# Zahlungs- und Versandarten

Damit eine Bestellung als Beleg entstehen kann, muss FINN.ghost wissen, welche
Zahlungsbedingung und welche Lieferbedingung der SelectLine zu einer Zahlungsart und
Versandart im Shop gehört.

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## Zahlungsbedingungen

<p class="callout warning">Die Liste der Zahlungsarten füllt sich erst, nachdem Bestellungen importiert wurden. Shopify bietet keine Abfrage der verfügbaren Zahlungsarten an — FINN.ghost merkt sich deshalb jede Zahlungsart, die in einer Bestellung vorkommt. Nach der Einrichtung sollte man den Bereich also erneut aufrufen und die neu erschienenen Zahlungsarten zuordnen.</p>

Zu jeder Zahlungsart gibt es vier Spalten.

### SelectLine

Die Zahlungsbedingung, die in den Beleg geschrieben wird.

### Bankbezug

Die Kasse oder Bank, die als Bankbezug im Beleg gesetzt wird. Erleichtert später den
Zahlungsabgleich in der Buchhaltung.

### Import

Normalerweise werden nur Bestellungen übernommen, deren offener Betrag 0 ist — also
vollständig bezahlte. Zahlungsarten wie **Rechnung** erreichen diesen Zustand nie; für
sie wird dieser Haken gesetzt.

<p class="callout info">Bei Shopify Plus mit B2B-Bestellungen entfällt die Prüfung ohnehin, weil dort mit Zahlungsziel gearbeitet wird.</p>

### Vorkasse

Bestellungen dieser Zahlungsart gehen in den Vorkasse-Belegtyp statt in den
Bestell-Belegtyp.

### Geschenkkarten

Mit Geschenkkarten bezahlte Anteile werden nicht als Zahlungsart behandelt, sondern als
**Rabattposition** auf den Promotion-Artikel gebucht, mit dem Hinweis auf die letzten
Zeichen der Karte. Steuer 0.

Wird eine Bestellung ausschließlich mit Geschenkkarte bezahlt, gilt die Zuordnung der
Zahlungsart `gift_card`.

## Lieferbedingungen

Hier wird jeder Versandart des Shops eine Lieferbedingung der SelectLine zugeordnet.

Die Liste kommt aus den Shopify-Versandprofilen. Zusätzlich steht immer der Eintrag
**Abholung** zur Verfügung — Shopify meldet bei Abholung im Laden den Shopnamen als
Versandart, und FINN.ghost bildet das auf diesen Eintrag ab.

<p class="callout warning">Findet sich zu einer Versandart keine Zuordnung, wird die Bestellung trotzdem importiert — der Beleg bleibt dann aber ohne Lieferbedingung. Im Protokoll steht ein Hinweis. Nach dem Anlegen neuer Versandarten im Shop lohnt deshalb ein Blick in diesen Bereich.</p>

## Versanddienstleister

Unter **Shopify → Einstellungen → Versand** lassen sich die
SelectLine-Transportdienstleister auf die Bezeichnungen abbilden, die Shopify für die
Sendungsverfolgung erwartet. Ohne Zuordnung wird die SelectLine-Bezeichnung
unverändert übergeben.

<p class="callout info">Trifft Shopify den Dienstleister nicht, zeigt es dem Kunden zwar die Paketnummer, aber keinen Verfolgungslink. Die Zuordnung lohnt sich daher für die gängigen Dienstleister.</p>

## Platzhalterartikel

Nicht jede Position einer Bestellung entspricht einem Artikel aus der SelectLine.
Versandkosten und Rabatte brauchen deshalb Platzhalterartikel, die unter
**Shopify → Einstellungen → Artikel** hinterlegt werden.

### Promotion Artikel

Auf diesen Artikel werden Rabatte, Rabattcodes und Geschenkkarten gebucht.

<p class="callout danger">Ist kein Promotion-Artikel hinterlegt, werden Rabatte stillschweigend übersprungen — der Beleg in der SelectLine ist dann teurer als die Bestellung im Shop. Das ist die häufigste Ursache für Betragsabweichungen.</p>

### Versandartikel – Standard und Ermäßigt

Auf diese Artikel werden die Versandkosten gebucht. FINN.ghost ermittelt, welche
Steuersätze in der Bestellung vorkommen, und **verteilt die Versandkosten anteilig**
nach dem jeweiligen Warenwert. Steuersätze unter 16 % laufen auf den ermäßigten
Versandartikel.

<p class="callout info">Enthält eine Bestellung Ware mit 19 % und mit 7 %, entstehen dadurch zwei Versandpositionen mit dem jeweils passenden Steuersatz. Wer das nicht möchte, aktiviert <strong>Steuer vom Versandartikel aus SelectLine verwenden</strong> — dann entsteht eine Position mit dem Steuersatz des Artikels.</p>

### Konten für Rabattpositionen

Zusätzlich lässt sich je Steuersatz ein Erlöskonto für die Rabattpositionen festlegen.
Ohne diese Angabe übernimmt die Rabattposition Konto und Steuer der vorangehenden
Artikelposition — damit landet der Rabatt auf demselben Konto wie der rabattierte
Umsatz.

## Nächster Schritt

[Sprachen und Märkte](https://wiki.dako-it.com/books/finnghost-fur-shopify/page/sprachen-und-markte)