbundenen Kontos.
Angemeldet wird das Postfach, aus dem gesendet wird. Es muss ein Postfach in derselben Organisation sein.
Weg 2 — App-Only
1. App registrieren
Wie oben eine neue App-Registrierung mit eindeutigem Namen. Eine Umleitungs-URI wird hier nicht gebraucht.
2. Clientschlüssel erstellen
Unter Zertifikate & Geheimnisse, Wert notieren.
3. Berechtigung setzen
Unter API-Berechtigungen eine Anwendungsberechtigung von Microsoft Graph hinzufügen und die Zustimmung erteilen:
| Berechtigung | Typ |
|---|---|
Mail.Send |
Anwendung |
Anwendungsberechtigungen brauchen immer die Administratorzustimmung. Ohne sie schlägt der Versand mit einer Rechtemeldung fehl, obwohl alle Werte richtig eingetragen sind.
4. Werte übertragen
| Feld in Azure | Feld in FINN.ghost |
|---|---|
| Anwendungs-ID (Client) | Client ID |
| Verzeichnis-ID (Mandant) | Tenant ID |
| Wert des Clientschlüssels | Client Secret |
| — | Absender-E-Mail |
Die Absender-E-Mail ist das Postfach, aus dem gesendet wird.
Nach dem Speichern verschickt FINN.ghost eine Testmail an die eingetragenen Empfänger und bestätigt das in der Karte. Kommt sie nicht an, fehlt meist die Administratorzustimmung.
Über Trennen wird die Verbindung wieder gelöst.
Wenn der Versand nicht geht
| Meldung oder Symptom | Ursache |
|---|---|
| Fehler zur Redirect-URI beim Verbinden | Umleitungs-URI weicht ab |
| Anmeldung geht, Versand scheitert | Berechtigung fehlt oder ohne Zustimmung |
| lief monatelang, jetzt nicht mehr | Clientschlüssel abgelaufen |
| App-Only meldet fehlende Rechte | Administratorzustimmung nicht erteilt |
| Absender wird abgelehnt | Postfach gehört nicht zur Organisation |
Die Antwort von Microsoft steht im Protokoll. Siehe Log Informationen.
Nächster Schritt
EU-Auslands-Kontengruppen
Beim Import von Bestellungen aus einem Shop entscheidet die Kontengruppe des Kunden, mit welchen Erlöskonten gebucht wird. Für Lieferungen in andere EU-Länder ist das je Land unterschiedlich — das ist das OSS-Verfahren.
Was eingestellt wird
Je Land eine Zeile:
| Spalte | Inhalt |
|---|---|
| Land (ISO) | Länderkennzeichen mit zwei Zeichen, etwa AT |
| Kontengruppe ohne VAT | für Kunden ohne gültige Umsatzsteuer-Identnummer |
| Kontengruppe mit VAT | für Kunden mit gültiger Umsatzsteuer-Identnummer |
Hinzugefügt wird ein Land über das Feld Land hinzufügen (ISO2); die Kontengruppen kommen aus der Auswahl der im Mandanten vorhandenen Gruppen.
Es gibt zusätzlich eine Vorgabe für alle Länder ohne eigene Zeile. Damit genügt es, die Länder einzutragen, die abweichend behandelt werden.
Welche Adresse zählt
Maßgeblich ist das Land der Lieferadresse der Bestellung, nicht das der Rechnungsadresse.
Das entspricht dem OSS-Verfahren: Besteuert wird dort, wo die Ware ankommt.
Wann es wirkt
Beim Anlegen oder Aktualisieren eines Kunden im Rahmen des Bestellimports. Bestehende Kunden und bereits importierte Bestellungen werden nicht nachträglich geändert.
Diese Einstellung gehört vor dem ersten Bestellimport gesetzt. Sonst liegen die ersten Bestellungen mit der falschen Kontengruppe im Mandanten und müssen von Hand korrigiert werden.
Wer das entscheidet
Welche Kontengruppe für welches Land richtig ist, ist eine steuerliche Frage. Sie gehört mit der Buchhaltung oder dem Steuerberater geklärt — nicht in der Schnittstelle geraten.
Zurück zur Übersicht
Zertifikate und SSL
Zertifikate von Let's Encrypt, Zertifikat einrichten und Zertifikate selbst erstellen.
SSL mit Let's Encrypt
FINN.ghost kann sein Zertifikat selbst bei Let's Encrypt beantragen und automatisch erneuern. Das ist der empfohlene Weg — er ersetzt das Erstellen und Verteilen eigener Zertifikate.
Warum das die einfachere Lösung ist
| eigenes Zertifikat | Let's Encrypt | |
|---|---|---|
| Am Arbeitsplatz | Stammzertifikat installieren, je Rechner | nichts zu tun |
| Gültigkeit | von Hand erneuern | erneuert sich selbst |
| Vom Browser anerkannt | erst nach Installation | sofort |
| Voraussetzung | keine | eine öffentliche Domain |
Der entscheidende Unterschied liegt beim Anwender: Ein selbst erstelltes Zertifikat muss auf jedem Rechner installiert werden, der die Oberfläche aufruft — und auf jedem neuen wieder. Mit Let's Encrypt entfällt das vollständig.
Voraussetzungen
| Lizenzmodul SSL | ohne dieses Modul lässt sich der Schalter nicht setzen |
| Eine Domain | etwa finn.kunde.de |
| Zugriff auf das DNS der Domain | für einen einmaligen CNAME-Eintrag |
| Ausgehende Internetverbindung | für den Abruf des Zertifikats |
FINN.ghost muss dafür nicht aus dem Internet erreichbar sein. Der Nachweis läuft über einen DNS-Eintrag, nicht über eine eingehende Verbindung — es muss also kein Port ins Internet geöffnet werden.
Einrichten
1. Domain und E-Mail eintragen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Domain | die öffentliche Domain, unter der FINN.ghost erreichbar sein soll |
| Kontaktadresse für Let's Encrypt |
Die Domain muss auf die Installation zeigen, damit der Aufruf im Browser funktioniert — für die Ausstellung des Zertifikats selbst genügt der CNAME aus Schritt 2.
2. Registrieren
Die Schaltfläche Registrieren meldet die Installation einmalig an. Danach zeigt die Karte einen CNAME-Eintrag, der im öffentlichen DNS der Domain angelegt werden muss:
_acme-challenge.finn.kunde.de. CNAME <von FINN.ghost angezeigter Wert>.
Dieser Eintrag ist der Kern des Verfahrens: Über ihn weist FINN.ghost bei jeder Ausstellung nach, dass es zur Domain gehört. Er muss dauerhaft bestehen bleiben — wird er gelöscht, scheitert die nächste Erneuerung.
Angelegt wird er einmal. Danach ist am DNS nichts mehr zu tun, auch nicht bei jeder Erneuerung.
3. Zertifikat anfordern
Zertifikat anfordern holt das Zertifikat. Anschließend startet die Anwendung neu, damit der Webserver es verwendet.
Danach zeigt die Karte, bis wann es gültig ist und wie viele Tage bleiben.
Der Vorgang dauert bis zu zwei Minuten — der DNS-Eintrag muss sich erst verbreiten. Solange bitte nichts erneut anklicken.
Test-Modus
Der Haken Test-Modus (Staging) arbeitet gegen die Übungsumgebung von Let's Encrypt.
Sinnvoll beim Einrichten: Let's Encrypt begrenzt die Zahl der Ausstellungen je Domain und Woche. In der Übungsumgebung gilt diese Grenze nicht — Fehlversuche kosten dort nichts.
Ein Zertifikat aus dem Test-Modus wird von keinem Browser anerkannt. Nach dem erfolgreichen Test den Haken entfernen und das Zertifikat erneut anfordern.
Mehrere Installationen, eine Domain
Exportieren erzeugt einen Code, der auf einer weiteren FINN.ghost-Installation unter Importieren eingefügt wird. Die zweite Installation übernimmt damit Domain und Zugang, holt sich ihr Zertifikat selbst und startet neu.
Damit braucht der CNAME-Eintrag nur einmal angelegt zu werden, auch wenn mehrere Installationen dieselbe Domain nutzen.
Der Exportcode enthält den Zugang zur Zertifikatsverwaltung dieser Domain. Er gehört nicht in eine E-Mail an Dritte und nicht in ein Ticketsystem.
Erneuerung
Läuft von selbst:
| Prüfung | alle 12 Stunden, Aufgabe SSL Zertifikat erneuern |
| Erneuert wird | wenn weniger als 30 Tage Restlaufzeit bleiben |
| Zusätzlich | bei jedem Start der Anwendung |
Nach einer Erneuerung startet die Anwendung neu, damit das neue Zertifikat verwendet wird. Das dauert wenige Sekunden und fällt im Betrieb kaum auf — laufende Übertragungen brechen dabei aber ab.
Siehe Zeitsteuerung der Module (allgemein).
Wo die Dateien liegen
Im Installationsordner unter data\ssl:
| Datei | Inhalt |
|---|---|
server.cert |
das Zertifikat |
server.key |
der zugehörige Schlüssel |
acme-account.key |
der Zugang zu Let's Encrypt |
Diese Dateien gehören in die Datensicherung des Servers — und ansonsten in keine fremden Hände.
Wenn es nicht klappt
| Symptom | Ursache |
|---|---|
| Schalter lässt sich nicht setzen | Lizenzmodul SSL fehlt |
| Meldung, es sei nicht vollständig konfiguriert | Domain, E-Mail oder Registrierung fehlt |
| Ausstellung bricht ab | CNAME nicht angelegt oder noch nicht verbreitet |
| Browser warnt weiter | Test-Modus noch aktiv, oder die Domain wird nicht aufgerufen |
| lief, jetzt abgelaufen | CNAME wurde entfernt, oder keine Internetverbindung |
Wird die Oberfläche über localhost oder eine IP-Adresse aufgerufen, warnt der Browser trotz gültigem Zertifikat — es gilt für die Domain. Der Aufruf muss über die Domain gehen.
Die Meldungen stehen im Protokoll. Siehe Log Informationen.
Nächster Schritt
Zertifikat einrichten
Der Weg ohne öffentliche Domain: ein von DAKO-IT ausgestelltes Zertifikat in der Installation hinterlegen und das Stammzertifikat an den Arbeitsplätzen installieren.
Ist die Installation unter einer öffentlichen Domain erreichbar, ist Let's Encrypt der einfachere Weg — dann entfällt dieser Abschnitt vollständig, weil an den Arbeitsplätzen nichts zu tun ist.
Siehe SSL mit Let's Encrypt.
Voraussetzung
Die Oberfläche muss über den Rechnernamen aufgerufen werden, nicht über die IP-Adresse:
https://ihrghostserver:8083
Ein Zertifikat gilt für einen Namen. Beim Aufruf über die IP-Adresse warnt der Browser weiter, auch wenn alles richtig eingerichtet ist.
Schritt 1 — Zertifikat in der Installation hinterlegen
Unter SelectLine → Einstellungen → FINN.ghost.
- ZERTIFIKATE DOWNLOAD — lädt
cert.zipherunter. - Archiv entpacken. Darin liegen
server.certundserver.key. - Beide Dateien in den Ordner
data\sslder Installation legen und die vorhandenen überschreiben:
C:\DAKO\SelectLine.ghost\data\ssl
- Den Windows-Dienst
SL_<Ordnername>neu starten.
Der Pfad richtet sich nach dem gewählten Installationsordner. Wurde ein anderer Ordner verwendet, liegt data\ssl entsprechend dort.
Ohne Neustart des Dienstes bleibt das alte Zertifikat in Verwendung — die Dateien werden nur beim Start gelesen.
Schritt 2 — Stammzertifikat am Arbeitsplatz installieren
Über ROOT ZERTIFIKAT DOWNLOAD die Datei RootCA.crt herunterladen. Wie sie installiert
wird, hängt vom Browser ab.
Dieser Schritt ist an jedem Rechner nötig, der die Oberfläche aufruft — auch an jedem neuen. Das ist der Aufwand, den Let's Encrypt erspart.
Firefox
Firefox verwaltet Zertifikate in seinen eigenen Einstellungen.
Dort RootCA.crt importieren.
Chrome, Edge und andere
Diese Browser nutzen die Zertifikatsverwaltung von Windows. Ein Doppelklick auf
RootCA.crt startet die Installation.
Im Assistenten den passenden Speicher wählen und die folgenden Dialoge bestätigen.
Anschließend den Browser vollständig schließen und neu öffnen. Solange ein Fenster offen bleibt, gilt oft noch die alte Bewertung.
Wenn der Browser weiter warnt
| Ursache | Abhilfe |
|---|---|
| Aufruf über IP-Adresse | über den Rechnernamen aufrufen |
| Dienst nicht neu gestartet | Dienst neu starten |
| Stammzertifikat am Arbeitsplatz fehlt | Schritt 2 dort ausführen |
| Firefox statt Windows-Speicher | in Firefox gesondert importieren |
| Zertifikat abgelaufen | neu herunterladen und Schritt 1 wiederholen |
Nächster Schritt
Zertifikat erstellen (optional)
Laufender Betrieb
Zeitsteuerung, Protokoll, Makros, config.json, Systemaufgaben und häufige Fragen.
Zeitsteuerung der Module (allgemein)
Jedes Modul bringt Aufgaben mit, die in Abständen laufen — Artikel exportieren, Bestellungen holen, Mails ablegen. Verwaltet werden sie in der Zeitsteuerung. Diese Seite beschreibt, was für alle Module gilt; welche Aufgaben es gibt, steht im Handbuch des jeweiligen Moduls.
Die Tabelle
| Spalte | Inhalt |
|---|---|
| Timer | Name der Aufgabe, gruppiert nach Bereich |
| letzte Ausführung | Uhrzeit, oder läuft… bzw. warten… |
| nächste Ausführung | Uhrzeit des nächsten Starts |
| Intervall | der eingestellte Abstand |
| ▶ | startet die Aufgabe sofort |
| Kategorie | Untergruppe der Aufgabe |
Über Aktualisieren wird die Ansicht neu geladen; sie aktualisiert sich außerdem selbst.
Steht in der Spalte Intervall 00:00:00, ist die Aufgabe nicht eingeplant. Sie läuft dann nur, wenn sie von Hand gestartet wird.
Intervall einstellen
Ein Klick auf die Uhrzeit in der Spalte Intervall öffnet die Eingabe.
Eingegeben wird eine Zeitspanne in Stunden : Minuten : Sekunden.
| Eingabe | Bedeutung | mit Feste Zeit |
|---|---|---|
00:15:00 |
alle 15 Minuten | täglich 0:15 Uhr |
01:00:00 |
jede Stunde | täglich 1:00 Uhr |
05:00:00 |
alle 5 Stunden | täglich 5:00 Uhr |
Feste Zeit
Ohne den Haken ist die Angabe ein Abstand, mit dem Haken eine Uhrzeit.
Für große Läufe — ein Vollexport aller Artikel — ist die feste Zeit der richtige Weg: einmal nachts, statt tagsüber alle paar Stunden.
Parallel ausführen
Normalerweise läuft immer nur eine Aufgabe. Ist eine andere aktiv, wartet die nächste und zeigt warten…, bis sie an die Reihe kommt.
Mit dem Haken Parallel ausführen überspringt eine Aufgabe dieses Warten und läuft gleichzeitig mit anderen.
Das ist Absicht und keine Einschränkung: Zwei Läufe, die dieselben Artikel schreiben, würden sich ins Gehege kommen. Die Warteschlange verhindert das.
Parallel gehört nur dort eingeschaltet, wo eine Aufgabe kurz ist und andere Daten anfasst — etwa der Abruf von Bestellungen, während nachts Artikel exportiert werden. Bei zwei Läufen auf denselben Daten führt es zu Fehlern, die schwer zu deuten sind.
Die Symbole
| Symbol | Bedeutung |
|---|---|
| Pfeil im Kreis | Abstand |
| Uhr | feste Zeit |
| Unendlich-Zeichen | parallel |
Zeitsteuerung ein- und ausschalten
Der Haken Aktiv in der Überschrift gilt für alle Module dieser Installation.
Ausgeschaltet läuft keine Aufgabe mehr — und Änderungen an den Intervallen sind gesperrt. Das ist der Schalter für Wartungsarbeiten, nicht für den Dauerbetrieb.
Ein Start über ▶ funktioniert trotzdem. Manuelle Läufe sind von Aktiv und vom Zeitfenster nicht betroffen.
Zeitfenster: Von und Bis
Neben Aktiv stehen zwei Felder, Von und Bis. Sind sie gefüllt, laufen die geplanten Aufgaben nur innerhalb dieser Zeitspanne.
Damit lässt sich der Betrieb auf die Geschäftszeiten begrenzen — oder umgekehrt aus ihnen heraushalten, wenn die Datenbank tagsüber für die SelectLine frei bleiben soll.
Ein Fenster über Mitternacht wirkt nicht. Bei Von 22:00 und Bis 06:00 wird die Einschränkung übergangen und alle Aufgaben laufen wie ohne Fenster. Für nachts gehört das Fenster deshalb innerhalb eines Tages angegeben, etwa Von 00:00 Bis 06:00.
Die Felder erscheinen nur in der Zeitsteuerung unter SelectLine. Das Fenster gilt aber für alle Module.
Von Hand starten
Die Schaltfläche ▶ startet eine Aufgabe sofort — unabhängig von Intervall, Aktiv und Zeitfenster. Während sie läuft, ist sie ausgegraut.
Der manuelle Start umgeht auch die Warteschlange. Zwei große Läufe gehören deshalb nicht gleichzeitig von Hand gestartet.
Welche Daten eine Aufgabe berücksichtigt
Das hängt von der Aufgabe ab. Grob gilt:
| Art der Aufgabe | Berücksichtigt |
|---|---|
| Stammdaten synchronisieren, Extratabellen exportieren, Artikelgruppen exportieren, Bestand komplett, Kunden exportieren | alle Datensätze der betroffenen Tabellen |
| geänderte Artikel exportieren, Preise exportieren, Bestand geändert, Status exportieren | Datensätze, die seit dem Start des letzten Laufs geändert wurden |
| ein einzelner Artikel | zu diesem Artikel alles: Daten, Preis, Bestand, Bilder |
| XDATZUORD exportieren | geänderte Datensätze, deren Datei im Pfad vorhanden ist |
Bei XDATZUORD gilt zusätzlich: Fehlt die im Datensatz genannte Datei, wird der Datensatz übersprungen. Mehrfach genannte Dateien werden nur einmal übertragen.
Die Erkennung geänderter Datensätze stützt sich auf geändert am. Änderungen, die dieses Feld nicht setzen — etwa direkte Eingriffe in die Datenbank —, werden von den Änderungsläufen nicht erfasst. Dann hilft nur ein Vollauf.
Status und Meldungen
Unter der Tabelle stehen die aktuellen Meldungen des laufenden Betriebs.
Das vollständige Protokoll steht unter Log Informationen.
Systemaufgaben
Neben den Modulaufgaben laufen eigene Aufgaben der Anwendung mit. Siehe Wartung und Systemaufgaben.
Nächster Schritt
Log Informationen
Das Protokoll ist die erste Stelle, an der man nachsieht, wenn etwas nicht wie erwartet funktioniert. Jede Übertragung, jeder Fehler und jeder Start hinterlässt dort eine Zeile.
Wo es zu finden ist
Über die Schaltfläche rechts oben in der Oberfläche.
Was angezeigt wird
Die letzten 10.000 Einträge der letzten 24 Stunden. Ältere Einträge stehen im Download.
| Spalte | Inhalt |
|---|---|
| Typ | DEBUG, INFO, WARN oder ERROR |
| Datum | Zeitpunkt |
| Nachricht | der Text; ein Klick auf die Zeile zeigt sie vollständig |
Lange Meldungen sind gekürzt. Ein Klick auf die Zeile klappt sie auf — dort steht auch, aus welchem Bereich der Anwendung sie stammt.
Die vier Typen
| Typ | Bedeutung | Handlungsbedarf |
|---|---|---|
DEBUG |
Einzelschritte, für die Fehlersuche | keiner |
INFO |
normaler Ablauf: Start, Ende, Anzahl | keiner |
WARN |
etwas wurde übersprungen oder ersetzt | gelegentlich ansehen |
ERROR |
etwas ist nicht durchgelaufen | ansehen |
Einzelne ERROR-Zeilen bedeuten nicht, dass ein Lauf insgesamt gescheitert ist — meist betrifft es einen Datensatz. Der Lauf gilt trotzdem als beendet. Der Abschluss allein sagt also nicht, dass alles angekommen ist.
Suchen und filtern
| Feld | Wirkung |
|---|---|
| Suche | Volltextsuche über die Meldungen |
| Typ | zeigt nur INFO, DEBUG, WARN oder ERROR |
Der schnellste Weg zur Ursache: auf ERROR filtern und von der ältesten Meldung nach vorne lesen. Der erste Fehler nennt die Ursache — die folgenden sind oft nur Folgefehler.
Zu jeder Zeile steht der Zusammenhang
Zu jeder Meldung wird vermerkt, aus welchem Aufruf sie stammt, welcher Pfad betroffen war und welcher Benutzer beteiligt war.
Damit lässt sich ein Vorgang zusammenhängend nachlesen, statt einzelne Zeilen zusammenzusuchen — besonders wenn mehrere Module gleichzeitig protokollieren.
Das vollständige Protokoll herunterladen
Die Schaltfläche mit dem Pfeil lädt das gesamte Protokoll als ZIP-Datei herunter.
Das ist die Datei, die der DAKO-Support braucht. Sie enthält deutlich mehr als die Ansicht — auch die DEBUG-Zeilen und die älteren Tage.
Im Protokoll stehen Datensatznummern, Mailadressen und Namen aus dem Mandanten. Beim Weitergeben ist das zu berücksichtigen.
Wie lange die Dateien vorgehalten werden
Die Protokolldateien liegen im Ordner log der Installation. Es werden die letzten 10
Dateien behalten; ältere werden gelöscht.
Bei einer sehr gesprächigen Installation deckt das nur wenige Tage ab. Wenn ein Fehler beobachtet werden soll, der nur selten auftritt, gehört das Protokoll deshalb zeitnah heruntergeladen.
Fehler per E-Mail
Fehler gehen zusätzlich per E-Mail heraus, wenn der Mailversand eingerichtet ist.
Das ist der Grund, den Mailversand einzurichten: Ohne ihn sieht niemand von selbst ins Protokoll — und eine Störung fällt erst auf, wenn ein Anwender sie meldet.
Siehe E-Mail-Versand.
Nächster Schritt
Makros
Mit Makros lassen sich Daten vor oder nach einer Übertragung noch verändern — ohne Anpassung der Schnittstelle. Geschrieben werden sie in der SelectLine, eingetragen in FINN.ghost.
Das ist der vorgesehene Weg für Sonderfälle: Ein Feld soll anders gefüllt, ein Text ergänzt, eine Auswahl anders getroffen werden. Was sich mit einem Makro lösen lässt, braucht keine Programmierung.
Wo die Felder stehen
In den Einstellungen der Module gibt es den Punkt Makro. Welche Makros ein Modul anbietet, steht im Handbuch des Moduls.
Was eingetragen wird
Der Dateiname, den die SelectLine dem Makro automatisch gibt — nicht seine Bezeichnung.
Das ist die häufigste Verwechslung: In der SelectLine ist die Bezeichnung sichtbar, gebraucht wird aber der Dateiname. Trägt man die Bezeichnung ein, wird das Makro nicht gefunden — und meist ohne auffällige Meldung übergangen.
Die Parameter müssen passen
Steht der Eingabecursor im Feld, zeigt FINN.ghost die Parameter, die das Makro erwartet. Diese müssen im Makro gleichlautend vorhanden sein.
Weicht ein Parametername ab, läuft das Makro nicht. Die Parameter sind die vereinbarte Schnittstelle zwischen FINN.ghost und dem Makro — sie gehören zeichengenau übernommen.
Was zu bedenken ist
Ein Makro läuft bei jedem betroffenen Datensatz. Bei einem Vollexport mit zehntausenden Artikeln entscheidet seine Laufzeit über die Dauer des Laufs — ein Makro, das eine Sekunde braucht, verlängert den Export um Stunden.
Makros werden in der SelectLine ausgeführt und können dort schreiben. Vor dem Einsatz in einem echten Mandanten gehören sie in einem Testmandanten geprüft.
Wenn ein Makro nicht greift
| Ursache | Abhilfe |
|---|---|
| Bezeichnung statt Dateiname eingetragen | Dateiname aus der SelectLine übernehmen |
| Parametername weicht ab | im Makro anpassen |
| Makro liegt im falschen Mandanten | im richtigen Mandanten anlegen |
| Makro läuft, wirkt aber nicht | prüfen, ob es vor oder nach der Übertragung greift |
Meldungen dazu stehen im Protokoll. Siehe Log Informationen.
Nächster Schritt
Anpassungen über die config.json
Anpassungen über die config.json
Alle Einstellungen von FINN.ghost stehen in einer Datei: der config.json im
Installationsordner. Fast alles darin wird über die Oberfläche gepflegt — für einige
Sonderfälle gibt es keine Maske.
Diese Datei enthält die gesamte Konfiguration einschließlich der verschlüsselten Kennwörter. Änderungen von Hand nur mit angehaltenem Dienst und nur mit einer Kopie der bisherigen Datei — eine ungültige Datei verhindert den Start.
Wo sie liegt
C:\DAKO\SelectLine.ghost\config.json
Der Pfad richtet sich nach dem gewählten Installationsordner.
| Beim Update | wird nicht überschrieben |
| Kennwortfelder | werden verschlüsselt gespeichert |
config.json.tmp |
Sicherheitskopie |
Die Sicherheitskopie
Im gleichen Verzeichnis liegt config.json.tmp. Sie wird stündlich von der Systemaufgabe
Backup Config geschrieben.
Sie ist damit der Stand der letzten vollen Stunde — nicht der Stand unmittelbar vor der letzten Änderung. Wer eine Einstellung zurücknehmen will, findet dort den Stand von vorher nur, wenn seit der letzten Sicherung noch nichts geändert wurde.
Vor größeren Änderungen deshalb selbst eine Kopie anlegen und mit Datum benennen. Das kostet nichts und erspart im Zweifel viel.
Siehe Wartung und Systemaufgaben.
Vorgehen bei Änderungen von Hand
- Windows-Dienst
SL_<Ordnername>anhalten. - Kopie der
config.jsonanlegen. - Ändern und die Datei als gültiges JSON speichern.
- Dienst starten.
- Im Protokoll prüfen, dass er gestartet ist.
Wird bei laufendem Dienst geändert, geht die Änderung verloren: Die Anwendung hält die Einstellungen im Speicher und schreibt die Datei beim nächsten Speichern komplett neu.
Dateien im Dateisystem ablegen
Standardmäßig legt FINN.ghost die Dateien von Journalen in der Datenbank ab. Sollen sie stattdessen im Dateisystem liegen, wird der Pfad zum SYSTEM-Ordner der SelectLine hinterlegt:
{
"systemPath": "\\sql03\SelectLineSQL2022_SRV\SYSTEM"
}
Läuft FINN.ghost nicht auf demselben System wie die SelectLine, muss es ein Netzwerkpfad sein. Im JSON werden Backslashes doppelt geschrieben — \ statt \.
Der Benutzer, unter dem der Windows-Dienst läuft, braucht Schreibrechte auf diesen Pfad. Läuft der Dienst als lokales Systemkonto, hat er auf einem Netzwerkpfad in der Regel keine Rechte — dann gehört dem Dienst ein Domänenkonto zugewiesen.
Datenbank oder Dateisystem
| Datenbank (Standard) | Dateisystem | |
|---|---|---|
| In der Datensicherung | enthalten | nur wenn der Ordner mitgesichert wird |
| Größe der Datenbank | wächst mit den Dateien | bleibt klein |
| Zugriff | nur über die SelectLine | auch direkt im Ordner |
Bei FINN.mail2SL lohnt die Überlegung: Dort entsteht je abgelegter Mail eine Datei. Über Jahre summiert sich das in der Datenbank deutlich.
Einstellungen, die es nur hier gibt
Ein Teil der Einstellungen hat keine Maske: eigene Abfragen für die Bestandsermittlung, Zuordnungen einzelner Felder und Sonderfälle der einzelnen Module. Welche das sind und was sie bewirken, steht im Kapitel Einstellungen ohne Maske.
Was hier nicht geändert werden sollte
Alles, wofür es eine Maske gibt, gehört über die Oberfläche geändert — dort werden Werte geprüft, Kennwörter verschlüsselt und nötige Neustarts ausgelöst. Der direkte Eingriff ist für die Fälle gedacht, die keine Maske haben.
Eine Ausnahme ist der Notfall: Hat man sich durch die eingeschaltete Benutzeranmeldung ausgesperrt, lässt sie sich hier zurücksetzen. Siehe Server und Oberfläche.
Nächster Schritt
Wartung und Systemaufgaben
Neben den Aufgaben der Module laufen eigene Aufgaben der Anwendung. Sie stehen in der Zeitsteuerung unter der Kategorie System.
Die Systemaufgaben
| Aufgabe | Abstand | Was sie tut |
|---|---|---|
| Backup Config | stündlich | schreibt config.json.tmp und meldet den Stand der Installation an DAKO-IT |
| MSSQL-Log aufräumen | eingeplant | verkleinert das Transaktionsprotokoll der Datenbank |
| SSL Zertifikat erneuern | alle 12 Stunden | erneuert das Let's-Encrypt-Zertifikat, wenn es nötig ist |
Dazu je Modul dessen eigene Aufgaben. Siehe Zeitsteuerung der Module (allgemein).
MSSQL-Log aufräumen
Diese Aufgabe verkleinert das Transaktionsprotokoll der Mandantendatenbank. Dazu stellt sie das Wiederherstellungsmodell kurzzeitig auf Einfach, verkleinert die Protokolldatei und stellt das Modell wieder auf Vollständig.
Der Grund ist praktischer Natur: Massenläufe wie ein Artikelvollexport lassen das Transaktionsprotokoll stark anwachsen. Ohne Verkleinerung läuft die Platte über.
Der Wechsel des Wiederherstellungsmodells unterbricht die Kette der Protokollsicherungen. Wer die SelectLine-Datenbank mit Transaktionsprotokollsicherungen sichert, muss danach eine neue Vollsicherung anstoßen — sonst ist eine zeitpunktgenaue Wiederherstellung nicht mehr möglich. Diese Aufgabe gehört deshalb mit dem Datenbankverantwortlichen abgestimmt.
Wird die Datenbank ohnehin im Modell Einfach betrieben — bei SelectLine-Installationen verbreitet —, ist das ohne Bedeutung.
Was stündlich an DAKO-IT gemeldet wird
Die Aufgabe Backup Config meldet zusammen mit der Sicherung den Stand der Installation an einen Dienst von DAKO-IT. Übertragen werden:
| Angabe | Wozu |
|---|---|
| Lizenzschlüssel | Prüfung, ob die Lizenz noch gültig ist |
| Firmenname aus der SelectLine-Lizenz | Zuordnung zum Kunden |
| Mandant | Zuordnung der Installation |
| Version der SelectLine | Unterstützung und Fehlersuche |
| Version von FINN.ghost | Hinweis auf verfügbare Updates |
| Installationspfad und Rechnername | Unterscheidung mehrerer Installationen |
Es werden keine Belege, Adressen oder Artikel übertragen — nur die genannten Angaben zur Installation.
Meldet der Dienst die Lizenz als abgelaufen, wird der Lizenzschlüssel geleert und die Anwendung beendet sich. Sie startet danach ohne Module. Bei einer auslaufenden Lizenz gehört die Verlängerung deshalb rechtzeitig geklärt.
Ohne ausgehende Internetverbindung schlägt diese Meldung fehl. Das ist für den Betrieb unkritisch — im Protokoll erscheint dann aber regelmäßig ein Fehler.
Was in die Datensicherung gehört
| Was | Warum |
|---|---|
config.json |
die gesamte Konfiguration |
Ordner data\ssl |
Zertifikat, Schlüssel und Let's-Encrypt-Zugang |
Ordner client\plugins |
eigene Erweiterungen, falls vorhanden |
| Datenbank des Mandanten | dort liegen die Daten der Module |
Mit config.json und data\ssl ist eine Installation nach einem Serverausfall in wenigen Minuten wiederhergestellt: Setup ausführen, beides zurückkopieren, Dienst starten.
Das Programm selbst braucht nicht gesichert zu werden — das Setup lässt sich jederzeit neu herunterladen.
Siehe Installation und Update.
Regelmäßig nachsehen
| Wie oft | Was |
|---|---|
| täglich | die Fehlermails, sofern eingerichtet |
| wöchentlich | Protokoll auf wiederkehrende ERROR-Meldungen |
| monatlich | läuft eine aktuelle Version? |
| monatlich | Restlaufzeit des Zertifikats |
| jährlich | Ablaufdatum von Clientschlüsseln bei Microsoft 365 |
Der letzte Punkt fällt in der Praxis am häufigsten auf: Clientschlüssel in Azure laufen nach ein bis zwei Jahren ab. Danach steht der Mailversand — und damit auch die Benachrichtigung, die darauf hinweisen würde.
Siehe E-Mail über Microsoft 365.
Nächster Schritt
Häufige Fragen
Wo läuft FINN.ghost?
Als Windows-Dienst auf einem Server im Haus. Bedient wird es im Browser. Siehe Überblick.
Braucht FINN.ghost eine eigene Datenbank?
Nein. Was gespeichert werden muss, legt es in eigenen Tabellen im SelectLine-Mandanten ab. Deshalb braucht der SQL-Benutzer das Recht, Tabellen anzulegen. Siehe Datenbank.
Warum werden Datenbank und API gebraucht?
Gelesen wird direkt aus der Datenbank, weil das bei großen Mengen um ein Vielfaches schneller ist. Geschrieben wird über die API, damit Nummernkreise, Preisfindung und Buchungen der SelectLine gelten. Siehe SelectLine-API.
Können mehrere FINN.ghost auf einem Server laufen?
Ja. Jede Installation braucht einen eigenen Ordner und einen eigenen Port. Der Ordnername wird zum Dienstnamen — sprechende Namen erleichtern die Unterscheidung. Siehe Installation und Update.
Können mehrere Mandanten mit einer Installation bedient werden?
Nein. Eine Installation arbeitet auf einer Mandantendatenbank. Für einen zweiten Mandanten braucht es eine zweite Installation. Siehe Datenbank.
Wie aktualisiere ich?
In der Oberfläche Strg + Alt + U. Alternativ das Setup über denselben Ordner ausführen. Siehe Installation und Update.
Bleiben die Einstellungen beim Update erhalten?
Ja, die config.json wird nicht überschrieben. Siehe
Anpassungen über die config.json.
Warum warnt der Browser vor der Verbindung?
Weil das Zertifikat nicht anerkannt wird. Mit öffentlicher Domain löst das Let's Encrypt, ohne Domain das Verteilen des Stammzertifikats an die Arbeitsplätze — siehe Zertifikat einrichten.
Muss FINN.ghost aus dem Internet erreichbar sein?
Für Let's Encrypt nicht — der Nachweis läuft über einen DNS-Eintrag. Einzelne Module brauchen aber eingehende Verbindungen, etwa für Rückmeldungen eines Shops. Das steht im jeweiligen Modulhandbuch.
Warum fehlt ein Modul im Menü?
Weil die Lizenz es nicht enthält oder nach dem Speichern noch nicht neu gestartet wurde. Siehe Lizenz und Module.
Eine Aufgabe steht auf „warten…" — ist das ein Fehler?
Nein. Es läuft gerade eine andere Aufgabe; es wird immer nur eine ausgeführt. Siehe Zeitsteuerung der Module (allgemein).
Warum läuft nachts alles, obwohl ich ein Zeitfenster gesetzt habe?
Weil ein Fenster über Mitternacht nicht wirkt. Von 22:00 Bis 06:00 wird übergangen. Das Fenster muss innerhalb eines Tages liegen. Siehe Zeitsteuerung der Module (allgemein).
Ein Lauf ist beendet — sind damit alle Daten übertragen?
Nicht zwangsläufig. Einzelne Datensätze können gescheitert sein; der Lauf gilt trotzdem als beendet. Sicherheit gibt nur das Protokoll. Siehe Log Informationen.
Wie lange bleiben Protokolle erhalten?
Die Ansicht zeigt 24 Stunden, auf der Platte liegen die letzten 10 Protokolldateien. Wer mehr braucht, lädt das Protokoll als ZIP herunter. Siehe Log Informationen.
Was braucht der Support von mir?
Das Protokoll als ZIP, die Version aus der Fußzeile und eine Beschreibung, welcher Vorgang betroffen ist. Siehe Log Informationen.
Der Mailversand läuft nicht mehr, ohne dass sich etwas geändert hat.
Meist ist ein Clientschlüssel in Azure abgelaufen. Siehe E-Mail über Microsoft 365.
Wer darf die Oberfläche öffnen?
Ohne eingeschaltete Benutzeranmeldung jeder, der den Server im Netz erreicht. Für alles
außerhalb von localhost gehört sie eingeschaltet. Siehe
Server und Oberfläche.
Kann ich FINN.ghost in der SelectLine anzeigen?
Ja, die Oberfläche lässt sich in den SelectLine-Dashboards einbinden. Die Anwender bleiben dann in der SelectLine.
Wie entferne ich eine Installation?
Dienst anhalten und entfernen, Ordner löschen. Vorher die config.json sichern. Siehe
Installation und Update.
Wo steht, was sich geändert hat?
Im Änderungsverlauf — und auf der Startseite der Anwendung.
Einstellungen ohne Maske
Einstellungen, die es nur in der config.json gibt: Bestandsberechnung über eigene Abfragen, Feldzuordnungen und Sonderfälle der einzelnen Module.
Grundlagen
Die meisten Einstellungen von FINN.ghost haben eine Maske in der Oberfläche. Ein Teil hat
keine — sie entstanden für einzelne Installationen und werden ausschließlich in der
config.json gepflegt. Dieses Kapitel führt sie auf.
Diese Einstellungen sind bewusst nicht in der Oberfläche. Sie greifen tief in den Ablauf einer Übertragung ein, und ein falscher Wert fällt oft erst auf, wenn im Shop falsche Bestände oder falsche Preise stehen. Wer sie setzt, sollte wissen, was der jeweilige Lauf sonst tun würde.
Wie sie eingetragen werden
Der Schlüssel steht in der config.json unter dem Abschnitt des Moduls. Der Teil vor dem
Punkt ist der Abschnitt, der Teil dahinter der Name in diesem Abschnitt:
{
"sw6": {
"customStock": "SELECT ... AS Bestand FROM ...",
"ignoreReserved": true
},
"shopify": {
"zeroStockField": "_KEINBESTAND"
}
}
Die Abschnitte der Module:
| Abschnitt | Modul |
|---|---|
sw6 |
Shopware 6 |
shopify |
Shopify |
shop |
FINN.webshop |
gmi |
GetMyInvoices |
mail2sl |
FINN.mail2SL |
mcp |
FINN.AI MCP |
| ohne Abschnitt | gilt für die ganze Installation |
Geändert wird nur bei angehaltenem Dienst und nur mit einer Kopie der bisherigen Datei. Bei laufendem Dienst geht die Änderung verloren, weil die Anwendung die Einstellungen im Speicher hält und die Datei beim nächsten Speichern komplett neu schreibt. Das Vorgehen steht unter Anpassungen über die config.json.
Was die Werte bedeuten
Die Tabellen dieses Kapitels nennen je Einstellung den Typ. Vier kommen vor:
| Typ | Bedeutung |
|---|---|
| Schalter | true oder false. Fehlt der Schlüssel, gilt die Vorgabe. |
| Feldname | Name einer Spalte oder eines Extrafelds in der SelectLine — zeichengenau, ohne Tabellenpräfix. |
| Abfrage | vollständige SQL-Abfrage als Text, mit Platzhalter (siehe Bestand und Bestellmenge). |
| Wert | eine Zahl oder ein Text, etwa eine Preisgruppe oder ein Belegtyp. |
Bei den Einstellungen vom Typ Feldname wird ein Flag in der SelectLine ausgewertet. Gemeint ist dabei durchgängig ein Ja/Nein-Extrafeld, das als Text True gespeichert wird — so legt die SelectLine Ja/Nein-Extrafelder ab.
Ein Feldname, den es in der Mandantendatenbank nicht gibt, führt zu einem Fehler in der Abfrage — nicht zu einer Meldung in der Oberfläche. Steht ein Lauf plötzlich mit einem SQL-Fehler im Protokoll, ist ein Tippfehler in einem dieser Felder die erste Vermutung.
Aufbau des Kapitels
| Seite | Inhalt |
|---|---|
| Bestand und Bestellmenge | eigene Abfragen für Bestand und maximale Bestellmenge, für alle drei Shops |
| Shopware 6 | Artikel, Artikelgruppen, Kunden, Belege |
| Shopify | Artikel, Belege, Kunden, B2B |
| Weitere Module | FINN.webshop, Bilder, Oberfläche, SelectLine, GMI, mail2SL, MCP |
Vieles, was diese Einstellungen leisten, geht auch mit einem Makro — und ein Makro ist in der Oberfläche sichtbar und dokumentiert sich damit selbst. Wo beides möglich ist, ist das Makro der bessere Weg. Siehe Makros.
Nächster Schritt
Bestand und Bestellmenge
Standardmäßig ermittelt FINN.ghost den Bestand eines Artikels aus der SelectLine-Ansicht
SL_vGetFreierArtikelBestand: Bestand minus Reserviert, bei Stücklisten die kleinste
Stückzahl, die sich aus den Bestandteilen bauen lässt. Für alle Fälle, in denen das nicht
passt, gibt es customStock — eine eigene SQL-Abfrage, die den Bestand liefert.
Typische Gründe: Es sollen nur bestimmte Läger in den Shop gemeldet werden, ein Sicherheitsbestand soll abgezogen werden, oder ein Sperrlager soll unberücksichtigt bleiben.
customStock
Alle drei Shop-Anbindungen kennen die Einstellung. Der Schlüssel ist derselbe, Abschnitt und Platzhalter unterscheiden sich:
| Anbindung | Schlüssel | Platzhalter |
|---|---|---|
| Shopware 6 | sw6.customStock |
${article.Number} |
| Shopify | shopify.customStock |
${nummer} |
| FINN.webshop | shop.customStock |
${artikelnummer} |
Der Platzhalter ist je Anbindung ein anderer. Wird der falsche verwendet, wird er nicht ersetzt — die Abfrage läuft dann mit dem Text ${nummer} als Artikelnummer, findet nichts und liefert Bestand 0 für jeden Artikel.
Was die Abfrage liefern muss
Eine Spalte mit dem Namen Bestand. Ausgewertet wird die erste Zeile des
Ergebnisses.
Das Beispiel meldet nur die Läger 01 und 02 und zieht die reservierte Menge ab:
{
"sw6": {
"customStock": "SELECT SUM(ISNULL(Bestand,0)-ISNULL(Reserviert,0)) AS Bestand FROM dbo.SL_vGetFreierArtikelBestandMitLager WHERE Artikelnummer = '${article.Number}' AND Lager IN ('01','02')"
}
}
Die Ansicht SL_vGetFreierArtikelBestandMitLager ist für solche Abfragen der bequemste Einstieg: dieselben Werte wie in der Standardberechnung, nur zusätzlich je Lager. Für Standorte statt Läger gibt es SL_vGetFreierArtikelBestandMitStandort.
Spalte heißt nicht Bestand |
Ergebnis wird als 0 gewertet |
| Abfrage liefert keine Zeile | Bestand 0 |
| Ergebnis ist negativ | wird auf 0 angehoben |
| Mehrere Zeilen | nur die erste zählt |
Der Wert wird als ganze Zahl übertragen. Nachkommastellen fallen weg — bei Artikeln, die in Metern oder Kilogramm geführt werden, ist das zu bedenken.
Was die Abfrage ersetzt
Ist customStock gesetzt, entscheidet allein die Abfrage. Die Standardlogik läuft
nicht mehr — und damit auch nichts, was daran hängt:
| Läuft nicht mehr | Folge |
|---|---|
| Abzug von Reserviert | muss in der Abfrage selbst stehen |
| Auflösung von Stücklisten | Set- und Behälterartikel liefern den Wert der Abfrage, nicht die baubare Menge |
Die Stücklistenauflösung ist der Punkt, der am häufigsten übersehen wird. Ohne customStock meldet FINN.ghost für einen Set-Artikel die Menge, die sich aus den Bestandteilen bauen lässt. Mit customStock liefert die Abfrage den Wert — und der eigene Lagerbestand eines Set-Artikels ist in der Regel 0.
Welche Artikel überhaupt übertragen werden, ändert customStock nicht: Die Auswahl
nach Shopaktiv und Inaktiv passiert davor, beim Zusammenstellen der Artikelliste. Ein
nicht shopaktiver Artikel wird also weiterhin gar nicht erst gemeldet.
Bei Shopify ist das anders: Dort gehört die Prüfung auf Shopaktiv und Inaktiv zur Bestandsermittlung selbst und wird von shopify.customStock mit übergangen — ebenso shopify.zeroStockField. Beides gehört dann in die Abfrage.
Rückfall auf die Standardberechnung (nur Shopware 6)
Bei Shopware 6 gibt es einen Ausweg für einzelne Artikel: Liefert die Abfrage den Wert
-9999, verwirft FINN.ghost das Ergebnis und rechnet für diesen Artikel wie ohne
customStock.
SELECT CASE WHEN ... THEN 0 ELSE -9999 END AS Bestand FROM ART WHERE Artikelnummer = '${article.Number}'
Damit lässt sich die Sonderlogik auf die Artikel beschränken, die sie brauchen. Alle anderen laufen weiter über die geprüfte Standardberechnung — inklusive Stücklistenauflösung.
Shopify und FINN.webshop kennen diesen Rückfall nicht. Dort gilt die Abfrage für jeden Artikel.
Besonderheit bei Shopify
Shopify führt Bestände je Standort. shopify.customStock liefert einen Wert, und
dieser wird auf alle eingerichteten Standorte geschrieben — nicht aufgeteilt.
Bei mehreren Standorten summiert Shopify die Bestände. Ein Wert von 10 bei drei Standorten wird im Shop zu 30 verfügbaren Stück. Wer mit mehreren Standorten arbeitet, sollte customStock dort nicht einsetzen.
Zusätzlich greift die Abfrage nur, wenn die Bestandsführung für den Artikel aktiv ist. Ist sie abgeschaltet, überträgt Shopify keinen Bestand — dann läuft die Abfrage nicht.
Weitere Einstellungen zum Bestand
Shopware 6
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
sw6.ignoreReserved |
Schalter | rechnet mit Bestand statt Bestand minus Reserviert. Reservierungen aus offenen Aufträgen mindern den Shopbestand dann nicht. |
sw6.customPurchase |
Abfrage | eigene Abfrage für die maximale Bestellmenge. Platzhalter ${article}, Spalte Bestand. |
sw6.maxPurchaseField |
Feldname | Artikelfeld mit der maximalen Bestellmenge je Artikel. |
Ist sw6.maxPurchaseField gesetzt und im Artikel gefüllt, gilt dieser Wert — sw6.customPurchase kommt dann für diesen Artikel nicht mehr zum Zug. Das Feld hat Vorrang.
sw6.ignoreReserved wirkt nur, wenn sw6.customStock nicht gesetzt ist oder für den Artikel -9999 liefert. Sonst rechnet ohnehin nur die eigene Abfrage.
Shopify
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
shopify.zeroStockField |
Feldname | Artikelfeld; ist es True, wird Bestand 0 gemeldet, obwohl Bestand vorhanden ist. Wirkt auch über den Variantenartikel und über Stücklisten: hat ein Bestandteil das Feld gesetzt, ist die ganze Stückliste 0. |
shopify.inventoryTrackDisableField |
Feldname | Artikelfeld; ist es True, wird die Bestandsführung für diesen Artikel in Shopify abgeschaltet. Der Artikel ist dann unbegrenzt bestellbar. |
shopify.zeroStockField ist der saubere Weg, einzelne Artikel im Shop auf nicht verfügbar zu setzen, ohne sie in der SelectLine anzufassen — und deutlich einfacher als eine eigene Abfrage.
Wenn der Bestand im Shop nicht stimmt
| Beobachtung | Erste Prüfung |
|---|---|
| alle Artikel stehen auf 0 | Platzhalter falsch geschrieben, oder Spalte heißt nicht Bestand |
| Stücklisten stehen zu niedrig | customStock löst Stücklisten nicht auf |
| bei Shopify: gesperrte Artikel bestellbar | shopify.zeroStockField wird von der Abfrage übergangen |
| Shopify zeigt ein Vielfaches | mehrere Standorte, der Wert wird je Standort geschrieben |
| Bestand ändert sich nicht mehr | Lauf steht mit SQL-Fehler im Protokoll |
Die Abfrage lässt sich vor dem Eintragen im SQL Management Studio prüfen — dort den Platzhalter durch eine echte Artikelnummer ersetzen. Meldungen der Läufe stehen im Protokoll, siehe Log Informationen.
Nächster Schritt
Shopware 6
Alle Schlüssel dieser Seite stehen in der config.json im Abschnitt sw6. Was der
Artikelexport im Regelfall überträgt, steht im
Handbuch für Shopware 6.
Artikeltexte und Bezeichnungen
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
titleField |
Feldname | Extrafeld, dessen Inhalt als Produktname übertragen wird — statt der Artikelbezeichnung. |
descriptionField |
Feldname | Extrafeld, dessen Inhalt als Beschreibung übertragen wird — statt des Artikeltexts. Zeilenumbrüche werden zu <br>. |
disableDescription |
Schalter | überträgt keine Beschreibung. Vorhandene Texte im Shop bleiben unangetastet. |
disableManufacturerDescription |
Schalter | überträgt keine Beschreibung zum Hersteller. |
customSearchKeywordsField |
Feldname | Artikelfeld, aus dessen Inhalt die Suchworte des Produkts gebildet werden. |
zusatzInTitleSeparator |
Wert | Trennzeichen zwischen Bezeichnung und Zusatz, Vorgabe " - ". Wirkt nur, wenn Zusatz im Titel eingeschaltet ist. |
disableDescription ist der übliche Weg, wenn die Beschreibungen im Shop redaktionell gepflegt werden. Ohne diesen Schalter überschreibt jeder Artikelexport den Text im Shop mit dem Artikeltext aus der SelectLine — die redaktionelle Arbeit wäre beim nächsten Lauf weg.
titleField und descriptionField lesen Extrafelder über die SelectLine-API, customSearchKeywordsField liest eine Spalte der Tabelle ART direkt per SQL. Für customSearchKeywordsField ist deshalb der Spaltenname anzugeben, für die anderen beiden der Name des Extrafelds.
Preise, Grundpreise und Datumsfelder
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
disableSafeguardPriceField |
Feldname | Artikelfeld; ist es True, wird ein Artikel ohne Preis mit Preis 0 übertragen, statt übersprungen zu werden. |
grundpreisMengumField |
Feldname | Feld in den Mengeneinheiten (MENGUM); die so markierte Mengeneinheit liefert Grundpreis-Einheit und Faktor. |
grundpreisReferenceField |
Feldname | Artikelfeld mit der Bezugsmenge des Grundpreises. Vorgabe FreierText2. |
grundpreisUnitField |
Feldname | Artikelfeld mit der Einheit des Grundpreises. Vorgabe FreieZahl3. |
releaseDateField |
Feldname | Extrafeld, dessen Datum als Erscheinungsdatum übertragen wird. Ohne die Angabe gilt das Anlagedatum des Artikels. |
restockTimeField |
Feldname | Extrafeld mit der Wiederauffüllzeit in Tagen. |
Die drei grundpreis-Schlüssel wirken nur, wenn der Grundpreis-Export überhaupt eingeschaltet ist. Ist grundpreisMengumField gesetzt, hat es Vorrang; erst ohne dieses Feld werden die beiden Artikelfelder gelesen. Die Vorgaben FreierText2 und FreieZahl3 greifen also auch dann, wenn nichts eingetragen ist — was zu Grundpreisen aus einem Feld führen kann, das für etwas anderes genutzt wird.
Ohne disableSafeguardPriceField übergeht FINN.ghost Artikel ohne gültigen Preis absichtlich und schreibt eine Meldung ins Protokoll. Der Schalter ist für Artikel gedacht, die im Shop bewusst mit 0 stehen sollen — er sollte nicht dazu dienen, fehlende Preise zu verdecken.
Zusatzfelder umbenennen
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
extrafeldMapping |
Liste | benennt Zusatzfelder beim Übertragen um. |
extrafeldMappingDelete |
Schalter | Vorgabe true: das Ursprungsfeld wird nach dem Umbenennen entfernt. Mit false bleiben beide Felder erhalten. |
{
"sw6": {
"extrafeldMapping": [
{ "old": "custom_sl_artikel_FreierText1", "new": "custom_meine_farbe" }
],
"extrafeldMappingDelete": false
}
}
Die Umbenennung greift auch in den Übersetzungen, sofern Sprachen eingerichtet sind. Das Zielfeld muss in Shopware als Zusatzfeld existieren — angelegt wird es dabei nicht.
Artikelgruppen und Kategorien
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
shopaktivArtikelGruppenFeld |
Feldname | Feld an der Artikelgruppe; nur Gruppen mit True werden als Kategorie übertragen. |
artikelgruppenNichtAktualisieren |
Schalter | bestehende Kategorien werden nicht mehr aktualisiert. Neue werden weiter angelegt. |
artikelgruppenNichtAktualisieren ist für Shops gedacht, deren Kategoriebaum in Shopware weitergepflegt wird — mit eigenen Bezeichnungen, eigener Sortierung oder eigener Einordnung. Ohne den Schalter zieht jeder Lauf die Kategorien wieder auf den Stand der SelectLine.
Varianten und Bilder
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
auffaechernDefault |
Schalter | alle Variantenartikel werden in der Storefront aufgefächert, unabhängig vom dafür eingerichteten Artikelfeld. |
useHashAsFilename |
Schalter | Bilddateien werden unter einem Prüfsummennamen abgelegt statt unter Hersteller-Bezeichnung. |
Ist auffaechernDefault gesetzt, greift die Einstellung Erste Variante in der Storefront anzeigen nicht mehr — beides zusammen ergibt keinen Sinn.
useHashAsFilename hilft, wenn Bezeichnungen Zeichen enthalten, die als Dateiname Probleme machen. Nach dem Umstellen entstehen für bereits übertragene Bilder neue Dateien; die alten bleiben in der Shopware-Medienverwaltung liegen und müssen dort aufgeräumt werden.
Makro vor dem Artikelexport
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
preExportArticles |
Wert | Dateiname eines SelectLine-Makros, das vor jedem einzelnen Artikel ausgeführt wird. Übergeben wird der Parameter Nummer mit der Artikelnummer. |
Das Makro läuft je Artikel — bei einem Vollexport also zehntausende Male. Seine Laufzeit bestimmt damit die Dauer des ganzen Laufs. Eingetragen wird der Dateiname des Makros, nicht seine Bezeichnung; siehe Makros.
Bei Shopify und FINN.webshop gibt es dasselbe Makro in den Einstellungen der Oberfläche. Nur bei Shopware 6 fehlt die Maske dafür.
Kunden
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
kdfeld |
Feldname | Kundenfeld, in dem die Shop-Kundennummer steht. Vorgabe Shopnummer. |
disableCustomerCreate |
Schalter | im Shop werden keine neuen Kunden angelegt. Bestehende werden weiter aktualisiert. |
onlyUpdateZahlungsbedingung |
Schalter | überträgt von bestehenden Kunden nur die Zahlungsbedingung, sonst nichts. |
Die Kombination aus beiden Schaltern ist der Weg für Shops, in denen die Kundenpflege im Shop stattfindet und aus der SelectLine nur die Zahlungsbedingung nachgeführt werden soll.
Belege
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
defaultWarehouseLocationNumber |
Wert | Lagerplatz, der in jeden importierten Beleg geschrieben wird. |
slPriceToleranceField |
Feldname | Belegfeld, in das bei einer Preisabweichung zwischen Shop und SelectLine der Hinweistext geschrieben wird. |
Eine Preisabweichung landet in jedem Fall als Fehler im Protokoll. slPriceToleranceField macht sie zusätzlich am Beleg sichtbar, damit sie in der SelectLine auffällt und nicht nur im Protokoll steht.
Technische Sonderfälle
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
oldSWVersion |
Schalter | schreibt die Zeiträume von Preisregeln im Format älterer Shopware-Versionen. |
appServerUrl |
Wert | Adresse, die Shopware zur Bestätigung der App zurückruft. Vorgabe https://localhost:8080. |
appServerUrl wird nur für die App-Registrierung gebraucht und muss die Adresse sein, unter der Shopware diese FINN.ghost-Installation erreicht.
Die Indizierung stand früher als Schalter index ebenfalls hier. Sie hat inzwischen ein eigenes Feld in der Maske unter Shopdaten und ist im Handbuch FINN.ghost für Shopware 6 beschrieben. Ein noch vorhandenes index: true übernimmt FINN.ghost beim Start automatisch als Einstellung Sofort.
Nächster Schritt
Shopify
Alle Schlüssel dieser Seite stehen in der config.json im Abschnitt shopify. Was der
Artikel- und Bestellabgleich im Regelfall tut, steht im
Handbuch für Shopify.
Artikel und Preise
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
continueSelling |
Feldname | Artikelfeld; liefert es einen Wert, bleibt der Artikel bei Bestand 0 weiter bestellbar. |
forceTax |
Schalter | überträgt jeden Artikel als steuerpflichtig, auch wenn in der SelectLine kein gültiger Steuersatz gefunden wird. |
reducedTax |
Wert | Steuercode der SelectLine, der als ermäßigt gilt. Vorgabe 2. Artikel mit diesem Code kommen in die Artikelgruppe für ermäßigte Steuer. |
costPricePG |
Wert | Preisgruppe, aus der die Kosten je Artikel übertragen werden. Ohne die Angabe gilt der letzte Einkaufspreis aus der Kalkulation. |
firstImgToEnd |
Schalter | verschiebt das erste Bild an das Ende der Bilderreihe. |
disableSafeguardPriceField |
Feldname | Artikelfeld; ist es True, wird ein Artikel ohne Preis mit Preis 0 übertragen statt übersprungen. |
extrafeldMapping |
Liste | benennt Zusatzfelder beim Übertragen um, wie bei Shopware 6. Das Ursprungsfeld wird dabei immer entfernt. |
Ohne disableSafeguardPriceField wird ein Artikel ohne gültigen Preis in Shopify archiviert und eine Meldung ins Protokoll geschrieben. Das ist Absicht — ein Artikel mit Preis 0 im Shop ist teurer als ein fehlender.
firstImgToEnd wirkt nur bei Artikeln mit mehr als einem Bild. Der Hintergrund: Shopify zeigt das erste Bild als Vorschaubild, die SelectLine sortiert Bilder nach der Ordnung — passt beides nicht zusammen, ist das die schnellste Abhilfe.
Bei continueSelling wird — anders als bei den übrigen Feldern dieses Kapitels — nicht auf den Wert True geprüft. Ausgewertet wird nur, ob das Feld überhaupt einen Wert liefert. Ein Ja/Nein-Extrafeld ist hier deshalb die falsche Wahl: Es enthält auch bei Nein einen Wert. Passend ist ein Feld, das für die betroffenen Artikel gefüllt und für alle anderen leer ist.
reducedTax vergleicht den Steuercode des Artikels, nicht den Steuersatz. Bei abweichender Nummerierung der Steuercodes im Mandanten muss der Wert angepasst werden — sonst landen entweder alle oder keine Artikel in der Gruppe für ermäßigte Steuer.
Artikelgruppen und Aufräumen
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
shopaktivArtikelGruppenFeld |
Feldname | Feld an der Artikelgruppe; nur Gruppen mit True werden übertragen. |
deleteUnknownProducts |
Schalter | archiviert Produkte im Shop, die in der SelectLine nicht existieren oder nicht mehr shopaktiv sind. |
deleteUnknownProducts greift auf den ganzen Shop zu. Produkte, die im Shop von Hand angelegt wurden und in der SelectLine nicht existieren, werden dabei ebenfalls archiviert. Vor dem Einschalten gehört geprüft, ob es solche Produkte gibt.
Bestände
Bestand und Bestandsführung stehen auf einer eigenen Seite, weil dort mehrere Einstellungen zusammenwirken: Bestand und Bestellmenge.
Belege
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
idField |
Feldname | Belegfeld, in dem die Shopify-Bestellkennung abgelegt wird. Vorgabe IhrAuftrag. |
orderTag |
Wert | Kürzel, mit dem die Kennung beginnt. Vorgabe sfy_. |
mailField |
Feldname | Belegfeld für die E-Mail-Adresse des Bestellers. |
phoneField |
Feldname | Belegfeld für die Telefonnummer. |
noteToFooter |
Schalter | schreibt die Kundenanmerkung in den Schlusstext statt in den Kopftext. |
useSfyPostext |
Schalter | übernimmt den Positionstext aus Shopify statt der Artikelbezeichnung aus der SelectLine. Auf 80 Zeichen gekürzt. |
documentImportCheckField |
Feldname | Belegfeld, das nach erfolgreichem Import auf True gesetzt wird. |
tooLongAdrField |
Feldname | Belegfeld, in dem Adressbestandteile über 80 Zeichen vermerkt werden. |
simplePrintStatus |
Schalter | erkennt den Versand daran, dass der Lieferschein als gedruckt markiert und der Beleg seit dem letzten Lauf bearbeitet wurde — statt am protokollierten Druckvorgang. |
mapMarketOrderIdField |
Feldname | Belegfeld für die Amazon-Bestellnummer aus den Bestellattributen. Vorgabe _SFYMARKETORDERID. |
businessPartnerContractDateWithTime |
Schalter | schreibt in das Vertragsdatum zusätzlich die Uhrzeit. |
noPosCheck |
Schalter | schaltet die Kontrolle ab, ob alle Positionen im Beleg angekommen sind. |
useCurrentQuantity |
Schalter | übernimmt die in Shopify verbleibende Menge statt der ursprünglich bestellten. In Shopify entfernte Positionen landen dadurch nicht im Beleg. |
idField und orderTag sind die Wiedererkennung einer Bestellung. Werden sie im laufenden Betrieb geändert, findet FINN.ghost die bereits importierten Bestellungen nicht mehr und importiert sie erneut. Beides gehört vor der Inbetriebnahme festgelegt und danach nicht mehr angefasst.
noPosCheck schaltet eine Sicherung ab: Normalerweise vergleicht FINN.ghost nach dem Anlegen die Anzahl der Positionen und bricht mit einem Fehler ab, wenn die SelectLine Positionen verworfen hat. Ohne diese Prüfung entstehen unvollständige Belege, ohne dass es auffällt.
useCurrentQuantity ist die Antwort auf entfernte Positionen: Wird eine Bestellung in Shopify nach dem Eingang bearbeitet — eine Position entfernt oder die Menge verringert — bleibt die ursprüngliche Menge (quantity) an der Position stehen, die verbleibende steht in current_quantity. Ohne den Schalter übernimmt FINN.ghost die ursprüngliche Menge und legt entfernte Positionen mit an. Mit dem Schalter zählt die verbleibende Menge; Positionen mit Menge 0 werden übersprungen und ein anteiliger Rabatt wird mitgekürzt. Greift nur bei Bestellungen, die zum Zeitpunkt des Imports bereits bearbeitet waren — ein bestehender Beleg wird nicht nachträglich angepasst.
useCurrentQuantity und die Gutschriftenprüfung (disableRefundCheck auf false) schließen sich aus. Die Gutschriftenprüfung braucht die volle Menge im Auftrag, um daraus die Gutschrift zu bilden — sind die Positionen bereits gekürzt, findet sie die Position nicht mehr und der Import läuft auf einen Fehler.
tooLongAdrField ist für Shops mit langen Firmenbezeichnungen gedacht. Die SelectLine nimmt nur 80 Zeichen je Adressfeld — was abgeschnitten wird, ist dann wenigstens am Beleg vermerkt.
simplePrintStatus ist die Abhilfe, wenn Versandmeldungen ausbleiben, obwohl Lieferscheine gedruckt werden. Normalerweise liest FINN.ghost den Druckvorgang aus der Belegausgabe — wird in der SelectLine nicht über den regulären Druck ausgegeben, entsteht dort kein Eintrag. Der Schalter wertet dann stattdessen das Kennzeichen Gedruckt am Beleg aus.
Gutschriften
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
belegtyp_gutschrift |
Wert | Belegtyp für Gutschriften. Vorgabe G. |
belegtyp_gutschriftNoRestock |
Wert | abweichender Belegtyp für Gutschriften ohne Rücknahme in den Bestand. |
disableRefundCheck |
Schalter | Vorgabe true. Mit false prüft FINN.ghost auch bei einem Komplettstorno auf Gutschriften. |
belegtyp_gutschriftNoRestock ist die Antwort auf eine häufige Anforderung: Wird eine Rücksendung in Shopify ohne Wiedereinlagerung erstattet, soll in der SelectLine ein Belegtyp entstehen, der den Bestand nicht erhöht.
Zuordnung über Tags und Metafelder
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
shopkundeTagMapping |
Liste | ordnet einem Bestell-Tag einen anderen Shopkunden zu. |
mapMetafields |
Liste | überträgt Metafelder der Bestellung in Belegfelder. |
presentment_currencies |
Liste | Währungen, in denen Bestellungen zusätzlich importiert werden. |
{
"shopify": {
"shopkundeTagMapping": { "b2b": "10001", "haendler": "10002" },
"mapMetafields": { "custom": { "wunschtermin": "FreiesDatum1" } }
}
}
Bei mapMetafields ist die Struktur zweistufig: erst der Namensraum des Metafelds, darin der Schlüssel, dahinter das Ziel-Belegfeld.
Kunden
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
kdfeld1 bis kdfeld9 |
Feldname | weitere Kundenfelder, in denen bei der Suche nach einem vorhandenen Kunden ebenfalls nach der Shopify-Kundennummer gesucht wird. |
customerNumberRange |
Wert | Nummernkreis für neu angelegte Kunden. Die neue Nummer ist die höchste vorhandene Nummer mit diesem Beginn, um eins erhöht. |
updateCustomer |
Schalter | aktualisiert vorhandene Kunden beim Bestellimport, auch wenn das Aktualisieren sonst abgeschaltet ist. |
sendEmailInviteToNewCustomers |
Schalter | lässt Shopify neu angelegten Kunden eine Einladung senden. |
Die Felder kdfeld1 bis kdfeld9 ergänzen das in der Oberfläche eingestellte Kundenfeld, sie ersetzen es nicht. Ist kdfeld1 gesetzt, schreibt FINN.ghost die Kundennummer bei neuen Kunden allerdings nicht mehr selbst in das Standardfeld — dann sind diese Felder die einzige Zuordnung und müssen gepflegt sein.
Vor sendEmailInviteToNewCustomers ist zu bedenken, dass Shopify die Mail an jeden neu übertragenen Kunden schickt. Beim ersten Vollabgleich der Kunden aus der SelectLine sind das unter Umständen sehr viele Mails auf einmal.
B2B mit Shopify Plus
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
plus.status |
Schalter | schaltet den B2B-Betrieb ein: Kunden werden als Firmen übertragen statt als Privatkunden. |
plus.checkoutToDraft |
Schalter | Bestellungen der Firma werden als Entwurf angelegt und müssen freigegeben werden. |
plus.editableShippingAddress |
Schalter | die Lieferadresse darf im Shop geändert werden. |
plus.paymentTermsTemplateId |
Wert | Kennung der Zahlungsbedingung, die den Firmen zugewiesen wird. |
plus.status setzt Shopify Plus voraus und ändert die Übertragung grundlegend. Zusätzlich entfällt damit die Prüfung, ob eine Bestellung bezahlt ist — im B2B ist der Rechnungskauf der Regelfall, unbezahlte Bestellungen werden also importiert.
Die Kennung für plus.paymentTermsTemplateId ist die reine Nummer der Vorlage aus Shopify; die vollständige Kennung setzt FINN.ghost selbst zusammen.
Nächster Schritt
Weitere Module
Was in den übrigen Modulen keine Maske hat — und die Einstellungen, die für die ganze
Installation gelten und deshalb ohne Abschnitt in der config.json stehen.
FINN.webshop
Abschnitt shop.
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
shopaktivArtikelGruppenFeld |
Feldname | Feld an der Artikelgruppe; nur Gruppen mit True werden übertragen. |
Die eigene Bestandsabfrage shop.customStock steht unter
Bestand und Bestellmenge.
Bilder aus dem Dateisystem
Ohne Abschnitt — gilt für alle Module, die Artikelbilder übertragen.
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
imagePath |
Wert | Ordner, aus dem die Artikelbilder gelesen werden — statt aus der SelectLine. |
Die Dateien werden dem Artikel über den Dateinamen zugeordnet: Artikelnummer, Unterstrich, laufende Nummer.
100815_1.jpg
100815_2.jpg
100815_10.jpg
Sortiert wird nach der Zahl hinter dem Unterstrich, und zwar numerisch — _10 kommt also
nach _2, nicht dazwischen.
| Ordner enthält Bilder zum Artikel | diese werden übertragen |
| Ordner enthält keine passende Datei | Rückfall auf die Bilder in der SelectLine |
| Ordner nicht erreichbar | Fehler; der Lauf bricht ab |
Ist der Ordner nicht erreichbar, wird nicht auf die SelectLine zurückgefallen, sondern der Lauf bricht mit einem Fehler ab. Bei einem Netzwerkpfad braucht das Dienstkonto Leserechte darauf — läuft der Dienst als lokales Systemkonto, hat es auf einem Netzwerkpfad in der Regel keine.
Der Rückfall auf die SelectLine gilt je Artikel: Für Artikel mit Dateien im Ordner gelten die Dateien, für alle anderen die Bilder aus der SelectLine. Beides lässt sich also mischen.
Bildformat und Bildqualität aus den Einstellungen gelten auch für diese Dateien — sie werden vor dem Übertragen umgewandelt. Siehe Server und Oberfläche.
Oberfläche
Ohne Abschnitt.
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
theme |
Wert | Farbe der Oberfläche, als Objekt mit dem Feld primary. Vorgabe #AA1948. |
disableBeep |
Schalter | Vorgabe true. Mit false gibt die Oberfläche bei einem Fehler einen Signalton aus. |
onlyCustom |
Schalter | zeigt ausschließlich die Seite der individuellen Anpassungen — ohne Menü, ohne Navigation. |
{
"theme": { "primary": "#1976D2" },
"disableBeep": false
}
onlyCustom verbirgt alle Module samt Einstellungen und Zeitsteuerung. Es ist für Installationen gedacht, die nur eine kundenspezifische Maske bereitstellen, und setzt eine Lizenz für individuelle Anpassungen voraus. Ohne Zugriff auf die config.json kommt man danach nicht mehr an die übrigen Masken.
Der Signalton ist nützlich an Arbeitsplätzen, an denen die Oberfläche dauerhaft offen steht und Fehler auffallen sollen — etwa im Lager oder im Versand.
SelectLine
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
skipVersionscheck |
Schalter | übergeht die Prüfung, ob die SelectLine-Version mindestens der geforderten entspricht. |
slsettings.warehouseCheckColum |
Feldname | Spalte in LAGERPLATZ, über die ein Lagerplatz zusätzlich anhand einer Nummer gefunden wird. |
skipVersionscheck ist ausdrücklich ein Notbehelf. Die Mindestversion steht nicht ohne Grund: Fehlen der SelectLine-API Endpunkte, die FINN.ghost erwartet, laufen Übertragungen an unvorhersehbaren Stellen auf Fehler. Der Schalter hilft, eine Installation überhaupt zu starten — die richtige Abhilfe ist das Update der SelectLine.
slsettings.warehouseCheckColum wird gebraucht, wenn Lagerplätze aus einem Drittsystem als reine Nummer kommen und nicht als die von der SelectLine erwartete Kombination aus Lager und Dimensionen. Zuerst wird immer regulär gesucht; erst wenn das nichts findet, greift diese Spalte.
GetMyInvoices
Abschnitt gmi.
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
statusField |
Feldname | Belegfeld, in das bei einer Betragsabweichung der Hinweis geschrieben wird. Vorgabe FreierText1. |
Weicht der Bruttobetrag ab, wird der Beleg nicht als geprüft markiert und der Hinweis samt Abweichung in Prozent in dieses Feld geschrieben. Ist FreierText1 im Mandanten anderweitig belegt, gehört hier ein anderes Feld hinterlegt — sonst überschreibt der Abgleich vorhandene Inhalte.
FINN.mail2SL
Abschnitt mail2sl.
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
limit |
Wert | Anzahl der Nachrichten, die je Lauf aus dem Postfach geholt werden. Vorgabe 10. |
Der Wert begrenzt die Nachrichten je Lauf, nicht je Tag. Bei einem Postfach mit hohem Aufkommen kann der Rückstand wachsen, wenn je Lauf weniger Nachrichten verarbeitet werden als neu eintreffen. Dann entweder den Wert erhöhen oder den Lauf häufiger einplanen.
Ein höherer Wert verlängert den einzelnen Lauf entsprechend. Kommt es dabei zu Zeitüberschreitungen am Postfach, ist der häufigere Lauf der bessere Weg.
FINN.AI MCP
Abschnitt mcp. Ergänzt die Einstellungen, die die Oberfläche für den KI-Zugang anbietet.
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
maxSessions |
Wert | Höchstzahl gleichzeitiger Sitzungen. Vorgabe 50. |
sessionTimeoutSeconds |
Wert | Zeit in Sekunden, nach der eine untätige Sitzung verworfen wird. Vorgabe 1800 (30 Minuten). |
bodyLimit |
Wert | Höchstgröße einer Anfrage. Vorgabe "10mb". |
Diese drei Werte sind Schutzgrenzen und müssen im Normalbetrieb nicht angefasst werden. Sie sind gedacht für Installationen mit auffällig vielen gleichzeitigen Zugriffen oder mit knappem Speicher auf dem Server.
Bei bodyLimit gehört die Einheit mit in den Wert und der Wert in Anführungszeichen — "10mb", nicht 10.
Individuelle Anpassungen
Abschnitt custom. Diese Schlüssel gehören zu kundenspezifischen Erweiterungen und sind
nur dort gesetzt, wo die passende Anpassung ausgeliefert ist.
| Schlüssel | Typ | Wirkung |
|---|---|---|
apiport |
Wert | Port einer zusätzlichen Schnittstelle für Fremdsysteme. Ohne die Angabe wird sie nicht gestartet. |
apiRechnungDruckvorlage |
Wert | Druckvorlage, mit der über diese Schnittstelle angeforderte Rechnungen erzeugt werden. |
Der Port muss frei sein und darf nicht mit dem Port der Oberfläche zusammenfallen. Fehlt apiRechnungDruckvorlage, beantwortet die Schnittstelle Anfragen nach einer Rechnung mit einem Fehler.
Nächster Schritt
Zurück zu den Häufigen Fragen oder zur Zeitsteuerung der Module.