Laufender Betrieb Zeitplan der Übertragungen, Vorgehen bei fehlenden Daten und häufige Fragen. Zeitplan der Übertragungen Unter Shopware 6 → Zeitsteuerung wird festgelegt, wie oft jede Aufgabe läuft. Auf derselben Seite stehen das Protokoll, der Zeitpunkt der letzten Ausführung und der nächste geplante Termin. Intervall oder feste Uhrzeit Zu jeder Aufgabe wird ein Abstand eingestellt. Alternativ lässt sich eine feste Uhrzeit vereinbaren — die richtige Wahl für alles, was nur einmal am Tag laufen soll. Praktisch nutzbar sind Abstände in Minuten unterhalb einer Stunde sowie volle Stunden. Krumme Werte darüber, etwa 90 Minuten, werden auf die volle Stunde abgerundet. Die Aufgaben laufen nacheinander Das ist der wichtigste Punkt bei der Planung: Aufgaben laufen nicht gleichzeitig. Startet eine, während eine andere arbeitet, wartet sie. Läuft ein Vollexport aller Artikel drei Stunden, warten in dieser Zeit alle anderen Aufgaben — auch der Bestellimport. Vollexporte gehören daher auf eine feste Uhrzeit in der Nacht und nicht in ein Intervall. Ein Start von Hand über die Oberfläche umgeht das Warten und läuft sofort. Betriebszeiten Zusätzlich lässt sich ein Zeitfenster festlegen, in dem überhaupt übertragen wird, und die Zeitsteuerung insgesamt anhalten. Läufe, die außerhalb des Fensters fällig wären, werden übersprungen und nicht nachgeholt. Empfehlung für einen mittelgroßen Shop Aufgabe Empfehlung Begründung Bestellungen importieren alle 5 Minuten Bestellungen sollen zeitnah im ERP stehen geänderte Bestände exportieren alle 5 Minuten häufigste Änderung im Tagesgeschäft Status exportieren alle 10 Minuten Versand- und Rechnungsmeldungen sind nicht sekundenkritisch Gutscheine synchronisieren alle 15 Minuten muss mindestens so häufig wie der Bestellimport laufen geänderte Artikel exportieren alle 15 Minuten umfasst Preise, Texte und Bilder, deutlich teurer geänderte Kunden exportieren stündlich Artikelgruppen exportieren nachts, feste Zeit ändert sich selten Merkmale und Sachmerkmale exportieren nachts, feste Zeit laufen über den gesamten Bestand Hersteller exportieren nachts, feste Zeit Extrafelder exportieren nachts, feste Zeit nur bei Strukturänderungen relevant alle Bestände exportieren nachts, feste Zeit Korrekturlauf alle Artikel exportieren (ohne Bilder) nachts, feste Zeit Korrekturlauf alle Artikel exportieren nur von Hand läuft je nach Artikelzahl viele Stunden Warum die nächtlichen Korrekturläufe wichtig sind Der Änderungslauf erkennt Artikel daran, dass sich der Artikelstamm geändert hat. Ändert man nur einen Preis, eine Mengenstaffel oder eine Fremdbezeichnung, ohne den Artikel selbst anzufassen, bleibt das unbemerkt. Ohne die nächtlichen Vollläufe können solche Änderungen dauerhaft im Shop fehlen. Alle Artikel exportieren (ohne Bilder) und alle Bestände exportieren sind deshalb kein Luxus, sondern gehören in jeden Zeitplan. Eine Änderung sofort im Shop sehen Die betreffende Aufgabe unter Shopware 6 → Zeitsteuerung von Hand starten. Für einen einzelnen Artikel genügt geänderte Artikel exportieren — er ist ja gerade geändert worden und damit im Umfang enthalten. Was im Protokoll steht Das Protokoll zeigt den Fortschritt, übersprungene Datensätze und Fehler. Ein Lauf gilt als erfolgreich beendet, auch wenn alle Datensätze übersprungen wurden. Der Abschluss allein ist also kein Nachweis dafür, dass alles im Shop angekommen ist — dafür muss man ins Protokoll schauen. Übersprungene Artikel und Kunden erscheinen mit Nummer und Grund. Diese Meldungen sind keine Fehler, sondern eine Arbeitsliste für die Datenpflege. Siehe Wenn etwas nicht im Shop ankommt. Wenn etwas nicht im Shop ankommt Die meisten Fälle lassen sich in wenigen Minuten selbst klären. Diese Seite geht die häufigsten Situationen der Reihe nach durch. Ein Artikel fehlt im Shop Der Reihe nach prüfen: 1. Ist das Freigabekennzeichen gesetzt? In der Artikelmaske das bei der Einrichtung vereinbarte Kennzeichen prüfen. Das ist mit Abstand die häufigste Ursache. 2. Ist der Artikel inaktiv? Inaktive Artikel gehen nicht in den Shop. 3. Läuft die Aufgabe überhaupt? Unter Shopware 6 → Zeitsteuerung nachsehen, ob geänderte Artikel exportieren ein Intervall hat und wann sie zuletzt gelaufen ist. Steht die Aufgabe dauerhaft auf wartend, blockiert ein großer Lauf. 4. Was sagt das Protokoll? Im Protokoll nach der Artikelnummer suchen. Die Meldungen nennen den Grund direkt: Meldung im Protokoll enthält Bedeutung keine Bezeichnung die Artikelbezeichnung ist leer ist nicht ShopAktiv Freigabekennzeichen nicht gesetzt ist Inaktiv Artikel ist inaktiv kein SSV kein zum heutigen Datum gültiger Steuerschlüssel kein Preis kein Verkaufspreis in der eingestellten Preisgruppe kein Bestand Lagerartikel ohne Bestand, und Artikel ohne Bestand sind ausgeschlossen Artikelgruppe … nicht gefunden keine Kategorie ermittelbar und keine Default-Artikelgruppe gesetzt 5. Artikel gezielt übertragen Nach der Korrektur geänderte Artikel exportieren von Hand starten und das Protokoll mitlesen. Der Artikel ist im Shop, aber nicht auffindbar Prüfen, ob im Shopware-Backend am Artikel alles korrekt hinterlegt ist. Ist es das, liegt es fast immer am Suchindex. Die Schnittstelle verzichtet während der Übertragung auf die Neuberechnung des Shopware-Suchindex, weil das große Läufe erheblich beschleunigt. Bis Shopware den Index nachzieht, können Artikel in Suche und Listen veraltet erscheinen. Wer das nicht möchte, kann die Indizierung einschalten — siehe Shopdaten. Zweite Möglichkeit: Die Sichtbarkeit steht auf Suche oder Link statt auf Überall — siehe Verkaufskanal. Ein geänderter Preis kommt nicht an Wurde nur der Preis geändert, ohne den Artikel selbst anzufassen, erkennt der Änderungslauf das nicht. Zwei Wege: geänderte Artikel exportieren von Hand starten, nachdem der Artikel einmal gespeichert wurde, oder auf den nächtlichen Lauf alle Artikel exportieren (ohne Bilder) warten. Damit das nicht auffällt, gehören diese Korrekturläufe in den Zeitplan — siehe Zeitplan der Übertragungen. Ein geändertes Bild bleibt im Shop das alte Die Schnittstelle erkennt Bilder am Dateinamen und verwendet ein bereits vorhandenes weiter. Tauscht man das Bild aus, ohne dass sich der Name ändert, bleibt im Shop das alte stehen. Abhilfe: Bestehende Bilder im Shop aktualisieren einschalten oder die Benennung über den Bildinhalt wählen. Siehe Bezeichnungen, Texte und Bilder. Ein Kunde fehlt im Shop Prüfpunkt Hinweis Kundenkennzeichen muss beim gewünschten Verkaufskanal gesetzt sein E-Mail-Adresse Pflichtangabe Vorname und Name Pflichtangabe, auch bei Firmenkunden PLZ, Ort, Straße Pflichtangaben Land muss im Shop bekannt sein Belegsperre, inaktiv gesperrte Kunden werden im Shop deaktiviert Die übersprungenen Kunden stehen mit Nummer und Grund im Protokoll. Eine Bestellung fehlt in der SelectLine 1. Ist die Zahlung im Shop bestätigt? Nur bezahlte oder freigegebene Bestellungen werden geholt. Bei Rechnung und Nachnahme muss der Haken Import bei der Zahlungsart gesetzt sein — siehe Zahlungs- und Versandarten. 2. In welchem Status steht die Bestellung im Shop? Steht sie auf offen, wird sie beim nächsten Lauf geholt. Steht sie auf in Bearbeitung, hat FINN.ghost sie bereits verarbeitet. Existiert trotzdem kein Beleg, ist der Import nach dem Statuswechsel abgebrochen. In diesem Fall wird die Bestellung nicht erneut abgeholt und muss von Hand in der SelectLine erfasst werden. Der Grund steht im Protokoll — häufig ein Fehler in einem Makro oder ein nicht gefundener Gutschein. 3. Bekannte Ursachen Ursache Erkennbar an kein Shopkunde beim Verkaufskanal Meldung, dass der Shopkunde nicht definiert ist Lieferbedingung nicht zugeordnet Abbruch mit Hinweis auf die Versandbedingung eingelöster Gutschein unbekannt Meldung, dass der Gutschein nicht gefunden wurde Zahlungsreferenz gefordert, aber nicht vorhanden Meldung über die fehlende Zahlungsreferenz Der Belegbetrag weicht von der Bestellung ab Häufigste Ursache: Es ist kein Promotion Artikel hinterlegt. Rabattpositionen aus dem Shop werden dann übersprungen, und der Beleg ist teurer als die Bestellung. Siehe Zahlungs- und Versandarten. Regelmäßige Kontrolle Zwei Auswertungen, die sich im Alltag bewährt haben: Bestellungen ohne Beleg: im Shop nach Bestellungen im Status in Bearbeitung suchen und mit den Belegen in der SelectLine abgleichen. Das findet die seltenen, aber unangenehmen Abbrüche nach dem Statuswechsel. Freigegebene Artikel ohne Shop-Eintrag: die Anzahl der Artikel mit Freigabekennzeichen mit der Artikelanzahl im Shop vergleichen. Die Differenz sind die Artikel mit unvollständigen Daten. Wenn es dabei bleibt Wenden Sie sich an den Support und halten Sie bereit: die betroffene Artikel-, Kunden- oder Bestellnummer den Auszug aus dem Protokoll zum Zeitpunkt des Laufs welche Aufgabe zuletzt gelaufen ist Häufige Fragen Muss ich im Shopware-Backend noch etwas pflegen? Im Normalfall nicht. Artikel, Preise, Bestände, Kategorien, Merkmale, Hersteller und Kunden kommen aus der SelectLine. Im Shop pflegt man das, was dort hingehört: Navigation, Inhaltsseiten, Themes, Versandarten und Zahlungsarten. Was passiert, wenn ich einen Artikel im Shop von Hand ändere? Bei der nächsten Übertragung wird die Änderung überschrieben. Das betrifft Bezeichnung, Beschreibung, Preise, Bestand, Bilder, Kategorien und Eigenschaften. Wer Texte oder Bilder im Shop redaktionell pflegen möchte, schaltet die entsprechende Übertragung ab — etwa Keine Beschreibung übertragen oder Nur Bestand, Preis und Varianten aktualisieren. Wie bekomme ich einen Artikel aus dem Shop heraus? Das Freigabekennzeichen entfernen. Der Artikel wird dann im Shop deaktiviert, nicht gelöscht. Damit bleiben bestehende Bestellungen und die Adresse der Artikelseite gültig. Warum sind meine Umlaute in den Bilddateinamen umgeschrieben? Dateinamen werden für die Mediathek bereinigt: Umlaute werden umgeschrieben und Sonderzeichen ersetzt. Das ist gewollt, damit die Dateien in allen Browsern und Betriebssystemen funktionieren. Kann ich mehrere Shops anbinden? Mehrere Verkaufskanäle eines Shopware-Shops können parallel versorgt werden, jeder mit eigenem Freigabekennzeichen, eigenen Belegtypen und eigenem Shopkunden. Für einen zweiten, eigenständigen Shopware-Shop wird eine weitere Installation benötigt — sprechen Sie uns an. Sehen angemeldete Kunden ihre eigenen Preise? Ja. Kundenpreise, Rabattgruppen und Preisgruppen werden als Preisregeln in den Shop übertragen. Voraussetzung ist, dass der Kunde in den Shop übertragen wurde und sich anmeldet. Siehe Preise und Kunden. Warum steht bei einem Artikel ein Bestand von 2, obwohl 2,7 Meter da sind? Der Bestand wird ganzzahlig an den Shop übergeben und dabei abgeschnitten. Bei Artikeln in Bruchteilen ist das eine bewusste Sicherheitsreserve. Siehe Bestand und Verfügbarkeit. Kann ich einen Zeitraum erneut übertragen? Ja. Die Schnittstelle merkt sich zu jeder Aufgabe, bis wann sie zuletzt gelaufen ist. Dieser Stand lässt sich zurücksetzen, sodass ein Zeitraum erneut übertragen wird. Das erfordert einen Eingriff in die Konfiguration bei gestopptem Dienst — bitte über den Support. Für Artikel und Bestände geht es einfacher: Dafür genügen die Vollläufe. Wie lange dauert eine Vollübertragung? Das hängt an der Artikelanzahl und vor allem an den Bildern. Als Anhaltspunkt: Ein Vollauf ohne Bilder ist ein Vielfaches schneller als einer mit Bildern. Für einen ersten Eindruck deshalb alle Artikel exportieren (ohne Bilder) verwenden. Die Bestellung ist im Shop bezahlt, der Beleg fehlt trotzdem Siehe Wenn etwas nicht im Shop ankommt — Abschnitt Eine Bestellung fehlt in der SelectLine. Was bedeutet der Vorsatz sw6_ im Feld „Ihr Auftrag"? Daran erkennt die Schnittstelle Belege, die aus dem Shop stammen. Dahinter steht die Shop-Bestellnummer. So findet man in der SelectLine schnell den Beleg zu einer Bestellung — und umgekehrt. Dieses Feld sollte an Shop-Belegen nicht verändert werden. Ohne den Vorsatz findet die Schnittstelle den Beleg nicht mehr und meldet Versand und Rechnung nicht zurück. Können Kunden im Shop ihre Rechnungen herunterladen? Ja, wenn eine Archiv-Druckvorlage hinterlegt ist. Dann liegt im Kundenkonto das Original-PDF aus der SelectLine. Siehe Versand und Rechnung zurückmelden. Wer hat die Änderungen im Shop vorgenommen? Die Schnittstelle arbeitet mit dem Integrationszugang, der bei der Einrichtung im Shopware-Backend angelegt wurde. In der Änderungshistorie des Shops erscheint deshalb dieser Zugang und nicht ein einzelner Mitarbeiter. Wo finde ich heraus, was gerade läuft? Shopware 6 → Zeitsteuerung. Dort steht zu jeder Aufgabe, ob sie läuft oder wartet, wann sie zuletzt gelaufen ist und wann sie das nächste Mal fällig ist. Darunter das Protokoll.