# Kunden

Kunden können in beide Richtungen entstehen: Bestehende SelectLine-Kunden werden in den
Shop übertragen, damit sie sich dort anmelden können. Und Kunden, die im Shop bestellen,
werden in der SelectLine angelegt.

Betreibt der Shop **Shopify Plus mit B2B**, entstehen statt einzelner Kunden
Unternehmen mit Kontakten — siehe [B2B mit Shopify Plus](https://wiki.dako-it.com/books/finnghost-fur-shopify/page/b2b-mit-shopify-plus).

## Kunden in den Shop übertragen

Die Aufgabe heißt *Exportiere Kunden*. Beim ersten Lauf werden alle Kunden mit gesetztem
Kundenkennzeichen übertragen, danach nur noch die geänderten.

### ShopAktiv-Feld

Das Kundenfeld, das bestimmt, ob der Kunde in den Shop gehört. Zu finden unter
**Shopify → Einstellungen → Kunden**.

### Shopkundennummer-Feld

In diesem SelectLine-Feld merkt sich FINN.ghost die Shopify-Kundennummer. Beim Anlegen
wird sie dort zurückgeschrieben.

<p class="callout warning">Dieses Feld ist die Verbindung zwischen beiden Systemen. Wird es geleert, verliert die Schnittstelle die Zuordnung und legt beim nächsten Lauf einen zweiten Kunden im Shop an.</p>

Zusätzlich lassen sich weitere Felder als **Suchfelder** hinterlegen. Der Bestellimport
sucht den Kunden dann auch dort — praktisch, wenn Shop-Kundennummern historisch in
verschiedenen Feldern gepflegt wurden.

## Pflichtangaben

Ein Kunde wird übersprungen, wenn keine gültige E-Mail-Adresse vorhanden ist.

<p class="callout info">Geprüft wird auf ein <code>@</code> und darauf, dass kein Leerzeichen enthalten ist. Die übersprungenen Kunden stehen im Protokoll und sind damit eine gute Arbeitsliste für die Datenpflege.</p>

## Was übertragen wird

| Im Shop                | Aus der SelectLine                     |
| ---------------------- | -------------------------------------- |
| Vor- und Nachname       | Kundenstamm                              |
| E-Mail                 | Kundenstamm                              |
| Telefon                | Telefon 1                                |
| Währung                | Währung des Kunden                        |
| Standardadresse        | Straße, PLZ, Ort, Land, Firma, Zusätze     |
| Metafelder             | Extrafelder der Hauptadresse aus dem CRM   |

### Neue Kunden zur Kontoerstellung einladen

Standardmäßig verschickt Shopify beim Anlegen keine Einladung. Mit dieser Einstellung
erhält der Kunde eine E-Mail, über die er sein Kundenkonto aktivieren kann.

## Kunden aus Bestellungen

Bestellt jemand im Shop, der in der SelectLine noch nicht existiert, wird er angelegt.
Als Vorlage dient der **Shopkunde** — dessen Vorbelegungen werden übernommen und mit den
Bestelldaten überschrieben.

Gesucht wird der bestehende Kunde in dieser Reihenfolge:

1. über das Shopkundennummer-Feld und die zusätzlichen Suchfelder
2. über die E-Mail-Adresse — im Kundenstamm und in den CRM-Adressen
3. kein Treffer: der Kunde wird neu angelegt

<p class="callout warning">Weil die E-Mail-Adresse als zweites Kriterium gilt, laufen zwei SelectLine-Kunden mit derselben E-Mail auf denselben Shop-Kunden zusammen. In Betrieben mit einer Sammeladresse für mehrere Ansprechpartner lohnt hier ein Blick.</p>

### Nummernkreis für neue Kunden

Ist ein Nummernkreis hinterlegt, erhalten neu angelegte Shop-Kunden eine Nummer daraus —
fortlaufend ab der höchsten bereits vergebenen. Damit bleiben Shop-Kunden im Kundenstamm
erkennbar.

## Sonderfälle

### Nur Bestellungen von bekannten Kunden importieren

Findet sich kein Kunde, bricht der Import dieser Bestellung mit einem Fehler ab, statt
einen Kunden anzulegen. Der Weg für Shops mit geschlossenem Kundenkreis.

### Kein Kundenkonto anlegen

Alle Bestellungen laufen auf den Shopkunden. Sinnvoll, wenn keine Kundenpflege im ERP
gewünscht ist.

### Marktplatzbestellungen als Gastbestellungen anlegen

Bestellungen, die nicht aus dem Webshop kommen — Amazon, eBay, Kaufland —, laufen auf
den Shopkunden statt auf einen eigenen Kunden.

### Kunden in SL nicht aktualisieren

Bestehende Kunden werden beim Bestellimport nicht überschrieben. Sinnvoll, wenn die
Kundendaten im ERP als führend gelten.

### Adresse des Shopkunden verwenden

Der Beleg erhält die Adresse des Shopkunden statt der Adresse aus der Bestellung. Die
Lieferadresse aus der Bestellung wird dabei trotzdem gesetzt.

### Kundenadresse aus SL in Beleg verwenden

Umgekehrt: Der Beleg erhält die im Kundenstamm gepflegte Adresse, nicht die
Rechnungsadresse aus der Bestellung.

### Kassenbestellungen

Bestellungen aus dem Shopify-Kassensystem laufen immer auf den Shopkunden und erhalten
im Beleg den Namen *POS Kunde*.

### Shopkunde je Herkunft oder Tag

Der Shopkunde lässt sich je Verkaufskanal — Web, Amazon, eBay — und je Bestell-Tag
unterschiedlich festlegen. Damit landen Marktplatzbestellungen auf eigenen Sammelkunden
und sind in der Auswertung trennbar.

## Weiter

- [B2B mit Shopify Plus](https://wiki.dako-it.com/books/finnghost-fur-shopify/page/b2b-mit-shopify-plus)
- [Bestellungen](https://wiki.dako-it.com/books/finnghost-fur-shopify/page/bestellungen)